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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2026

Dark College Romance mit Licht und Schatten

Beautiful Venom (Vipers, Band 1)
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Ich bin ohne Vorkenntnisse an Beautiful Venom herangegangen, da es mein erstes Buch von Rina Kent war. Entsprechend neugierig war ich auf ihren Stil und die Geschichte, zumal der Auftakt vielversprechend ...

Ich bin ohne Vorkenntnisse an Beautiful Venom herangegangen, da es mein erstes Buch von Rina Kent war. Entsprechend neugierig war ich auf ihren Stil und die Geschichte, zumal der Auftakt vielversprechend klang. Insgesamt hatte das Buch durchaus seine Momente, konnte mich aber leider nicht komplett abholen.

Die Grundidee rund um das Elite-College, das Hockeyteam und die düsteren Dynamiken hat Potenzial. Kane und Dahlia sind zwei Figuren, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken und deren Anziehung klar spürbar ist. Besonders gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven, durch die man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der beiden bekommt. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich schnell lesen.

Trotzdem hat mir über weite Strecken die Spannung gefehlt. Die Handlung hatte zwar Drama, Intrigen und dunkle Elemente, doch für mich baute sich kein wirklicher Sog auf. Vieles blieb vorhersehbar und emotional hat mich die Geschichte nicht so gepackt, wie ich es mir von einer Dark Romance erhofft hatte. Auch die College-Atmosphäre und die Konflikte innerhalb der Gruppe konnten mich nicht dauerhaft fesseln.

Am Ende war Beautiful Venom für mich ein solider Auftakt mit interessanten Ansätzen, der jedoch hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Neugierig auf den nächsten Band bin ich trotzdem, hoffe dort aber auf mehr Spannung und Tiefe.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Düstere Prüfungen, starke Atmosphäre, aber holprige Dynamik

The Ordeals
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The Ordeals ist eine düstere Dark-Academia-Fantasy, die mich vor allem mit ihrer Atmosphäre abgeholt hat. Killmarth als magisches College mit Prüfungen, Geheimnissen und einem leicht bedrohlichen Grundton ...

The Ordeals ist eine düstere Dark-Academia-Fantasy, die mich vor allem mit ihrer Atmosphäre abgeholt hat. Killmarth als magisches College mit Prüfungen, Geheimnissen und einem leicht bedrohlichen Grundton funktioniert richtig gut und erinnert stark an klassische Academy-Settings, ohne sich komplett wie eine Kopie anzufühlen. Die Mischung aus Magie, Illusionen sowie Werwölfen und Vampiren sorgt für ein stimmiges, wenn auch sehr volles Gesamtbild.

Im Mittelpunkt steht Sophie DeWinter, die unter der Kontrolle ihres Onkels lebt und durch einen magischen Vertrag an ihn gebunden ist. Ihr Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung ist nachvollziehbar und macht sie zunächst zu einer interessanten Protagonistin. Besonders am Anfang mochte ich ihre Cleverness und ihren Willen, sich aus ihrer Situation zu befreien. Mit Fortschreiten der Handlung wirkt sie jedoch stellenweise widersprüchlich in ihren Entscheidungen und Reaktionen, was es mir schwer gemacht hat, konstant mit ihr mitzufühlen.

Die Ordeals selbst gehören für mich zu den stärkeren Aspekten des Buches. Die Prüfungen sind spannend angelegt und geben der Geschichte Struktur, auch wenn sie gegen Ende etwas an Intensität verlieren. Das Academia-Gefühl bleibt insgesamt eher im Hintergrund, da der Fokus klar auf den Prüfungen liegt und weniger auf Unterricht oder Campusleben.

Die größte Schwäche des Buches ist für mich die Romance. Die Beziehung zwischen Sophie und Alden entwickelt sich sehr schnell und wirkt sprunghaft. Konflikte entstehen und lösen sich beinahe im gleichen Atemzug, wodurch die emotionale Tiefe auf der Strecke bleibt. Statt echter Entwicklung steht oft körperliche Nähe im Vordergrund, was auf Dauer etwas eintönig wirkt.

Auch beim Worldbuilding hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht. Die Welt bleibt in ihren Grundlagen recht vage, und der Mix aus historischen Elementen und moderneren Aspekten fühlt sich nicht immer ganz rund an. Das reißt einen zwar nicht komplett aus der Geschichte, sorgt aber für ein leichtes Gefühl von Unschärfe.

Insgesamt ist The Ordeals ein unterhaltsamer, atmosphärischer Auftakt mit einer spannenden Grundidee, der aber vor allem bei Figurenentwicklung, Romance und Weltaufbau Luft nach oben hat. Wer Dark Academia, Prüfungen und romantasytypische Tropes mag, kann hier durchaus Spaß haben, sollte aber keine allzu große Tiefe erwarten.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Ein solider Abschluss mit Luft nach oben

Diamond Empress. One Heist
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"Wir werden allein geboren, und wir sterben allein. Alles dazwischen ist die Flucht vor dem Unausweichlichen." - S. 31

Nachdem ich Band 1 und 2 der Stolen Dreams-Reihe verschlungen habe, musste nach Erscheinen ...

"Wir werden allein geboren, und wir sterben allein. Alles dazwischen ist die Flucht vor dem Unausweichlichen." - S. 31

Nachdem ich Band 1 und 2 der Stolen Dreams-Reihe verschlungen habe, musste nach Erscheinen auch direkt Band 3 bei mir einziehen. Band 2 habe ich im letzten Sommer in passender Kulisse am Strand gelesen und erinnere mich noch gut an die Handlung. Doch auch wenn der zweite Band schon etwas her ist, hatte ich mit dem Einstieg in den dritten Band keine Probleme. Die Geschehnisse aus Band 2 werden aufgegriffen und auch die Rollen der einzelnen Charaktere innerhalb der Gruppe noch einmal in Erinnerung gerufen, sodass ich schnell wieder in der Geschichte angekommen bin und direkt zurück an Bord der Diamond Empress war.

"Hätte ich die Menschen in meinem Umfeld nicht von Zeit zu Zeit ausgeblendet, hätte ich längst einen Mord begangen. Es war bemerkenswert, wie viel unbrauchbaren Bullshit die meisten Leute tagtäglich von sich gaben." - S. 43

Im Fokus der Reihe stehen insgesamt drei Paare, deren Geschichten über die drei Bände hinweg erzählt werden. Jeder Band beleuchtet dabei ein anderes Paar, während die übergreifende Handlung rund um den Raub weiter voranschreitet. In diesem finalen Band stehen Zoe und Seraphina im Mittelpunkt. Auf ihre Geschichte habe ich mich im Vorfeld sehr gefreut, konnte letztlich aber leider nicht ganz warm mit den beiden werden.

Zoe und Seraphina kennen sich seit ihrer Kindheit und teilen eine lange gemeinsame Vergangenheit. Diese wird durch Rückblicke immer wieder aufgegriffen, was die Beziehung grundsätzlich nachvollziehbarer macht und der Geschichte an einigen Stellen auch Tiefe verleiht. Trotzdem blieb die emotionale Verbindung für mich eher auf Distanz. Gerade im Vergleich zu den vorherigen Paaren konnte mich ihre Liebesgeschichte nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte.

"Wie viele Geheimnisse passten in ein Lächeln? Wie viele Lügen in einen Blick? Hätten sie mich wenigstens vorgewarnt. Aber ich war ja nur ein unwissendes Kind gewesen. Ein Kind, das in einer einzigen Nacht gezwungen worden war, erwachsen zu werden." - S. 31

Deutlich spannender fand ich weiterhin die Handlung rund um die Diamond Empress selbst. Die Planung, Durchführung und die Dynamik innerhalb der Crew haben für mich den größten Reiz der Reihe ausgemacht. Auch in Band 3 mochte ich das Zusammenspiel der Figuren, das Gefühl von Zusammenhalt und Vertrauen sowie die Atmosphäre auf dem Kreuzfahrtschiff. Hier lag für mich ganz klar die Stärke des Buches.

Da mich die Liebesgeschichte weniger abgeholt hat und sich die Spannung für mein Empfinden stellenweise zog, habe ich länger an diesem Band gelesen als an den vorherigen Teilen und ihn auch parallel zu einem anderen Buch beendet. Als Abschluss der Reihe funktioniert Band 3 inhaltlich solide, emotional blieb er für mich jedoch hinter Band 1 und 2 zurück.

Die Stolen Dreams-Reihe eine interessante Romantic-Suspense-Reihe mit einem starken Setting und einer spannenden Grundidee. Der finale Band konnte mich nicht ganz überzeugen, schließt die Geschichte aber schlüssig ab.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Unterhaltsam, doch mit Luft nach oben

The Dagger and the Flame
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"Das Spiel mit Magie war ein Spiel mit dem Feuer, und am Ende verbrannte sich immer jemand" - S. 27

Ich bin mit großen Erwartungen in diese Geschichte gestartet, vor allem wegen des düsteren Settings ...

"Das Spiel mit Magie war ein Spiel mit dem Feuer, und am Ende verbrannte sich immer jemand" - S. 27

Ich bin mit großen Erwartungen in diese Geschichte gestartet, vor allem wegen des düsteren Settings und der rivalisierenden Gilden. Beim Lesen hatte ich auch durchaus Spaß, dennoch hat mich The Dagger and the Flame nicht ganz so mitgerissen, wie ich es mir erhofft hatte.

Der Schreibstil ist schön flüssig und sorgt dafür, dass man schnell in die Handlung hineinkommt. Ich wollte das Buch nach der Leseprobe daher auch direkt weiterlesen. Besonders die Dialoge und das Wortgefecht zwischen den Figuren haben mir gefallen und geben der Geschichte Tempo. Bei der Stadt Fantome habe ich mir allerdings mehr Tiefe gewünscht, denn das World Building wirkt insgesamt sehr klein und wenig durchdacht. Oft hatte ich das Gefühl, dass außerhalb der beiden Gilden kaum etwas existiert, was die Welt für mich weniger lebendig gemacht hat.

Seraphine mochte ich als Hauptfigur überraschend gern. Sie ist neugierig, mutig und bringt eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte. Ihre Perspektive hat für mich deutlich besser funktioniert als die von Ransom. Seine innere Zerrissenheit ist zwar interessant angelegt, blieb für mich in der Umsetzung aber etwas unbefriedigend und wirkte stellenweise unvollständig.

Die romantische Spannung zwischen den beiden gehört zu den stärkeren Aspekten des Buches. Das Enemies-to-Lovers-Element macht Spaß, vor allem durch das Katz-und-Maus-Spiel. Gleichzeitig verliert die Handlung für mich in der zweiten Hälfte an Spannung. Auch die Nebenfiguren hätten mehr Raum gebraucht, um wirklich Eindruck zu hinterlassen.

Am Ende hat mich die Geschichte zwar gut unterhalten, aber nicht so sehr gepackt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Das Interesse an der Fortsetzung ist da, hält sich für mich aber eher in Grenzen.

Ein unterhaltsamer Auftakt mit flüssigem Schreibstil und gelungener Dynamik, dem es jedoch an Tiefe fehlt. Vielleicht kann Band zwei mehr überzeugen.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Bekannte Figur, neuer Ort, gemischte Gefühle

The Woman in Suite 11
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Dieses Buch war mein erstes von Ruth Ware und entsprechend unvoreingenommen bin ich an die Geschichte herangegangen. Dass es sich um einen Thriller mit einer bereits bekannten Hauptfigur handelt, war für ...

Dieses Buch war mein erstes von Ruth Ware und entsprechend unvoreingenommen bin ich an die Geschichte herangegangen. Dass es sich um einen Thriller mit einer bereits bekannten Hauptfigur handelt, war für mich zunächst kein Problem, denn grundsätzlich lässt sich die Handlung auch ohne Vorkenntnisse lesen. Trotzdem hatte ich vor allem zu Beginn das Gefühl, dass mir an manchen Stellen Hintergrundwissen fehlt. Rückblicke und Verweise auf frühere Ereignisse bleiben recht vage und hätten für Neueinsteiger gern etwas klarer ausfallen dürfen.

Nach einem eher schleppenden Einstieg nimmt die Geschichte langsam Fahrt auf. Lo Blacklock steht nach einer beruflichen Pause unter Druck und reist für einen Auftrag in ein luxuriöses Hotel in der Schweiz. Das Setting am Genfer See ist atmosphärisch und gut gewählt und bietet eine vielversprechende Bühne für einen Thriller. Sobald sich der zentrale Konflikt entfaltet, entsteht auch Spannung, die mich weiterlesen ließ.

Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit der Hauptfigur. Lo trifft immer wieder Entscheidungen, die auf mich naiv und wenig nachvollziehbar wirkten. Sie lässt sich auf riskante Situationen ein, vertraut Fremden zu schnell und bringt sich damit selbst in gefährliche Lagen. Diese Handlungsweisen wirkten auf mich häufig konstruiert und nahmen der Geschichte an Glaubwürdigkeit.

Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und gut lesbar. Die Autorin versteht es, eine gewisse Grundspannung aufzubauen und diese über weite Strecken zu halten. Dennoch fühlte sich vieles vorhersehbar an und einige Wendungen konnten mich nicht wirklich überraschen. Auch zum Ende hin blieb bei mir eher ein Gefühl von solider Unterhaltung als echter Begeisterung zurück.

Insgesamt war The Woman in Suite 11 für mich ein ordentlicher Thriller mit interessanter Kulisse, der jedoch nicht aus der Masse heraussticht. Mich konnte es nicht vollständig überzeugen, daher vergebe ich drei Sterne.

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