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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2025

Herrlich schwarzer Humor

May Morrigans mysteriöse Morde
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„May Morrigans mysteriöse Morde“ von Katherine Black punktet bereits mit dem Cover, von dem einen eine gut situierte ältere Damen mit Küchenmesser in der Hand entgegenblickt. Den Untertitel „Eine Buchhändlerin ...

„May Morrigans mysteriöse Morde“ von Katherine Black punktet bereits mit dem Cover, von dem einen eine gut situierte ältere Damen mit Küchenmesser in der Hand entgegenblickt. Den Untertitel „Eine Buchhändlerin greift durch“ finde ich persönlich nicht so passend, da May zwar eine kleine Buchhandlung besitzt, aber selbst dort gar nicht mehr arbeitet.
Neben dem eigentlichen Fall - das Verschwinden eine jungen Mädchens - wird auch nach und nach Mays Geschichte erzählt, die definitiv nicht so beschaulich ist wie man anfangs glaubt. Wie im Klappentext bereits erwähnt wird, räumt May unliebsame Mitmenschen aus dem Weg - für immer. Und das mit einer herrlichen Selbstverständlichkeit, als ob sie kein Wässerchen trüben könnte.
Was die Handlung so spannend macht, ist das sie aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Immer wenn man denkt, gleich kommt etwas wichtiges, schwenkt die Handlung erstmal zu einer anderen Person. Man rätselt lange mit, wer der Täter sein könnte, was ich für einen guten Krimi immer als wichtig empfinde.

Für Krimi-Leser, die dunklen Humor mögen, ist das Buch absolut empfehlenswert

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Eine gelungene Mischung aus Fantasy und Krimi

Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter
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Fantasy oder Krimi? James Alistair Henry verbindet in „Pagans. Ein Mörder. Zwei Cops. Hundert Götter“ gekonnt beide Genres zu einem witzigen und spannenden Buch.
In einer Welt, in der die Industrie-Revolution ...

Fantasy oder Krimi? James Alistair Henry verbindet in „Pagans. Ein Mörder. Zwei Cops. Hundert Götter“ gekonnt beide Genres zu einem witzigen und spannenden Buch.
In einer Welt, in der die Industrie-Revolution nicht von England ausging, ermitteln die beiden Polizisten Aedith aus London und der keltische Drustan im Mordfall an einem keltischen Delegierten. Dieser sollte an einem Kongress teilnehmen, der die einzelnen Gebiete der Insel vereinen soll. Zwischen mystischen Traditionen und unterschiedlichen Herangehensweisen stellt sich den beiden die Frage, ob der Kongress sabotiert werden soll oder noch etwas anderes im Gange ist.
Für mich macht die Mischung aus Fantasy und Krimi das Besondere dieses Buches aus. Die Story ist nicht ganz so rasant wie in Markus Heitz‘ „AERA“, wo auch ein Ermittler zwischen sämtlichen bekannten Glaubensrichtungen und Götter ermittelt. Dennoch entwickelt sich die Story nach und nach und nimmt zum Ende hin richtig Fahrt auf. Die Beschreibung der Alternativwelt auf den britischen Inseln, ebenso die Darstellung der Hauptfiguren. Die fortschrittlicher entwickelten Länder hätten mich noch interessiert - hierzu werden immer nur vage Andeutungen gemacht - aber da hoffe ich einfach mal auf einen Folgeband.
Fazit: für Fans von Markus Heitz‘ „AERA“ und alle, die gerne Fantasy und Krimi lesen.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Ein schöner Cosy Crime

Kater Sherlock & Dog Watson / The Pussycat Poisoner
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„The Pussycat Poisoner“ von Martina Hancke ist ein wunderbarer Cosy Crime, in dem anstatt Menschen Tiere ermitteln - und zwar der Kater Sherlock und das neueste Familienmitglied, die Bulldogge Dog Watson. ...

„The Pussycat Poisoner“ von Martina Hancke ist ein wunderbarer Cosy Crime, in dem anstatt Menschen Tiere ermitteln - und zwar der Kater Sherlock und das neueste Familienmitglied, die Bulldogge Dog Watson. Und obwohl die beiden anfangs so ihre Probleme miteinander haben, raufen sie sich zusammen um einen Katzenmörder aufzuspüren und weitere Giftanschläge zu verhindern. Dabei haben sie tatkräftige Unterstützung von weiteren Tieren aus der Nachbarschaft. Besonders gut gefällt mir, dass die Tiere keine Superkräfte haben, sondern Spaziergänge und Ausflüge mit ihren Menschen nutzen, um in dem Fall zu ermitteln. Und wie es sich für einen guten Cosy Crime gehört, kommt neben dem spannenden Fall auf der Humor nicht zu kurz. Ich denke, ich verrate nicht zuviel, dass Sherlock und Dog Watson von ihren Charakteren her stark an ihre literarischen Vorbilder erinnern und noch weitere wichtige „Personen“ der englischen Kriminalliteratur auftauchen.
Fazit: ein schöner Cosy Crime, für Freunde von humorvollen Krimis und Geschichten aus tierischer Perspektive.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Spannender, historisch gut recherchierter Krimi

Im Auftrag der Fugger - Der Burgunderschatz
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„Im Auftrag der Fugger“ von Peter Dempf ist ein historischer Roman, der gekonnt zwischen belegter Geschichte und erzählerischer Dichtung balanciert. Die Diebin Afra macht sich zusammen mit dem Boten Herwart ...

„Im Auftrag der Fugger“ von Peter Dempf ist ein historischer Roman, der gekonnt zwischen belegter Geschichte und erzählerischer Dichtung balanciert. Die Diebin Afra macht sich zusammen mit dem Boten Herwart im Auftrag von Jakob Fugger auf die Suche nach dem Burgunderschatz - ohne zu wissen, in welche Gefahr sie sich dadurch begibt.
Auf der Grundlage sichtbar gründlicher Recherche entfaltet sich ein lebendiges Bild der Frühneuzeit, in dem politische Macht, wirtschaftliche Interessen und persönliche Schicksale eng miteinander verwoben sind. Besonders die Einbindung der Fugger als historisch bedeutende Kaufmanns- und Bankiersfamilie verleiht der Handlung Authentizität und Tiefe, ohne dabei an erzählerischer Spannung einzubüßen.
Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch und hat ein hohes Erzähltempo mit einigen Wendungen, das die Spannung aufrecht hält.
Fazit: Dempf versteht es, historische Fakten als solides Gerüst zu nutzen und sie mit einer spannenden, abenteuerlichen Handlung zu verbinden. Für alle, die gerne gut recherchierte historische Romane mit interessanten Figuren und Spannung lesen.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Ein guter norddeutscher Krimi mit einem Trauerredner als Ermittler wider Willen

Über die Toten nur Gutes
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„Über die Toten nur Gutes“ von Andreas Izquierdo ist ein norddeutscher Regionalkrimi, der mit dem Trauerredner Mads Madsen eine interessante neue Ermittlerfigur wider Willen hat. Diese Perspektive verleiht ...

„Über die Toten nur Gutes“ von Andreas Izquierdo ist ein norddeutscher Regionalkrimi, der mit dem Trauerredner Mads Madsen eine interessante neue Ermittlerfigur wider Willen hat. Diese Perspektive verleiht dem Roman einen eigenen Ton: melancholisch grundiert, aber immer durchzogen von trockenem, typisch norddeutschem Humor. Mads bekommt von seinem früheren Freund Patrick eine Nachricht nach dessen Tod, dass er seine Trauerrede schreiben soll. Und so begibt sich Mads mit seiner Malteserhündin auf eine Suche in die Vergangenheit, wobei er so manches Geheimnis entdeckt, was manche lieber weiterhin verborgen lassen würden.
Die Geschichte versammelt skurrilen Figuren, die man so in jeder Kleinstadt zwischen Deich, Kneipe und Friedhof vorstellen kann. Besonders die Dialoge leben von lakonischem Witz und einer angenehmen Bodenständigkeit, die gut zur norddeutschen Kulisse passt.
Die Krimihandlung entwickelt sich eher gemächlich, was zur Atmosphäre beiträgt, allerdings dem Roman auch so einige Längen beschert. Dadurch verliert sich die Geschichte in der Mitte ein wenig in Nebenhandlungen und man wartet darauf, dass es mit der eigentlichen Krimihandlung bald weitergeht.

Fazit: ein eigenwilliger, humorvoller Regionalkrimi mit Herz, schrägen Ideen und norddeutschem Charme. Wer originelle Ermittlerfiguren, skurrile Charaktere und eine Prise schwarzen Humors schätzt, wird an diesem Buch trotz kleiner Schwächen viel Freude haben.

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