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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Leider wurde ich nicht warm mit Laura

Odysseus und ich
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Da ich aus dem Dumont-Verlag bereits einige Bücher gelesen habe, in denen starke Frauen von ihrem Leben und ihren Erfahrungen berichten, war ich total neugierig auf dieses Buch. Ich war schon immer ein ...

Da ich aus dem Dumont-Verlag bereits einige Bücher gelesen habe, in denen starke Frauen von ihrem Leben und ihren Erfahrungen berichten, war ich total neugierig auf dieses Buch. Ich war schon immer ein Fan der Antike und fand die Idee, durch die Mittelmeerregion zu reisen, ganz toll.
Leider konnte mich Laura Coffey von Anfang an nicht richtig mitnehmen. Obwohl sie Reisejournalistin ist und auch für große Blätter und Magazine schreibt, bin ich bis zuletzt nicht richtig mit ihr warmgeworden. Das fand ich extrem schade. Ihre Naturbeschreibungen haben mir gut gefallen, aber der Rest eher nicht. Ich konnte auch nicht ganz nachvollziehen, warum sie durch die Welt tingelt, wenn es ihrem Vater, den sie ja so verehrt, nicht gut geht und die Gefahr besteht, dass er stirbt, während sie weg ist. Aber das ist natürlich Ansichtssache.
Mir hat auch der Bezug zur Odyssee gefehlt, bzw. hatte ich mir das mehr Raum einnehmend vorgestellt. Ja, sie erzählt immer wieder von antiken Geschichten, Sagen und den Annahmen, wo sich welche angenommenen Ereignisse abgespielt haben könnten. Aber das war mir irgendwie zu wenig. Insgesamt war es mir einfach zu viel Privates, zu viel Flucht aus der Realität und zu wenig Odyssee.

Veröffentlicht am 12.01.2026

Atmosphärisch, düster und leider etwas vorhersehbar

Das Forsthaus
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich früher einmal im Westerwald gearbeitet habe und die Gegend sehr gut kenne und auch, weil ich die Geschichte in der Kurzbeschreibung so spannend fand. So ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich früher einmal im Westerwald gearbeitet habe und die Gegend sehr gut kenne und auch, weil ich die Geschichte in der Kurzbeschreibung so spannend fand. So richtig gepackt hat mich das Buch dann aber leider doch nicht ... vielleicht lag es auch daran, dass ich es als Hörbuch gehört habe.

Anfangs kam die düstere Atmosphäre sehr gut rüber, zum Teil fast zu gut, sodass ich echt immer wieder eine Gänsehaut hatte. Manchmal habe ich die Geschichte auch als sehr schwer empfunden. All die Toten, Floras leidensreiche Lebensgeschichte, dazu Katharinas aktuelle Probleme. Das passte schon alles zusammen, war mir aber in der Gesamtheit doch etwas viel. Manchmal war es, als gäbe es gar nichts Schönes mehr ...

Gleichzeitig hat mich gestört, dass ich vieles schon vorausgesehen habe. Katharinas Mann verbirgt etwas, ja, was wohl ... und was in der Vergangenheit wirklich passiert ist, habe ich leider auch schon recht früh geahnt. So waren die letzten Kapitel dann leider keine große Überraschung mehr für mich, obwohl da allerlei Geheimnisse verschiedenener Personen aufgedeckt wurden. Schade, aber da hat es leider nur noch für drei Sterne gereicht.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Entschleunigend, aber nichts Neues

Drei Tage im Schnee
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Von diesem Buch hatte ich soviel gehört und gelesen, dass es mich richtig neugierig gemacht hatte. Das Thema fand ich ebenfalls interessant und so habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch geschenkt ...

Von diesem Buch hatte ich soviel gehört und gelesen, dass es mich richtig neugierig gemacht hatte. Das Thema fand ich ebenfalls interessant und so habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch geschenkt bekam. Zeitlich passte es für mich perfekt in die Tage nach Weihnachten, wenn alles ein bisschen ruhiger und gemächlicher läuft. Dank der wenigen Seiten war es schnell gelesen, nachgedacht habe ich aber länger über den Inhalt.
Gerade der Untertitel "Von der Suche nach dem Leuchten in uns" hatte mich schon vorher interessiert und berührt.
Wie Hannah bin auch ich oft gehetzt und merke gleichzeitig, dass mir das gar nicht guttut. Wir versuchen, uns selbst zu optimieren, Zeit zu sparen, um noch mehr in den Tag quetschen zu können, um dann nachts wach zu liegen, ... vieles kam mir sehr bekannt vor und umso interessanter fand ich das Buch zu lesen.
Neu waren die Ideen und Ansätze aber leider nicht und ich wurde auch nicht recht warm mit Hannah und leider auch nicht mit dem Kind. Alles schien mir ein bisschen zu gezwungen und gewollt, daher hat mich das Buch auch nicht so tief berührt, wie ich gedacht hatte. Schade, aber da fehlten Tiefe und Gefühl.

Veröffentlicht am 29.10.2025

Schwächster Band der Reihe

Stummes Trauma
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Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände "Zimmer 55" und "Die hellste Nacht" mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total neugierig, wie es weitergeht. Zum Einen mit den Hauptfiguren, ...

Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände "Zimmer 55" und "Die hellste Nacht" mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich total neugierig, wie es weitergeht. Zum Einen mit den Hauptfiguren, aber auch welcher Fall Anna Varga dieses Mal beschäftigen wird. Vielleicht war es ein Fehler, hier das Hörbuch zu wählen. Ich mochte die Vorleserin von Anfang an nicht, weil sie für mich komisch gelesen und betont hat. Da war es für mich dann manchmal echt schwierig, richtig zuzuhören. Aber auch davon abgesehen war diese Geschichte für mich der schwächste Band der Reihe - oder meine Erwartungen waren zu hoch.

Der Prolog hat mich ziemlich mitgenommen, ich fand ihn extrem grausam und traurig. Umso zufriedener war ich, dass sich das am Ende aufgeklärt hatte und der Täter geschnappt wurde. Mir ist allerdings anfangs nicht klar gewesen, um welches Opfer es sich hierbei handelt, sodass ich erstmal auf dem Holzweg war. Das kann aber ebenfalls am Hörbuch gelegen haben.

Was mich an diesem Buch wirklich gestört hat, war, dass der Tod eines jungen Mädchens fast schon lapidar hingenommen wird. Natürlich gibt es Ermittlungen usw., aber ich hatte nicht so richtig den Eindruck, dass am Ende irgendjemand von den Ermittlern das als wirklich schlimm empfand. Natürlich die Familie und auch Anna war geschockt, aber das ging mir nicht tief genug. Außerdem fand ich es unglaubwürdig, dass man sich als Frau alleine eine Hütte mitten im Wald im tiefsten Winter mietet, wenn es in der Umgebung mehrere tote Frauen gab, deren Tod Rätsel aufgibt.

Ich hoffe einfach, dass der nächste Band wieder besser und glaubwürdiger wird, denn insgesamt mag ich die Reihe sehr.

Veröffentlicht am 27.10.2025

Weniger wäre mehr

Tegernsee-Verhängnis
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Vor langer Zeit habe ich die beiden Vorgängerbücher gelesen und war natürlich neugierig, wie es weitergeht am Tegernsee. Beide Bücher fand ich spannend, aber leider war es hier nicht ganz so packend. Ich ...

Vor langer Zeit habe ich die beiden Vorgängerbücher gelesen und war natürlich neugierig, wie es weitergeht am Tegernsee. Beide Bücher fand ich spannend, aber leider war es hier nicht ganz so packend. Ich hatte einfach den Eindruck, dass in dem doch recht kurzen Buch zu viele Themen behandelt werden sollen und da kommt einfach keine rechte Spannung auf. Auch die Tiefe hat mir gefehlt. Leider gab es zudem viele Rechtschreibfehler und auch die Logik fehlte manchmal. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass tote Taucher vor Ort einfach mal so aus ihren Anzügen gepellt werden und man das nicht in einem geschützen Raum in der Gerichtsmedizin macht, um nichts zu verunreinigen oder Spuren zu verlieren ... und sich dann auch noch von einem Laien helfen lässt. Wie die Polizei so schnell auf Suizid kam, war mir leider auch nicht ganz klar.

Das Buch ist schon spannend und auch interessant, aber so richtig gepackt hat es mich leider nicht - im Gegensatz zu den Vorgängern. Die Stimmung am See bleibt ein bisschen leer, auch wenn es sehr viele Protagonisten gibt und ein bisschen Lokalkolorit. Schade, da haben mir die anderen beiden Bücher besser gefallen, nun hoffe ich auf das nächste. Vielleicht wäre dann etwas weniger mehr. Ein bisschen weniger Personal und weniger Geschichten drumherum, dafür mehr Tiefe und Spannung.