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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2025

Who is who?

Die Schwester des Serienkillers
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Nachdem mich "Die Frau des Serienkillers " sehr begeistert hat, dagegen aber "Die Tochter des Serienkillers" für mich deutlich nachgelassen hatte, war ich extrem gespannt auf den letzten Teil und wie dieser ...

Nachdem mich "Die Frau des Serienkillers " sehr begeistert hat, dagegen aber "Die Tochter des Serienkillers" für mich deutlich nachgelassen hatte, war ich extrem gespannt auf den letzten Teil und wie dieser ausfallen würde.
Dieses Mal begleiten wir Anna, die Schwester des beschuldigten Serienkillers, welche sich nach einer schweren Kindheit nun ein scheinbar glückliches Leben aufgebaut hat. Die Atmosphäre ist von Anfang an spannungsgeladen, man spürt die Bedrohung und den Zeitdruck. Im Gegensatz zu den vorherigen Büchern wird es bei den Tatortbeschreibungen blutiger. Ansonsten verläuft die Story gewohnt ruhig, ohne dadurch an Spannung zu verlieren. Im Gegenteil. Ich habe von der ersten Seite an mitgefiebert. Die Handlung wird hauptsächlich von der Protagonistin Anna getragen, aus deren Perspektive wir das Geschehen erleben. Es gibt vereinzelte Einschübe einer anderen Person, aber diese sind kurz und selten. Neben der Handlung in der Gegenwart gibt es auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit von Anna, wodurch immer mehr Licht ins Dunkel kommt.
Die stetige Zuspitzung mit Wendungen und Überraschungen und einem Ende, das ich so nicht habe kommen sehen, machen das Buch für mich definitiv zum besten Band der drei Teile.

Anmerkung: Jedes der Bücher enthält andere Figuren und Handlungsstränge, sodass man sie unabhängig voneinander lesen kann.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 12.03.2025

Brandaktuell

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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Ich habe "Lichterloh" als Rezensionsexemplar erhalten und bin sehr froh darüber! Das Buch ist eine Jugendbuchdystopie, die aktueller wohl nicht sein könnte.
Aber zuerst zum Offensichtlichen: In der Gestaltung ...

Ich habe "Lichterloh" als Rezensionsexemplar erhalten und bin sehr froh darüber! Das Buch ist eine Jugendbuchdystopie, die aktueller wohl nicht sein könnte.
Aber zuerst zum Offensichtlichen: In der Gestaltung steckt viel Mühe und Liebe zum Detail. Statt des inzwischen schon sehr inflationären Farbschnitts hat dieses Buch eine Klappe, was ich eine schöne und praktische Abwechslung finde.
Die Story lebt von einem tollen Steampunk-Setting und einer leicht düsteren Atmosphäre sowie den tollen Charakteren. Cleo ist eine sympathische Protagonistin, die ich gerne in ihrer Entwicklung begleitet habe. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgestaltet und bekommen in Verlauf kontinuierlich mehr Tiefe.
Der Schreibstil und die kurzen Kapitel ließen mich durch das Buch fliegen, vor allem für die junge Zielgruppe sehr angenehm.
Insgesamt ein spannendes und unterhaltsames Buch mit viel Gesellschaftskritik und klaren Bezügen zur Realität, was zum Nachdenken anregt. Eine klare Leseempfehlung für alle Altersgruppen!

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Kennen wir einen Menschen wirklich?

Die Frau des Serienkillers
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Ich war sehr gespannt auf das Buch, auch wenn meine Vorfreude aufgrund der durchwachsenen Rezensionen einen kleinen Dämpfer bekam. Zu Unrecht.
Mich hat das Buch begeistert. Ich war am Anfang sehr neugierig, ...

Ich war sehr gespannt auf das Buch, auch wenn meine Vorfreude aufgrund der durchwachsenen Rezensionen einen kleinen Dämpfer bekam. Zu Unrecht.
Mich hat das Buch begeistert. Ich war am Anfang sehr neugierig, wie sich der Plot entwickeln würde, da der Titel des Buches ja zumindest schon den Mörder klar offen legt. In der ersten Hälfte hätte ich das Buch auch weniger als Thriller bezeichnet. Es las sich eher wie ein Roman, geschildert überwiegend aus der Perspektive von Beth, der Frau des Serienkillers. Es gibt immer mal vereinzelte Einschübe aus anderen Perspektiven und Zeiten, aber im Fokus bleibt das Erleben der Protagonistin. Ab der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl "hier stimmt doch was nicht" und ab da entwickelte es sich mehr zum Thriller mit einem ordentlichen Plot Twist am Ende. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und der Schreibstil angenehm und einnehmend. Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 25.01.2025

Ein Sommernachtsalbtraum

Die Villa
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Zuallererst hat mich bei dem Buch das Cover irritiert, da es dem von "One Perfect Couple" verdächtig ähnlich sieht, ganz nach dem Motto: "Klar, kannst du bei mir abschreiben, aber änder ein bisschen was ...

Zuallererst hat mich bei dem Buch das Cover irritiert, da es dem von "One Perfect Couple" verdächtig ähnlich sieht, ganz nach dem Motto: "Klar, kannst du bei mir abschreiben, aber änder ein bisschen was ab, damit es nicht auffällt."... Wer da von wem abgeschaut hat, keine Ahnung. Aber mit dem zeitlich nahem Erscheinungsdatum der beiden Bücher könnte das in den Buchhandlungen witzig werden.
Aber zum Inhalt: Mir hat die Story rund um den Junggesellinnenabschied sehr gut gefallen. Ich kam dank des sehr angenehmen und flüssigen Schreibstils schnell rein und flog nur so durch die Geschichte. Diese wird aus verschiedenen Perspektiven und Zeiten erzählt, was für eine konstant hohe Spannung sorgt. Dabei hat es mich fasziniert, wie unsympathisch ich alle Figuren zu Beginn fand und trotzdem nicht aufhören konnte, dem Geschehen zu folgen. Mit der Zeit wurden mir alle etwas sympathischer, was vor allem daran lag, dass sie Figuren mehr Tiefe bekamen und man ihre Perspektive kennenlernte. Die angespannte Gruppendynamik war die ganze Zeit über deutlich spürbar.
Die Geheimnisse werden häppchenweise gelüftet bis zu Auflösung am Schluss, welche nicht völlig unvorhersehbar war, was mich aber nicht störte.
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.01.2026

"Ein wenig Schmerz ist die Freiheit wert."

To Cage a Wild Bird
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Als absoluter Fan von Dystopien und vor allem der „Tribute von Panem“ habe ich mich sehr auf „To Cage A Wild Bird“ gefreut. Da das Buch mit seinen Parallelen zu den Hunger Games beworben wurde, waren meine ...

Als absoluter Fan von Dystopien und vor allem der „Tribute von Panem“ habe ich mich sehr auf „To Cage A Wild Bird“ gefreut. Da das Buch mit seinen Parallelen zu den Hunger Games beworben wurde, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Und ja, bereits der Aufbau erinnert stark an bekannte Dystopien. Im ersten Band werden vor allem die Charaktere eingeführt und ein erster Einblick in die Welt gegeben, während sich die Handlung zunächst auf ein begrenztes Gebiet beschränkt. Das eigentliche Worldbuilding kommt dann meist im Folgeband.
Die Handlung war auch unter anderem deswegen sehr vorhersehbar. Für mich gab es keine wirklichen Überraschungen, und es lässt sich bereits erahnen, wie es im kommenden Band weitergehen wird. Hoffentlich orientiert sich die Geschichte dann nicht zu sehr an „Maze Runner“.
Das Buch lässt sich angenehm lesen, das Tempo ist gut und sehr dynamisch – Langeweile kommt definitiv nicht auf. Die Autorin vermittelt die düstere und beklemmende Atmosphäre sehr gelungen. Die Handlung ist, wie zu erwarten, brutal, aber nicht übermäßig detailreich (danke dafür, gerade Verletzungen brauche ich nicht näher beschrieben). Die Charaktere sind toll ausgearbeitet, sehr unterschiedlich und vielschichtig. Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive von Raven, einer starken, aber auch nahbaren Protagonistin. Ich hätte mir zwischendurch andere Perspektiven gewünscht, aber vielleicht kommt das noch. Die Romance zwischen der Protagonistin und Vale hat mich hingegen weniger abgeholt – dabei kamen kaum Emotionen rüber, und sie wirkte insgesamt etwas konstruiert.
Alles in allem ist es ein gutes Buch, das ich gerne gelesen habe, und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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