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Veröffentlicht am 23.02.2026

Eine wunderbare Romance an einem traumhaften Ort

New Beginnings
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Es war mein erstes Buch bzw. Hörbuch von Lilly Lucas, und ich habe genau das bekommen, was ich erwartet hatte: eine wunderbare Romance an einem traumhaften Ort.

Green Valley in den Rocky Mountains ist ...

Es war mein erstes Buch bzw. Hörbuch von Lilly Lucas, und ich habe genau das bekommen, was ich erwartet hatte: eine wunderbare Romance an einem traumhaften Ort.

Green Valley in den Rocky Mountains ist eine wahre Idylle. Hier sagen sich zwar Fuchs und Hase gute Nacht, aber die Naturlandschaft ist beeindruckend – und das nicht nur für Skifahrer.

Ryan und Lena sind zu Beginn wie Feuer und Wasser, doch irgendwann platzt Lena der Kragen und sie geigt Ryan so richtig die Meinung. Er beginnt, sich zu verändern, und schleicht sich nach und nach in Lenas Herz. Die Figurenzeichnung ist der Autorin gut gelungen. Auch die Nebenfiguren wie Amy oder Izi sind glaubwürdig und bereichern den Roman.

Das Erzähltempo variiert, und es gibt einige Zeitsprünge. Das Ende ist eigentlich ziemlich klar, dennoch fragt man sich, warum es so lange hinausgezögert wird. Hier hätte ich mir eine etwas stringentere Erzählweise gewünscht, was jedoch mein einziger Kritikpunkt ist.

Sandra Voll liest den Roman sehr gut, und ihre Stimme passt hervorragend zum Setting. Bei Gelegenheit werde ich sicherlich noch einmal zu einem Hörbuch der Reihe greifen. Als kleiner „Zwischendurch-Happen“ ist es für mich genau die richtige Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Flora und Fauna laden zum Verbrechen ein

Anbandelt
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Flora und Fauna laden zum Verbrechen ein. Der Klub der grünen Daumen ermittelt wieder, und diesmal reichen die Schatten der Vergangenheit bis in die heutige Zeit.

Im Mittelpunkt des Kriminalromans von ...

Flora und Fauna laden zum Verbrechen ein. Der Klub der grünen Daumen ermittelt wieder, und diesmal reichen die Schatten der Vergangenheit bis in die heutige Zeit.

Im Mittelpunkt des Kriminalromans von Martina Parker steht das Frauen-Drei-Gespann Hild, Vera und Letta, Großmutter, Tochter und Enkeltochter. Der Autorin sind hier drei wunderbare Frauenfiguren gelungen, die sowohl klare Alleinstellungsmerkmale besitzen als auch durchweg realistische und nahbare Züge haben.

Dazu kommt die Mischung aus Humor und Tradition im Südburgenland, und schon fliegt man durch die Seiten des Kriminalromans. Am Anfang plätschert der Kriminalfall noch ein wenig vor sich hin, doch ab der Mitte des Buches nimmt er richtig Fahrt auf und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Der Erzählstil der Autorin ist pointiert und folgt einem gut erkennbaren roten Faden. Die Nebengeschichten bereichern den Roman und machen die Figuren noch greifbarer. Für mich war es der erste Gartenkrimi von Martina Parker, aber bereits nach den ersten hundert Seiten hatte ich einen guten Eindruck von den Beziehungen der Figuren untereinander. Dabei hilft auch das Personenverzeichnis sehr.

Sprachlich hatte ich zu Beginn ein paar kleinere Schwierigkeiten mit dem Dialekt, doch dies haben der Verlag und die Autorin mithilfe von Fußnoten gut gelöst. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit empfand ich dies nicht mehr als störend.

Besonders gut gefallen hat mir, dass man beim Rätseln aktiv eingebunden wird und durch die kurzen Sachtexte, die jedem Kapitel vorangestellt sind, einiges dazulernt. Dieser Gartenkrimi wird sicherlich nicht mein letzter gewesen sein. Zu weiteren Themen des Buches möchte ich nichts sagen, um nicht zu viel zu spoilern, nur so viel: Es geht um eine ganz besondere Gemeinschaft in den 70er- und 80er-Jahren.

Für Gartenfreunde und Fans von Cozy Crime ist dieser Krimi genau das Richtige, denn gute Unterhaltung wird hier großgeschrieben.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Charmanter Krimi mit Flair und interessanten Charakteren

Die bittersüße Rache vom Montmartre
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Ein Roman mit Höhen und Tiefen, der am Ende sehr spannend wird. Die Story entführt nach Cannes, Grenoble und Paris, was eine rasante Schnitzeljagd nach sich zieht. Geneviève stammt aus einer äußerst zwielichtigen ...

Ein Roman mit Höhen und Tiefen, der am Ende sehr spannend wird. Die Story entführt nach Cannes, Grenoble und Paris, was eine rasante Schnitzeljagd nach sich zieht. Geneviève stammt aus einer äußerst zwielichtigen Familie, deren Vergangenheit sie immer wieder einholt. Beruflich tritt sie selbstbewusst und kompetent auf, privat hadert sie jedoch gelegentlich mit ihrem Äußeren und ihrer Familie. Diese innere Unsicherheit macht sie menschlich und nahbar.

Zu den gelungenen Nebenfiguren gehört Olivier, der mit seiner lockeren, entspannten Art überzeugt, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Er bringt Leichtigkeit in die Geschichte und dient oft als angenehmer Gegenpol zu Genevièves inneren Konflikten. Der heimliche Star des Romans ist jedoch eindeutig Genevièves Großmutter Mamie. Trotz ihres hohen Alters zieht sie im Hintergrund noch immer die Fäden, mischt sich ungefragt ein und erklärt Probleme kurzerhand zur Chefsache. Ihre Auftritte sorgen für Humor und Dynamik und bleiben besonders im Gedächtnis.

Der Schreibstil des Autors ist humorvoll, direkt und angenehm locker. Die Handlung unterhält insgesamt gut, auch wenn sie sich stellenweise etwas zieht. Der größte Kritikpunkt ist der eher schwach ausgeprägte Krimianteil. Zwar steht ein Fall im Zentrum, doch echte kriminalistische Spannung kommt nur begrenzt auf. Zudem wirken manche Wendungen etwas zu zufällig, da mehrere Zufälle gleichzeitig aufeinandertreffen. Positiv hervorzuheben sind jedoch der Humor und die leichte, flüssige Erzählweise, die über diese Schwächen hinweghelfen.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass es sich um einen lockeren Roman mit Charme und Witz handelt, der sich gut als Urlaubslektüre eignet. Trotz kleiner Schwächen in der Handlung und eines eher dünnen Krimianteils überzeugt das Buch durch seine Figuren, den Humor und die entspannte Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Rückkehr nach Leipzig

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Auch der vierte Band rund um das Graphische Viertel in Leipzig hatte es wieder in sich. Wir kehren zurück in die Bücherstadt Sachsens, und Bücher stehen natürlich erneut im Mittelpunkt des Romans.

Diesmal ...

Auch der vierte Band rund um das Graphische Viertel in Leipzig hatte es wieder in sich. Wir kehren zurück in die Bücherstadt Sachsens, und Bücher stehen natürlich erneut im Mittelpunkt des Romans.

Diesmal geht es um den fiktiven Club Casaubon: Vier Freunde und eine junge Frau stehlen besondere okkulte Bände. Geheime Mächte ziehen sie dabei immer tiefer in ihren Bann. Die zweite Zeitebene spielt 15 Jahre später. Die Alliierten haben Deutschland besetzt, und Felix kehrt nach Deutschland zurück. Seit seiner Flucht hat er Leipzig nicht mehr betreten. Er war einst Mitglied des Club Casaubon und muss sich nun seiner Vergangenheit stellen.

Der Roman ist in zwei Teile sowie einen Prolog und einen Epilog gegliedert. Die Zeitsprünge werden jeweils im Vorfeld kenntlich gemacht. Größtenteils wird die Geschichte aus der Sicht von Felix erzählt. Zusätzlich kommt im späteren Verlauf noch eine dritte Zeitebene während des Zweiten Weltkriegs hinzu.

Ich mag die Bücher rund um das Graphische Viertel bekanntermaßen sehr gern, doch dieser Band hat es mir vor allem zu Beginn recht schwer gemacht. Die okkulten und esoterischen Elemente konnten mich zunächst überhaupt nicht abholen und haben mich eher gelangweilt. Erst als alte Bekannte in Form von Figuren aus den vorherigen Romanen auftreten, war ich gefesselt und wollte unbedingt wissen, was damals geschehen ist und was Felix letztlich zur Flucht bewogen hat.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut lesbar. Auch die Ausarbeitung der Charaktere ist gelungen. Man erfährt vieles über okkulte Strömungen, Sekten sowie über sogenannte Kreuzkorrespondenzen.

Für mich ist dieser Band leider der schwächste der Reihe. Dennoch würde ich mich sehr über einen weiteren Roman rund um das Graphische Viertel freuen.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Ich hatte die große Freude, Vea Kaiser auf einer Veranstaltung der Frankfurter Buchmesse kennenlernen zu dürfen. Sie hat mich so neugierig auf ihren Roman gemacht, dass ich einfach nicht widerstehen konnte. ...

Ich hatte die große Freude, Vea Kaiser auf einer Veranstaltung der Frankfurter Buchmesse kennenlernen zu dürfen. Sie hat mich so neugierig auf ihren Roman gemacht, dass ich einfach nicht widerstehen konnte.

Angelika Moser arbeitet in der Buchhaltung eines Grandhotels in Wien. Sie ist eine echte Partymaus, macht die Nacht zum Tag, und ihr Job entführt sie tagsüber in eine völlig andere Welt. Als ihr Chef sie bittet, ihm bei der Rettung des Hotels zu helfen, sieht Angelika ihre Chance auf einen beruflichen Aufstieg gekommen. Mit Fleiß, Einfallsreichtum und Engagement arbeitet sie sich bis zur Abteilungsleiterin hoch. Privat hingegen ist sie als alleinerziehende Mutter ständig knapp bei Kasse und weiß oft nicht, wie sie ihrem Kind geben soll, was es braucht. So beginnt sie schließlich, Rechnungen zu manipulieren und Geld auf ihr eigenes Konto zu transferieren. Erst Jahre später kommt ihr Tun ans Licht.

Vea Kaiser erzählt nach einer wahren Begebenheit von einer Mutter, die wie eine Löwin für ihr Kind kämpft und sich nimmt, was sie eines Tages zurückgeben will, um ihrem Kind und sich selbst ein besseres Leben ermöglichen zu können.

Die Figuren sind gut gezeichnet, wirken facettenreich und entwickeln sich im Laufe des Romans weiter. Auch ernste Themen wie Demenz oder die Wohnverhältnisse in Wien werden angesprochen, was eine stimmige Mischung ergibt und einen guten Gegenpol zum humorvollen Ton des Romans bildet.

Der Roman gliedert sich in drei Akte sowie Prolog und Epilog. Mehrere Einschübe finden sich ebenfalls, in denen die Autorin selbst zu Wort kommt, von ihren Besuchen im Gefängnis erzählt und Einblicke in ihre Recherchen gibt.

Die Geschichte ist sehr authentisch geschildert und hält sich größtenteils an die Fakten des wahren Falls. Die Wiener Lebensart und das spezifische Flair transportiert Kaiser hervorragend; ein kleines Wiener Wörterbuch im Anhang unterstützt zusätzlich. Der Schreibstil ist humorvoll und lebendig, lediglich mit den ersten rund 100 Seiten hatte ich etwas Schwierigkeiten – hier hätte man meiner Meinung nach etwas straffen können. Man erfährt viel über das Leben in Wien in den 80er- und 90er-Jahren, aber auch darüber, wie es auf dem berühmten Opernball tatsächlich zugeht.

Für mich war es der erste Roman von Vea Kaiser, aber sicherlich nicht der letzte, denn gerade durch ihre Authentizität hat die Autorin mich überzeugt.

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