Schafft es Leo, den Cold Case zu lösen?
Rostiges GrabZum Inhalt:
Kriminalkommissarin Leonore Asker winkt eine Beförderung, durch die sie endlich aus der Abteilung für hoffnungslose Fälle kommen könnte. Doch dann liegt ein Cold Case auf ihrem Tisch, der ...
Zum Inhalt:
Kriminalkommissarin Leonore Asker winkt eine Beförderung, durch die sie endlich aus der Abteilung für hoffnungslose Fälle kommen könnte. Doch dann liegt ein Cold Case auf ihrem Tisch, der sie die Beförderungen kosten könnte. Vor zehn Jahren wurde eine junge Frau unter mysteriösen Umständen umgebracht. Denn sie weist gewisse Ähnlichkeit mit dem „Graumädchen“, einer zweitausend Jahre alten Moorleiche, auf. Nun ist der damals verschwundene Ringfinger der jungen Frau in den Haaren von Ane Offerlund aufgetaucht. Einem Mitglied der Familie, in dessen Torffabrik die Leiche der jungen Frau gefunden wurde. Leonore und ihr Team beginnen ihre Ermittlungen und verstricken sich bald in einem Netz aus Lügen, Geheimnissen und Vertuschung. Was geschah damals wirklich auf dem Anwesen der Familie Offerlund? Und wie hängt das alles mit dem „Graumädchen“ zusammen?
Meine Meinung:
Die Ermittlungen, in die sich Kriminalkommissarin Leonore Asker, Leo genannt, und ihr Team begeben, sind ziemlich mysteriös und verworren. Da wir immer so viel wie Leo wissen, habe ich mich nicht nur als Teil ihres Teams gefühlt, sondern versucht, die ganzen Informationen zusammenzufügen, um dem Täter oder der Täterin auf die Spur zu kommen. Dies war nicht so leicht. Denn nicht nur, dass der Verbleib des damals Verdächtigen immer noch ungewiss ist, stößt Leo auf eine Mauer aus Schweigen und je mehr sie herausfindet, desto undurchsichtiger und weitreichender scheint der Fall zu werden. Dadurch ist die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Zumal nicht nur die männlichen Mitglieder der Familie Offerlund versuchen, Leo bei ihren Ermittlungen Steine in den Weg zu legen. Ich bin jedenfalls sehr gerne mit Leo und ihrem Team auf Spurensuche gegangen. Einiges konnte ich mir zusammenreimen, mit anderen Zusammenhängen konnte mich der Autor jedoch überraschen. Zudem fand ich es schön, wie sehr sich das Team in die Ermittlungen stürzt. Man merkt richtig, wie alle aufblühen, selbst Virgilsson. Wobei ich mir bei Virgilsson ehrlich gesagt nicht sicher war, ob er nicht sein eigenes kleines Spiel spielt und gegen Leo arbeitet.
Mit Leo Asker ist dem Autor eine vielschichtige Protagonistin gelungen, die ihre Ecken, Kanten und kleinen Eigenheiten hat, durch die sie bei anderen Personen aneckt. Dies alles macht sie aber gerade zu einer guten Ermittlerin. Man merkt ihr den inneren Zwiespalt an, der wegen ihrer Beförderung und des neuen Falls entsteht. Denn durch das, was sie herausfindet, könnte sie die Chance auf eine Beförderung verlieren. Ich fand ihren inneren Zwiespalt gut und nachvollziehbar dargestellt, ebenso wie den wegen ihres Vaters. Denn so sehr sie es hasst, was er ihr angetan hat, muss sie zugeben, dass einige Dinge, die er ihr beigebracht hat, für ihre Ermittlungen nützlich sind.
Die Figuren und Schauplätze wurden vom Autor so anschaulich und detailliert beschrieben, dass ich sie mir alle nicht nur gut vorstellen konnte, sondern mich fühlte, als ob ich die Orte selbst besuchen würde. Zudem hat er es geschafft, die unheimliche Atmosphäre des Waldes „Rostskogen“ einzufangen, sodass sie für mich spürbar wurde.
Fazit:
Ein spannender Krimi, in dem wir Kriminalkommissarin Leonore Asker, Leo genannt, und ihr Team bei den Ermittlungen in einem neuen Fall begleiten. Da dieser ziemlich mysteriös ist und immer verworrener wird, je mehr Leo und ihr Team herausfinden, war die ganze Zeit für Spannung gesorgt. Ich habe Leo und ihr Team jedenfalls sehr gerne bei ihren Ermittlungen begleitet und habe versucht, aus allem schlau zu werden, um der Person hinter den Taten auf die Schliche zu kommen. Einiges konnte ich mir dabei denken, mit anderen Wendungen konnte mich der Autor jedoch überraschen. Nun bin ich gespannt, welcher Fall als Nächstes auf Leo wartet.