Tolle Fortsetzung mit kleineren Schwächen
Powerless - Die FluchtNach Ende des ersten Bandes der Powerless-Reihe war ich sehr gespannt, wie die Geschichte um Paedyn, Kai und Kitt weitergehen wird. Der zweite Band knüpft nahtlos an das Ende des ersten Teils an, sodass ...
Nach Ende des ersten Bandes der Powerless-Reihe war ich sehr gespannt, wie die Geschichte um Paedyn, Kai und Kitt weitergehen wird. Der zweite Band knüpft nahtlos an das Ende des ersten Teils an, sodass man direkt wieder mitten im Geschehen ist. Waren die ersten Seiten direkt von Spannung getrieben, so war für mich das erste Drittel des Buches zwar unterhaltsam, es fehlte jedoch die Spannung, der Witz und der Charme aus dem ersten Buch. Dies lag vermutlich insbesondere daran, dass mir vor allem die wahnsinnig toll ausgearbeiteten Interaktionen zwischen Paedyn und Kai fehlten. Das änderte sich dann ungefähr bei Beginn des zweiten Drittels des Buches. Spätestens ab der Hälfte machte mir das Lesen wieder genauso viel Spaß wie beim ersten Teil.
Die Wortgefechte zwischen Paedyn und Kai sind wie im ersten Band sehr unterhaltsam. Man kann die Handlung beider Protagonisten durch die Erzählweise aus der Ich-Perspektive und den immer wieder wechselnden Perspektiven zwischen Paedyn und Kai gut nachvollziehen. In diesem zweiten Teil der Powerless-Reihe wird auch erstmals aus der Perspektive von Kitt erzählt. Die Anteile von Kitt machen allerdings nur einen geringen Teil der Handlung aus.
Im zweiten Band werden einige Fragen, die im ersten Band offen geblieben sind geklärt. Wir erfahren mehr zur Vorgeschichte von Paedyn, Kai und Kitt. Mit diesen Hintergrundinformationen werden auch die Handlungen der Protagonisten noch besser verständlich. Die Zerissenheit von Paedyn und Kai, die jeweils mit ihren ganz eigenen Gedanken, Pflichten und Wünschen zu kämpfen haben, ist in jeder Zeile und jedem Gespräch der beiden spürbar. Lauren Roberts hat dies hervorragend geschafft darzustellen, sodass man sowohl mit Paedyn, als auch mit Kai unglaublich mitfiebert und ihre Zweifel und Hoffnungen spürt.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der sich für die sehr aufmerksamen Leserinnen und Leser schon ab der Hälfte des Buches ankündigt. Es war dennoch ein kleiner Schock, als sich meine Vermutung letztlich bestätigt hat. Das Ende des zweiten Teils lässt einen sehnsüchtig den dritten Teil erwarten. Ich bin gespannt, wie die Geschichte um Paedyn, Kai und Kitt weitergehen wird.