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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2025

Teilweise mit Längen

Madame le Commissaire und die gefährliche Begierde
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Das ganze zieht sich teilweise furchtbar, was ich sehr schade finde. Sonst ist es ein netter Provence Krimi.

Ich kam sehr schnell auf den Täter. Hab ich es nicht mehr in Erinnerung oder kann es sein, ...

Das ganze zieht sich teilweise furchtbar, was ich sehr schade finde. Sonst ist es ein netter Provence Krimi.

Ich kam sehr schnell auf den Täter. Hab ich es nicht mehr in Erinnerung oder kann es sein, dass die anderen Zeugen gar nicht befragt wurden? Und nur "der EINE"? Fand ich echt schade, vor allem wenn die Täter so sympathisch wirken. Den Mord fand ich witzig, das war ja klar, dass das passiert.

So gesehen war es halt auch nicht sehr spannend, sondern vorhersehbar. Echt schade für einen Provencekrimi und irgendwie war mir da zu wenig Lokalkolorit.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

So was von offenes Ende...

Der Tote an der Alster
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Anja Marschall Der Tote an der Alster Emons 2025


Ich glaube, das ist das 5. Buch der Serie von Kommissar Hauke Sötje. Sein Leben wird total demontiert, drastisch an seiner Ehe gerüttelt und die Kinder ...

Anja Marschall Der Tote an der Alster Emons 2025


Ich glaube, das ist das 5. Buch der Serie von Kommissar Hauke Sötje. Sein Leben wird total demontiert, drastisch an seiner Ehe gerüttelt und die Kinder werden entführt.

Man mag den Prota samt seinen beiden sympathischen Untergebenen - Müller und Heinsohn - die auch eine wichtige Rolle spielen..

Der Krimi ist erst mal sehr unterhaltsam, man wächst hinein, dank des Hamburger Fremdenblatts vom Oktober 1907 merkt man auch, dass es ein historischer Krimi ist. Auch dass die Protas viel laufen und in „ungenügend“ gepolstert Kutschen fahren.

Der Lokalkolorit ist nicht ganz eindeutig auf Hamburg gegeben, ok, das Schiff Rikmer irgendwas, die Landungsbrücken usw. sind einfach nicht wirklich genug für meine Hamburgliebe. Immerhin kann ich mich an ein Mal Glockenläuten meiner Lieblingskirche erinnern. Aber sonst könnte es auch eine andere Hafenstadt sein, für mein Empfinden.

Es gibt sehr viele Orte und Aspekte, wo der Hauptprota hin muss, auch wenn er erst beurlaubt und dann suspendiert ist. Das ist spannend und mir gefällt das ganze sehr gut, auch wenn es teilweise sehr ausführlich und etwas langatmig ist. Ich mag aber den Schreibstil meiner Lieblingsautorin sehr und von daher hab ich das sehr gerne gelesen und mich nicht gequält, auch wenn ich 5 Tage zum Auslesen benötigt hatte.

Und dann kam das Ende? Ich konnte heute Nacht nicht schlafen, denn
… das geht für mich gar nicht.

Das ist viel zu offen. Wurde Roscher jetzt von Sötje ermordet? Wo ist seine Tochter? Überlebt es seine Ehe? Was macht er danach beruflich? Die ganze Nacht lag ich wach und dachte, das kann's nicht sein. Bei dem Buch fehlen deutlich ganz viele Seiten. Aber nein, auch Amazon sagt, es sind nur 272 Seiten.

Was wenn ich sterbe, bevor – vielleicht – nächstes Jahr das nächste Buch rauskommt? Was wenn die Autorin stirbt oder eine Schreibblockade bekommt? Hilfe, das geht gar nicht!

Manche Serien sollte man erst lesen, wenn sie zu Ende sind. Dieses Buch hat so ein offenes Ende, dass es mir einfach zu viel ist. Denn, was ist, wenn die Autorin das ignoriert und nicht alle Fragen beantwortet, im nächsten oder übernächsten Buch?
Ich hatte mal eine Lieblingsserie, die war auch vom Emonsverlag, mit Fanny und Sprudel. Fanny Rot von Jutta Mehler. In Band 6 Eselsmilch erleidet Fanny einen Gedächtnisverlust. Er wird nicht in Band 7 und 8 aufgeklärt und es machte mich total wahnsinnig! Ich konnte meine Lieblingsserie nicht weiterlesen, denn ich war völlig fertig. Und ich hab mich damals auch mit anderen Leuten unterhalten, denen es genauso ging. Die haben nur bis Band 7 gelesen und haben dann aufgegeben. Das wurde mir auch geraten, aber ich hab noch weiter gelesen und dann aufgegeben. Denn es war nicht mehr dieselbe Fanny.

Immerhin kann ich mich schon damit arrangieren, wenn nicht so wichtiges nicht in dem Buch, das ich lese, aufgeklärt wird und die Auflösung dann im nächsten Kapitel kommt. Aber so was wichtiges, das ist doch Sötjes „Buchleben“... Nein, also das macht mich echt fertig.

Und ja, Anja Marschall ist meine Lieblingsautorin und ich kenne Autoren (männliche, die schon für den Silberburgverlag, Piper und viele andere Verlage Serien veröffentlicht hat) die stinkig sind, weil ich 3 oder gar nur 4 Sterne gegeben habe, aber sorry, wie soll man denn die tollen Bücher von den anderen unterscheiden? Wobei alles eine Geschmackssache ist!

Wenn ich die Rezi oder eine andere (die auch nicht begeistert ist vom offenen Ende) lesen würde, würde ich das Buch nicht kaufen, weil sonst müsste ich ja ne Bewertung schreiben, die keine 5 Sterne ist. Aber vielleicht verkauft sich der Band ja wieder besser, wenn Band 6 die völlige Aufklärung gelungen ist?

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ich hasse es, wenn das Ende soooooooo offen ist, dass eigentlich die ganze Serie genauso gut am Ende sein kann. Wer damit leben kann, der ist hier gut bedient. Aber wer nicht, sollte erst mal Band 6 abwarten (die Rezis) und dann evtl. weiter lesen.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Teil 2

Gewildert
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Schon besser als Teil 1, weniger Sex (glücklicherweise) und tolles Showdown und schönes Happy End. So langsam hab ich mich warm gelesen. Hoffentlich gibts Band 3 auch.

Schon besser als Teil 1, weniger Sex (glücklicherweise) und tolles Showdown und schönes Happy End. So langsam hab ich mich warm gelesen. Hoffentlich gibts Band 3 auch.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Versprechen die von den Autoren gebrochen werden

Schwüre, die wir brechen
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Also ich mag schwedische Krimis und irgendwie suche ich immer noch nach tollen schwedischen Autoren. Dieses Cover, das für mich schwedisch anmutet, hat mich erst mal begeistert. Die vielen ägyptischen ...


Also ich mag schwedische Krimis und irgendwie suche ich immer noch nach tollen schwedischen Autoren. Dieses Cover, das für mich schwedisch anmutet, hat mich erst mal begeistert. Die vielen ägyptischen Elemente, haben mich erst mal nicht gestört, aber das Versprechen an einem schwedischen Krimi war dann gebrochen.

Das Buch hat zu viele Seiten, denn mir war echt langweilig und ich tat mich schwer es zu lesen. Meistens benötige ich ca. 3 Tage für solch einen Krimi. Für diesen hab ich über eine Woche benötigt. Zum einen Teil wollte ich wissen, wie es ausgeht und wie es zusammen hängt. Zum anderen wollte ich wissen, warum manche Bücher Bestseller oder ähnliche Aufkleber benötigen.

Die beiden Fälle um die Protas hätten mich nicht mal gestört, nur für sich wären sie ok gewesen, aber nicht in solch einem – für mich – langweiligen Krimi. Und zudem, es war klar, hätte Svea Karhuu zugehört, hätte es ihr und dem Leser nicht geschadet! Aber es ist wohl eine „Never-ending-Story“. Eigentlich wäre das schon ein Fall gewesen, den man wie bei Janet Evanovich – Stephanie Plum Fälle als Zwischenfall hätte nutzen können. Auch den anderen Fall. Es waren zu viele Privatfälle, die auch nicht gelöst wurden. Andererseits sind die beiden Fälle auch so schon spannender als der Hauptfall. Das ist traurig!

So wird der Plot um den Hauptfall noch frustrierend langweiliger für mich und zudem hatte ich noch das Problem dass das nicht aufgelöst wurde. Beide nicht. Und beim Hauptfall fand ich das Ende total unbefriedigend. Weil ich die Hauptprotas auch mochte und ich fand es nicht ok, das so aufzulösen. Ich hätte mir mehr Empathie gegenüber Svea und Jon gewünscht.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, aber die Muppets werden runter gemacht und von den Autoren gemobbt. Hört sich blöde an, aber ich finde, sie hätten mehr Respekt verdient, denn sie sind gut im Team integriert, leisten wertvolle Arbeit und ich finde sie sympathisch. Dann hätte man bei den Szenen um sie dann doch mehr Witz haben müssen! So wurden sie degradiert, obwohl sie wertvolle Teamarbeit geleistet haben. Das fand ich einfach nicht ok.

Beim Schreibstil bin ich zwiegespalten. Positiv ist, ich habe das Buch ausgelesen. Insgesamt war er ok, aber man hätte sich deutlich kürzer fassen können. Und drei Fälle (wovon 2 ungelöst und einer unbefriedigend) sind zu viel.

Wenn Spannung aufkam wurde sie wieder niedergemacht und das fand ich doof. Ich mein, bei drei Fällen, wie macht man es im Hauptplot die Spannung aufrecht zu erhalten. Der Leser muss sich ständig mit was neuem herumgeschlagen.

Und wenn man sich dann zum Ende mit zeitweiliger (weil nur der Hauptfall den fand ich langweilig) Langeweile vorgelesen hat, das wird dann quasi abgewürgt. Svea Karhuu und Jon Nordh wurden einfach im Stich gelassen und das ganze dann kursiv „aufgedeckt“. Dabei hätten mich die „Gefühle“ der „verzweifelten“ Kommissare echt interessiert.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Die Autoren könn(t)en super schreiben, wenn sie sich nicht verzetteln würden. Es gibt leider zu viele Ideen und zu viel Kreativität unter der die Spannung leidet. Und wenn man den ersten Fall nicht gelesen hat tut man sich sicher noch schwerer mit den Protas und den ganzen Umständen. Das zu bewerten fällt mir mega schwer, da ich das Buch ausgelesen habe und es zeitweise toll war, kann ich keine 2 Sterne geben. Deshalb entscheide ich mich für 3 Sterne. Ob ich Band drei lesen möchte, weiß ich noch nicht.

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