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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Wenn Gedanken abends nicht schlafen wollen

Familienreihe 1: Ich bin noch gar nicht müde!
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Erzählt wird von dem kleinen Mika, der eigentlich müde ist und dennoch immer neue Einfälle findet, um das Schlafen hinauszuzögern. Diese Momente sind sehr lebensnah beschrieben und lassen sich gut aus ...

Erzählt wird von dem kleinen Mika, der eigentlich müde ist und dennoch immer neue Einfälle findet, um das Schlafen hinauszuzögern. Diese Momente sind sehr lebensnah beschrieben und lassen sich gut aus dem Alltag wiedererkennen. Die Geschichte begegnet den kindlichen Bedürfnissen mit viel Geduld und Verständnis und verzichtet bewusst auf vorschnelle Lösungen.
Der Schreibstil ist ruhig und klar gehalten, eher begleitend als erklärend. Ergänzt wird die Erzählung durch kurze Hinweise für Erwachsene, die zum Nachdenken über eigene Abendrituale anregen.
Nicht alle Impulse gehen dabei in die Tiefe und dürften erfahrenen Bezugspersonen wenig Neues bieten. Zudem eignet sich das Buch nicht uneingeschränkt als klassische Einschlaflektüre, da einzelne Szenen eher zum Weiterdenken einladen. Auch die detailreichen Illustrationen können die Aufmerksamkeit mancher Kinder wachhalten.
Im Fazit bleibt dennoch ein stimmiger Gesamteindruck. Ich empfinde das Buch als wertvollen Gesprächsanlass rund um abendliche Rituale und kindliche Bedürfnisse, weniger als reines Einschlafbuch im engeren Sinne.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Ein stürmisches Wiedersehen

Die Insel meiner Schwester
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Das Cover zeigt eine abgeschiedene Inselwelt und passt gut zum klaren, nordisch geprägten Ton der Geschichte. Im Mittelpunkt steht Mirjam, die nach einer gescheiterten Beziehung der Einladung ihrer Schwester ...

Das Cover zeigt eine abgeschiedene Inselwelt und passt gut zum klaren, nordisch geprägten Ton der Geschichte. Im Mittelpunkt steht Mirjam, die nach einer gescheiterten Beziehung der Einladung ihrer Schwester Nia folgt. Ziel ist eine Schäreninsel, auf der beide in ihrer Jugend viele Sommer verbracht haben. Schon die Anreise ist von Zurückhaltung und leiser Skepsis geprägt. Das Wiedersehen verläuft nicht harmonisch, denn alte Spannungen und unausgesprochene Themen liegen in der Luft. Nach und nach wird deutlich, dass Nias Lebenssituation problematisch ist und der Aufenthalt mehr als ein harmloser Geburtstagsbesuch wird. Die Handlung entwickelt sich ruhig, gewinnt aber stetig an Tempo. Rückblenden ergänzen die Gegenwart sinnvoll und erklären die besondere Bindung der Schwestern. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Die Atmosphäre wird vor allem durch die Natur und das aufziehende Unwetter getragen. Zum Ende hin verdichtet sich die Handlung deutlich und steuert auf einen spannenden Höhepunkt zu, ohne ins Übertriebene zu gehen.
Fazit: Mir hat die klare Erzählweise gefallen und ich empfand die Geschichte als spannend und gut aufgebaut.

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