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Veröffentlicht am 23.01.2026

Spannung pur - mit Lindsay Boxer

Die 13. Schuld
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In der Welt der Spannung und unerwarteten Wendungen ist „Die 13. Schuld“ von James Patterson und Maxine Paetro erneut ein fesselnder Thriller, der die Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. ...

In der Welt der Spannung und unerwarteten Wendungen ist „Die 13. Schuld“ von James Patterson und Maxine Paetro erneut ein fesselnder Thriller, der die Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Inmitten von vier Freundinnen und ihren Partnern, inmitten von San Franciso und seinem Police Departement SFPD finden sich die Leser in einem Geflecht von Fällen und Konflickten, die sehrt komplex sind und alle gelöst werden müssen. Tauche ein in „Die 13. Schuld“ und erlebe ein sympathische Figurenensemble bei der Lösung von Verbrechen.

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In der Stadt mit der riesengroßen Brücke, wo das Glück oft in Form von Hochzeiten gefeiert wird, stehen Yuki (Bezirksstaatsanwältin) und Brady (Chef der Mordkommission) kurz davor, den Bund fürs Leben zu schließen, während die Vorfreude auf ihre Feier alle Herzen erwärmt.

Doch die Stimmung wird jäh von dienstlichen Belangen gestört, als eine geheimnisvolle Welle von Explosionen die Stadt erschüttert, ausgelöst durch ahnungslose Burgerliebhaber, die sich plötzlich in einem Albtraum wiederfinden. Lindsay und ihr Ermittlungspartner Rich bekommen eine knifflige aufgabe.

Gleichzeitig kehrt eine Serienkillerin, die vor Jahren entkam, zurück, um ihre finstere Rache zu vollstrecken und die Stadt in Angst und Schrecken zu versetzen. Die Journalistin Cindy rückt ihr auf die Pelle.

Drei Schicksale, die auf dramatische Weise miteinander verwoben sind oder auch nicht, während das Böse droht, das Glück der Hochzeitsfeier zu verschlingen.

Wie auch in den zwöf Romanen zuvorbeharren die Autoren nicht auf einen einzigen Fall, sondern legen mehrere Konflickte und Fälle parallel an. Damit wird ein erster Spannungsbogen bereits damit gebildet, indem die Leser rätseln dürfen, ob das alles zusammeheört oder alles getrennt bleibt.

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Der Roman entfaltet sich mit einem dynamischen Stil und einem durchdachten Kapitelaufbau, der den Leser sofort in seinen Bann zieht. Die sehr kurzen Kapitel von nur ein bis drei Seiten lassen das Tempo rasant erscheinen, während Lindsay ihre Erlebnisse packend in der ersten Person erzählt. Dazwischen wechseln die Perspektiven zu anderen Charakteren, die in der dritten Person beleuchtet werden, was eine spannende Abwechslung schafft. Oft folgen drei bis fünf Kapitel hintereinander innerhalb eines Strangs, was das Gefühl verstärkt, dass man die Seiten nur so umblättert – ein wahrer Pageturner.

Im Figurenensemble der Reihe um den Club der Ermittlerinnen entfaltet sich ein lebendiges Netzwerk von Figuren, das weit über die vier Freundinnen hinausgeht. Neben Lebenspartnern und ehemaligen Kollegen tauchen immer wieder vertraute Gesichter aus anderen Abteilungen auf, die den Lesern wie alte Bekannte vorkommen. Jeder neue Roman bietet eine kurze Einführung in die Hauptfiguren, sodass auch Quereinsteiger ohne Vorwissen problemlos in die spannende Welt der Ermittlungen eintauchen können. Diese gelungene Mischung aus Bekanntem und Neuem sorgt dafür, dass jeder Teil der Reihe frisch und einladend bleibt.

So hat jede der vier Frauen im Club der Ermittlerinnen (Woman’s Murder Club) eine Aufgabe in diesem Thriller. Gerne verweise ist an dieser Stelle auf meinen Artikel Thriller-Reihe um den »Women’s Murder Club« von James Patterson, in dem ich einen Überblick über die Hauptfiguren und das Setting der Reihe gebe.

Die Nervenkitzel in diesem Thriller sind überwältigend, das Lesen vermittelt das Gefühl, Teil eines mitreißenden Films zu sein. Es ist kein Wunder, dass die Thriller dieser Reihe mich stark an bekannte amerikanische Polizeiserien wie Criminal Minds, The Mentalist oder FBI erinnern. Wer spannende Lektüre sucht, sollte sich unbedingt »Die 13. Schuld« zu Gemüte führen – ein Thriller, den man unbedingt empfehlen kann.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2026

Unverzichtbar für den Weltfrieden

Das vierte Protokoll
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Mit diesem Roman beschäftige ich mich erneut mit einem Spionagethriller von Frederick Forsyth. Wieder fällt auf, wie aktuell der Roman ist, besonders im Hinblick auf die aktuelle Situation zwischen Russland ...

Mit diesem Roman beschäftige ich mich erneut mit einem Spionagethriller von Frederick Forsyth. Wieder fällt auf, wie aktuell der Roman ist, besonders im Hinblick auf die aktuelle Situation zwischen Russland und der Ukraine sowie den amerikanischen Präsidenten.

Die Handlung des Romans ist in der Zeit zwischen der Mitte und dem Ende der 1980er Jahre angesiedelt, während Margeret Thatcher in Großbritannien im Amt ist. Der Kalte Krieg ist nach wie vor aktiv. Während Thatcher eine vorzeitige dritte Amtszeit anstrebt, versucht Russland, innerhalb der Labour-Partei eine radikale Linke zu fördern und die Wähler im Kontext des Atomausstiegs und des Klimaschutzes zu beeinflussen, um deren Stimmen zu gewinnen.

Dafür soll in Großbrittanien sogar ein kleine Atombombe gezündet werden, um den Wählern die Folgen aufzuzeigen und ihnen für die bevorstehende Wahl einen Schubs zu geben.

Frederick Forsyth gilt als ein Experte für komplexe Intrigen. Seine Handlungen sind so geschickt konstruiert, dass der Ausgang des Romans oft erst kurz vor dem Finale klar wird. Zudem finden sich sowohl große, übergeordnete Intrigen als auch private Konflikte zwischen den Charakteren.

Für zahlreiche Leser könnte der Schreibstil dieses Autors gewöhnungsbedürftig sein. Frederick Forsyth verwendet kaum konkrete Handlungen oder Dialoge. Stattdessen nimmt er die Rolle eines Erklärers ein und überschaut das Geschehen aus einer hohen Perspektive. Man könnte dies mit einer weiten Kameraführung im Film vergleichen, bei der alles aus der Ferne in einer Totalen betrachtet wird. Detaillierte Einblicke gibt es nur, wenn es wirklich erforderlich ist.

Dieser Schreibstil ist äußerst aufschlussreich und vermittelt den Lesern ein umfassendes Verständnis der gesamten Situation. Frederick Forsyth gewährt auf fesselnde Weise Einblicke in die Abläufe der Geheimdienste, die Befehlshierarchien und die Denkweisen bedeutender Politiker. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die Akteure Großbritannien und die Sowjetunion, sondern beleuchtet auch die Aktivitäten der Stasi in der DDR, des Bundesnachrichtendienstes der BRD, des israelischen Mossad und weiterer Organisationen. Seine umfassende Expertise in diesen Bereichen hat Forsyth bereits in früheren Romanen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

„Das vierte Protokoll“ von Frederick Forsyth ist allein aus dem Grund lesenswert, dass es tiefgehende Einblicke in die Vergangenheit bietet und damit das Verständnis für die gegenwärtigen Geschehnisse fördert. Wer sich mit der Spionage im Kalten Krieg beschäftigt, erhält wertvolle Erkenntnisse, die helfen, die aktuelle Dynamik zwischen Trump und Putin besser nachzuvollziehen.

Zu guter Letzt möchte ich auf einige der bekanntesten Werke dieses britischen Autors hinweisen, um euch eine bessere Einordnung zu ermöglichen. Meiner Meinung nach ist sein bekanntester Thriller „Der Schakal„, der bereits mehrfach als Film umgesetzt wurde. In einer der erfolgreichen Verfilmungen übernahm der britische Schauspieler Edward Fox die Hauptrolle, während in einem späteren Remake Bruce Willis zu sehen war.

Der Thriller „Die Akte Odessa„, der mit Jon Voight in der Hauptrolle besetzt ist, gehört zu den fast ebenso bekannten und erfolgreichen Verfilmungen.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

Veröffentlicht am 17.01.2026

Ein neuer Fall für Cormoran Strike

Weißer Tod
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Dieser Roman von Robert Galbraith aka J.K. Rowling ist zugegebnermaßen mein erster Roman aus dieser Reihe, obwohl es eigentlich der vierte der Autorin ist. Und Leser meines Blogs wissen, dass meine Kollegin ...

Dieser Roman von Robert Galbraith aka J.K. Rowling ist zugegebnermaßen mein erster Roman aus dieser Reihe, obwohl es eigentlich der vierte der Autorin ist. Und Leser meines Blogs wissen, dass meine Kollegin Marion von Buchwelten alle Strike-Romane vorgestellt hat.

Ein verwirrter junger Mann, Billy Knight, sucht die Unterstützung des Privatdetektivs Cormoran Strike, um ein Verbrechen aufzuklären, das er – so ist er überzeugt – als Kind beobachtet hat. Strike fühlt sich unwohl: Billy hat offensichtlich mit psychischen Herausforderungen, wie die Ticks zu erkennen geben, zu kämpfen und kann sich nur an bruchstückhafte Erinnerungen halten, doch seine Aufrichtigkeit ist spürbar. Bevor Strike jedoch die Gelegenheit hat, tiefere Fragen zu stellen, läuft der Mann panisch davon. In seinem Kopf schwirrt der Begriff „Weisser Tod“, der mit der dunklen Vergangenheit verwoben ist.

Um das Geheimnis von Billys Geschichte zu lüften, begeben sich Cormoran Strike und Robin Ellacott – einst seine Assistentin und nun seine Geschäftspartnerin – auf eine komplexe Spurensuche. Diese führt sie durch die schattigen Gassen Londons, in die hohen politischen Kreise des Parlaments und schließlich zu einem prachtvollen, wenn auch unheimlichen Herrenhaus auf dem Land. Überraschenderweise bringt ihnen dieser Fall nicht nur einen neuen Auftrag für ihr Detektivbüro, sondern auch eine finanzielle Einnahmequelle, denn von Billy selbst können sie wenig finanzielle Unterstützung erwarten.

Gleichzeitig läuft Strikes Leben alles andere als nach Plan: Als Ermittler ist er berühmt geworden und kann sich nicht mehr unbemerkt im Hintergrund verstecken. Dazu kommt, dass das Verhältnis zu seiner ehemaligen Assistentin komplizierter ist als ein IKEA-Möbelstück ohne Anleitung – Robin ist zwar geschäftlich unverzichtbar, aber privat ist die Sache ein echtes Tohuwabohu!

Der Stil des Romans ist so facettenreich wie das Liebesleben von Strike und Ellacott – das heißt, man weiß oft nicht, ob man gerade einen Krimi liest oder in der nächsten Episode einer chaotischen Reality-Show gelandet ist. Während die beiden Protagonisten versuchen, ihre beruflichen Verpflichtungen mit ihren turbulenten Privatleben in Einklang zu bringen, fragt man sich, ob die echte Spannung nicht eher im Dating-Dschungel als im Verbrechen selbst zu finden ist. Hier gibt es mehr Herzschmerz als Leichenschau, und die einzige Leiche, die man findet, ist wahrscheinlich das Gefühl, das man hat, wenn man keinen Platz mehr auf dem Sofa hat für all die Beziehungsdramen. Ein voluminöser Roman, der einem das Lachen und das Mitgefühl gleichzeitig entlockt!

Spannung und Plot sind essenzielle Elemente eines fesselnden Krimis. Obwohl es bis zur ersten Leiche einige Zeit dauert, verspüren die Leser ständig den Drang, mehr über die Ermittler, deren Arbeit und das Leben der Charaktere zu erfahren. Das Miträtseln, wer hinter den Verbrechen steckt und wie alles zusammenhängt, wird zur aufregenden Herausforderung, da die faszinierenden Zusammenhänge und Wendungen des Falls oft unerwartet und komplex sind. Letztendlich bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als den Roman bis zur letzten Seite zu genießen, um die Lösung des Rätsels zu entdecken.

Besonders schön fand ich die Klammer um die Erinnerung von Billy. Sie eröffnet den Roman und beendet ihn. Und dazwischen lieget der tatsächliche Kriminalfall. Schön gemacht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das umfangreiche Leseerlebnis seine Leser fesselt, auch wenn es bis zur ersten Leiche einige Zeit dauert. Der Drang, mehr über die komplexen Verstrickungen der beiden Geschäftspartenr und die Geheimnisse der Detektei zu erfahren, bleibt ungebrochen. Doch gerade die Komplexität des Kriminalfalls und das umfassende Universum rund um die Detektei macht es notwendig, den Roman bis zur letzten Seite zu lesen, um die vollständige Wahrheit zu enthüllen.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2026

Veröffentlicht am 20.12.2025

Treffen mit alten Bekannten

Robert Surcouf. Der Tiger des Indischen Ozeans
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Als mir dieser historische Roman von Mac P. Lorne zur Rezension angeboten wurde, zögerte ich nicht lange. Ich habe schon viele Empfehlungen für historische Romane ausgesprochen, aber einen mit Seefahrer-Abenteuern ...

Als mir dieser historische Roman von Mac P. Lorne zur Rezension angeboten wurde, zögerte ich nicht lange. Ich habe schon viele Empfehlungen für historische Romane ausgesprochen, aber einen mit Seefahrer-Abenteuern hatte ich bisher nicht auf dem Radar. Der Titel allein ließ jedoch die Erinnerung an meine Kindheit und Jugend lebendig werden.

Mir geht es ähnlich wie dem Autor Mac P. Lorne, denn auch ich habe die Geschichten über diesen Freibeuter und Korsaren bereits durch Alexandre Dumas und Karl May entdeckt. Ich war bereit für ein spannendes Leseabenteuer.

Die Geschichte spielt während der französischen Revolution im späten 18. Jahrhundert und schildert das Leben eines abenteuerlustigen Seemanns, der die Freiheit schätzt, von seiner Jugend bis zu seinem Ableben. Es ist wichtig zu erwähnen, dass es sich hierbei um einen fiktiven historischen Roman und nicht um eine Biografie handelt.

Natürlich sind viele faktische Ereignisse aus der Vergangenheit in die Handlung eingeflochten, aber die konkrete abenteuerliche und spannende Handlung ist Fiktion und vom Autor erfunden.

Das erste Abenteuer, welches der Held bestreiten muss, ist seine Flucht als Jugendlicher aus einer Jesuitenschule. Er konnte die Prügeleien und den Drill im Namen Gottes nie als christliche Angelegenheit akzeptieren und entwickelte seine tiefe Abneigung gegenüber der Kirche und dem Glauben. Aber er hatte nie etwas gegen das Beten, denn da sagte er sich: „Es kann ja nichts schaden.“

Da Robert Surcouf aus einer Korsaren-Familie stammte, fühlte er stark den Drang in sich, zur See zu gehen. Schnell schaffte er es vom Schiffsjungen zum Vollmatrosen und darüberhinaus zum Offizier und Kapitän. Während die französischen Häfen von den verfeindeten Briten blockert wurden, gelang ihm die Flucht und er konnte den Indischen Ozean erreichen.

Auch hier wurden die französischen Kolonien wie Mautitius und Reunnion von den Briten blockiert. Doch Surcouf fand immer wieder Wege, die Engländer auszutricksen, Schiffe mit Lebensmitteln und anderen Waren aufzubringen und die Bevölkerung in den blockierten Gebieten vor dem Verhungern zu retten. Und dies bei lokalen Machthabern, die ihn um seine Intelligenz beneideten.

Wie auch in anderen historischen Romanen folgt ein Abenteuer dem nächsten, es gibt immer wieder Rückschläge im Leben und auch die Liebe zu einem Mädchen lässt sich nicht in einem Durchmarsch bewerkstelligen, denn zunächst mussten ja auch deren Eltern überzeugt werden.

Der Autor Mac P. Lorne bringt viele historische Details in die Geschichte und spart nicht mit Informationen über die verschiedenen Schiffstypen, ihre Größe, ihre Besatzungsstärke und ihre Ausrüstum mit Waffen. Das ist mehr als interessant, zumal ich einige dieser Schiffe oder Nachbauten von Ihnen live in englischen Häfen betreten konnte.

Da mir die Seefahrerei nicht fremd ist, konnte ich auch den Drang zum Leben auf den Schiffen und die Freiheit auf den Meeren sehr gut nachvollziehen. Für mich persönlich war dieser Roman tatsächlich ein Schritt in meine eigene Vergangenheit.

Auch die starke Figur des Protagonisten hat mir imponiert und sein Verhalten gegenüber Napoleon Bonaparte, der den Freibeuter sehr protegiert hatte, obwohl der ihm sehr harte Kritik angedeihen ließ. Wenn Napoleon ihn um Rat fragte, konnte er beinahe sicher sein, dass Surcouf kein gutes Haar an dessen Ideen ließ. Das Zusammenspiel dieser beiden Figuren ist für sich genommen ist schon eine spannende Angelegenheit.

»Robert Surcouf« ist ein absolut fesselnder Roman, der uns auf eine aufregende Reise in die Vergangenheit mitnimmt. Die Begegnung mit Napoleon ist nicht nur spannend, sondern auch ein nostalgisches Wiedersehen mit einem Kindheitshelden. Die Vielzahl an Konflikten und Herausforderungen, die gemeistert werden müssen, hält die Geschichte lebendig und packend. Die Antagonisten sind willensstark und geben dem Abenteuer richtig Feuer.

Besonders gefallen hat mir, wie sympathisch die Figuren auf der Seite des Protagonisten gestaltet sind. Es macht Spaß, mit ihnen zu fiebern! Die Einbeziehung historischer Fakten verleiht der Geschichte eine authentische Note und die interessante Verknüpfung von Realität und Fiktion sorgt dafür, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Wer Abenteuer und Geschichte liebt, kommt hier voll auf seine Kosten!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 18.12.2025

Ist es der Lilienmörder oder ein Nachahmungstäter?

Lilienopfer. Dein Tod gehört mir
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Dies ist mein erster Thriller von Leo Born und ich wurde nicht enttäuscht von dem Figurenensemble und der dem Plot mit seiner Spannung.

In Frankfurt tauchen nacheinander grausam zugerichtete Frauenleichen ...

Dies ist mein erster Thriller von Leo Born und ich wurde nicht enttäuscht von dem Figurenensemble und der dem Plot mit seiner Spannung.

In Frankfurt tauchen nacheinander grausam zugerichtete Frauenleichen auf, die mit Lilien geschmückt sind. Diese macabren Funde erinnern stark an eine Mordserie aus den vergangenen Jahren. Doch es gibt ein großes Problem: Der Psychopath, der einst als Lilienmörder bekannt wurde, sitzt immer noch im Gefängnis und hat seine Strafe noch nicht verbüßt.

Der Emittler Kommissar Jack Diehl vom LKA Hessen, der aufgrund seines Erscheinungsbildes häufig als Cowboy bezeichnet wird, sieht sich jetzt mit der Frage konfrontiert, ob es sich bei den aktuellen Mordfällen um einen Nachahmungstäter handelt oder ob möglicherweise tatsächlich der falsche Täter bereits seit mehreren Jahren im Gefängnis sitzt. Die Ermittlungen nehmen eine spannende Wendung, als neue Indizien auftauchen, die die Unschuld des Lilienmörders in Frage stellen.

Profilerin Viola Hendrick hat das Gefühl, dass sie einem großen Geheimnis auf der Spur ist, das tief im Schatten der Justiz verborgen liegt. Gemeinsam mit seinem Team beginnt Jack, alte Akten und Zeugenaussagen zu überprüfen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Die Angst vor einem weiteren Mord treibt ihn an, während er gleichzeitig die Zweifel in seinem eigenen Kopf bekämpft. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn jeder Tag könnte der letzte für ein weiteres potenzielles Opfer sein.

Diese Frage wird zu einem handfesten Konflikt zwischen den Ermittlern und der hinzugezogenen und eigentlich zum Team gehörenden Profilerin Viola Hendrick, die auch schon an der Aufklärung der damaligen Lilienmord-Serie mitgewirkt hatte. Alleine dieser Konflikt sorgt dafür, dass ein Leser dranbleibt und das Buch kaum aus den Händen legen wird.

Ein bisschen Lokalkolorit von Frankfurt lässt den Thriller WLilienopfer – Dein Tod gehört mir« realistisch erscheinen.

Romantik zwischen den Teammitgliedern lassen es zusätzlich knistern und auch krachen. Und manchmal scheinen die Bösewichter auch in den höheren Chefetagen zu sitzen.

Ein rundum lesenswerter und spannender Thriller, den sich jeder Thrillerliebhaber auf seine Wunschliste schreiben sollte.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025