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Veröffentlicht am 03.06.2025

Zwischen Flammen, Fallstricken und Funkenflug

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Also erstmal: Ist dieses Buch nicht unfassbar schön? Dazu wartet es auch noch mit super schicker Karte und zwei Illustrationen im Innenteil auf.
But, never judge a book by its Cover (oder seiner Karten. ...

Also erstmal: Ist dieses Buch nicht unfassbar schön? Dazu wartet es auch noch mit super schicker Karte und zwei Illustrationen im Innenteil auf.
But, never judge a book by its Cover (oder seiner Karten. Oder Illustrationen.).
Daher hier was zum Inhalt:
Es gibt Drachen! Keltische Drachen! Keltische Legenden und keltische Vibes! Und da alles so schön keltisch ist kommen wir leider zu einem Punkt der beim Lesen bei mir immer mal wieder für Stolpern gesorgt hat: Wie spreche ich die alle aus und wie merke ich mir das?
Also ich meine Namen, Orte und auch manche Bezeichnungen. Da brauchte ich definitiv einen Moment um reinzukommen und gerade am Anfang wurde mein Lesefluss dadurch etwas unterbrochen.
Allerdings wäre es auch sehr seltsam wenn hier plötzlich eine Kiara und ein Jayden auf Drachen namens Kunigunde und Herbert reiten würden.
Daher trägt es mehr zur Stimmung bei, als es in meinen Augen zerstört.
Wofür es aber einen Stern Abzug gibt: Das doch seeehr undurchdachte Verhalten der Protagonistin. DURCHGÄNGIG! Sie rennt fröhlich alle Vorzeichen ignorierend einfach in jede Falle die es da so gibt und schlägt sämtliche Logik und Warnungen in den Wind um einfach hitzköpfig ihre Entscheidungen durchzuziehen. Katniss Everdeen wäre enttäuscht. Und ich war es so manches Mal auch.
Womit wir bei Warnungen sind: Nehmt die Content Warning ernst im Buch!
Das Worldbuilding fand ich sehr schön und stimmig. Es ist feministisch und queer und das auf total selbstverständliche Art und Weise.
Die Protagonistin ist mal mindestens bisexuell und auch daraus wird keine große Sache gemacht. Ist halt so.
Die Geschichte wartet mit so vielen Wendungen auf, dass ich so manchen vorherigen Twist noch gar nicht wirklich verarbeitet hatte... Dadurch wird es einfach auch nicht langweilig, aber hey, waren wir nicht gerade noch zusammen in der Schmiede?
Und was war das bitte für ein Ende?! Hallo? Mein Herz ist gebrochen und das nächste Buch noch gar nicht in Sicht. Ich sage nur: Cliffhanger sein Vater!
Wenn euch das nichts ausmacht und ihr starke, weibliche Protagonistinnen mögt, dazu Slow Burn vom feinsten und ein wenig Enemys to Lovers kann ich nur sagen:
Holt euch ein Getränk, schnappt euch Popcorn, lehnt euch zurück und genießt die Story.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Bitte verfremden Sie Ihren Substack!

The Freedom Clause
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Daphne & Dominic: Beide können sich ein Leben ohne den jeweils anderen nicht vorstellen. Kennen und Lieben gelernt mit 18. Gemeinsam ihre Jungfräulichkeit verloren. Gemeinsam erwachsen geworden. Früh geheiratet. ...

Daphne & Dominic: Beide können sich ein Leben ohne den jeweils anderen nicht vorstellen. Kennen und Lieben gelernt mit 18. Gemeinsam ihre Jungfräulichkeit verloren. Gemeinsam erwachsen geworden. Früh geheiratet. Das Leben vor sich.
Doch mit Mitte 20 scheint ihre Beziehung fest gefahren.
Ihr Sexleben? Nicht vorhanden.
Und so schlägt Dominic einen wahnwitzigen Plan vor: Zur Wiederbelebung ihres sexuellen Verlangens darf jeder ein Mal im Jahr mit einer fremden Person schlafen.
Erstmal auf fünf Jahre festgelegt, bis sie 30 sind.
Zunächst äußerst widerwillig stimmt Daphne Dominics Plan zu...

Und so begleiten wir mal Daphne, mal Dominic über die nächste 5 Jahre.

Dabei war es wundervoll Daphnes Entwicklung von einer schüchternen, jungen Frau die nicht weiß was sie will hin zu einer selbstbewussten und emanzipierten Persönlichkeit zu beobachten.
Auch Dominic bleibt nicht einfach zweidimensional. Sein Charakter bekommt über die Jahre immer mehr Tiefe.
Dadurch ist er nicht einfach nur der „Typ“ der diesen Pakt vorgeschlagen und – aus meiner Sicht – durchgedrückt hat.

Der Erzählstil ist flüssig, wodurch sich das Buch gut und gern in einem Rutsch lesen lässt (wenn die Zeit es erlaubt).
Dabei gefiel mir die Einteilung in die jeweiligen Jahre, anstelle von Kapiteln, sehr gut.

Auch wenn mir das Buch sehr gut gefallen hat, muss ich auch ein wenig Kritik üben:
Manche Situationen (gerade am Anfang und gegen Ende) wirkten doch arg konstruiert um die Story voranzutreiben.
Und ganz ehrlich Daphne, wer verfremdet denn die Personen in einem so brisanten Substack nicht? Selbst wenn man davon ausgeht, dass nie jemand diesen lesen wird.

Trotz dieser Kritik hat mir das Buch gut gefallen. Daher gibt es eine klare Empfehlung, für alle die sich mit dem Thema auseinander setzen möchten.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Anekdoten, Lyrics und Einblicke in die verschiedenen Eras

Taylor's Version
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In „Taylor’s Version“ beschreibt die Anglistik-Professorin Stepahnie Burt Swifts Genialität anhand ihrer Alben. Dabei merkt man in jeder Zeile, dass Burt selbst ein großer Swiftie ist ohne dass diese Tatsache ...

In „Taylor’s Version“ beschreibt die Anglistik-Professorin Stepahnie Burt Swifts Genialität anhand ihrer Alben. Dabei merkt man in jeder Zeile, dass Burt selbst ein großer Swiftie ist ohne dass diese Tatsache ihr den Blick auf das Werk der Künstlerin verstellt.
Das Buch ist in Kapiteln aufgebaut, die sich jeweils mit einem Album, einer „Era“ wie Swifties sagen, befassen. Das ganze in chronologischer Reihenfolge nach Erscheinen bis zu „TTPD“. Abgeschlossen wird das Buch von einem Kapitel über die Eras Tour.

Ich bin weder riesen Swiftie, noch Musikerin, wodurch ich nicht jedes Lied kannte über das hier geschrieben wurde und auch nicht alles nachvollziehen konnte über die Musiktheorie die Swifts Lieder haben sollen. Klar, rein technisch verstehe ich es wenn da steht, dass sie von „Do“ zu „Mi“ fällt (oder aufsteigt? Da seht ihrs!), aber so wirklich sagt mir das nichts.

Glücklicherweise zog sich diese Betrachtung zwar durchs Buch dominierte aber nicht die Kapitel. In denen geht es eher um die Texte, die Entstehungsgeschichte, stellenweise auch die Lyrik die dahinter steht, um Swift selbst und in welcher Phase ihre Lebens sie da gerade war, warum sie xy vermutlich geschrieben hat etc pp.
Diese Betrachtungsweise hat mir erstaunlich viel Spaß gemacht, obwohl ich, wie bereits erwähnt, kein riesengroßer Fan bin. Trotzdem habe ich daraufhin natürlich einige Songs gehört und die die ich bereits kannte höre ich nun mit ganz neuem Bewusstsein. Es macht Spaß zu wissen was dahinter steckt und hier und da auch damit bei anderen anzugeben.
An manchen Stellen wurde es mir dann doch zu theoretisch und ich musste mich ein wenig durch einige Passagen quälen. Doch alles in allem hat es sich gelohnt das Buch zu lesen.

Fazit:
Ich würde sagen, dieses Buch ist selbstverständlich für jeden Swiftie etwas der sich näher mit Alben und den Abläufen dahinter beschäftigen möchte. Musikinteressierte werden hier auch Freude haben. Wer noch nie etwas mit der Sängerin anfangen konnte sollte zu was anderem greifen, aber ich bin sicher dass das dann auch eher passiert.

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Viel zu verdauen

Girl vs. Girl
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Girl vs Girl ist keine leichte Kost. War es zumindest nicht für mich.
Mehrmals musste ich das Buch, auch für längere Phasen aus der Hand legen weil ich ansonsten doch gerne randalierend durch die Straßen ...

Girl vs Girl ist keine leichte Kost. War es zumindest nicht für mich.
Mehrmals musste ich das Buch, auch für längere Phasen aus der Hand legen weil ich ansonsten doch gerne randalierend durch die Straßen gezogen wäre.

Sophie Gilbert zeigt uns auf erschreckende Art und Weise wie misogyn die Welt es mit Frauen in der Popkultur so meint und damit auch mit uns allen. Denn das was wir in der „glitzernden“ Welt der Stars und Sternchen sehen hat massiven Einfluss auf unser alltägliches Denken und Handeln.
Vieles was Gilbert beschreibt war mir bekannt, anderes hatte ich aufgeschnappt und konnte es nicht richtig einordnen und von manchem hatte ich noch nie gehört.
Gilberts Schreibstil ist sehr gut: Unterhaltsam und informativ, eine große Prise persönlich und somit lesen wir hier kein schnarch langweiliges Sachbuch.
Allerdings überschüttet sie uns mit Wissen und die Grenze zwischen den einzelnen Kapiteln konnte ich auch nicht so recht erkennen, von den Kapitelüberschriften mal abgesehen (zum Teil). Eine schreckliche Geschichte reiht sich an die nächste und somit haben wir hier eine Parade der Misogynie. Das muss man ab können.
Mir hat das Buch, auch wenn ich Ewigkeiten für das Lesen gebraucht habe, sehr gut gefallen. Auch weil es einen Einblick hinter die Kulissen Hollywoods oder auch der Politik erlaubt der mir sonst nicht so gewährt worden wäre.
Aber danach brauche ich jetzt erst mal irgendwas nettes flauschiges zum Lesen.
Fazit
Das Buch ist für jede und jeden, der nicht vor der unschönen Wahrheit zurückschreckt. Der weiß oder lernen möchte dass die Welt es mit Frauen oft nicht gut meint und der sich darüber informieren möchte wie die Pop Kultur in all dem mit drin hängt.

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Ein überraschend locker geschriebener Roman, über ein sehr ernstes und wichtiges Thema

Hazel sagt Nein
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„Hazel sagt nein“ von Jessica Berger Gross ist ein wichtiger Beitrag zu Me-Too und feministischen Stimmen im allgemeinen.
Dabei schafft es Berger Gross sehr gekonnt dieses doch eher schwere und traumatische ...

„Hazel sagt nein“ von Jessica Berger Gross ist ein wichtiger Beitrag zu Me-Too und feministischen Stimmen im allgemeinen.
Dabei schafft es Berger Gross sehr gekonnt dieses doch eher schwere und traumatische Thema durch ihre vier Protagonist:innen wichtig und ernst genug, aber mit überraschend viel Humor an ihre Leser:innen heranzubringen.
Ihr Schreibstil ist locker und pointiert, liest sich somit sehr unterhaltsam.
Ihre vier Protagonist:innen sind allesamt interessante Figuren denen man gerne eine Weile durch ihr Leben folgt.
Gleichzeitig wirft Berger Gross hier stellenweise so komplexe und wichtige Themen auf, dass ich mir an der ein oder anderen Stelle gewünscht hätte wir könnten mal etwas länger auf dem neu aufgekommenen Problem herumkauen.
Da geht es nicht nur um das Machtgefälle zwischen Hazel und ihrem Direktor, sondern plötzlich auch um Hassbotschaften, Antisemitismus und vor allem um große moralische Fragen denen sich die Familie und besonders Hazel gegenüber sieht.
Wäre die Autorin allerdings hier wirklich auf alles eingegangen, wäre es zum einen kein so, trotz der Synopsis, unterhaltsamer Roman und zum anderen sicherlich ein mindestens doppelt so dickes Manuskript. Aber diesen Anspruch hat die Geschichte auch gar nicht an sich. Es muss nicht alles aufgebröselt und gelöst werden, manches darf einfach existieren und ein weilchen vom Leser oder der Lesrin mitgenommen werden. Und das ist, meistens, auch gut so.
Bei manch anderem habe ich mich hingegen schon gefragt, warum genau das denn jetzt auch noch auf den Tisch musste, nur um dann nicht wieder relevant zu sein. Aber nun gut, es war nur eine Kleinigkeit.

Dadurch, dass wir immer mal wieder abwechselnd jedem einzelnen der Familie über die Schulter schauen haben wir zum einen als Leser einen ganz guten allgemeinen Überblick aus einem Mosaik an Gedanken. Zum anderen kommen wir aber nicht ganz so nah an die Figuren heran. Ich hatte beim Lesen permanent das Gefühl das Geschehene aus einer sicheren Distanz, durch eine Scheibe zu beobachten. Wobei ich das bei diesem Buch nicht als allzu negativ empfunden habe und doch fehlte am Ende irgendwas um aus dieser soliden und unterhaltsamen Erzählung ein mitreißendes und unvergessliches 5 Sterne Buch zu machen.

Alles in allem ein gutes und wichtiges Buch, aber sicherlich nicht das beste in diesem Bereich.

Von mir gibt es 3,5 Sterne

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