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Veröffentlicht am 17.01.2026

Wedding Season – Sieben Hochzeiten und ein Totalausfall

Wedding Season – Sieben Hochzeiten und ein Totalausfall 
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Worum geht es?: Freya ist im siebten Himmel, als sie ihre perfekte Traumhochzeit mit Matthew plant. Ihre soll die erste von insgesamt acht Hochzeiten sein, die in diesem Jahr im Kalender stehen. Doch als ...

Worum geht es?: Freya ist im siebten Himmel, als sie ihre perfekte Traumhochzeit mit Matthew plant. Ihre soll die erste von insgesamt acht Hochzeiten sein, die in diesem Jahr im Kalender stehen. Doch als Matthew ihr wenige Stunden vor dem Gang zum Altar den Laufpass gibt, löst sich Freyas ganzer Lebensplan in Luft auf. Ihr Herz ist gebrochen! Wie soll sie nun als Single-Frau einen Sommer lang die Hochzeiten anderer Leute feiern?

Zum Glück haben Freyas Freunde in Katy Birchalls grandiosem Roman eine geniale Idee: Für jede Hochzeitsparty denken sie sich eine Aufgabe aus, je verrückter, desto besser! So wollen sie Freya von ihrer eigenen geplatzten Hochzeit ablenken. Ob sie in einer alten Kirchentoilette festsitzt und vom Pfarrer gerettet werden muss oder in einem französischen Schloss mit einem Barmann knutscht - Freya merkt, dass sie trotz allem wieder Spaß am Leben haben kann.

Als die letzte Hochzeit der Wedding Season ansteht, ist Freya nicht mehr dieselbe Frau, die sie zu Beginn des Heirats-Marathons war. Und vielleicht ist ihre eigene Liebesgeschichte doch noch nicht zu Ende...

Das Cover: Das Cover vermittelt sofort den leichten, humorvollen Ton des Romans und passt wunderbar zur turbulenten Hochzeitsatmosphäre, die sich durch die gesamte Geschichte zieht. Gut über die Dame auf dem Cover lässt sich streiten. Bei ihrem Ausdruck auf dem Gesicht kommen bei mir einfach keine Hochzeit Vibes auf, aber es passt zu dem Buch. Es wirkt einladend, verspielt und macht neugierig auf Freyas chaotische Reise durch die Hochzeitssaison.

Der Schreibstil: Katy Birchall erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Freya, was den Leser sehr nah an ihre Gedanken, Unsicherheiten und chaotischen Gefühlsausbrüche heranführt. Die Kapitel sind angenehm lang – meist unter 20 Seiten – und lassen sich dadurch wunderbar weglesen. Der Stil ist locker, leicht und voller Humor, sodass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Besonders Birchalls Humor sorgt dafür, dass man immer wieder laut lachen muss. Gleichzeitig gibt es aber auch Momente, in denen das ständige Hin und Her zwischen Freya und Matthew etwas anstrengend wirkt. Die Frage, ob sie ihn noch liebt oder nicht, zieht sich lange hin und hätte für meinen Geschmack etwas straffer erzählt werden können. Vor allem im letzten Drittel hätte ich mir gewünscht, dass Freyas neuer Love Interest stärker in den Vordergrund rückt.

Die Hauptfiguren: Freya fiebert ihrem großen Tag entgegen – bis Matthew plötzlich die Beziehung beendet. Für sie bricht eine Welt zusammen, und sie fragt sich, was an ihr falsch sein könnte. Matthew wirft ihr vor, zu sachlich zu sein, doch mit der Zeit wird klar, dass die Trennung vielleicht gar nicht so tiefe Wunden hinterlassen hat, wie Freya zunächst dachte. Im Laufe der Geschichte setzt sie sich intensiv mit sich selbst auseinander, wagt durch eine Challenge ihrer Freunde, neue, verrückte Dinge und lernt, ihren Gefühlen mehr Raum zu geben. Auf einer Hochzeit trifft sie Jamie – das komplette Gegenteil von ihr. Ihre Wortgefechte sind herrlich unterhaltsam, und aus anfänglicher Abneigung entsteht langsam etwas, das beide überrascht. Freya entwickelt Gefühle für ihn und beginnt sich zu fragen, ob aus Freundschaft mehr werden kann. Gleichzeitig steht die große Frage im Raum: Kann sie Matthew endgültig hinter sich lassen?

Endfazit: Katy Birchall beweist erneut, dass sie selbst „unspektakuläre“ Alltagsmomente mit Humor, Charme und Leichtigkeit füllen kann. Überraschende Wendungen gibt es zwar nicht, aber Langeweile kommt dennoch keine auf. Der Schreibstil ist großartig, und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Hin und Her zwischen Freya und Matthew hat mich zwischendurch etwas genervt, doch insgesamt ist „Wedding Season“ ein warmherziges, witziges und sehr unterhaltsames Buch, das ich definitiv weiterempfehlen kann.

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2026

Wie die Erde um die Sonne

Wie die Erde um die Sonne
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Worum geht es?: Graham und ich waren nicht füreinander bestimmt. Und doch hatten wir zusammen unsere höchsten Höhen erreicht und waren zusammen in die tiefsten Tiefen hinabgestürzt. Seine Luft war zu meinem ...

Worum geht es?: Graham und ich waren nicht füreinander bestimmt. Und doch hatten wir zusammen unsere höchsten Höhen erreicht und waren zusammen in die tiefsten Tiefen hinabgestürzt. Seine Luft war zu meinem Atem geworden, sein Boden war meine Erde. Die Flammen seines Herzens waren mein Feuer und seine Tränen mein Wasser. Sein Geist wurde zu meiner Seele. Und dennoch war nun der Moment gekommen, Abschied zu nehmen.



Das Cover: Das Cover ist wieder einmal großartig gelungen. Wie alle Bücher der Reihe ist auch dieses ein echtes Schmuckstück im Bücherregal. Der Farbschnitt ist wunderschön und harmoniert perfekt mit dem restlichen Design. Insgesamt wirkt das Buch sehr hochwertig und ästhetisch – ein echter Hingucker.

Der Schreibstil: Der Roman wird in der Ich-Perspektive erzählt und wechselt zwischen Lucy und Graham, was einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Figuren ermöglicht. Die Kapitel haben eine perfekte Länge – meist weniger als zehn Seiten – sodass man mühelos durch die Geschichte fliegt. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll, atmosphärisch und leicht zu lesen. Der Plottwist am Ende war für mich leider nicht besonders gelungen, da es im Verlauf der Handlung bereits viele Hinweise gab. Dennoch habe ich die Geschichte gebannt verfolgt und wollte unbedingt wissen, wie es mit Lucy und Graham weitergeht.


Die Hauptfiguren: Lucy ist in unkonventionellen Verhältnissen aufgewachsen. Ihr Vater starb früh, und ihre Mutter war ein lebensfroher Wirbelwind, der nie wirklich erwachsen wurde. Während Lucy diese Art inspirierte, hat sie ihre ältere Schwester Lyric eher abgeschreckt. Nach dem Tod der Mutter versucht Lucy verzweifelt, das Band zwischen sich, Lyric und Mari zu bewahren, doch Lyric entfernt sich schnell. Als Lucy erfährt, dass sie Tante ist, kümmert sie sich liebevoll um Talon und entwickelt dabei Gefühle für Graham. Manchmal war Lucy mir persönlich etwas zu viel – zu esoterisch, zu intensiv, zu sehr „alles oder nichts“. Dennoch mochte ich ihre Wärme und ihre Fähigkeit, selbst jemanden wie Graham, der anfangs wie ein Eisklotz wirkt, langsam aufzutauen.

Graham ist in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen. Sein Vater war gewalttätig, und seine Mutter hat ihn verlassen. Dadurch hat er früh gelernt, niemandem zu vertrauen. Seine Ehe mit Lyric – oder Jane – war eher eine Zweckgemeinschaft ohne Liebe. Als sie schwanger wird, bricht für ihn zunächst eine Welt zusammen, denn er wollte nie Kinder haben. Doch Talon schleicht sich langsam in sein Herz, und auch Lucy beginnt, seine Mauern zu durchbrechen. Die Frage bleibt: Kann jemand wie Graham lernen zu vertrauen, wenn er so oft enttäuscht wurde?


Endfazit: "Wie die Erde um die Sonne" ist ein toller Abschlussband einer großartigen Reihe. Brittainy Cherry hat erneut eine sehr gefühlvolle Geschichte geschaffen, die das Herz erwärmt. Besonders für Leserinnen und Leser, die weniger Drama und Herzschmerz bevorzugen, ist dieses Buch bestens geeignet. Der Plot zum Ende war für mich nicht ideal umgesetzt, und Grahams kalte Art hat es mir anfangs schwer gemacht, ihn ins Herz zu schließen. Doch letztlich ist es eine wunderschöne Geschichte mit starken Botschaften über Vertrauen, Familie und Heilung.


Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Marry the Millionaire

Marry the Millionaire
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Worum geht es?: Lavender traut ihren Augen nicht, als sie nach sieben Jahren plötzlich ihrer große Jugendliebe Ace gegenübersteht. Als wäre das unverhoffte Wiedersehen nicht schon schlimm genug, schlägt ...

Worum geht es?: Lavender traut ihren Augen nicht, als sie nach sieben Jahren plötzlich ihrer große Jugendliebe Ace gegenübersteht. Als wäre das unverhoffte Wiedersehen nicht schon schlimm genug, schlägt er ihr einen total verrückten Deal vor. Sie soll Ace heiraten. Im Gegenzug erhält Lavender eine Million Dollar, die sie dringend benötigt.

Aber sind Aces Absichten tatsächlich so ehrenhaft? Und was geschieht, wenn Lavender sich der Anziehung zwischen ihnen nicht entziehen kann und Ace erneut verfällt?

Wird sie ihr Herz dieses Mal schützen können?



Das Cover: Das Cover ist wunderschön gestaltet und wirkt sehr edel. Besonders der farbige Buchschnitt ist ein echter Blickfang und rundet das Gesamtbild perfekt ab. Für mich ist es das hübscheste Buch der gesamten Reihe und ein echtes Highlight im Regal.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt und wechselt zwischen Lavender und Ace, was einen sehr intensiven Einblick in die Gefühlswelt beider Figuren ermöglicht. Zwischendurch gibt es kurze Kapitel aus der Vergangenheit, die die Teenagerzeit der beiden beleuchten und wichtige Hintergründe liefern. Die Kapitel sind insgesamt sehr kurz, sodass man regelrecht durch die Geschichte fliegt. Leider war der Plot gegen Ende für mich etwas vorhersehbar, was ich schade fand. Dafür war der Epilog zuckersüß und hat die gesamte Reihe auf eine wunderschöne, runde Weise abgeschlossen.

Die Hauptfiguren: Lavender wächst in einem strengen Elternhaus auf, in dem ihr Vater als Pastor das Sagen hat und ihre Mutter kaum eine Stimme besitzt. Als Lavender in jungen Jahren schwanger wird, bricht für ihre Familie eine Welt zusammen. Sie schafft es jedoch, sich aus diesem Umfeld zu lösen und ihre Tochter Grace alleine großzuziehen. Lavender ist eine starke, mutige Frau, deren Entwicklung man gerne verfolgt. Allerdings war für mich schwer nachvollziehbar, warum sie trotz der herablassenden Art, mit der Ace sie anfangs behandelt, noch so starke Gefühle für ihn hegt.

Ace begegnet nach vielen Jahren seiner Jugendliebe wieder und erfährt, dass er Vater ist. Er möchte eine Beziehung zu seiner Tochter aufbauen und geht dafür einen Deal mit Lavender ein. Zu Beginn wirkt er sehr kühl und abweisend, und ich konnte ihn nicht immer richtig greifen oder verstehen. Im Verlauf der Geschichte macht er jedoch die größte Charakterentwicklung durch, was ihn letztlich zu einer sehr interessanten Figur macht.


Endfazit: "Marry the Millionaire" ist ein toller Abschlussband, der mir insgesamt sehr gut gefallen hat. Besonders Grace und Lavender sind wunderbare Protagonistinnen, die man einfach ins Herz schließen muss. Man wünscht ihnen nur das Beste. Auch wenn der Plot zum Ende hin nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat, bleibt es ein großartiger Abschluss einer wirklich schönen Reihe. Wichtig ist, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen – auch wenn jeder Band für sich abgeschlossen ist, bauen die Enden immer aufeinander auf und leiten den nächsten Teil ein.

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2025

Weihnachten mit Susan Mallery

Weihnachten mit Susan Mallery
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Worum geht es?:

Leidenschaft und Weihnachtsküsse

Ein Schlag auf den Kopf − und ihre Vergangenheit ist wie ausgelöscht. Als Angela aufwacht, sitzt ein verführerisch starker Mann neben ihrem Bett, vorgeblich ...

Worum geht es?:

Leidenschaft und Weihnachtsküsse

Ein Schlag auf den Kopf − und ihre Vergangenheit ist wie ausgelöscht. Als Angela aufwacht, sitzt ein verführerisch starker Mann neben ihrem Bett, vorgeblich Deputy Sheriff Shane McBride. Seine Fragen kann sie nicht beantworten. Stattdessen gibt sie sich dem Traum hin, ein neues Leben mit ihm zu beginnen.

Leidenschaft und Pfefferkuchen

Es gibt keine Probleme, nur Lösungen, findet die quirlige Darcy und stürzt sich auf ihr vorweihnachtliches Gute-Laune-Projekt: den viel zu ernsten Detective Mark Kincaid verführen. Weder ihrem Charme noch ihren Pfefferkuchen widersteht er. Doch Darcy verschweigt ihm etwas …

Mistelzweig und Weihnachtsküsse

Von wegen "O du fröhliche"! Die Adventsstimmung ist Feuerwehr-Captain Jordan Haynes gründlich verhagelt. Beim Versuch, eine Katze zu retten, hat er sich übel verletzt. Immerhin hat die kratzbürstige Mistletoe überlebt, und ihre ebenso dankbare wie hübsche Besitzerin Holly tut alles, um ihm den Krankenstand mit Keksen und netten Plauderstunden zu versüßen.

Das Cover: Schon das Cover stimmt mit seinem kitschig-süßen Design perfekt auf die Weihnachtszeit ein und vermittelt genau die Atmosphäre, die einen beim Lesen erwartet.

Der Schreibstil: Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu verfolgen. Erzählt wird aus der Erzählerperspektive, und die Kapitel variieren stark in ihrer Länge – mal nur wenige Seiten, mal über zwanzig. Auch die drei Geschichten selbst fallen unterschiedlich lang aus: Während die erste rund 90 Seiten umfasst, bringt es die letzte auf über 150. Einheitlichere Längen hätten mir persönlich besser gefallen. Dramaturgisch hat mir die erste Geschichte am besten gefallen, doch insgesamt sind alle drei Erzählungen stimmig, unterhaltsam und passen wunderbar in die Advents- und Winterzeit.

Die Hauptfiguren: Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und tragen jede Geschichte auf ihre Weise.

In „Leidenschaft und Weihnachtsküsse“ kämpft Angela nach einem Unfall mit Gedächtnisverlust, während Sheriff Shane versucht, professionell zu bleiben, obwohl er sich von Anfang an zu ihr hingezogen fühlt.

„Leidenschaft und Pfefferkuchen“ stellt die impulsive Darcy in den Mittelpunkt, die es sich in den Kopf gesetzt hat, den kühlen Detective Mark zu verführen – auch wenn dieser sich auf nichts Festes einlassen möchte.

In „Mistelzweig und Weihnachtsküsse“ rettet Feuerwehrmann Jordan die Katze Mistletoe aus einem einsturzgefährdeten Haus und landet selbst im Krankenhaus. Die Besitzerin Holly fühlt sich schuldig und setzt alles daran, ihm zu helfen – auch wenn ihre manchmal sehr naive Art nicht immer meinen Geschmack getroffen hat.

Endfazit: „Weihnachten mit Susan Mallery" ist ein schönes Buch für die Weihnachtszeit, das winterliche Stimmung wunderbar transportiert und sich perfekt für gemütliche Lesestunden eignet. Auch wenn mir die letzte Geschichte an einigen Stellen zu langatmig war, bietet das Buch insgesamt herzerwärmende Unterhaltung für kalte Wintertage.

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Perfect Addiction

Perfect Addiction
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Worum geht es?: Jax und Sienna waren das perfekte Paar: Er der skrupellose gefürchtete Kämpfer und Favorit für den größten illegalen Kampf der Saison, sie seine Partnerin. Doch das war, bevor Jax sie mit ...

Worum geht es?: Jax und Sienna waren das perfekte Paar: Er der skrupellose gefürchtete Kämpfer und Favorit für den größten illegalen Kampf der Saison, sie seine Partnerin. Doch das war, bevor Jax sie mit ihrer eigenen Schwester betrog. Von einem Moment auf den anderen steht Sienna auf der Straße, ohne Freund, ohne Schwester, ohne Wohnung. Getrieben von Hass und Verzweiflung schmiedet sie einen Plan, um sich für die Demütigung und den Verrat zu rächen. Dafür geht sie einen Deal mit dem abweisenden Kayden ein, Jax’ größtem Rivalen im Ring. Während der gemeinsamen Trainingsstunden kommen Sienna und Kayden einander näher und keiner von ihnen kann die entstehenden Gefühle und die Leidenschaft verleugnen. Aber kann eine Beziehung unter diesen Umständen funktionieren? Und Siennas verzweifelter Wunsch nach Rache droht, alles zu zerstören...

Das Cover: Das Cover von Perfect Addiction ist sicherlich Geschmackssache. Für mich persönlich wirkt es nicht besonders ansprechend, auch wenn der Kontrast zwischen Schwarz und Blau durchaus gelungen ist. Der Schriftzug erscheint mir zu groß und plakativ, was der Gesamtästhetik etwas die Eleganz nimmt.

Der Schreibstil: Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Sienna erzählt, was den Leser direkt in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen lässt. Die kurzen Kapitel – meist weniger als zehn Seiten – sorgen für ein angenehmes Lesetempo. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, sodass man mühelos durch die Handlung getragen wird und die Lesezeit wie im Flug vergeht. Das Buch und der Film ähneln sich sehr, jedoch gibt es einige Unterschiede in der Handlung.

Die Hauptfiguren: Sienna ist eine starke und unabhängige Protagonistin, die als MMA-Kämpferin und Trainerin in einem Boxclub arbeitet. Nach dem schmerzhaften Verrat durch ihren Freund und ihre Schwester schwört sie auf Rache. Besonders gelungen ist, dass sie nicht nur von Rachegedanken getrieben wird, sondern auch ihre verletzliche Seite zeigt. Dadurch wirkt sie menschlicher und nahbarer – ein Aspekt, der im Film leider zu kurz kam. Ihre Beziehung zu Kayden entwickelt sich langsam, aber in einem glaubwürdigen Tempo. Beide tun sich gut, müssen jedoch ihre Vergangenheit aufarbeiten, bevor sie wirklich zueinanderfinden können.

Kayden ist ein MMA-Kämpfer im Underground, der seinen Lebensunterhalt durch illegale Kämpfe bestreitet. Zu Beginn wirkt er verschlossen, grummelig und wenig gesprächig. Erst im Verlauf der Geschichte taut er langsam auf und zeigt Gefühle für Sienna. Dennoch bleibt der Verlust seiner Familie ein schwerer Schatten, den er nicht vollständig überwinden kann. Diese innere Zerrissenheit macht ihn zu einer komplexen Figur, die den Leser emotional berührt.

Endfazit: Das Buch "Perfect Addiction" hat mir deutlich besser gefallen als die Verfilmung. Die Charaktere wirken im Buch wesentlich menschlicher und weniger verkrampft, was die Geschichte authentischer macht. Der Schreibstil ist angenehm und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Allerdings ziehen sich die letzten fünfzig Seiten durch unnötige Zeitsprünge etwas in die Länge, was den Lesefluss kurzzeitig bremst.

Das Buch erhält von mir sehr gute 4 von 5 Sternen.

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