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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2025

Immer wieder gut

Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter 2)
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Auch Band 2 habe ich in der Weihnachtszeit nach etlichen Jahren nochmal gelesen. Der Schreibstil - bzw. muss hier auch mal die Übersetzung gelobt werden - ist einfach sehr gut. Man ist sofort wieder in ...

Auch Band 2 habe ich in der Weihnachtszeit nach etlichen Jahren nochmal gelesen. Der Schreibstil - bzw. muss hier auch mal die Übersetzung gelobt werden - ist einfach sehr gut. Man ist sofort wieder in der magischen Welt und begleitet Harry und seine Freunde in ihrem zweiten Jahr in Hogwarts bzw. bei ihrem zweiten großen Abenteuer. Auch wenn sie gerne mal Regeln brechen, steht Freundschaft über allem, das müssen auch die Lehrer einsehen.

Wenn man alles nochmal liest, ist es faszinierend zu sehen, wie hier die gesamte Welt, die sich in den sieben Bänden entfaltet, schon angelegt ist und man nach und nach mehr Hintergründe und Zusammenhänge erfährt.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Klassiker zur Weihnachtszeit

Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)
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Auch wenn J. K. Rowling mittlerweile sehr kritisch gesehen werden muss, habe ich zur Weihnachtszeit nochmal Harry Potter gelesen (die Bände hatte ich sowieso schon Zuhause).

Der Schreibstil und der Aufbau ...

Auch wenn J. K. Rowling mittlerweile sehr kritisch gesehen werden muss, habe ich zur Weihnachtszeit nochmal Harry Potter gelesen (die Bände hatte ich sowieso schon Zuhause).

Der Schreibstil und der Aufbau der gesamten Welt um Harry Potter ist einfach grandios, das kann ich nicht abstreiten. Im ersten Band begleiten wir Harry, wie er herausfindet, ein Zauberer zu sein, endlich seinen fiesen Verwandten entkommt, neue Freunde findet und endlich seiner wahren Bestimmung näherkommt.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Ein Buch, das nachhallt

Bis zum Mond
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Schon das Cover hat mich sofort angesprochen – die sanften Farben, der Schreibtisch mit Blick auf die nächtliche Skyline und der Vollmond über der Stadt. Es passt perfekt zur Atmosphäre des Buches: ruhig, ...

Schon das Cover hat mich sofort angesprochen – die sanften Farben, der Schreibtisch mit Blick auf die nächtliche Skyline und der Vollmond über der Stadt. Es passt perfekt zur Atmosphäre des Buches: ruhig, nachdenklich und gleichzeitig voller Sehnsucht nach einem besseren Leben.
Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, modern, irgendwie unaufgeregt und dabei trotzdem tiefgründig – man fliegt wirklich nur so durch die Seiten. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin es schafft, Gesellschaftskritik und persönliche Geschichten so fein miteinander zu verweben, ohne dass es jemals belehrend wirkt.
Im Zentrum stehen Da-hae und ihre Freundinnen Ji-song und Eun-sang, die in einem streng hierarchischen koreanischen Unternehmen in unterschiedlichen Abteilungen arbeiten. Ihre alltäglichen Kämpfe, das starre Arbeitssystem und die unterschwellige Ungerechtigkeit sind so authentisch beschrieben, dass man beim Lesen oft schlucken muss. Eines Tages schlägt Eun-sang vor, doch in Kryptowährung zu finanzieren, um ihrem starren Leben zu entkommen, in dem es mit „normaler“ Arbeit kaum Möglichkeiten gibt, aufzusteigen (gerade für Frauen). Da-hae lässt sich schnell überzeugen, während Ji-song skeptisch bleibt.
Spannend fand ich vor allem den Blick auf die finanzielle Situation junger Frauen in Korea. Wie schwierig es ist, sich wirklich etwas Eigenes aufzubauen, und wie schnell Hoffnung, Ehrgeiz und Verzweiflung ineinander übergehen können. Die Geschichte greift das Thema „Geld und Freiheit“ auf eine kluge und nachvollziehbare Weise auf – ohne technische Details zu überfrachten, aber mit genug Tiefe, dass man mitfiebert, auch wenn man selbst nichts mit Krypto am Hut hat.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, ist die Dynamik zwischen den drei Freundinnen. Ihre Gespräche, kleinen Eifersüchteleien und gegenseitige Unterstützung wirken sehr echt. Man spürt, wie unterschiedlich sie mit Druck, Erfolg und Unsicherheit umgehen und genau das macht sie sehr authentisch und greifbar.
Richtig spannend ist das Buch eigentlich weniger im klassischen Sinn, eher unterschwellig. Es lebt von dieser stillen, aber ständigen Anspannung: der Frage, ob der Kurs crasht und der Traum vom Aufstieg am Ende platzt oder doch wahr wird. Ich mochte diese ruhige Erzählweise, auch wenn mir stellenweise ein klarer Höhepunkt oder eine Wendung gefehlt hat.
Am Ende bleibt für mich vor allem das Gefühl, ein sehr ehrliches, modernes Porträt einer Generation gelesen zu haben, die zwischen Leistungsdruck, digitaler Welt und dem Wunsch nach Selbstbestimmung feststeckt. Der Abschluss war vielleicht ein bisschen „kitschiger“, als ich erwartet hatte, aber irgendwie hat das abschließende philosophische auch gepasst.
Ein feinfühliger, kluger Roman über Freundschaft, Arbeit, Geld und die Suche nach Freiheit – leicht zu lesen, aber mit viel Substanz. Ich mochte die Figuren, den Ton und die Atmosphäre sehr.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Solider Krimi

Bittere Nacht
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Ein solider Krimi, der nicht atemberaubend spannend war, mich aber durchgehend unterhalten hat. Am Ende wurden alle losen Fäden zusammengeführt und die Auflösung war stimmig.

Auch wenn dies mein erstes ...

Ein solider Krimi, der nicht atemberaubend spannend war, mich aber durchgehend unterhalten hat. Am Ende wurden alle losen Fäden zusammengeführt und die Auflösung war stimmig.

Auch wenn dies mein erstes Buch über das Ermittlerduo ist, bin ich sehr gut in die Geschichte reingekommen. Wie nebenbei erfährt man, während die Geschichte beginnt, einige Hintergründe der beiden Kommissare, das hat mir gut gefallen. Ich mag es auch, wenn nicht "nur" die eigentliche Ermittlungsarbeit beschrieben wird, sondern auch das Privatleben der Protagonist:innen vorkommt, das macht sie irgendwie nahbarer und die Story realistischer.

Ich würde insgesamt 3,5 Sterne geben und runde hier mal auf, da es einer der besseren Krimis war, die ich in letzter Zeit gelesen habe!

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein kurzweiliger Thriller

Der Tower
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Der Schreibstil von Ivar Leon Menger ist wie immer toll. Durch die recht kurzen Kapitel fliegt man nur so durch das Buch und es wird keine Sekunde langweilig. Dies war aber das erste seiner Bücher, in ...

Der Schreibstil von Ivar Leon Menger ist wie immer toll. Durch die recht kurzen Kapitel fliegt man nur so durch das Buch und es wird keine Sekunde langweilig. Dies war aber das erste seiner Bücher, in dem es mir manchmal etwas zu schnell ging.

Die Protagonistin Nova bekommt das Angebot, ein Jahr im neuen, hochmodernen Pramtower mitten in Berlin zu leben - und das völlig kostenlos! Perfekt, da sie gerade sowohl ihren Job als auch ihre Wohnung und ihren Freund verloren hat. Der Tower ist komplett KI-gesteuert, von der Öffnung der Wohnungstür rein über Stimmerkennung bis zur Temperatur des Duschwassers.

Direkt am Anfang hätte ich mir schon etwas mehr Infos über Novas Hintergrund gewünscht. Sie blieb über das gesamte Buch für mich nicht richtig greifbar bzw. irgendwie etwas blass und "charakterlos", weil wir nicht so richtig etwas über ihr Leben erfahren. Wir erfahren zwar, dass sie einen semi-erfolgreichen Instagramkanal, hauptsächlich über Kunst, Feminismus und Nachhaltigkeit, führt - okay, aber was beschäftigt sie wirklich? Hier wirkt es ein bisschen so, als wären ein paar aktuelle "Buzzwords" und Themen, für die junge Frauen sich halt so interessieren, ohne wirkliche Substanz eingestreut worden.

Die Handlung selbst streckt sich auch nur über wenige (ich glaube drei, vier) Wochen, was auch dazu führt, dass es mir oft einfach zu schnell ging und Nova häufig entweder nicht nachvollziehbar handelt oder ihre Meinung super schnell ändert. Nach und nach bemerkt sie, dass im Tower nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Ihre Nachbarn (mit denen sie sich jeden Freitag zum Essen treffen MUSS) verhalten sich teilweise sehr merkwürdig, Konrad behauptet sogar, die KI lasse ihn nicht mehr aus dem Tower hinaus. Bei manchen Aktionen der KI wird zwar auch Nova stutzig, erstmal nimmt sie aber alles so hin, weil der "Tower" ihr ungeahnte Chancen eröffnet. So haben zwei ihrer neuen Nachbarn zufällig eine Galerie im Tower eröffnet und stellen Nova gleich nach ihrem ersten Kennenlernen als Galeristin ein.

Irgendwann beginnt sie aber, merkwürdige Träume zu haben und die KI wird immer übergriffiger und scheint sich zu verselbstständigen.

Mehr möchte ich gar nicht zur Handlung selbst schreiben, das aktuelle Thema "Gefahren der KI" wurde sehr interessant umgesetzt und am Ende gab es einen Twist, den ich so nicht habe kommen sehen. Alles in allem also ein gutes Buch, das angenehm zu lesen war. Es hätte aber gerne noch mehr "Thrill" haben können, auch der Schluss war mir persönlich zu schnell erzählt, sodass sich nicht so viel Spannung aufgebaut hat.

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