Wo steckt Miss Fenchurch?
Midwatch – Schule der unerwünschten MädchenZum Inhalt:
Als das Waisenkind Maggie Fishbone aus Sicht der Nonnen einmal zu viel Mist gebaut hat, bringen sie Maggie in das berüchtigte Midwatch-Institut, eine Schule für schwierige Fälle. Dort angekommen ...
Zum Inhalt:
Als das Waisenkind Maggie Fishbone aus Sicht der Nonnen einmal zu viel Mist gebaut hat, bringen sie Maggie in das berüchtigte Midwatch-Institut, eine Schule für schwierige Fälle. Dort angekommen findet Maggie schnell heraus, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn in Midwatch werden die Mädchen zu Ermittlerinnen ausgebildet. So wundert es nicht, dass sie nicht nur lernen, Schweizerdeutsch zu verstehen, sondern auch, wie man sich am besten versteckt, jemanden observiert und vieles mehr. So kommt es auch, dass Maggie und die anderen Kinder ihrer Klasse an einem geheimen Fall mitarbeiten dürfen. Sie begeben sich dabei auf ein Abenteuer, das all ihr Geschick erfordert und einige brenzlige Situationen für sie bereithält.
Meine Meinung:
Maggie Fishbone ist ein sympathisches Mädchen. Sie ist offen, hilfsbereit und schlau. Außerdem versucht sie, den anderen Mädchen Mut zu machen, wenn eine von ihnen mal nicht weiterweiß und sich mies fühlt. Das alles hat mir an ihr sehr gefallen. Maggie hat wie alle anderen Kinder ihre individuellen Charaktereigenschaften, Stärken und Schwächen. Dadurch wirkten sie alle nicht nur authentisch, sondern man kann sie auch gut auseinanderhalten. Mir hat gefallen, dass jedes Mädchen so angenommen wird, wie es ist. Zudem hat mir der Zusammenhalt in der Gruppe, trotz kleiner Konkurrenzkämpfe unter den Jahrgängen, gefallen. Denn letztendlich halten alle zusammen, wenn es hart auf hart kommt.
Da Maggie und ihre Freundinnen auf ihrer Suche nach der verschwundenen Miss Fenchurch in viele brenzlige Situationen geraten und immer wieder beweisen müssen, wie geschickt und einfallsreich sie sind, war die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Zumal immer die Frage im Raum steht, was überhaupt hinter der Entführung von Miss Fenchurch steckt. Ich habe Maggie und ihre Freundinnen richtig gerne bei ihren Ermittlungen begleitet. Da man immer auf dem gleichen Wissensstand wie die Mädchen ist, habe ich mich nicht nur als Teil ihres Ermittlerinnenteams gefühlt, sondern mitgeraten, wer hinter allem stecken könnte und welchen Grund diese Person hat. Einiges habe ich mir dabei schon gedacht, mit anderen Ermittlungsergebnissen konnte mich die Autorin überraschen.
Die damalige Stellung von Kindern und auch Frauen in der Gesellschaft wurde meiner Meinung nach verständlich beschrieben. Zumindest sollten die jungen Leserinnen und Leser einen Eindruck davon bekommen können. Zudem gibt es viele detaillierte Illustrationen von den Figuren, Schauplätzen und einzelnen Szenen, durch die man sie sich alle noch mal besser vorstellen kann. Zum Schmunzeln haben mich die vielen Tipps darüber, was jedes Mädchen wissen sollte. Denn darunter waren Hinweise dazu, wie man einem Krokodil entkommt oder wie man sich tarnt.
Fazit:
Eine spannende und zugleich humorvolle Detektivgeschichte, in der wir das Waisenkind Maggie Fishbone und ihre neuen Freundinnen bei ihrem ersten Auftrag begleiten. Da dieser nicht nur einige Gefahren für die Mädchen mit sich bringt, sondern sie immer wieder vor knifflige Aufgaben stellt, war die Spannung garantiert. Ich habe Maggie und die anderen Mädchen jedenfalls gerne bei ihren Ermittlungen begleitet und habe meine Vermutungen angestellt, wer hinter allem steckt und welchen Grund die Person für ihre Taten hat. Zudem ist es der Autorin gelungen, die damalige Stellung von Kindern und Frauen in der Gesellschaft für die Zielgruppe verständlich darzustellen.