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Veröffentlicht am 16.02.2026

Ein Buch, das berührt

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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Eigentlich verstand Hyoyeong sich mit ihrer Schwester sehr gut. Doch, was ist das? Sie verschwindet ohne ein Wort des Abschieds und das, wo die Mutter operiert werden muss? Und der Vater ihr so viel Geld ...

Eigentlich verstand Hyoyeong sich mit ihrer Schwester sehr gut. Doch, was ist das? Sie verschwindet ohne ein Wort des Abschieds und das, wo die Mutter operiert werden muss? Und der Vater ihr so viel Geld geliehen hat? Hyoyeong ist wütend und verlässt ihr Elternhaus. Sie zieht in eine andere Stadt. Nimmt einen Aushilfsjob an und hofft auf diese Weise, die unguten Gedanken zu vergessen. Dabei ahnt sie nicht, wie sehr sie die Arbeit im "Der Briefladen in dem die Zeit stillstand" begeistert. Endlich lernt sie, dass sie auch mit fremden Menschen kommunizieren kann. Sie lässt sich auf ihr Gegenüber ein und lernt auf diese Weise Leute kennen, die bald viel mehr als „nur“ Bekannte für sie sind.

Es ist ein Debüt der Autorin Baek Seungyeon. Und das ist gelungen. Hier wird ein außergewöhnlicher Shop vorgestellt. Kunden werden zum Briefeschreiben motiviert. Was vor Jahrzehnten noch gang und gäbe war, wird leider nur noch wenig praktiziert. Handgeschriebene Briefe kennt kaum noch jemand. Heute gibt es Kurznachrichten oder E-Mails. Jedoch ist die Rückbesinnung auf das per Hand geschriebene Wort ein Wunsch vieler Menschen. Besonders dann, wenn weder Adressat noch Absender bekannt sind. Ist es tatsächlich so, dass sich die Schreibenden viel leichter öffnen können?

Für mich war es bisher schwierig, mich an den Schreibstil von Autoren aus Fernost zu gewöhnen. Das ist hier anders. Das Buch fesselte mich schon beim Lesen der ersten Seiten und setzte sich bis zum Ende fort. So fein wird hier die Wichtigkeit der Auswahl von Briefpapier und Füller beschrieben. Das Kratzen der Feder auf dem Papier konnte ich praktisch hören. Ja, ich empfehle dieses einzigartige Buch unbedingt weiter. Das hat es verdient.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Ein ganz wundervolles Buch

Wohin ihre Flügel sie tragen
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Linda ist traurig. So gerne hätte sie noch ein Baby. Leider haben die Bemühungen bisher keinen Erfolg. Ihr Mann Bruce tröstet sie und er hat eine Idee. In Vietnam warten Waisenkinder auf Ehepaare, die ...

Linda ist traurig. So gerne hätte sie noch ein Baby. Leider haben die Bemühungen bisher keinen Erfolg. Ihr Mann Bruce tröstet sie und er hat eine Idee. In Vietnam warten Waisenkinder auf Ehepaare, die sie nach Amerika einladen. Die Verantwortlichen erhoffen sich eine bessere Zukunft für die Kleinen. Auch Linda und Bruce bemühen sie um eine Adoption. Sie würden gerne einem kleinen Jungen ein sicheres Zuhause bieten. Es kommt aber alles ganz anders und die klein Minh wird ihr Töchterchen Nr. 2.

Die ältere Tochter Sophie freut sich sehr auf ihre kleine Schwester. Nur Bruces Mutter ist skeptisch, ja sogar sehr abweisend. Liegt es an dem Schicksalsschlag, der ihr den Sohn wegnahm? Linda und Bruce geben sich sehr viel Mühe mit dem Mädchen. Doch sie fühlt sich in der christlichen Schule gar nicht wohl. Sie gehört auch noch nach Jahren nicht richtig dazu. Alle ihre Bedenken und Wünsche werden von den Eltern mitgetragen. Das macht ihr Leben sehr viel leichter.

"Wohin ihre Flügel sie tragen" ist ein ganz wunderbares Buch. Der feine Schreibstil und der subtile Humor fesselten mich. Die Kapitel wechseln immer zwischen den Jahreszahlen und besonderen Ereignissen in der Familie. Erzählt wird in der Ich-Form und immer wieder von anderen Familienmitgliedern. Spannend für mich war, dass ich von der Organisation „Operation Babylift“ hörte. Die kannte ich bisher noch nicht. Nicht nur die umfangreiche Recherchearbeit der Autorin macht das Buch zu einem außergewöhnlichen Highlight in dem noch jungen Lesejahr. Hundertprozentige Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Spannend geschrieben und lebendig gelesen

Die Tote im Götakanal: Ein Kommissar-Beck-Roman
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Martin Beck fühlt sich in seinem Zuhause nicht mehr wohl. Ständig nörgelt seine Frau an ihm herum. Sie jammert, dass er zu wenig Zeit für die Familie hat. Gleichzeitig vermittelt sie ihm auch, dass sie ...

Martin Beck fühlt sich in seinem Zuhause nicht mehr wohl. Ständig nörgelt seine Frau an ihm herum. Sie jammert, dass er zu wenig Zeit für die Familie hat. Gleichzeitig vermittelt sie ihm auch, dass sie sich in seiner Gegenwart nicht wohl fühlt. Und dann wird auch noch eine unbekannte Tote gefunden. Geborgen aus dem Götakanal. Zunächst ist völlig unklar, wer sie ist. Aber Beck wäre nicht der allseits geschätzte Ermittler, wenn er nicht alles daransetzte, dieser Frau ein Gesicht zu geben.

Sehr gerne sah ich die Folgen der Serie mit Kommissar Beck. Umso mehr freute ich mich, als ich das Hörbuch "Die Tote im Götakanal - Ein Kommissar Beck Roman" entdeckte. Das Buch beginnt ruhig und es dauert eine Weile, bis der Spannungsbogen gestrafft ist. Das liegt wohl auch daran, dass es der erste Band mit Kommissar Beck ist. Das Team muss sich erst finden. Die Ermittlungen gestalten sich zunächst schwierig, es meldet sich niemand, der die Tote kennt. Aber das akribische Nachforschen der Fahnder wird mit der Zeit belohnt. Die Suche nach dem Täter beginnt.

Das Buch wird von Günther Harder gelesen. Auch er trägt maßgeblich dazu bei, dass es für mich ein perfekter Hörgenuss war. Meine Empfehlung gilt also uneingeschränkt.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Spannend bis zum Finale

Bluthunde
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So ein Pech. Nein, dieses Mal war es nicht der übliche Verfolger, der sie erwischte. Es war Kommissar Zufall und die Sass-Brüder konnten ihren Bruch nicht vollenden. Aber sie wären nicht so erfolgreich, ...

So ein Pech. Nein, dieses Mal war es nicht der übliche Verfolger, der sie erwischte. Es war Kommissar Zufall und die Sass-Brüder konnten ihren Bruch nicht vollenden. Aber sie wären nicht so erfolgreich, wenn sie sich von diesem Fehlschlag aufhalten ließen. Schon bald haben sie einen neuen Plan. Allerdings ist Kriminalsekretär Fabich ihnen dicht auf den Fersen.

Der fünfte Band dieser Reihe war für mich gleichzeitig der erste. Leider muss ich sagen, denn diese Mischung aus Krimi und Historie gefiel mir ausgesprochen gut. Der Autor beschreibt recht eindrucksvoll das Erstarken der NSDAP. Wie es schon Anfang 1920 mit den Schikanen der Andersdenkenden begann und noch kein Jude daran dachte, das Land zu verlassen. Viele von ihnen kämpften im ersten Weltkrieg für Deutschland. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass sie plötzlich so gehasst würden.

"Bluthunde" ist spannend und das gleichbleibend. Die lebhafte und zugleich anschauliche Sprache ließ Bilder im Kopf entstehen. Ja, ich war gefesselt und tauchte ab in die Weimarer Zeit. Eindeutige Leseempfehlung gibt es von mir.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Sehr spannend und voller historischer Fakten

Sündflut 1784
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So viele Menschen wurden aufgefordert zu beten. Und alle versammelten sich auf dem Rathausplatz. Trotzdem hatte der Herr kein Einsehen und die Jahrhundertflut zerstörte so viele Häuser in der Stadt. Auch ...

So viele Menschen wurden aufgefordert zu beten. Und alle versammelten sich auf dem Rathausplatz. Trotzdem hatte der Herr kein Einsehen und die Jahrhundertflut zerstörte so viele Häuser in der Stadt. Auch etliche Tote waren zu beklagen. Aber so schlimm das Wasser auch in Köln wütete. In Düsseldorf wurden viel mehr Tote gezählt. Aber nein, niemand wollte diese armen Geschöpfe und deren Familien gegeneinander aufrechnen. Schon gar nicht die Witwe Anna-Maria Scheidt. Sie war heilfroh, dass sie der Eisflut entkommen ist und bei Amtmann Henrik van Venray zunächst eine sichere Unterkunft fand.

Historische Kriminalromane gefallen mir nur dann gut, wenn sie auch auf geschichtlichen Fakten basieren. "Sündflut 1784" beschreibt exakt die Folgen einer Eisflut, die schon damals als Jahrhundertflut in die Geschichte der Stadt Köln einging. Eine Folge der Verheerung war, dass kriminelle Elemente das vertrauensselige Volk dazu animierten, unschuldige Frauen als Ursache für das Unheil zu verurteilen. So auch Anna-Maria Scheidt. Sie sollte das Hochwasser alleine durch ihren Pakt mit dem Teufel verursacht haben.

Leider waren die Menschen damals leicht zu begeistern, wenn es um das Verurteilen von Hexen ging. Zwar gab es diese leidliche Inquisition schon längst nicht mehr. Aber äußerst gewitzte Verbrecher versuchten es immer mal wieder, das Verbrennen angeblicher Hexen durchzusetzen. Das Buch ist voll von Intrigen und falschen Spuren. Bis zum Schluss gibt es kaum Hoffnung, dass die Gerechtigkeit siegt. Nicht vorhersehbar und äußerst spannend ist meine Meinung dazu. Aus dem Grund gibt es auch eine Leseempfehlung von mir.

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