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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Magisch, spannend und voller Herz

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln
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Die Tokio-Detektive Yoshi und Ben ermitteln war ein richtig schönes gemeinsames Leseerlebnis mit meiner Nichte (9) und meinem Neffen (10). Die beiden waren von Anfang an begeistert von der Idee, dass zwei ...

Die Tokio-Detektive Yoshi und Ben ermitteln war ein richtig schönes gemeinsames Leseerlebnis mit meiner Nichte (9) und meinem Neffen (10). Die beiden waren von Anfang an begeistert von der Idee, dass zwei Kinder in einer fremden, faszinierenden Stadt wie Tokio Kriminalfälle lösen und ich muss sagen, auch ich war angenehm überrascht!

Henrik Siebold erzählt die Geschichte spannend, kindgerecht und gleichzeitig mit viel Liebe zum Detail. Man merkt, dass er die japanische Kultur kennt, meine Nichte war ganz fasziniert von den vielen kleinen Einblicken in den Alltag in Tokio. Mein Neffe hingegen hat vor allem die cleveren Ermittlungen und die sympathische Dynamik zwischen Yoshi und Ben gefeiert.

Besonders positiv fanden wir auch die Illustrationen von Inga Steinmetz. Sie lockern den Text auf, geben der Geschichte zusätzliche Tiefe und helfen, sich die Figuren und Szenen noch besser vorzustellen.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Kinderbuch für alle kleinen (und großen) Detektivfans, das nicht nur spannende Unterhaltung bietet, sondern auch Lust macht, mehr über Japan zu erfahren. Wir hoffen sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird!

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Ein bewegendes Buch über das Menschsein, das ich sehr empfehlen kann.

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Mit diesem Buch habe ich etwas ganz Unerwartetes erlebt. Statt einer typischen Geschichte mit klaren Höhen und Tiefen habe ich eine leise, zutiefst berührende Erzählung gefunden, die mich noch lange nach ...

Mit diesem Buch habe ich etwas ganz Unerwartetes erlebt. Statt einer typischen Geschichte mit klaren Höhen und Tiefen habe ich eine leise, zutiefst berührende Erzählung gefunden, die mich noch lange nach dem Lesen begleitet hat. Wenn die Kraniche nach Süden ziehen erzählt von Bo, einem Mann, der sich am Ende seines Lebens befindet und dabei mit Verlust, Erinnerungen und Beziehungen ringt.

Was mich sofort gepackt hat, war die Ehrlichkeit, mit der Ridzén Bo in seiner Verletzlichkeit zeigt. Er lebt allein in seinem alten Haus in Schweden, sein Alltag besteht aus kleinen Routinen, sporadischen Besuchen der Pflegekräfte und der stillen Begleitung seines geliebten Hundes Sixten. Gleichzeitig zerbricht seine Welt Stück für Stück. Seine Frau ist in einem Pflegeheim, sein Sohn versteht ihn nicht immer, und trotz aller Fürsorge droht ihm der Verlust dessen, was ihm am wichtigsten ist.
Die Sprache des Buches ist unaufgeregt, fast minimalistisch, aber unglaublich eindringlich. Es ist nicht die Handlung, sondern das Gefühl dieses Buches, das bleibt: die stille Traurigkeit, das Nachdenken über Zeit, Liebe, verpasste Chancen und die Momente, die am Ende wirklich zählen. Man spürt den Rhythmus des Lebens, wie er langsamer wird und gleichzeitig voller Erinnerungen steckt – so anders und doch so universell.

Für mich war Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ein Buch, das mich tief zum Nachdenken gebracht hat – über meine eigenen Beziehungen, über Sorge und Fürsorge und darüber, wie wir miteinander umgehen, wenn die Zeit knapper wird. Es ist kein Buch, das man „einfach wegsuchtet“, sondern eines, das man fühlt. Und gerade diese leise Schönheit und emotionale Tiefe macht es so besonders.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Ein emotionaler Abschluss voller Farben und Geheimnisse

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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"Die Magnolientochter“ entführt erneut in die farbenfrohe, fein verwobene Welt der Blumentöchter und verknüpft dabei Vergangenheit und Gegenwart zu einer emotional berührenden Geschichte. Tessa Collins ...

"Die Magnolientochter“ entführt erneut in die farbenfrohe, fein verwobene Welt der Blumentöchter und verknüpft dabei Vergangenheit und Gegenwart zu einer emotional berührenden Geschichte. Tessa Collins versteht es meisterhaft, starke Frauenfiguren mit bewegenden Schicksalen zu zeichnen, die Leser*innen tief berühren. In diesem Band begleitet man eine neue Protagonistin, deren Spurensuche nach familiären Wahrheiten sie nicht nur geografisch, sondern auch emotional weit reisen lässt.

Die Landschaftsbeschreibungen sind atmosphärisch, der Schreibstil angenehm flüssig, manchmal poetisch. Besonders gelungen ist die Verbindung zur symbolischen Bedeutung der Magnolie, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht.

Gelegentlich war der Plot etwas vorhersehbar, doch die charmanten Figuren und die emotionale Tiefe gleichen das locker aus. Für Fans der Reihe ein absolutes Muss – und für Neulinge ein schöner Anlass, die Blumentöchter von Anfang an zu entdecken.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Wissenschaftlich fundiert und außergewöhnliche Charaktere

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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Im Buch Verlorenes Herz geht es um Nhika, die durch Berührungen sowohl heilen als auch töten kann. Ich liebe ihren Charakter. Sie ist eine tolle und sehr besondere Hauptprotagonistin. Nhika ist stark, ...

Im Buch Verlorenes Herz geht es um Nhika, die durch Berührungen sowohl heilen als auch töten kann. Ich liebe ihren Charakter. Sie ist eine tolle und sehr besondere Hauptprotagonistin. Nhika ist stark, unabhängig und besitzt eine wertvolle und zugleich bedrohliche Gabe, für die sie in ihrer Welt gejagt wird.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, da die Story, das Worldbuilding und vor allem Nhikas Gabe sehr ausgefallen sind und nichts, was man in ähnlichen Varianten schon mehrfach gelesen hat.

Ich fand den Einstieg sehr temporeich und auch etwas düsterer, was mich sehr angesprochen hat.

Im Laufe der Geschichte zog sich der Plot etwas, aber war dennoch nicht langweilig.
Mir persönlich haben die vielen anatomischen und wissenschaftlichen Details gefallen, die die Geschichte außergewöhnlich machen.

Ich hätte mir noch etwas mehr Romance gewünscht, diese war doch etwas dünn gesät. Wer Spice mag, hofft hier vergeblich.

Generell eine sehr ausgefallene und originelle Story mit tollen Charakteren.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Spionage, Zynismus und politische Abgründe – gewohnt bissig

Bad Actors
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Auch Band 8 bleibt dem typischen Stil der „Slow Horses“ treu: britisch-schwarz, intelligent und mit pointiertem Humor. In Bad Actors schickt Mick Herron seine schräg-liebenswerten Antiheld*innen der Slough ...

Auch Band 8 bleibt dem typischen Stil der „Slow Horses“ treu: britisch-schwarz, intelligent und mit pointiertem Humor. In Bad Actors schickt Mick Herron seine schräg-liebenswerten Antiheld*innen der Slough House-Truppe erneut in ein gefährliches Spiel zwischen Regierung, Geheimdiensten und persönlichen Intrigen. Als eine Regierungsberaterin plötzlich verschwindet, und gleichzeitig politische Strippenzieher ihre ganz eigenen Ziele verfolgen, geraten die „Slow Horses“ mal wieder zwischen alle Fronten – und beweisen, dass sie mehr draufhaben, als man ihnen zutraut.

Herron schafft es erneut, komplexe politische Themen mit Spionagespannung und satirischem Witz zu verweben. Die Charaktere – allen voran der ruppige Jackson Lamb – bleiben das absolute Highlight. Der Plot ist verschachtelt, teilweise fordernd, aber dafür umso lohnenswerter für Fans intelligenter Thriller mit Biss.

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