Wunderschön
Mathilde und MarieIch habe bereits die Sachbücher von Torsten Woywood über die Bibliotheken gelesen und waren sehr neugierig auf seinen ersten Roman.
Marie lebt in Paris und ist ganz in dem „gefangen“, was die Pariser Métro-Boulot-Dodo ...
Ich habe bereits die Sachbücher von Torsten Woywood über die Bibliotheken gelesen und waren sehr neugierig auf seinen ersten Roman.
Marie lebt in Paris und ist ganz in dem „gefangen“, was die Pariser Métro-Boulot-Dodo nennen, war jedenfalls mein erster Gedanke. Keine Freizeit, nur Hektik, nur in der Métro sitzen, arbeiten und schlafen. Aber damit ist nun Schluss und sie setzt sich einfach in einen Zug, steigt um in einen kleineren Zug und trifft dort zufällig auf die Isländerin Jónina, die sie überredet, doch mit ihr nach Redu zu kommen. Und da ist sie nun. Der schweigsame Bäcker Thomas holt die beiden ab und Marie lernt die Natur zu schätzen, kommt zur Ruhe und lebt nun ohne Smartphone und wlan (gibt es nur eine Stunde pro Tag), stattdessen nach der Kirchturmuhr, die zwei Uhrzeiten anzeigt. Und dann ist da noch der Labrador Anneliese, der sich an Marie „hängt“ und so nach und nach verändert sich Marie.
Redu in den Ardennen ist ein Bücherdorf und auch wenn die Personen fiktiv sind, so beschreibt Torsten Woywood dennoch gut dieses Dorf mit seinen vielen Buchhandlungen und dem ganz eigenen Leben.
Auch Mathilde spielt im Verlauf des Buches eine Rolle, auf die ich ohne Spoiler nicht eingehen mag.
Ein wunderbar poetischer Schreibstil, ein Roman, um die innere Ruhe zu finden, ein Buch über Bücher und (Bücher-)Menschen. Von mir gibt es eine große Empfehlung.