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Veröffentlicht am 03.01.2026

Politischer Science-Fiction-Thriller

Das Ganymed-Fragment
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Hölle ist kein Ort aus Feuer und Folter, sondern ein Zustand des Bewusstseins, in dem das Ich für immer mit der Wahrheit konfrontiert ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Hölle ist kein Ort aus Feuer und Folter, sondern ein Zustand des Bewusstseins, in dem das Ich für immer mit der Wahrheit konfrontiert wird, die es nicht ertragen kann.

Das Cover finde ich interessant, der Krater spielt in dem Buch eine Rolle und man ist gleich neugierig, was sich darin verbirgt. Dass diese Szene es auf das Cover geschafft hat, finde ich gut.

Der Schreibstil des Autors ist gewohnt leicht zu lesen. Die Kapitel sind sehr lange, was man mögen muss, aber man kommt wirklich schnell voran. Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, wobei man meist Alan bei seinen Ermittlungen begleitet.

Zu Beginn lernt man Alan kennen, der auf den Mond Ganymed geschickt wird, um dort einen Tod zu untersuchen. Doch auf Ganymed sind die Leute nicht sehr hilfsbereit und es gibt viele Geheimnisse, die Alan alle aufdecken will, auch um die Wahrheit zu erfahren.

Der Einstieg in das Buch hat mir gut gefallen, denn man liest von den Ereignissen, die zum Tod von dem Mitarbeiter geführt haben. Dort wird schon klar, dass es vielleicht mehr war als nur ein Unfall und man wird natürlich neugierig, so ist es zumindest mir ergangen.

Alan mochte ich gerne. Man merkt ihm an, dass er ausgelaugt ist und nicht mehr so richtig kann, doch sein Job macht ihm trotzdem Spaß und er versucht immer das Richtige zu tun. Als einer der Wenigen, der an der Wahrheit interessiert ist, hat er gleich Sympathiepunkte gesammelt. Seine ganze Art an die Sache heranzugehen hat mir gefallen, er bleibt professionell und freundlich, kann aber auch ein bisschen mehr Druck auf die Leute ausüben, damit sie ihm helfen, ohne handgreiflich zu werden. Ich fand ihn als Ermittler wirklich super.

Alle anderen Charaktere sind mir nicht wirklich im Gedächtnis geblieben, zumindest ihre Namen nicht. Es gab den Leiter der Station, den ich eigentlich ganz gern mochte und dann noch die beiden Kollegen, die bei dem Tod dabei waren, wenn auch bewusstlos. Alle Nebencharaktere blieben eher flach, man erfährt nicht viel über sie, außer den Grund, wieso sie da sind und was sie auf dem Mond eigentlich machen. Für mich stach kein Nebencharakter wirklich heraus.

Da ich schon andere Bücher des Autors gelesen habe und sich der Klappentext auch so las, habe ich natürlich mit Aliens gerechnet. Was man hier bekommt ist er aber mehr ein Science-Fiction-Thriller, da eindeutig die Ermittlungen im Vordergrund stehen und andere Lebensformen nur nebenbei erwähnt werden. Das hat dem Buch aber nicht weh getan, denn die Geschichte ist trotzdem gut und spannend geschrieben.

Schon von Beginn an gibt es eine gewisse Grundspannung. Nicht nur, weil man den Tod des Arbeiters beschrieben bekommt, sondern auch weil Alan nur dürftige Informationen von seinem Chef bekommt und manche Antworten von den anderen Mitarbeitern auf Ganymed sehr kryptisch sind. Es wird also schnell klar, dass dort etwas faul ist und als Leser kann gut miträtseln. Bis zum Ende hin bleibt die Spannung erhalten und man will natürlich wissen, was da nun passiert ist. Ich empfand das Buch zu keinem Zeitpunkt als langweilig, obwohl es natürlich auch Stellen gab, in denen es keine Action oder Ermittlungen gab.

Das Fragment, welches dem Buch auch seinen Titel gibt, spielt eine wesentliche Rolle und man weiß lange nicht, was es eigentlich ist. Alan ebenso wenig und es wird ihm immer wieder gesagt, dass es für seine Ermittlungen nicht relevant ist. Doch als noch weitere Menschen sterben verhärtet sich sein verdacht, dass das Fragment doch etwas damit zu tun hat. Für mich war es genau richtig so, denn man erfährt nur langsam mehr über das Fragment und kann zusammen mit Alan den Todesfall immer besser rekonstruieren. Man wartet eigentlich immer nur darauf, dass die ganze Sache explodiert und das tut sie am Ende auch.

Kommen sehen habe ich es nicht, das muss ich dem Autor lassen. Es war klar, dass am Ende noch was Großes daherkommen wird, aber damit habe ich nicht gerechnet. Am Ende wurde es noch spannend, actionreich und alle Geheimnisse wurden aufgedeckt. Immer wieder muss man sich um das Leben seiner Lieblingscharaktere fürchten, denn es ist hier absolut nicht sicher, dass alle überleben. Die letzten 70 Seiten waren wirklich sehr gut und eigentlich auch abgeschlossen, dennoch bleibt auch noch Raum für eine Fortsetzung.

Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es ist mehr ein politischer Thriller mit Science-Fiction Elementen, was aber gar nicht schlimm ist. Ich mochte Alan als Charakter gerne und auch wie er die Ermittlungen geleitet hat fand ich gut. Ein paar Schwachstellen gab es dennoch, zum Beispiel blieben alle anderen Charaktere sehr flach oder auch die zeitliche Abfolge emfpand ich als merkwürdig. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Wieder sehr gut, bis auf Emelin

Fae Isles − Der Tod der Götter
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich war wieder in der Bibliothek eingeschalfen.

Das Cover ist passend zum Rest der Reihe gestaltet, wobei ich von dem die Farben recht ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ich war wieder in der Bibliothek eingeschalfen.

Das Cover ist passend zum Rest der Reihe gestaltet, wobei ich von dem die Farben recht schön finde.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch wieder aus Sicht von Emelin, wobei mir hier ihre inneren Monologe wirklich auf die Nerven gegangen sind.

Dieser Band schließt wieder fast direkt an das Ende von Band zwei an. Emelin sucht immer noch einen Weg Creon seine Stimme wieder zu geben und außerdem hat sie die verrückte Idee, Götter zu suchen und diese um Hilfe zu bitten.

Der Einstieg in das Buch ist mir wie immer sehr leicht gefallen. Dadurch, dass der zweite Band noch nicht lange her ist, hatte ich die Ereignisse noch gut um Kopf. Noch immer sind Creon und Emelin im Untergrund und suchen nach einer Lösung für ihr Problem. Ich habe nur gehofft, dass sich das Setting bald ändern würde und das hat es dann auch getan.

Emeling ging mir in diesem Teil sehr auf die Nerven. Immer wieder trifft sie dumme Entscheidungen, verletzt Creon und sieht das selber nicht einmal. Ich hätte sie so gerne einmal durchgeschüttelt um sie zu fragen, was eigentlich ihr Problem ist. Im letzten Viertel des Buches wurde es besser, aber davor hat sie sehr viele Sympathiepunkte verloren und die holt sie nicht mehr rein.

Creon hingegen habe ich in Herz geschlossen, in dem Band noch mehr als sonst. Man merkt richtig, wie verletzt er ist und dass er eigentlich nicht so sein will, wie er sich gibt. Er tat mir unendlich leid, weil alle in ihm nur das Monster sehen und nicht den Mann, der er eigentlich ist. Doch im Laufe des Buches hat er sich weiterentwickelt, hat eingesehen, dass er sich auch öffnen muss, um Vertrauen zu erlangen und ich fand es sehr stark von ihm, dass er sich das alles getraut hat. Für mich ist er der beste Charakter in dem Buch.

Alle Nebencharaktere mochte ich gerne, besonders Tared bekommt viel Zeit und auch Naxi kriegt eine wichtigere Rolle. Die tragen die Geschichte manchmal fast allein.

Die erste Hälfte hat mir von dem Setting her gut gefallen. Wir kommen weg aus dem Untergrund und sehen neue Gegenden, die vorher in dem Buch nur nebenbei erwähnt wurden. Das neue Setting war spannend und hat auch frischen Wind in die Geschichte gebracht. Außerdem gab es da viel zu entdecken und es wurd nicht langweilig. Nur das ganze hin und her zwischen Em und Creon hat mich sehr gestört. Sie will ihre Beziehung verheimlichen und stößt ihn dabei immer wieder von sich, damit es niemand erfährt. Sie ist gemein und abweisend und verletzt Creon damit, doch Em merkt es selber gar nicht. Dann entschuldigt sie sich und beginnt wieder von vorne. Das ging ewig so und ich fand das ziemlich nervig und anstrengend. Hätte sie einfach allen erzählt, dass da was läuft, wäre es gut gewesen, aber das wollte sie nicht.

Abgesehen davon suchen die Rebellen aber nach einer Gottheit um diese um Hilfe zu bitten. Die Idee und die Suche waren gut umgesetzt. Nur gab es zwischendurch ein paar zähe Stellen, die das Leseerlebnis ein bisschen gemindert haben, zum Beispiel immer, wenn Em wieder einmal mit Creon stritt oder sie einfach nur geredet und diskutiert haben.

Gegen Ende ändert sich dann vieles, angefangen mit Emelin. Sie erfährt viel neues über Magie und versteht das alles sofort und kann es auch anwenden, was ich als zu schnell empfand. Sie hat Monate gebraucht um normale Farbmagie gut anwenden zu können und hier lernt sie alles innerhalb von einem Tag. Für mich wirkte das unrealistisch. Neben Em und ihren Kräften kommen auch Gegener daher, die ein wenig Action mitbringen. Die Kampfszenen fand ich gut und spannend geschrieben, aber im Vergleich zum Rest des Buches etwas kurz.

Viele Fragen werden auch beantwortet und danach gibts einen wirklich gemeinen Cliffhanger. Auch hier hätte ich Emelin treten können, weil sie schon wieder eine egostische Entscheidung getroffen hat und damit ihre ganze Mission gefährdet. Trotzdem bin ich auf den letzten Teil der Reihe gespannt.

Fazit:

An den ersten Band kommt auch dieser Teil für mich nicht ran. Ich mochte das neue Setting und auch die Idee mit den Göttern, aber Emelin ging mir einfach zu sehr auf die Nerven. Das Ende war gut und spannend geschrieben und ich freue mich auf den letzten Band. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Spannend bis zum Ende

Harpers Ferry. Lose Me Once
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Meinung:

Ich presse mich mit dem Rücken gegen die Holzfassade der Riverside Bar.

Das Cover finde ich wirklich schön, das Wasser spielt in dem Buch eine wichtige Rolle und auf dem Cover sieht es mit der ...

Meinung:

Ich presse mich mit dem Rücken gegen die Holzfassade der Riverside Bar.

Das Cover finde ich wirklich schön, das Wasser spielt in dem Buch eine wichtige Rolle und auf dem Cover sieht es mit der Sonne und dem Text einfach hübsch aus.

Der Schreibstil der Autorin war wirklich gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, wobei es abwechselnd Kapitel aus Luke’s und aus Emery’s Sicht gibt. Die Kapitel von Luke spielen alle in der Vergangenheit und die von Emery in der Gegenwart, das hat für einen spannenden Aufbau der Geschichte gesorgt.

Zu Beginn lernt man Emery kennen, die wegen des Todes ihrer Gran wieder nach Harpers Ferry kommt. Sie wollte nicht zurück, denn ihr Ex Luke hat etwas Schreckliches getan und sie hat das Geheimnis bis jetzt bewahrt. Doch Luke ist immer noch da und nun muss sich Emery der Vergangenheit und ihren Gefühlen stellen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, denn man erfährt sofort, was damals passiert ist und wieso Emery weggelaufen ist. Das macht den Einstieg an sich schon interessant, doch in den nächsten Kapiteln wird immer klarer, dass Luke gar nicht wie ein Mörder wirkt und man beginnt als Leser zu zweifeln und zu raten, was nun stimmt und was nicht.

Emery mochte ich als Charakter sehr gerne. Sie versucht ihre Gefühle für Luke zu unterdrücken, doch das gelingt ihr nicht. Immer wieder zieht es sie zu ihm hin, obwohl sie ihn für einen Mörder hält. Auch ihre Beziehung zu ihrer Gran fand ich echt schön, die beiden sind ein tolles Team und ich hätte so gerne noch mehr von ihnen zusammen gelesen.

Luke fand ich interessant, zuerst wirkte er etwas unsympathisch, weil er gar nicht in Harpers Ferry sein wollte und das auch gezeigt und gedacht hat. Mit der Zeit ist seine harte Schale aber verschwunden und der liebe Kerl kam durch. Er ist ein richtiger Schatz, hilft seiner Mutter und Emerys Gran aus und ist dabei auch noch tüchtig. Luke ist einfach zum Verlieben, je mehr man von ihm liest, desto mehr mag man ihn.

Die Geschichte dreht sich um Ash, der vor eineinhalb Jahren gestorben ist. Emery ist geflüchtet, weil sie glaubt, dass Luke es war und nun ist sie wieder damit konfrontiert. Als Leser fragt man sich natürlich, ob das stimmen kann, denn Luke ist so ein Sonnenschein, dem traut man keinen Mord zu. Die Autorin hat es geschickt angestellt und immer wieder Passagen eingebaut, die einen an den eigenen Theorien zweifeln lassen und dadurch wird es bis zum Ende auch nicht langweilig. Bei mir kam ein Verdacht ungefähr bei der Hälfte des Buches auf. Es gab Hinweise und Anzeichen, dass die Theorie vielleicht stimmt und das hat sich wirklich erst ganz am Ende geklärt.

Neben diesen Handlungsstrang gibt es aber natürlich auch die Liebesgeschichte, die lange Zeit im Fokus steht. Durch die Kapitel von Luke erfährt man, wie er und Emery sich kennengelernt haben, wie sie ihre gemeinsame Zeit verbracht haben und wie es eigentlich zu diesem einem Abend, an dem Ash gestorben ist, gekommen ist. In der Gegenwart hingegen liest man, wie sich langsam wieder annähern und wie die alten Gefühle neu erwachen. Die Mischung fand ich sehr gelungen und besonders durch Lukes Kapitel wird klar, wie sehr er Emery liebt und wie sehr er sie vermisst hat. Für mich persönlich ging es auch nicht zu schnell mit den beiden, in keiner Zeit.

Die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit ist gelungen, in der Vergangenheit liest man wirklich bis zu jedem Tag und dann noch ein bisschen weiter, ungefähr bis dahin, als Emery wieder in Harpers Ferry ankam. Ich fand das cool, denn so hat man mehr von Luke erfahren und wie es ihm mit der ganzen Situation eigentlich ging.

Gegen Ende spitzt sich die Lage rund um Ash Tod immer mehr zu und man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es gibt hier so viele Wendungen, fast alles davon liest man in der Vergangenheit und durch die Unterbrechungen durch die Gegenwartskapitel, sitzt man als Leser wie auf heißen Kohlen und will endlich alles erfahren. Wenn man aber glaubt endlich alles zu wissen, kommt noch eine Wendung daher, mit der man nicht gerechnet hat. Das war ein richtig wilder Ritt und am Ende war ich komplett erstaunt. Ich verstand, wieso die Charaktere so gehandelt haben, wie sie es nun taten, trotzdem hätte irgendwer im Laufe des Buches doch mal zur Polizei gehen können. Das hätte schon in jener Nacht passieren sollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie alle mit dem Wissen unbeschwert leben können. Die Ereignisse in der Nacht von Ash‘ Tod waren tragisch und traumatisch, aber für den Leser auch sehr spannend zu lesen.

Das Ende fand ich einerseits gut und andererseits eher nur ok. Gut fand ich den Ausgang mit Emery und Luke, das hat sich an einem wahren Ende angefühlt. Nicht so gut fand ich alles, was nach der Auflösung von der Todesnacht passiert ist, vielleicht weil ich es ein bisschen unrealistisch fand, wie sich alle verhalten haben. Insgesamt war es dennoch ein sehr gutes Buch.

Fazit:

Ich fand die Geschichte rund um Harpers Ferry, Emery und Luke sehr gut. Durch die Zeitwechsel kommt Spannung auf und man lernt als Leser andere Seiten von den beiden kennen. Das Ende war in Ordnung, da hätte ich mir persönlich ein bisschen was anderes gewunschen, aber seis drum. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Spicy Fantasy mit interessanter Handlung

The Never List
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Für diese Aufmachung könnte ich dich verhaften“, sagt eine mir vertraute, autoritäre Stimme hinter mir und jagd mir einen Schauer über ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Für diese Aufmachung könnte ich dich verhaften“, sagt eine mir vertraute, autoritäre Stimme hinter mir und jagd mir einen Schauer über den Rücken.

Das Cover finde ich Ordnung, es spricht mich persönlich jetzt nicht unbedingt an, ich finds aber cool, dass der Brief darauf seinen Platz gefunden hat, denn damit beginnt eigentlich die ganze Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Rylee und auch von den Legenden, diese bekommen aber nur wenige eigene Kapitel. Dadurch lernt man aber jeden von ihnen ein bisschen besser kennen und ich mochte die Einblicke in ihre Gedanken sehr.

Zu Beginn lernt man Rylee kennen, die auf der Suche nach ihrer Schwester an dem Ball teilnimmt, bei dem die Auserwählte der Legenden bestimmt wird. Eigentlich hat sie kein Interesse daran, diese zu werden, doch gerade sie wird ausgesucht und muss nun ihre Geheimnisse wahren und sich den vier Legenden stellen.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen, ich fand die Idee spannend und auch Rylee fand ich gleich sympathisch. Man merkt dort allerdings schon, dass es ein spicy Buch wird, denn sie denkt schon von Beginn an darüber nach, wie es wäre mit den Legenden zu schlafen. Es geht dann auch alles recht flott dahin und schon ist man zusammen mit Rylee auf dem Ball.

Rylee mochte ich gerne, auch wenn sie mir zwischendurch ein bisschen zu naiv erschien. Immer wieder betont sie, dass sie ihre Schwester finden muss und eigentlich nichts von den Legenden will, das ändert sich aber schnell. Danach merkt man ihr an, dass sie ihr Ziel ein wenig aus den Augen verliert. Allerdings lässt sie sich von den Legenden auch nicht beeindrucken und lernt sie kennen, bevor sie voreilige Schlüsse zieht, was ich ihr anrechnen muss.

Die vier Legenden, Jax, Kal, Axl und Pierce sind stark, haben Magie und werden gefürchtet, doch mit der Zeit lernt man sie immer besser kennen und kann ein bisschen hinter deren Fassade blicken. Besonders gern mochte ich Kal, weil er einfach witzig ist. Bei den anderen hat es ein bisschen gedauert, bis ich mit ihnen warm wurde, aber letztendlich sind die alle in Ordnung und haben alle ihre Vorzüge.

Ich war mir nicht sicher, wie mir die Geschichte gefallen würde, denn meist mag ich Why-choose? gar nicht so gerne, aber hier hat der Rest auch einfach gepasst. Es gab eine wirkliche Handlung, der spicy Teil wurde in diese gut integriert und passte dazu, hat nicht Überhand genommen und war auch nicht der hauptsächliche Teil des Buches. Die Idee mit den vier Legenden des Chaos hat mir gut gefallen, jeder von ihnen herrscht über eine Stadt, ihre Väter, die Könige, über das ganze Land. Ihre Mütter waren Göttinnen und haben bestimmt, dass sie zu viert eine Auserwählte haben sollen, die ihnen mehr Macht bringt, darum suchen sie nach dieser. Die Grundidee hat mir also schon gut gefallen.

Ein Kritikpunkt allerdings ist die Welt, die nicht gut genug erklärt wurde, und bei der noch viele Lücken blieben. Ich konnte sie mir nicht vorstellen, wusste nicht, in welche Zeit ich die ungefähr einordnen soll, denn es wurde von High Heelds, Kaffee und Tank Tops geredet, aber andererseits konnte ein Motorrad nicht als solche bezeichnet werden, sondern hat einen komischen Namen bekommen. Das hat mich schon sehr gestört. Auch verstand ich den Aufbau der Welt nicht unbedingt. Irgendwie ist man sehr schnell in den verschiedenen Städten, und kann auch zu Fuß die ärmeren Gegenden durchqueren, dann müsste das Land doch recht klein sein? Ich kam da nicht ganz mit.

Im Laufe der Geschichte merkt man immer mehr, worauf alles hinauslaufen wird. Es gibt spannende Momente und man bekommt eine Idee davon, wer die Legenden sabotieren will. Außerdem sucht Rylee immer noch nach ihrer Schwester und auch das nimmt einen Teil des Buches ein. Rylee verbringt je einen Monat bei jeder Legende und kann danach gehen, wenn sie will, oder bleiben. In dieser Zeit kommt sie ihnen näher und bekommt dadurch auch Hilfe bei gewissen Dingen, doch einige Lügen stehen immer noch zwischen ihnen. Ich konnte verstehen, dass Rylee nicht sagen kann, woher sie kommt oder was sie ist, fand aber auch die Legenden rational und sie haben ihr nie einen Anlass gegeben, an ihnen zu zweifeln. Die Dynamik zwischen allen hat mir gut gefallen.

Gegen Ende kommt immer mehr Spannung auf, doch es fühlte sich doch zu einfach gelöst an. Es gibt keine wirklichen Überraschungen mehr und manche Dinge waren für mich einfach nicht logisch. Das Ende hat mir ein bisschen den Rest versaut, denn die Geschichte wurde so gut aufgebaut, nur um dann so zu enden. Vielleicht wird das in Band zwei besser.

Fazit:

Insgesamt hat mich das Buch sehr überrascht. Die spicy Szenen waren gut geschrieben und haben zur Geschichte gepasst. Es gab auch eine andere Handlung als nur dies und die hat mir insgesamt gut gefallen, nur das Ende war etwas schwach, wie ich finde. Von mir kriegt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Fantasy, angehaucht von Mulan

Nightblood Prince
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Meinung:

Das Cover finde ich schön, man hat alle drei Protagonisten darauf und kann sich dadurch Fei, Siwang und Yexue gut vorstellen.
Der Schreibstil der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, ...

Meinung:

Das Cover finde ich schön, man hat alle drei Protagonisten darauf und kann sich dadurch Fei, Siwang und Yexue gut vorstellen.
Der Schreibstil der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, durch die eher kurzen Kapitel am Anfang baut sich langsam Spannung auf, später werden die Kapitel dann länger und das passt gut zur Geschichte. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Fei, wodurch man sie am besten kennen lernt.

Der Einstieg in das Buch ist mir tatsächlich ein bisschen schwer gefallen, weil länger nichts passiert und man nur das Leben von Fei am Hof kennen lernt. Ihre Beziehung zu Siwang fand ich interessant, denn man merkt, dass er Fei wirklich mag, aber man merkt auch, dass er eine andere Seite hat, die er nicht zeigt.
Doch das heißt nicht, dass Siwang der Böse ist, denn in dem Buch gibt es keinen wirklichen Bösewicht. Sowohl Siwang als auch Yexue tun das, was sie wollen und was sie für gut halten. Ihre Beweggründe sind geprägt von Ehrgeiz, Stolz und Macht. Beide haben gute und schlechte Seiten.

Die Geschichte selber hat mir mit der Zeit immer mehr gefallen und irgendwann war es sehr von Mulan inspiriert, was ich gut fand. Fei macht mit der Zeit eine tolle Entwicklung durch und lernt endlich für sich selbst einzustehen. Dann sind da noch die Vampire, die irgendwie ein bisschen zu kurz kommen, zumindest für mich. Sie sind da, werden anders beschrieben als sonst und spielen auch nur eine nebensächliche Rolle, ich hoffe, dass das im zweiten Band anders wird.

Fazit:

Eine kurzweilige Geschichte, die aber sehr gut geschrieben ist und eine tolle Handlung hat. Ich mochte Fei, Yexue und Siwang sehr gerne, sie sind unterschiedlich und haben alle andere Ansichten, was gut und was böse ist. Das Buch bekommt 4 Sterne von mir.

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