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Veröffentlicht am 22.12.2025

Wo steckt Miss Fenchurch?

Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen
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Zum Inhalt:
Als das Waisenkind Maggie Fishbone aus Sicht der Nonnen einmal zu viel Mist gebaut hat, bringen sie Maggie in das berüchtigte Midwatch-Institut, eine Schule für schwierige Fälle. Dort angekommen ...

Zum Inhalt:
Als das Waisenkind Maggie Fishbone aus Sicht der Nonnen einmal zu viel Mist gebaut hat, bringen sie Maggie in das berüchtigte Midwatch-Institut, eine Schule für schwierige Fälle. Dort angekommen findet Maggie schnell heraus, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn in Midwatch werden die Mädchen zu Ermittlerinnen ausgebildet. So wundert es nicht, dass sie nicht nur lernen, Schweizerdeutsch zu verstehen, sondern auch, wie man sich am besten versteckt, jemanden observiert und vieles mehr. So kommt es auch, dass Maggie und die anderen Kinder ihrer Klasse an einem geheimen Fall mitarbeiten dürfen. Sie begeben sich dabei auf ein Abenteuer, das all ihr Geschick erfordert und einige brenzlige Situationen für sie bereithält.

Meine Meinung:
Maggie Fishbone ist ein sympathisches Mädchen. Sie ist offen, hilfsbereit und schlau. Außerdem versucht sie, den anderen Mädchen Mut zu machen, wenn eine von ihnen mal nicht weiterweiß und sich mies fühlt. Das alles hat mir an ihr sehr gefallen. Maggie hat wie alle anderen Kinder ihre individuellen Charaktereigenschaften, Stärken und Schwächen. Dadurch wirkten sie alle nicht nur authentisch, sondern man kann sie auch gut auseinanderhalten. Mir hat gefallen, dass jedes Mädchen so angenommen wird, wie es ist. Zudem hat mir der Zusammenhalt in der Gruppe, trotz kleiner Konkurrenzkämpfe unter den Jahrgängen, gefallen. Denn letztendlich halten alle zusammen, wenn es hart auf hart kommt.

Da Maggie und ihre Freundinnen auf ihrer Suche nach der verschwundenen Miss Fenchurch in viele brenzlige Situationen geraten und immer wieder beweisen müssen, wie geschickt und einfallsreich sie sind, war die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Zumal immer die Frage im Raum steht, was überhaupt hinter der Entführung von Miss Fenchurch steckt. Ich habe Maggie und ihre Freundinnen richtig gerne bei ihren Ermittlungen begleitet. Da man immer auf dem gleichen Wissensstand wie die Mädchen ist, habe ich mich nicht nur als Teil ihres Ermittlerinnenteams gefühlt, sondern mitgeraten, wer hinter allem stecken könnte und welchen Grund diese Person hat. Einiges habe ich mir dabei schon gedacht, mit anderen Ermittlungsergebnissen konnte mich die Autorin überraschen.

Die damalige Stellung von Kindern und auch Frauen in der Gesellschaft wurde meiner Meinung nach verständlich beschrieben. Zumindest sollten die jungen Leserinnen und Leser einen Eindruck davon bekommen können. Zudem gibt es viele detaillierte Illustrationen von den Figuren, Schauplätzen und einzelnen Szenen, durch die man sie sich alle noch mal besser vorstellen kann. Zum Schmunzeln haben mich die vielen Tipps darüber, was jedes Mädchen wissen sollte. Denn darunter waren Hinweise dazu, wie man einem Krokodil entkommt oder wie man sich tarnt.

Fazit:
Eine spannende und zugleich humorvolle Detektivgeschichte, in der wir das Waisenkind Maggie Fishbone und ihre neuen Freundinnen bei ihrem ersten Auftrag begleiten. Da dieser nicht nur einige Gefahren für die Mädchen mit sich bringt, sondern sie immer wieder vor knifflige Aufgaben stellt, war die Spannung garantiert. Ich habe Maggie und die anderen Mädchen jedenfalls gerne bei ihren Ermittlungen begleitet und habe meine Vermutungen angestellt, wer hinter allem steckt und welchen Grund die Person für ihre Taten hat. Zudem ist es der Autorin gelungen, die damalige Stellung von Kindern und Frauen in der Gesellschaft für die Zielgruppe verständlich darzustellen.

Veröffentlicht am 16.12.2025

Wird Raven und allen anderen die Flucht gelingen?

To Cage a Wild Bird
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Zum Inhalt:
Das Leben in Dividium ist, besonders im unteren Sektor, in dem Raven Thorne und ihr Bruder Jed leben, ein einziger Kampf. Wäre dies noch nicht schlimm genug, wird jeder bei jedem noch so kleinen ...

Zum Inhalt:
Das Leben in Dividium ist, besonders im unteren Sektor, in dem Raven Thorne und ihr Bruder Jed leben, ein einziger Kampf. Wäre dies noch nicht schlimm genug, wird jeder bei jedem noch so kleinen Vergehen in das brutale Gefängnis Endlock geschickt, wo die reichen Bürger Jagd auf die Gefangenen machen. Als Ravens Bruder ebenfalls in Endlock landet, weiß sie eins: Sie muss ihn unbedingt dort herausholen. Dort angekommen muss sie jedoch feststellen, dass dies gar nicht so leicht ist. Nicht nur, dass jeder der Häftlinge ihr nach dem Leben trachtet, weil sie eine Kopfgeldjägerin ist, scheint es keine Möglichkeit zu geben, aus dem Gefängnis auszubrechen. Ihre einzige Hilfe sind ein paar andere Häftlinge und der mysteriöse Wachmann Vale. Doch kann Raven ihnen wirklich vertrauen?

Meine Meinung:
Raven ist eine toughe und sympathische junge Frau, die sehr früh Verantwortung übernehmen musste. Ich konnte ihren übermäßigen Beschützerinstinkt, besonders ihrem Bruder Jed gegenüber, gut nachvollziehen, ebenso wie ihr Misstrauen. An ihr haben mir am besten gefallen, dass sie nie aufgegeben hat, anderen Personen hilft und nicht auf den Mund gefallen ist, auch wenn ihr das einige Schwierigkeiten einbringt. Denn vor allem ihre Schlagfertigkeit hat für einige lustige Dialoge gesorgt, durch die die angespannte Atmosphäre aufgelockert wurde. Zudem hat mir ihre Entwicklung sehr gut gefallen. Ich finde, man erlebt richtig mit, wie Raven sich immer mehr öffnet, Vertrauen findet, Verantwortung abgibt und wie gut ihre neuen Freunde ihr tun.

Vale ist ein wenig undurchschaubar. Er scheint zwar auf der Seite von Raven, Jed und ihren neuen Freunden zu sein und hilft ihnen viele Male. Dennoch war ich mir bei ihm nie ganz sicher, ob er nicht doch ein falsches Spiel spielt. Was man aber vom ersten Moment an merkt, ist, wie sehr er sich zu Raven hingezogen fühlt. Man sieht richtig die Funken, die zwischen den beiden sprühen. Das Tempo, in dem sich die Gefühle der beiden entwickeln, hat mir gefallen. Zumal es für beide mit vielen Gefahren verbunden ist, sich diesen hinzugeben.

Für Spannung ist ebenfalls gesorgt. Denn nicht nur, dass das Leben im Gefängnis Endlock auch außerhalb der Jagd mit vielen Gefahren verbunden ist, gestaltet sich der Ausbruch mehr als schwierig. Denn Raven, Jed und ihre neuen Freunde stehen während ihrer Planung vor immer neuen Problemen. Selbst wenn sie eins gelöst haben, scheint gleich das nächste Problem aufzutauchen, sodass es unwahrscheinlich erscheint, dass ihr Ausbruchsversuch überhaupt gelingt. Außerdem bietet die Jagd ihre eigenen Gefahren und Herausforderungen, die im Laufe der Handlung zunehmen. Ich habe jedenfalls bis zum Schluss mit allen mitgefiebert und war sehr gespannt, ob sie es schaffen, aus Endlock zu flüchten.

Das Leben in Dividium und im Gefängnis Endlock mit all seinen Regeln, Besonderheiten und Grausamkeiten wurde anschaulich beschrieben. Ich fand es interessant, wie sich die verschiedenen Sektoren, in denen die Menschen in Dividium leben, auch in Endlock widerspiegeln. Die Jagd und ihre Regeln fand ich einfach nur grausam. Zumal ich oft dachte, dass es nicht schlimmer kommen könnte, die Autorin mich dann aber eines Besseren belehrt hat.

Fazit:
Eine spannende Geschichte, in der wir die 23-jährige Raven ins brutale Gefängnis Endlock begleiten, um ihren Bruder zu befreien. Raven ist eine toughe und sympathische junge Frau, die nicht aufgibt, anderen Personen hilft und nicht auf den Mund gefallen ist. Ihre Schlagfertigkeit bringt ihr einige Schwierigkeiten ein, sorgt aber auch für Lachen und lockert so die angespannte Atmosphäre auf. Für Spannung war ebenfalls gesorgt. Denn schon allein das Leben in Endlock und die Jagd bringen ihre eigenen Gefahren und Probleme mit sich. Zudem war die Planung zum Ausbruch mehr als schwierig, da dieser fast unmöglich erschien und sich vor Raven, Jed und ihren neuen Freunden immer wieder neue Schwierigkeiten auftaten. Das Leben in Dividium und im Gefängnis Endlock mit all seinen Regeln, Besonderheiten und Grausamkeiten wurde gut und anschaulich beschrieben. Nach dem Ende bin ich gespannt, wie es für alle weitergehen wird.

Veröffentlicht am 10.12.2025

Wer ist für den Schabernack verantwortlich?

Die Ponys von Lillasund 3. Winterzauber im Stall
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Zum Inhalt:
Als Mikkel und Oscar Ida und Elsa fragen, ob sie bei der Weihnachtsaufführung mitmachen wollen, ist Elsa gleich Feuer und Flamme. Doch Ida ist aufgrund schlechter Erfahrungen, die sie bei ...

Zum Inhalt:
Als Mikkel und Oscar Ida und Elsa fragen, ob sie bei der Weihnachtsaufführung mitmachen wollen, ist Elsa gleich Feuer und Flamme. Doch Ida ist aufgrund schlechter Erfahrungen, die sie bei einer Schulaufführung gemacht hat, erst unsicher, willigt dann aber doch ein. Wäre Idas Sorge, zu versagen, nicht schon genug, treibt jemand auf dem Hof und im Ort sein Unwesen. So hat nicht nur der Futtersack mit dem teuren Spezialfutter erneut ein Loch, sondern Ida glaubt, einen Geist gesehen zu haben. Oder waren es doch die Wichtel, die durch irgendwas verärgert sind, die jetzt ihren Schabernack treiben?

Meine Meinung:
In dieser wunderschönen Wohlfühlgeschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Gemeinschaft, Mut und Ponys begleiten wir die Freundinnen Ida und Elsa bei den Proben für die Weihnachtsaufführung. Vom ersten Moment an taucht man in die Geschichte ein, was vor allem an den lebhaften und bildreichen Beschreibungen der Autorin liegt. Ich hatte jedenfalls alles direkt vor Augen und den knisternden Schnee unter meinen Schuhsohlen gespürt. Zudem spürt man, wie tief die Freundschaft von Ida und Elsa geht, ebenso wie die mit Oscar und Mikkel. Die vier Kinder unterstützen sich, helfen einander, haben ein offenes Ohr für den jeweils anderen und zeigen Verständnis, wenn bei einem von ihnen mal etwas nicht in Ordnung ist.

Für Spannung ist ebenfalls gesorgt. Denn nicht nur, dass Ida es vor der Weihnachtsaufführung graut, weil sie in der Vergangenheit bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat, geschehen auf dem Hof und im Ort merkwürdige Dinge. So darf man gespannt sein, ob wirklich Wichtel für den ganzen Schabernack verantwortlich sind oder doch jemand anderes. Ich war jedenfalls sehr neugierig darauf, wer all die Dinge anstellt und wie es für Ida während der Weihnachtsaufführung läuft. Zudem konnte ich ihr Gefühlschaos wegen der Weihnachtsaufführung und dem, was sie über ihre Mutter und Sven herausfindet, voll und ganz nachempfinden.

Ganz nebenbei lernen wir noch etwas über die schwedische Kultur, die Bräuche in der Vorweihnachtszeit und zu Weihnachten und die Sprache, was mir sehr gut gefallen hat. Einiges davon hatte ich schon mal gehört, einige Bräuche waren mir aber noch unbekannt. Da alles in die Handlung eingeflochten wird, wirkt es nie belehrend und macht neugierig darauf, mehr über Schweden zu erfahren.

Fazit:
Eine wunderschöne und spannende Wohlfühlgeschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Gemeinschaft, Mut und Ponys, in der wir Ida und Elsa bei den Proben zu einer Weihnachtsaufführung begleiten. Ich wurde wegen der lebhaften und bildreichen Beschreibungen der Autorin regelrecht in die Geschichte hineingezogen und hatte alles bildlich vor Augen. Da für Ida die Weihnachtsaufführung wegen einer schlechten Erfahrung in der Vergangenheit einige Schwierigkeiten mit sich bringt und auf dem Hof und im Ort merkwürdige Dinge geschehen, war die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Ich war jedenfalls gespannt, wie es für Ida während der Weihnachtsaufführung läuft, und neugierig darauf, wer all den Schabernack veranstaltet. Zudem konnte ich Idas Gefühlschaos wegen der Weihnachtsaufführung und dem, was sie über ihre Mutter und Sven herausfindet, gut verstehen.

Veröffentlicht am 06.12.2025

Wem kann Xena vertrauen?

A Monster's Heart
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Zum Inhalt:
Xena wächst in einem Waisenhaus auf. Damit sie und ihre Freunde genug zu essen haben, ist sie gezwungen, zu stehlen. Auf einem ihrer Raubzüge entdeckt sie die tote Monsterjägerin Cassia Raven. ...

Zum Inhalt:
Xena wächst in einem Waisenhaus auf. Damit sie und ihre Freunde genug zu essen haben, ist sie gezwungen, zu stehlen. Auf einem ihrer Raubzüge entdeckt sie die tote Monsterjägerin Cassia Raven. In ihrer Tasche befindet sich ein Ticket für eine Expedition auf die Insel Azythros. Dort soll ein Monster für den König gefangen werden, und wem dies gelingt, dem winkt ein Sack voll Gold. So beschließt Xena, an der Expedition teilzunehmen. Doch begegnet sie nicht nur dem Halbmonster Ajax, sondern auch den anderen Expeditionsmitgliedern, die alle ihre eigenen Pläne zu verfolgen scheinen. So beginnt für Xena ein gefährliches Spiel.

Meine Meinung:
Alle Beteiligten der Expedition haben ihre individuellen Charaktereigenschaften und sind ziemlich undurchschaubar. Sie scheinen alle ihre Geheimnisse zu haben. Das hat mich neugierig auf sie gemacht. Ich war wirklich gespannt darauf, was im Laufe der Handlung alles herauskommt und ob Xena auffliegt. So entstand nicht nur durch die Gefahren während der Monsterjagd, sondern auch durch die Personen selbst Spannung, wegen der ich einfach weiterlesen musste.

An Xena habe ich besonders ihren Kampfgeist, ihre Stärke und ihren Willen, nicht aufzugeben, gemocht. Sie gerät auf dem Schiff unter all den Fremden in eine gefährliche Situation nach der anderen, lässt sich davon aber nicht unterkriegen, sondern versucht, eine Lösung zu finden, um einen besseren Stand zu haben. Das macht sie zu einer starken jungen Frau.

Ajax ist ein toller Kerl. Er ist ein Gefangener des Königshauses und ich konnte voll und ganz nachvollziehen, wieso er mit seinem Wissen und seiner Hilfe sparsam umgeht. Zudem lernt man durch ihn immer mehr, was ein Halbmonster ausmacht, was mir gefallen hat. Ebenso fand ich es gut, dass er nicht als der unwiderstehliche Kerl dargestellt wurde, dem Xena sofort verfallen muss. Denn die Gefühle zwischen den beiden sind sehr zart und entwickeln sich ziemlich langsam. Dies hat sehr gut zu der Situation gepasst, in der sich beide befinden.

Was ich etwas komisch fand, war, dass jeder Xena durch Verführung zu einer Allianz bewegen wollte. Ich habe mich gefragt, ob sie alle keine anderen Möglichkeiten kennen. Gerade bei den beiden Königskindern muss es doch mehr geben. Zudem habe ich mich gefragt, ob es einen besonderen Grund gibt, wieso alle Xena auf ihrer Seite wissen wollen, außer dass sie eine berüchtigte Monsterjägerin ist. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass da mehr ist.

Fazit:
Eine spannende Geschichte, in der wir Xena auf die Insel Azythros begleiten, um dort ein Monster für den König zu fangen und dafür einen Sack Gold zu erhalten. Da alle Beteiligten der Expedition ziemlich undurchschaubar sind und man nie weiß, welches Spiel sie spielen, war für Spannung gesorgt. Zudem sorgten natürlich auch die Gefahren während der Monsterjagd dafür, dass die Handlung nie langweilig wurde. Xena und Ajax waren mir beide sympathisch und mir hat gefallen, in welchem Tempo sich ihre Liebesgeschichte entwickelte. Denn die Gefühle zwischen den beiden sind sehr zart und entwickeln sich langsam, was sehr gut zu der Situation gepasst hat, in der sich die beiden befinden.

Veröffentlicht am 29.11.2025

Kann Anna das gefährliche Spiel gewinnen?

Safe Space
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Zum Inhalt:
Die forensische Psychologin Anna Salomon ist auf ihrem Gebiet ein Ausnahmetalent und weiß, wie sie die Fassade von Straftätern durchschauen kann. So ist es kein Wunder, dass sie eine Stelle ...

Zum Inhalt:
Die forensische Psychologin Anna Salomon ist auf ihrem Gebiet ein Ausnahmetalent und weiß, wie sie die Fassade von Straftätern durchschauen kann. So ist es kein Wunder, dass sie eine Stelle in der sozialtherapeutischen Abteilung der JVA Weyer bekommt. Was niemand weiß, ist, dass Anna die Stelle nicht ohne Grund angenommen hat. Denn nur dort erhofft sie sich, Antworten auf eine Frage zu finden, die sie nun seit sechs Jahren heimsucht. Auf ihrer Suche riskiert sie deswegen alles. Doch was Anna nicht weiß, ist, dass sie ins Visier einer Person geraten ist, die sie in ein gefährliches Spiel hineinzieht, dessen Einsatz nicht höher sein kann. Denn die Person will, dass Anna stirbt.

Meine Meinung:
Annas Suche nach dem Mörder ihrer Schwester Sina war ungemein spannend. Dabei wird die Handlung nicht nur aus der Sicht von Anna, sondern auch aus der von ihrer Schwester und der eines gewissen Leon geschildert. So geht man nicht nur mit Anna in der Gegenwart auf Verbrecherjagd, sondern erfährt nach und nach, was im Leben ihrer Schwester geschehen ist, was mir sehr gut gefallen hat. Denn gerade das regt zum Spekulieren darüber an, was geschehen ist und wer der Täter sein könnte, was ich auch getan habe. Ich hatte so meine Vermutung, wer die Person ist, die mit Anna ein gefährliches Spiel spielt. Da die Autorin aber weiß, wie sie gekonnt falsche Fährten legt, lag ich am Ende mit meiner Vermutung falsch. Denn mit der Person und wer noch alles beteiligt ist, hätte ich wirklich nicht gerechnet.

Anna ist eine starke und vielschichtige Protagonistin, der man anmerkt, wie sehr ihr die Suche nach dem Mörder ihrer Schwester zusetzt. Ich finde, man konnte den Druck, unter dem sie steht, richtiggehend spüren, wodurch eine gewisse Dringlichkeit zwischen den Zeilen mitschwang. Ich konnte nachvollziehen, wieso Anna trotz aller Steine, die ihr in den Weg gelegt wurden, unbedingt weitermachen musste. Zudem habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie weit Anna gehen wird, um den Täter zu finden, und was passiert, wenn sie ihn gefunden hat. Denn man merkt zunehmend, dass Anna immer labiler wird. Dies alles hat noch zusätzlich dazu beigetragen, dass die Spannung sich immer weiter hochschraubte.

Fazit:
Ein spannender Thriller, in dem wir die forensische Psychologin Anna Salomon dabei begleiten, wie sie versucht, herauszufinden, wer ihre Schwester vor sechs Jahren ermordet hat. Ich fand die Suche nach dem Täter spannend und habe wild spekuliert, wer es sein könnte. Zwar hatte ich so meine Vermutung, die sich jedoch als falsch herausstellte. Denn die Autorin weiß gekonnt, falsche Fährten zu legen, und so konnte sie mich mit der Auflösung überraschen, da ich damit nicht gerechnet hätte. Zudem fand ich Annas sich mit der Zeit verschlechternde Verfassung gut und nachvollziehbar dargestellt, sodass sie für mich spürbar wurde. So haben auch die Fragen, wie weit Anna für die Wahrheit gehen würde und was sie macht, wenn sie sie gefunden hat, dazu beigetragen, dass die Spannung nicht abriss.