„Cursebound – Battle of the Drumfire“ setzt die Geschichte nahtlos an das Ende von Band 1 an. Schon zu Beginn gibt es eine ausführliche Zusammenfassung des ersten Bandes, sodass man theoretisch nicht zwingend ...
„Cursebound – Battle of the Drumfire“ setzt die Geschichte nahtlos an das Ende von Band 1 an. Schon zu Beginn gibt es eine ausführliche Zusammenfassung des ersten Bandes, sodass man theoretisch nicht zwingend Band 1 vorher lesen müsste, ich selbst habe es aber nochmal getan, was die Rückkehr in die Welt von Mosima noch einmal sehr erfrischend gemacht hat.
Wir begleiten erneut Yeeran und Lettle, aber eine Besonderheit dieses Bandes ist, dass wir zusätzlich zwei weitere Perspektiven bekommen. Der personale Erzähler ermöglicht so noch tiefere Einblicke in die komplexe Welt von Mosima und entfaltet nach und nach kleine Mysterien. Politische Situationen und Intrigen spielen wieder eine zentrale Rolle, während die Liebesgeschichte eher in den Hintergrund rückt. Gerade diese Fokussierung auf politische Dynamiken hat in vielen Szenen für Spannung gesorgt.
Allerdings war mein Lese- bzw. Hörerlebnis nicht ganz optimal: Zunächst habe ich das Hörbuch gehört, das leider fehlerhaft war, mehrere Kapitel fehlten, wodurch der Fluss und das Zusammenspiel der Geschichte stark beeinträchtigt wurden. Erst zwei Wochen später habe ich die vollständige Version nachgeholt. Dieser Umstand könnte meine Bewertung ein wenig beeinflussen.
Abgesehen davon hat mir das Buch erneut viel Freude bereitet, insbesondere durch die zusätzlichen Perspektiven, die neue Einblicke in die Welt und ihre Figuren erlauben. Gleichzeitig konnte es mich nicht ganz so packen wie Band 1. Die Erzählung ist etwas langsamer, die Handlung stärker auf politische Themen fokussiert, und die bekannten Protagonisten Yeeran und Lettle bekommen leider weniger Raum für die Charaktertiefe, die man im ersten Band so lieben gelernt hat.
Fazit:
In „Cursebound – Battle of the Drumfire“ werden einige der bisherigen Mysterien weiter aufgedeckt, was die Welt von Mosima noch greifbarer macht. Der Band ist insgesamt etwas ruhiger und konzentriert sich stärker auf politische Dynamiken und neue Perspektiven, wodurch die bekannten Hauptcharaktere zeitweise in den Hintergrund treten. Dennoch gelingt es dem Ende, neugierig auf Band 3 zu machen und Spannung für die Fortsetzung aufzubauen.
Eventuell bewegt sich die Bewertung zwischen 3,5 und 4 Sternen was auf das fehlerhafte Hörerlebnis zurückzuführen ist !
Der Einstieg in die Geschichte ist mir überraschend leicht gefallen. Melanie Lane nimmt sich zu Beginn viel Raum für ausschmückende Beschreibungen, wodurch ich direkt ein gutes Bild von der Welt und den ...
Der Einstieg in die Geschichte ist mir überraschend leicht gefallen. Melanie Lane nimmt sich zu Beginn viel Raum für ausschmückende Beschreibungen, wodurch ich direkt ein gutes Bild von der Welt und den Figuren im Kopf hatte. Der Umstand, dass Mei als Leibwache des Fürstensohns Tao fungiert, wird atmosphärisch und klar eingeführt. Insgesamt ein gelungener, bildreicher Start, der mich neugierig gemacht hat.
Lesefluss & Perspektiven
Der Roman wird aus zwei Ich-Perspektiven erzählt: aus Meis Sicht und aus der des Fürstensohns Raven, der aus einem benachbarten Clan stammt. Diese doppelte Ich-Perspektive hat mir ausgesprochen gut gefallen, da sie eine unmittelbare Nähe zu den Gefühlen und Motiven der Figuren schafft. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, insbesondere die Dialoge wirken lebendig und natürlich. Dadurch lässt sich das Buch sehr gut lesen, ohne anstrengende Längen oder unnötige Stolpersteine.
Atmosphäre, Worldbuilding & Magiesystem
Die Welt um Valtherra ist eine Mischung aus moderner Technologie und Magie und genau das hat mich einerseits fasziniert, andererseits aber auch ein wenig herausgerissen. Das Magiesystem, das auf Kraftlinien und der alten Macht der Drachen basiert, fand ich originell und spannend. Dass Drachen in dieser Welt seit über hundert Jahren verschwunden sind, gibt der Geschichte einen mystischen Unterton, der mir wirklich gut gefallen hat.
Beim Worldbuilding dagegen hätte ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht. Zwar gibt es interessante Elemente wie die Einteilung des Landes in Kantone, die alle eigene Fürsten und Kraftlinien besitzen, aber insgesamt blieb die Welt für mich teilweise etwas blass. Die Mischung aus High-Fantasy-Elementen (Magie, Drachen, Fürsten, Leibwache mit Schwertern) und moderner Technik (Handys, Flugzeuge, Wolkenkratzer) konnte ich mir nicht immer gut vorstellen und es hat mich ab und an aus der Atmosphäre gerissen. Das Konzept ist innovativ aber für meinen Geschmack hätte es stärker ausgearbeitet sein dürfen, um wirklich zu wirken.
Charaktere
Die Figuren sind eindeutig eine der größten Stärken dieses Romans. Mei als Leibwächterin, ihr Freund Tao, der charmante Fürstensohn, hat mich mit seiner frechen, humorvollen Art immer wieder begeistert. Raven und sein eigener Wächter Cole bilden ein abwechslungsreiches Quartett. Jede Figur hat eine erkennbare Persönlichkeit, die Gruppendynamik der vier ist lebendig, humorvoll und gut geschrieben Die Figurenkonstellation funktioniert hervorragend und trägt maßgeblich dazu bei, dass die Reise der vier trotz kleinerer Spannungsflauten Spaß macht. Genau hier entfaltet das Buch einen Großteil seiner Stärke in den Interaktionen, kleinen Neckereien und emotionalen Nuancen.
Mei & Raven - Nähe & Spice
Neben der Gruppendynamik erhält auch die Beziehung zwischen Mei und Raven besonderen Fokus. Die Dynamik zwischen Mei und Raven, insbesondere aus Ravens Perspektive, hat mir dennoch gut gefallen. Sie ist schön zu lesen, unterhaltsam und emotional nachvollziehbar, wenn auch nicht herausragend intensiv. Der Spice-Anteil ist bewusst eingesetzt und präsentiert eine selbstbewusste May, die weiß, was sie will. Das hat mir gut gefallen und ihren Charakter greifbarer gemacht. Allerdings muss ich sagen, dass diese Spice-Szenen für meinen Geschmack der eigentlichen Fantasy-Handlung nicht immer dienlich waren, sie haben nicht unbedingt zur Story beigetragen, sondern wirkten eher wie eine charakterbezogene Ergänzung.
Handlung & Spannung
Die Handlung begleitet die vier Protagonist*innen auf einer Reise, die über mehrere Wochen geht und sie einem übergeordneten Ziel näher bringt: der Suche nach den seit Jahrhunderten verschollenen Drachen. Dieses Ziel ist klar gesetzt und bietet einen spannenden Aufhänger jedoch hatte ich zeitweise das Gefühl, dass der rote Faden etwas verloren ging.
Zwischendurch fehlte mir der „Pepp“, der Antrieb, der die Spannung kontinuierlich trägt. Es kam zu Abschnitten, in denen die Figuren gefühlt einfach nur weitergesucht haben, ohne dass die Handlung wirklich vorangetrieben wurde. Einige Ereignisse haben zwischendurch wieder Spannung aufgebaut, aber nicht durchgehend genug, um mich immer aktiv mitfiebern zu lassen.
Das Ende hingegen fand ich äußerst gelungen. Der finale Abschnitt hat mich begeistert, war stark inszeniert und macht extrem neugierig auf den zweiten Band. Es wirkt wie ein gut gemachter Auftaktband, der bewusst viele Grundlagen legt, während das wirklich große Geschehen wohl erst im Folgeband entfaltet wird.
Fazit
These Ancient Flames 1: Awake ist für mich ein solides Buch, das mir insgesamt Spaß gemacht hat, mit einer interessanten Magie-Idee, sympathischen Figuren und einer wunderbaren Gruppendynamik. Für mich persönlich gab es dennoch ein paar Schwächen: vor allem mit dem eher technisch-modernen Worldbuilding, das mich nicht komplett abgeholt hat, und mit einigen Passagen, in denen die Handlung etwas vor sich hinplätscherte.
Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten, besonders durch seine Charaktere, die Emotionalität, die originelle Drachen-Kraftlinien-Magie und das starke Ende. Insgesamt würde ich dem Buch 4 von 5 Sternen geben und freue mich darauf, wie es in Band 2 weitergeht.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir überraschend leicht gefallen. Melanie Lane nimmt sich zu Beginn viel Raum für ausschmückende Beschreibungen, wodurch ich direkt ein gutes Bild von der Welt und den ...
Der Einstieg in die Geschichte ist mir überraschend leicht gefallen. Melanie Lane nimmt sich zu Beginn viel Raum für ausschmückende Beschreibungen, wodurch ich direkt ein gutes Bild von der Welt und den Figuren im Kopf hatte. Der Umstand, dass Mei als Leibwache des Fürstensohns Tao fungiert, wird atmosphärisch und klar eingeführt. Insgesamt ein gelungener, bildreicher Start, der mich neugierig gemacht hat.
Hörbuch-Umsetzung
Die Hörbuch-Umsetzung hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Zu Beginn mochte ich besonders die Sprecherin, da sie Meis Gefühle und Ton sehr passend eingefangen hat. In der Mitte konnte mich dann der männliche Sprecher stärker überzeugen, weil er Ravens Perspektive sehr authentisch rübergebracht hat. Gegen Ende hin fand ich schließlich beide gleichermaßen gelungen, sodass die Geschichte insgesamt sehr stimmig vertont wurde.
Lesefluss & Perspektiven
Der Roman wird aus zwei Ich-Perspektiven erzählt: aus Meis Sicht und aus der des Fürstensohns Raven, der aus einem benachbarten Clan stammt. Diese doppelte Ich-Perspektive hat mir ausgesprochen gut gefallen, da sie eine unmittelbare Nähe zu den Gefühlen und Motiven der Figuren schafft. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, insbesondere die Dialoge wirken lebendig und natürlich. Dadurch lässt sich das Buch sehr gut lesen, ohne anstrengende Längen oder unnötige Stolpersteine.
Atmosphäre, Worldbuilding & Magiesystem
Die Welt um Valtherra ist eine Mischung aus moderner Technologie und Magie und genau das hat mich einerseits fasziniert, andererseits aber auch ein wenig herausgerissen. Das Magiesystem, das auf Kraftlinien und der alten Macht der Drachen basiert, fand ich originell und spannend. Dass Drachen in dieser Welt seit über hundert Jahren verschwunden sind, gibt der Geschichte einen mystischen Unterton, der mir wirklich gut gefallen hat.
Beim Worldbuilding dagegen hätte ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht. Zwar gibt es interessante Elemente wie die Einteilung des Landes in Kantone, die alle eigene Fürsten und Kraftlinien besitzen, aber insgesamt blieb die Welt für mich teilweise etwas blass. Die Mischung aus High-Fantasy-Elementen (Magie, Drachen, Fürsten, Leibwache mit Schwertern) und moderner Technik (Handys, Flugzeuge, Wolkenkratzer) konnte ich mir nicht immer gut vorstellen und es hat mich ab und an aus der Atmosphäre gerissen. Das Konzept ist innovativ aber für meinen Geschmack hätte es stärker ausgearbeitet sein dürfen, um wirklich zu wirken.
Charaktere
Die Figuren sind eindeutig eine der größten Stärken dieses Romans. Mei als Leibwächterin, ihr Freund Tao, der charmante Fürstensohn, hat mich mit seiner frechen, humorvollen Art immer wieder begeistert. Raven und sein eigener Wächter Cole bilden ein abwechslungsreiches Quartett. Jede Figur hat eine erkennbare Persönlichkeit, die Gruppendynamik der vier ist lebendig, humorvoll und gut geschrieben Die Figurenkonstellation funktioniert hervorragend und trägt maßgeblich dazu bei, dass die Reise der vier trotz kleinerer Spannungsflauten Spaß macht. Genau hier entfaltet das Buch einen Großteil seiner Stärke in den Interaktionen, kleinen Neckereien und emotionalen Nuancen.
Mei & Raven - Nähe & Spice
Neben der Gruppendynamik erhält auch die Beziehung zwischen Mei und Raven besonderen Fokus. Die Dynamik zwischen Mei und Raven, insbesondere aus Ravens Perspektive, hat mir dennoch gut gefallen. Sie ist schön zu lesen, unterhaltsam und emotional nachvollziehbar, wenn auch nicht herausragend intensiv. Der Spice-Anteil ist bewusst eingesetzt und präsentiert eine selbstbewusste May, die weiß, was sie will. Das hat mir gut gefallen und ihren Charakter greifbarer gemacht. Allerdings muss ich sagen, dass diese Spice-Szenen für meinen Geschmack der eigentlichen Fantasy-Handlung nicht immer dienlich waren, sie haben nicht unbedingt zur Story beigetragen, sondern wirkten eher wie eine charakterbezogene Ergänzung.
Handlung & Spannung
Die Handlung begleitet die vier Protagonist*innen auf einer Reise, die über mehrere Wochen geht und sie einem übergeordneten Ziel näher bringt: der Suche nach den seit Jahrhunderten verschollenen Drachen. Dieses Ziel ist klar gesetzt und bietet einen spannenden Aufhänger jedoch hatte ich zeitweise das Gefühl, dass der rote Faden etwas verloren ging.
Zwischendurch fehlte mir der „Pepp“, der Antrieb, der die Spannung kontinuierlich trägt. Es kam zu Abschnitten, in denen die Figuren gefühlt einfach nur weitergesucht haben, ohne dass die Handlung wirklich vorangetrieben wurde. Einige Ereignisse haben zwischendurch wieder Spannung aufgebaut, aber nicht durchgehend genug, um mich immer aktiv mitfiebern zu lassen.
Das Ende hingegen fand ich äußerst gelungen. Der finale Abschnitt hat mich begeistert, war stark inszeniert und macht extrem neugierig auf den zweiten Band. Es wirkt wie ein gut gemachter Auftaktband, der bewusst viele Grundlagen legt, während das wirklich große Geschehen wohl erst im Folgeband entfaltet wird.
Fazit
These Ancient Flames 1: Awake ist für mich ein solides Buch, das mir insgesamt Spaß gemacht hat, mit einer interessanten Magie-Idee, sympathischen Figuren und einer wunderbaren Gruppendynamik. Für mich persönlich gab es dennoch ein paar Schwächen: vor allem mit dem eher technisch-modernen Worldbuilding, das mich nicht komplett abgeholt hat, und mit einigen Passagen, in denen die Handlung etwas vor sich hinplätscherte.
Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten, besonders durch seine Charaktere, die Emotionalität, die originelle Drachen-Kraftlinien-Magie und das starke Ende. Insgesamt würde ich dem Buch 4 von 5 Sternen geben und freue mich darauf, wie es in Band 2 weitergeht.
Der zweite Band von Second Hand Toy Friend hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Wir knüpfen direkt an die Geschichte von Emil und Damian an, kehren ins Dorf zurück und treffen ...
Einstieg & Gesamteindruck
Der zweite Band von Second Hand Toy Friend hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Wir knüpfen direkt an die Geschichte von Emil und Damian an, kehren ins Dorf zurück und treffen auch die Nebencharaktere wieder. Besonders gefallen hat mir, dass man sofort wieder mitten in der Handlung ist und die vertraute Atmosphäre gleich spürbar wird. Insgesamt empfinde ich diesen Teil als deutlich stärker und runder als den ersten Band, auch wenn das ganz große „Fünf-Sterne-Gefühl“ bei mir nicht eingesetzt hat.
Hörbuchproduktion
Die Hörbuchfassung ist erneut absolut gelungen. Die beiden Sprecher leisten hervorragende Arbeit, weil sie die Gefühle, Stimmungen und Tonlagen der Figuren authentisch und nuancenreich rüberbringen. Besonders clever ist, dass Emil und Damian immer von ihren jeweiligen Sprechern übernommen werden, auch dann, wenn die Erzählperspektive gerade bei der anderen Figur liegt. So entsteht ein natürlicher Dialog, ohne dass jemand eine unnatürliche Stimme nachahmen muss. Auch das Sounddesign überzeugt: Stimmen aus anderen Räumen klingen realistisch, Dialoge über ein Mikrofon haben den typischen Hall. Das macht die Szenen sehr lebendig und plastisch und war schon im ersten Teil ein großes Plus.
Handlung & Figuren
Inhaltlich rücken Emil und Damian hier noch enger zusammen. Sie werden zum ersten Mal intim miteinander, und diese Szenen sind sowohl humorvoll als auch sinnlich und teilweise auch „spicy“. Dabei bleiben sie aber stets geschmackvoll und wecken einfach Neugier darauf, wie sich die Beziehung weiterentwickelt. An manchen Stellen musste ich sogar verlegen kichern, weil die Situationen so charmant und unterhaltsam geschrieben sind. Nebenfiguren spielen ebenfalls wieder eine große Rolle, was der Geschichte zusätzliche Tiefe gibt. Allerdings empfand ich die Menge an Charakteren stellenweise als etwas verwirrend. Besonders Namen wie Luca und Leon habe ich durcheinandergebracht, sodass ich manchmal nicht sofort wusste, wer gerade spricht.
Emotionen & Konflikte
Sehr gelungen fand ich die emotionalen Momente. Die Konflikte wirken realitätsnah, fast alltäglich, sodass man sich gut in die Figuren hineinversetzen kann. Besonders die Dynamik zwischen Emil und Damian hat mich mitgerissen: Mal war ich wütend, dann wieder tief berührt, habe mitgefühlt oder auch herzhaft gelacht. Viele Szenen waren rührend, andere wiederum wunderbar humorvoll umgesetzt. Genau diese Mischung aus Ernsthaftigkeit, Gefühl und Leichtigkeit macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Das hebt sich angenehm vom ersten Band ab, in dem die eBay-Kleinanzeigen-Thematik etwas überspitzt dargestellt war. Hier sind es Probleme, die man so oder ähnlich auch selbst erleben könnte.
Länge & Erzählweise
Der zweite Band ist zudem spürbar länger, etwa 100 Seiten mehr und das tut der Geschichte ausgesprochen gut. Dadurch bekommt man deutlich mehr Zeit, zu den Figuren eine stärkere Bindung zu ihnen aufzubauen. Die Fortsetzung, nimmt sich mehr Raum, die Handlung auszuerzählen, und endet mit einem schönen, stimmigen Ausklang. Das hat mir sehr gefallen.
Fazit
Grundsätzlich hat mir an diesem zweiten Band wirklich alles gefallen. Die Geschichte ist rund, die Figuren sind lebendig, und die Hörbuchproduktion ist absolut hochwertig umgesetzt. Es gab keinen Moment, an dem ich das Gefühl hatte, dass etwas nicht passt oder mich gestört hätte. Allerdings fehlte mir am Ende ein bisschen der ganz große Wow-Effekt. Manche Entwicklungen waren vorhersehbar, und so blieb dieser eine Moment der totalen Überraschung oder Begeisterung aus, der mich zu einer vollen Fünf-Sterne-Bewertung gebracht hätte. Trotzdem ist Second Hand Toy Friend, Volume 2 für mich ein wunderschönes, sehr solides und sogar noch besseres Hörbuch als der erste Teil. Es hat mir enorm viel Freude gemacht und war eine absolut lohnende Fortsetzung, die ich sehr gerne gehört habe.
Morbidly Yours ist eine Rom-Com, die mich von Anfang an mit ihrer originellen Idee begeistert hat. Statt der typischen Liebesgeschichte in einer Großstadt geht es hier um ein ganz besonderes Setting: Eine ...
Morbidly Yours ist eine Rom-Com, die mich von Anfang an mit ihrer originellen Idee begeistert hat. Statt der typischen Liebesgeschichte in einer Großstadt geht es hier um ein ganz besonderes Setting: Eine Animationsdesignerin trifft in Irland auf einen Bestatter, schon das allein macht neugierig und hebt das Buch von vielen anderen Geschichten ab.
Perspektiven
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, wodurch man beide Hauptfiguren sehr gut kennenlernen kann. Das verleiht der Handlung Tiefe und macht die Dynamik zwischen den beiden lebendiger und nachvollziehbarer.
Figuren & Nebencharaktere
Die beiden Hauptfiguren haben mir ausgesprochen gut gefallen. Lark zieht vorrübergehend nach Irland , um neu anzufangen, während Callum mit der eigenen Familiengeschichte und beruflichen Zukunft hadert. Zwischen ihnen entsteht eine Chemie, die humorvoll, herzlich, intensiv und auch spicy ist. Auch die Nebenfiguren sind charmant und fügen sich gut in die Geschichte ein. Besonders hervorheben möchte ich den Umgang mit stottern: Eine der Figuren erzählt in ihrer eigenen Perspektive davon und reflektiert, wie prägend das bereits in der Kindheit war. Der Love Interest hingegen kommentiert es nie, es wird einfach hingenommen und akzeptiert, ohne daraus ein Gesprächsthema oder Problem zu machen. Das wirkt sehr sensibel und authentisch.
Eindruck & Fazit
Während mich der Anfang sehr begeistert hat und ich oft lachen musste, hat das Buch gegen Ende etwas an Spannung verloren. Der Ausgang war vorhersehbar, und dadurch fiel es mir schwerer, dranzubleiben. Ich habe die letzten Kapitel sogar etwas vor mir hergeschoben. Dennoch bin ich überzeugt, dass die Geschichte in einem Rutsch gelesen noch besser wirken würde und durchaus das Potenzial für eine höhere Bewertung hat. Insgesamt bleibt Morbidly Yours für mich eine sehr originelle und charmante Rom-Com, die sich durch ihr Setting deutlich von anderen Büchern abhebt.