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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2026

ein unterhaltsamer, spannender Krimi mit einer ungewöhnlichen Mit-Ermittlerin

Mallekatz
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„Mallekatz“ ist bereits der zehnte Band, in dem Kaspar Panizza den Münchner Hauptkommissar Steinböck mit seiner Katze Frau Merkel ermitteln lässt. Für mich war es der erste Band aus der Reihe und dank ...

„Mallekatz“ ist bereits der zehnte Band, in dem Kaspar Panizza den Münchner Hauptkommissar Steinböck mit seiner Katze Frau Merkel ermitteln lässt. Für mich war es der erste Band aus der Reihe und dank eines Personenverzeichnisses direkt zu Beginn bin ich gut in die Geschichte reingekommen. Die beiden sind eigentlich für eine Auszeit nach Mallorca gekommen, werden aber nachdem sie eine Leiche entdeckt haben mit in die Ermittlungen einbezogen, die sich bis nach München erstrecken.
Am Anfang habe ich kurz gestutzt, da ich vom Klappentext her zwar wußte, dass die Katze eine Hauptfigur ist, aber dass Steinböck mit seiner Katze sprechen kann, hat mich dann doch kurz überrascht. Wenn man sich aber darauf einlässt, erwartet einen ein gut geschriebenen Krimi mit einem spannenden und interessanten Plot, der sich von einem Mord an einem Kleinkriminellen bis in höchste Regierungskreise zieht. Durch die bissig-humorvollen Kommentare der Katze ist die Geschichte sehr witzig und durch den Schreibstil allgemein fühlt man sich mitten unter den Figuren.
Was mir fehlte war eine kurze Erklärung, warum Steinböck (und einige andere) mit Frau Merkel kommunizieren können. Trotzdem wird das nicht mein letzter Krimi aus der Reihe sein.

Fazit: ein unterhaltsamer, spannender Krimi mit einer ungewöhnlichen Mit-Ermittlerin. Für Leser die einen gut aufgebauten Plot schätzen und keine Probleme mit einer sprechenden Katze haben.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Ein toller, amüsanter Krimi mit Tiefgang um zwei kriminelle Senioren wider Willen

Ziemlich beste Verbrecher
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„Ziemlich beste Verbrecher“ von Sunil Mann dreht sich um Alois Mistelzweig und Berta Bartók, die nach dem Ableben ihrer Arbeitgeberin eher schlecht als recht versuchen, weiterhin in deren Villa zu wohnen. ...

„Ziemlich beste Verbrecher“ von Sunil Mann dreht sich um Alois Mistelzweig und Berta Bartók, die nach dem Ableben ihrer Arbeitgeberin eher schlecht als recht versuchen, weiterhin in deren Villa zu wohnen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die beiden sich eigentlich nicht mögen. Um nicht nur mit Diebstählen Geld aufzutreiben, ermitteln sie im Fall einer verschwundenen Altersheim-Bewohnerin, wobei sie rasch mehr aufdecken, als der Auftraggeberin lieb ist.
Sunil Mann schreibt spannend und zeitgleich mit einem heiteren Augenzwinkern, dass man das Buch am liebsten in einem Stück durchlesen möchte. Die Handlung folgt Alois, wie er - widerwillig mit Berta zusammen - neuen Hinweisen nachgeht und sich dabei ein komplexes größeres Rätsel ergibt, als er anfangs dachte. Dadurch kann man als Leser wunderbar mitraten und Vermutungen anstellen und erst zum Ende hin erraten, was passiert ist. Auch die skurrilen Nebenfiguren tragen zum Humor des Buches bei.
Besonders gut hat mir gefallen, mit welcher Leichtigkeit das Thema Alterseinsamkeit in die Geschichte eingewoben wurde, so dass es präsent ist, sich dabei aber nie aufdrängt. Neben der Spannung des Krimis und der oft unwillkürlichen Komik der beiden Hauptfiguren gibt es dem Buch eine Tiefe, die einen über das ernste Thema nachdenken lässt.
Fazit: ein spannender und gleichzeitig unterhaltsamer Krimi, der definitiv zu meinen Lese-Highlights in diesem Jahr gehört. Ich hoffe, dass weitere Bücher mit Alois und Berta folgen werden. Für Leser von Marcel Huwyler empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Ein toller Krimi vor historischer Kulisse zum Miträtseln

Tod auf Hohenzollern
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„Tod auf Hohenzollern“ ist ein spannender Krimi von Yvette Eckstein, der - wie der Titel schon verrät - auf und um der Burg Hohenzollern spielt. Der Schlossmeister Wolfgang Kramer findet seinen Freund ...

„Tod auf Hohenzollern“ ist ein spannender Krimi von Yvette Eckstein, der - wie der Titel schon verrät - auf und um der Burg Hohenzollern spielt. Der Schlossmeister Wolfgang Kramer findet seinen Freund tot innerhalb der Burg auf - und während alle anderen von einem Unfall ausgehen, glaubt er nicht daran und beginnt mit seiner Tochter zusammen den Tod selbst zu untersuchen.
Er eckt mit seiner Theorie an, macht sich unbeliebt und bleibt doch an dem Fall dran. Auch wenn man sich beim Lesen manchmal wünscht, dass er etwas feinfühliger vorgehen würde, macht ihn dieses Hartnäckigkeit auch sympathisch. Er ist einfach ein Mensch, der Gerechtigkeit für seinen Freund haben will.
Die Story besticht mit vielen Wendungen, Hinweisen und Sackgassen, was neue Verdächtige angeht und lässt einen miträtseln, wer der Mörder sein könnte. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich auch ohne große Dialektkünste verstehen, so dass man einfach gerne weiterliest. Die Burg Hohenzollern ansich spielt eine zentrale Rolle und wird deshalb oft detailliert beschrieben. Trotz oder vielleicht auch wegen dieser Detailgenauigkeit fiel es mir manchmal schwer, Orte, Wege und Gegebenheiten nachzuvollziehen. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass wenn ich jetzt die Burg besichtigen würde, vieles auf Anhieb wiedererkennen würde. Gut gefiel mir dagegen, wie leicht und beiläufig die historische und gegenwärtige Geschichte der Burg mit in die Handlung eingeflochten wurden, dass man quasi neben dem reinen Lese- und Krimi-Vergnügen noch etwas neues dazulernt.
Es bleibt zu hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird, wo vielleicht auch einige Nebenfiguren mehr an der Handlung mitwirken.

Fazit: ein sehr gut gelungener Regio-Krimi, der Lust darauf macht, sich die Burg Hohenzollern einmal selbst anzusehen.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Ein schöner Krimi für gemütliche Winterabende

Advent im Grandhotel
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„Advent im Grandhotel“ von Beate Maly ist eine Geschichte aus ihrer historischen Krimi-Reihe rund um Ernestine Kirsch und Anton Böck, die in und um Wien in den 1920er Jahren spielt. Ernestine und Anton, ...

„Advent im Grandhotel“ von Beate Maly ist eine Geschichte aus ihrer historischen Krimi-Reihe rund um Ernestine Kirsch und Anton Böck, die in und um Wien in den 1920er Jahren spielt. Ernestine und Anton, beide pensioniert, besuchen erneut den Semmering, diesmal allerdings zusammen mit Antons Enkeltochter Rosa und deren besten Freund. Während einer Kunstauktion verschwindet ein wertvolles Bild und wie gewohnt kann Ernestine es nicht lassen, ihre Nase in die Ermittlungen zu stecken.
Anders als in den anderen Bänden der Reihe kommt diese Geschichte zur Adventszeit ganz ohne Mord aus, was die Handlung aber nicht weniger spannend macht. Mir sind die Figuren mit ihren unterschiedlichen Eigenarten sehr ans Herz gewachsen und die Erzählweise von Beate Maly lässt einen mitten drin im historischen Wien sein und bei der Lösung des Falls mitfiebern und miträtseln.
Einziger Wermutstropfen: während die Hintergrundhandlung der Figuren immer weitergeht, sind die Jahreszahlen dem nicht chronologisch angepasst.

Fazit: für alle, die gerne Krimis mit historischen Kontext und liebenswerten Figuren lesen

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Ein neuer Ermittler mit Scharfsinn, Ecken und Kanten

Der Inselcop von L. A.
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Michael Connelly hat einen neuen Ermittler: Detective Stilwell, der von der Mordkommission LA auf die Insel Catalina Island zwangsversetzt wurde. Statt der üblichen Straftaten wie Vandalismus oder Trunkenheit ...

Michael Connelly hat einen neuen Ermittler: Detective Stilwell, der von der Mordkommission LA auf die Insel Catalina Island zwangsversetzt wurde. Statt der üblichen Straftaten wie Vandalismus oder Trunkenheit ermittelt Stilwell plötzlich nicht nur im Fall eines toten Bisons im Nationalpark, sondern muss sich auch noch um einen Diebstahl und die Identität einer unbekannten Wasserleiche kümmern. Dabei wird der letzte Fall von seinen Kollegen vom Festland übernommen, den er eigentlich nicht mehr begegnen wollte.
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, spiegelt den Buchtitel perfekt wider und macht Lust auf das Buch. Connelly versteht es geschickt, die scheinbar einzelnen Taten zu einem Gesamtkomplex zu verknüpfen, ohne dass die Geschichte dabei durch zu viele Handlungsstränge zu unübersichtlich wird. Wie schon Conellys Ermittler Harry Bosch ist Stilwell eher ein Einzelgänger, der mit seinen Methoden regelmäßig bei Kollegen und Vorgesetzten aneckt. Dennoch gefällt mir die Handlung besser, dadurch die immer neuen Aspekte die Spannung immer mehr zunimmt, anstatt das sich die Story in die Länge zieht.
Fazit: empfehlenswert für Fans von Michael Connelly, aber auch alle, die kantige Ermittler mögen.

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