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Veröffentlicht am 14.03.2026

Freiheit und Gefahr in den Wolken

Starminster - Stadt in den Wolken
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Astrid wächst in einem Schuppen auf dem Hof ihrer Mutter auf. Die Außenwelt hat sie noch nie gesehen, sie sei zu gefährlich. Und doch möchte Astrid unbedingt die Sterne sehen. Da taucht eine Frau mit Flügeln ...

Astrid wächst in einem Schuppen auf dem Hof ihrer Mutter auf. Die Außenwelt hat sie noch nie gesehen, sie sei zu gefährlich. Und doch möchte Astrid unbedingt die Sterne sehen. Da taucht eine Frau mit Flügeln auf und bietet ihr die Möglichkeit, mitzukommen nach Überlondon, einer Stadt hoch über den Wolken, wo es eine Schule für besondere Menschen wie sie und Astrid gibt. Diese zögert nur kurz und ein aufregendes Abenteuer beginnt. Es birgt jedoch auch Gefahren...

Das Buch ist mir zunächst eher optisch aufgefallen, weil die Gestaltung einfach grandios ist. Das Titelbild, das ein Gefühl von Freiheit gibt und der wunderschöne Farbschnitt ergänzen sich perfekt und die kontrastreiche Farbgebung zieht die Blicke auf sich. Auch die Leseprobe fand ich sehr gut, sie macht auf jeden Fall neugierig. Warum muss Astrid abgeschottet von der Außenwelt in einem Schuppen aufwachsen? Lügt ihre Mutter sie an, was die gefährliche Umgebung angeht? Diesen Fragen wollte ich nachspüren. Anfangs weiß man nicht, ob es eine gute Entscheidung ist, dass Astrid mit der geflügelten Frau mitgeht, die Alternative zu bleiben ist jedoch schlimmer. Tatsächlich eröffnet sich dem jungen Mädchen eine völlig neue Welt, von der sie nichts geahnt hat und die ich mir nach der Beschreibung im Text sehr aufregend vorstelle, sehr luftig und frei, aber auch ganz speziell. Astrid ist anfangs sehr unsicher, aber wenn man bedenkt, wie sie aufgewachsen ist, fast nicht unsicher genug, zumindest gewöhnt sie sich etwas schnell ein. Sie erfährt, was sie wirklich ist und findet Anschluss. Der Freundschaftsaspekt in der Geschichte ist sehr stark hervorgehoben.

Doch es lauert auch eine Gefahr und Astrid findet schreckliche Dinge heraus. Kinder verschwinden und sie beginnt zu ermitteln, was ihre eigene Sicherheit und Freiheit ins Wanken bringt. Die Suche nach der Wahrheit ist spannend, auch wenn es sehr wenige Verdächtige gibt, und ebenso muss sich Astrid noch einmal mit der Frage auseinandersetzten, warum ihre Mutter sie eingesperrt hat. Nicht nur charakterlich sondern auch in ihrem Denken entwickelt sich Astrid weiter. Das Böse muss unbedingt gestoppt werden. Besonders hat mir an dem Buch gefallen, dass herauskommt, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt, die man kennen muss, um Entscheidungen zu bewerten und gegebenenfalls umzudenken. Zudem ist der Zusammenhalt zwischen der Schülerclique eine tolle Sache, die ich beim Lesen geschätzt habe. Der Übeltäter hingegen stand etwas zu früh fest, trotzdem war die Aufdeckung des Motivs eine Überraschung. Insgesamt ein lesenswertes Buch mit einem tollen Setting in einem London über London. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Erste Infos für kleine Dino-Fans und viel Stickerspaß

Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft - Dinosaurier
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Das Stickerheft Dinosaurier stammt aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? junior, die im Ravensburger Verlag erscheint und für Kinder ab 2 Jahren gedacht ist. Bisher haben meine Enkelin und ich nur Sticker-Kartenboxen ...

Das Stickerheft Dinosaurier stammt aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? junior, die im Ravensburger Verlag erscheint und für Kinder ab 2 Jahren gedacht ist. Bisher haben meine Enkelin und ich nur Sticker-Kartenboxen ausprobiert, bei denen es eher um Kreativität ging, dieses Mal wollte ich mal eine Wissensreihe testen. Dinosaurier stehen wohl bei jedem Kind einmal hoch im Kurs und hier können sie sich mit viel Spaß erstes Wissen und den zugehörigen Wortschatz aneignen. Das Stickerheft hat ca. 20 Seiten, auf denen geklebt werden kann und 8 Seiten mit Stickern. Auf jeder Klebeseite ist ein Zeichen angegeben, das man im Stickerteil wiederfindet. So wissen auch Kinder sofort, welche Sticker sie aufkleben können. Damit man nicht dauernd hin- und herblättern muss, sind die Stickerseiten leicht perforiert und heraustrennbar. Hier sollten die Eltern, damit nichts einreißt.

Die Klebeseiten sind thematisch sinnvoll aufgebaut und orientieren sich an typischen Kinderfragen, wie z.B. Wann lebten Dinosaurier?, Wen jagten Raubsaurier? und Wie verteidigten sich Pflanzenfresser? Dazu kommen Infos über Nahrung, Aussehen, Arten, Aussterben, Fortpflanzung und Erforschung der Dinosaurier. Die Texte auf jeder Seite sind kurz gehalten und beinhalten grundlegendes Wissen. Auf einigen von ihnen können die Kinder die Szenen mit den zugehörigen Stickern frei gestalten, dazu gibt es jede Menge Platz. Auf anderen Seiten sind bestimmte Aufgaben oder Rätsel zu lösen. Hierbei helfen Fragen in den Feldern und auch die Form dieser, die richtigen Sticker auszuwählen. Das Stickern machte meiner Kleinen sehr großen Spaß und durch die Namen, die neben den Dinostickern aufgedruckt sind, kann sie nun viele Dinos erkennen und beim Namen nennen. Das Abziehen der Sticker von den Bögen gelang meist problemlos. Mit beklebten Seiten macht das Lesen gleich noch mehr Freude. Die Altersangabe ab 2 Jahren ist in meinen Augen sehr idealistisch. Die Kleinen werden auf jeden Fall Hilfe von einem Erwachsenen brauchen, wenn alles nach Plan aufgeklebt werden soll. Wenn man nicht so viel Wert darauf legt, kann man sie aber auch frei kleben lassen. Durch das Ablösen und Aufkleben der Sticker wird so die Motorik geschult. Ein schönes Buch, durch das Kinder beim Lesen auch aktiviert werden oder sich gut allein beschäftigen können. Größeren Kindern ab 4 empfehle ich das gleichnamige Heft aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum?, das auch mehr Infos enthält. Für das junior-Heft vergebe ich 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Emotionale, raffinierte Mordermittlung

Ein mysteriöser Gast
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Molly ist ein Gewohnheitsmensch. Nichts tut sie lieber, als das legendäre Regency Grand Hotel sauber zu halten. Mit ihrer leicht autistischen Art ist sie bei allen beliebt. Sie wirkt selbstbewusster und ...

Molly ist ein Gewohnheitsmensch. Nichts tut sie lieber, als das legendäre Regency Grand Hotel sauber zu halten. Mit ihrer leicht autistischen Art ist sie bei allen beliebt. Sie wirkt selbstbewusster und ist mittlerweile zum Chefzimmermädchen aufgestiegen. Und wieder ist sie mittendrin in einer Ermittlung um einen mysteriösen Gast, den Autor JD Grimthorpe, der vor einer spektakulären Ankündigung tot von der Bühne des neu eingerichteten Teesalons fällt. Verdächtigt wird ihr Lehrmädchen Lily, das den Tee serviert hat. Das ruft natürlich Mollys Spürsinn auf den Plan. Gemeinsam mit Kollegen versucht sie der Ermittlerin Detective Stark immer einen Schritt voraus zu sein. Verdächtigungen und Gerüchte sowie eine korrupte Kollegin und der Fan-Club des Autors verkomplizieren die Nachforschungen.

Nicht erwähnen darf sie, dass sie JD Grimthorpe aus ihrer Kindheit kennt und ungute Erinnerungen hat. So erhalten wir auch immer wieder Rückblicke in das frühere Leben Mollys mit ihrer Gran. Ohne sie läuft bei Molly eh nichts. Sie ist zwar tot, mit ihren Sprüchen und Lebensweisheiten im Geiste aber immer dabei.

Die spannende Geschichte ist lebendig und kurzweilig erzählt, der Humor kommt nicht zu kurz. Nita Prose hat eine sympathische Hauptfigur geschaffen, die man durch ihre natürliche Art ins Herz schließen muss. Zum Ende hin gibt es sowohl für Molly als auch für die Leser*innen noch Überraschungen, die die Spannung auf die Fortsetzung erhöhen. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Ein toller Dachs-Tag zum Mitmachen

Was machen wir heute?, fragt der kleine Dachs
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Schon beim Frühstück fragt der kleine Dachs: "Was machen wir heute?" Er lebt mit seinen Eltern am Waldrand. Mama und Papa fällt gleich etwas ein. Das Baumhaus muss noch fertig gebaut werden. Au ja! Kaum ...

Schon beim Frühstück fragt der kleine Dachs: "Was machen wir heute?" Er lebt mit seinen Eltern am Waldrand. Mama und Papa fällt gleich etwas ein. Das Baumhaus muss noch fertig gebaut werden. Au ja! Kaum ist es fertig, kann der kleine Dachs mit seinen Freunden darin spielen. Nach einem stärkenden Picknick geht es weiter zum Bach. Auch dort haben sie jede Menge Spaß. Der Tag geht rasend schnell vorbei und am Abend schläft das Dachs-Kind zufrieden ein. Was für ein toller Tag!

Mir hat schon das wimmelige Titelbild gefallen, auf dem man den Dachs in verschiedenen Situationen sehen kann. Im Inneren erfährt man zunächst, wo die Dachsfamilie wohnt. Und außenherum gibt es jede Menge für die kleinen Leser*innen zu entdecken. Auf der ersten Doppelseite sieht man die ganze Gegend im Überblick und kann sich so im Lebensraum der Dachse etwas orientieren und viele andere Details finden. Es gibt den Auftrag die Dachshöhle zu finden und viele weitere Anregungen, sich mit den Seiten zu beschäftigen. Dies setzt sich im Verlauf des Buches fort, wobei man dann etwas näher an den Szenen ist.

Es gibt auf jeder Doppelseite auch drei verschiedene Arten von Schrift. Die größte erzählt fortlaufend die Geschichte vom kleinen Dachs, was er den ganzen Tag so macht und erlebt. Eine etwas kleinere Schrift gibt wieder, was die Tiere im Bild sagen oder denken. Die kleinste Schriftart gibt über die Seiten verteilt immer wieder kleine Aufträge, z.B. die Tiere zu suchen oder stellt den Kindern Fragen zu dem, was sie im Bild sehen, zum Beispiel, ob sie auch gerne klettern. Es macht riesigen Spaß hier mit den Kleinen ins Gespräch zu kommen. Zudem müssen sie ganz genau hinsehen, wenn sie die Zähl- und Suchaufträge erledigen wollen. Es ist auch nicht schlimm, wenn mal etwas übersehen wird, denn eine Lösung in dem Sinne gibt es am Ende nicht.

Die einzelnen Bildseiten sind wunderschön und liebevoll illustriert, zwei zeigen Szenen im Lebensraum der Dachse, die meisten sind draußen und deshalb saftig grün und mit ganz viel Natur. Das hat mir besonders gefallen. Auch die Tiere des Waldes sind sehr niedlich und freundlich dargestellt wie sie spielen, picknicken und im Wasser planschen. Vieles können die Kinder mit ihrer eigenen Lebenswelt verknüpfen und ihr Wissen einbringen und vertiefen. Auch der Wortschatz wird erweitert. Sehr gut finde ich auch die Routinen, die hier transportiert werden. Vom gemeinsamen Frühstück bis zum Zubettgehen. Als Wimmelbuch für die Kleinen finde ich das Buch gelungen, vor allem wenn man mit dem Kind zur Ruhe kommen will. Aufreibende Szenen gibt es in dem Buch nicht. Es geht um Familie (Vater, Mutter, Kind), den Tagesablauf, Freunde und gemeinsame Erlebnisse. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Gut recherchierte Geschichte nach wahren Begebenheiten

Eine ehrenwerte Frau
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Nach einem Fehltritt wird Florence von ihrem Mann, einem Prediger verstoßen und muss sich mit ihrem ältesten Sohn eine neue Heimat suchen. Der jüngere eheliche Sohn verbleibt beim Vater. Sie befindet sich ...

Nach einem Fehltritt wird Florence von ihrem Mann, einem Prediger verstoßen und muss sich mit ihrem ältesten Sohn eine neue Heimat suchen. Der jüngere eheliche Sohn verbleibt beim Vater. Sie befindet sich in einer komplizierten Lage. Aus einem schwerwiegenden Grund weist auch ihre Schwester sie aus ihrem Haus. Erst als sie eine Anstellung als Pflegerin in einem Privathaushalt findet, kommt Florence etwas zur Ruhe. Ihren Sohn Cyril gibt sie derweil in ein Waisenhaus. Nach dem Tod der Hausherrin zieht sie in eine andere Gegend, um die Affäre mit dem Hausherrn geheim zu halten. Von ihm bekommt sie im Laufe der Jahre vier weitere Kinder. Da Florence nicht frei ist, heiratet er eine andere und stirbt aber nach einiger Zeit. Florence muss jetzt schauen, wie sie mit den vier unmündigen Kindern in der so schon schwierigen Vorkriegszeit über die Runden kommt. Um ihre Kinder zu schützen, lässt sie sich darauf ein, für Deutschland während des ersten Weltkrieges zu spionieren.

Patricia Clough hat in diesem Roman die Geschichte ihrer Großmutter aufgearbeitet, über die in ihrer Familie nie ein Wort verloren wurde. Das ist ihr gut gelungen. Der Text ist fesselnd und spannend geschrieben. Über Florence Schicksal und ihre Eskapaden zu urteilen, möchte ich mir nicht anmaßen. Es waren äußerst schwierige Zeiten für eine Frau, noch dazu mit Kindern. Es ist schwerlich vorzustellen, wie man selbst in dieser Situation gehandelt hätte. Als ehrenwert würde ich ihren Lebenswandel aber nicht bezeichnen, eher als getrieben. Getrieben in eine ungewollte Ehe, getrieben von ihren Gefühlen, getrieben von den deutschen Häschern.

Interessant waren die Ausführungen zu den deutschen Machenschaften im Untergrund und die Spionagemethoden im ersten Weltkrieg. "Eine ehrenwerte Frau" ist ein emotionales, aufrührendes Buch, das ich gerne weiterempfehle. Das stilvolle Cover passt hervorragend zum Inhalt des Romans.

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