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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2026

Schöne Weihnachtsgeschichten

Das Weihnachtskind und andere Geschichten zur stillen Zeit
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„...Rosas Familie lebt hier, aber du und Dad hätten Tausende von Meilen zurücklegen müssen. So wichtig ist das doch nicht. Du kommst eben später mal, wenn wir alle mehr Zeit zum Reden haben…“

Natürlich ...


„...Rosas Familie lebt hier, aber du und Dad hätten Tausende von Meilen zurücklegen müssen. So wichtig ist das doch nicht. Du kommst eben später mal, wenn wir alle mehr Zeit zum Reden haben…“

Natürlich ist Meg traurig, dass sie nicht bei der Hochzeit ihres Sohnes in Australien dabei ist. Aber nun kommt Weihnachten und sie reist zu ihm. Damit beginnt die erste Geschichte dieses Buches.
Die Autorin hat zwanzig Erzählungen geschrieben, die sich rund um das Thema Weihnachten drehen. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet.
Es sind meist leise Geschichten, die schnell auf den Punkt kommen. Sie sind aus dem Alltag entnommen, zeigen Menschen wie du und ich. Gut werden die Emotionen der Protagonisten wiedergegeben. Manche der Erzählungen überzeugen durch unerwartete Wendungen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.Es ist stimmungsvoll.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Humorvolles Kinderbuch

Das ist nicht lustig!
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„...Pippo ist mein kleiner Bruder. Er geht noch in den Kindergarten. Ich glaube, sein Sinn für Humor ist noch nicht so richtig entwickelt. Das ist bestimmt wie Lesen und Schreiben. Das muss man ja auch ...

„...Pippo ist mein kleiner Bruder. Er geht noch in den Kindergarten. Ich glaube, sein Sinn für Humor ist noch nicht so richtig entwickelt. Das ist bestimmt wie Lesen und Schreiben. Das muss man ja auch erst lernen…“

Der Autor hat ein humorvolles Kinderbuch geschrieben. In zwölf Geschichten lerne ich Juri und seine Freunde Kette und Quark kennen. Juri erzählt aus ihren Alltag.
Der Schriftstil ist kindgerecht und gut lesbar. Auf elf amüsante Geschichten folgt eine traurige. Bei der gefällt mir besonders, wie sensibel mit dem Thema umgegangen wird.
Wenn Juri, Kette und Quark zusammen sind, ist immer etwas los und ab und an geht das auch nach hinten los. Den Ernst des Lebens blenden sie gern aus. Was bei Erwachsenen makaber klingt, wirkt bei Juri ganz anders.

„...Wir rasten schnurgerade weiter. Unten am Park kam die große Straße. Und bestimmt würden wir da von einem Auto überfahren…“

So weit sollte es nicht kommen. Die Fahrt war vorher zu Ende, allerdings nicht ohne Blessuren. Die haben sie locker weggesteckt.
Nicht nur einmal bringen mich die Ansichten der Kinder zum Schmunzeln.

„...Pippo und ich schauten in unser Zimmer, das jetzt wieder ganz ordentlich und sauber war. Voll langweilig sah es aus. Ich frage mich wirklich, was die Erwachsenen am Aufräumen eigentlich immer so toll finden? Unaufgeräumt ist viel gemütlicher…“

Der Autor versteht es, die Befindlichkeiten der Kinder in Worte zu gleiten. Dass betroffene Erwachsene dies nicht immer lustig finden, ist logisch.
Gut gefällt mir, wie die Freunde zusammenhalten.
Das Buch hat mich köstlich unterhalten.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Märchenhafte Geschichte

Ein Junge namens Weihnacht
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„...Tatsache ist, Nikolas hatte ein hartes Leben. Aber er machte das Beste daraus…“

Nikolas ist der Sohn eines Holzfällers in Finnland. Seine Mutter ist vor ein paar Jahren tödlich verunglückt. Das Geld ...

„...Tatsache ist, Nikolas hatte ein hartes Leben. Aber er machte das Beste daraus…“

Nikolas ist der Sohn eines Holzfällers in Finnland. Seine Mutter ist vor ein paar Jahren tödlich verunglückt. Das Geld ist meist knapp.
Der Autor hat eine märchenhafte Geschichte geschrieben. Er erzählt, wie aus Nikolas der Weihnachtsmann wurde. Das Buch ist meiner Meinung nach aber nicht als Kinderbuch geeignet. Dafür sind einige Stellen zu brutal.
Eines Tages macht sich der Vater mit anderen Männern auf den Weg in den Norden. Sie wollen beweisen, dass es das Wichteldorf wirklich gibt. Auf Nikolas soll seine Tante Carlotta aufpassen.

„...Du kannst nicht hier drinnen wohnen, wenn ich da bin, sonst siehst du mich womöglich noch in Unterhose! Außerdem hab ich´s im Rücken.Ich brauche zwei Matratzen…“

Kurzerhand schickt sie ihren Neffen zum Schlafen vor die Tür. Zusammen mit der Maus Miika, die von einem Stück Käse träumt, begibt sich Nikolas auf die Suche nach seinem Vater. Unterwegs treffen sie auf Blitz, ein Rentier. Der Weg nach Norden ist lang und beschwerlich. Und er wird Nikolas´ Leben für immer ändern.
Das Buch vermittelt einige Werte. Es geht darum, ob Güte und Freundlichkeit gegen Abgrenzung und Verachtung helfen können. Gleichzeitig wird gezeigt, dass der Mensch oft sowohl positive als auch negative Seiten hat. Natürlich gehört eine Prise Magie in die Geschcihte.
Gut gefallen mir die gegen Ende des Buches eingebundenen Seiten aus einer Wichtelzeitung. Sie spiegeln wichtige Ereignisse.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Geschichte einer Freundschaft

Der Prinz der Zwerge / Der Prinz der Zwerge 1
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„...Wie alle anderen bückte ich mich nach meiner Schultasche und wollte gerade den Lederriemen öffnen, als ein donnernder Knall die Luft erfüllte…“

In der nahegelegenen Sprengstofffabrik war es zu einer ...

„...Wie alle anderen bückte ich mich nach meiner Schultasche und wollte gerade den Lederriemen öffnen, als ein donnernder Knall die Luft erfüllte…“

In der nahegelegenen Sprengstofffabrik war es zu einer Explosion gekommen. Vor wenigen Minuten hatte Oren seine Mutter dorthin begleitet. Nun rennt er aus der Schule.
Der Autor hat einen fesselnden Fantasy - Roman geschrieben. Oren erzählt seine Geschichte selbst, die in der Realität des Jahres 1918 beginnt. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er sorgt für den hohen Spannungsbogen.
Als Oren an der Fabrik ankommt, ist seine Mutter nicht zu finden, weder bei den Lebenden noch bei den Toten. Im Werk aber sieht er einen goldenen Schein. Doch der Zutritt wird ihm verwehrt. Er geht erst einmal mit seinem Freund Finch zu dessen Großeltern, bei denen der lebt. Als dort Major Caldwell ohne Antworten und ohne jegliches Mitgefühl erscheint, spricht der Großvater Klartext:

„...Sind die Menschen, die bei der Explosion ums Leben kamen, für sie auch nur Nummern wie ihre Fabrik?…“

In der Nacht geht Oren heimlich in die Fabrik. Finch folgt ihm. Als sie erwischt werden, fallen beide durch das glänzende Portal. Sie kommen in einer anderen Dimension an. Es scheint, als wären sie schon erwartet würden.
Die Personen werden gut charakterisiert. Oren ist ein aufgeweckter Junge, während Finch anfangs etwas ängstlich und zurückhaltend wirkt. Beide werden sich auf den folgenden Tagen weiterentwickeln, ihre Stärken erkennen und ihre Freundschaft festigen. Die Welt, die sich Lumir nennt, stellt neue Anforderungen und hat für beide eine Reihe unerwarteter Informationen in petto.
Dem Autor ist es gelungen, eine vielschichtige Lebenswelt zu kreieren. Die Örtlichkeiten werden sehr gut beschrieben. Gleichzeitig gibt es Rückblicke in die Geschichte dieses Landes.
Diese Welt ist aber bedroht. Viele Protagonisten kreuzen den Weg von Oren und Finch. Auch hier hat sich der Autor die Zeit genommen, sie kurz zu charakterisieren. Gleichzeitig entwickelt sich die eine oder andere humorvolle Szene.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine warmherzige Geschichte.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Bewegende Geschichte

Wenn mein Herz erwacht
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„...Ich will die geistige Not dieser Frauen bestimmt nicht verharmlosen, aber ich habe den Eindruck, dass wir versuchen, ihren Seelen Nahrung zu geben, während ihre Körper verschmachten…“

In ihrem Gespräch ...

„...Ich will die geistige Not dieser Frauen bestimmt nicht verharmlosen, aber ich habe den Eindruck, dass wir versuchen, ihren Seelen Nahrung zu geben, während ihre Körper verschmachten…“

In ihrem Gespräch mit dem Geistlichen Guy Bedell legt Christine Pendletons den Finger in die Wunde. Die Frauen brauchen nicht nur geistlichen Zuspruch. Sie brauchen eine Arbeit, mit der sie ihre Familien ernähren können.
Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er lässt sich flott lesen.
Die Geschichte spielt im Jahre 1857 in New York. Die Zahl der Einwanderer nimmt zu. Arbeit und Wohnung sind knapp. Männer ertränken ihre Sorgen im Alkohol.
Christine stellt sich als Freiwillige für den Dienst an den Armen zu Verfügung. Die Verhältnisse in den Wohnquartieren der Einwanderer werden sehr gut beschrieben. Am Beispiel von Elise und ihren Geschwistern wird eines der Schicksale genauer nachgezeichnet.
Christine möchte mehr tun, als ihnen ab und an Almosen zu geben. Sie hat die finanziellen Möglichkeiten. Es gelingt ihr, den Geistlichen von ihrer Idee zu überzeugen. Doch die Besitzer des Hauses halten nichts von ihren Einsatz. Aufgeben ist aber für Christine keine Option. Wird es ihr trotz aller Widerstände gelingen, den Frauen eine Perspektive zu geben?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeit die Schattenseiten der Euinwanderung.

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