Missverständnisse
Where Good Girls go to Die (Good Girls 1)Livs Leben gerät aus den Fugen, als sie bei einem Junggesellenabschied ausgerechnet von ihrem Bruder und dessen Freunden als Stripperin erkannt wird. Kurz darauf heiratet auch noch ihr Jugendschwarm – ...
Livs Leben gerät aus den Fugen, als sie bei einem Junggesellenabschied ausgerechnet von ihrem Bruder und dessen Freunden als Stripperin erkannt wird. Kurz darauf heiratet auch noch ihr Jugendschwarm – und Liv sieht sich gezwungen, arbeitslos in ihre alte Heimat zurückzukehren. Ausgerechnet dorthin, wo auch er lebt. Vor vier Jahren hat er sie so tief verletzt, dass sie bis heute mit den Folgen kämpft und schließlich in der Stripclub-Szene gelandet ist.
Ein alter Freund bietet Liv schließlich einen Neuanfang an: einen Job als Empfangskraft in seinem Tattoostudio. Dankbar nimmt sie das Angebot an – ohne zu ahnen, dass ihr früherer Schwarm Teilhaber des Studios ist und dort ebenfalls arbeitet. Die Begegnung reißt alte Wunden auf, denn zwischen den beiden liegt eine spürbare, unausgesprochene Anziehung in der Luft. Eine Spannung, die nicht unbemerkt bleibt – schon gar nicht von seiner Verlobten.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und macht den Einstieg in die Geschichte leicht. Durchgehend bleibt man gut in der Handlung, ohne den Faden zu verlieren. Erzählt wird aus zwei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen, sodass man Stück für Stück erfährt, was vor vier Jahren geschehen ist. Diese Struktur sorgt für Spannung und Tiefe. Die Charaktere sind sympathisch und greifbar, auch wenn Liv sich mit ihren Entscheidungen oft selbst im Weg steht. Die Enthüllung der Ereignisse aus der Vergangenheit kam für mich anders als erwartet – mehr möchte ich dazu jedoch nicht sagen, um niemandem die Spannung zu nehmen. Insgesamt haben mich Story und Atmosphäre überzeugt, sodass ich das Buch sehr gern gelesen habe.