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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Willkommen im Nachtreich 🌙 … aber lohnt es sich?

Der Prinz des Nachtreichs 1. Midnight Spy
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Die Grundidee fand ich wirklich toll und auch die ersten Kapitel von Der Prinz des Nachtreichs konnten mich direkt überzeugen und in ihren Bann ziehen. Leider hat es danach immer wieder gehakt.
Ein großes ...

Die Grundidee fand ich wirklich toll und auch die ersten Kapitel von Der Prinz des Nachtreichs konnten mich direkt überzeugen und in ihren Bann ziehen. Leider hat es danach immer wieder gehakt.
Ein großes Problem waren für mich die vielen Wiederholungen. Dieselben Sätze oder Gedanken tauchten immer wieder auf, sodass es irgendwann einfach zu viel wurde. Dazu kam, dass die Welt sehr häufig in inneren Monologen erklärt wird. Das ist etwas, das ich persönlich nicht besonders mag. Ich möchte die Welt lieber gemeinsam mit den Figuren entdecken und erleben, statt lange Erklärungen darüber zu lesen.
Leider hat sich das Buch im Verlauf der Handlung auch in einige inhaltliche Widersprüche verstrickt. Ab diesem Punkt fiel es mir zunehmend schwerer, in der Geschichte zu bleiben, und ich musste mich stellenweise etwas durch die Seiten kämpfen.
Fazit: Von mir gibt es noch 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐ für die wirklich gute Grundidee und für einige Situationen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Trotzdem bleibe ich am Ende leider etwas enttäuscht zurück.

Veröffentlicht am 21.02.2026

Guter Ansatz, doch es ging mir zu schnell

Nightweaver
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Mit „Nightweaver“ liefert die Autorin eine wirklich spannende Grundidee, die mich sofort gepackt hat. Die Ausgangssituation hatte großes Potenzial, doch leider hat die Geschichte für mich schnell gestockt.
Wenn ...

Mit „Nightweaver“ liefert die Autorin eine wirklich spannende Grundidee, die mich sofort gepackt hat. Die Ausgangssituation hatte großes Potenzial, doch leider hat die Geschichte für mich schnell gestockt.
Wenn man sich vorstellt, die eigenen Eltern hätten einem das gesamte Weltbild erklärt, man hat es selbst erlebt – ohne Zweifel, ohne Alternativen – und dann taucht der vermeintliche Feind auf und behauptet, alles sei ganz anders. Dann erwarte ich innere Konflikte, Widerstand, Wut, Verwirrung. Doch genau hier lag für mich das Problem: Es ging mir schlicht zu schnell.
Die Enthüllungen, die eigentlich alles erschüttern müssten, werden erstaunlich rasch akzeptiert. Kaum jemand scheint ernsthaft zu zweifeln oder sich zu wehren. Diese schnelle Anpassung an die neue „Wahrheit“ wirkte auf mich unrealistisch und nahm der Geschichte viel von ihrer emotionalen Wucht. Gerade bei einem so fundamentalen Umbruch hätte ich mir mehr innere Zerrissenheit und echte Auseinandersetzung gewünscht.
Aster als Protagonistin hat mir grundsätzlich gut gefallen. Sie bringt Stärke mit, ist entschlossen und eigentlich nicht naiv. Will hingegen fungiert als ihr klarer Gegenpol – ruhiger, kontrollierter, anders geprägt. Ihre Dynamik hatte definitiv ihren Reiz und einige Szenen zwischen ihnen waren wirklich gelungen. Trotzdem habe ich ihnen ihre Entwicklung nicht vollständig abgekauft. Die Beziehung wirkte für mich eher konstruiert als organisch gewachsen, und dieses Gefühl zog sich leider durch das gesamte Buch.
Besonders irritiert hat mich zudem, wie schnell sich Asters Familie mit den neuen Gegebenheiten abfindet. In den ersten Kapiteln werden sie als kämpferisch, stolz und unbeugsam dargestellt. Umso befremdlicher war es, wie rasch diese Haltung scheinbar aufgegeben wird. Das passte für mich nicht zu dem zuvor erstellten Charakterbild.
Fazit: Insgesamt bleibt es für mich eine gute Idee mit spannenden Ansätzen, die jedoch zu wenig Raum zur Entfaltung bekommen hat. Mehr Tiefe, mehr Widerstand, mehr emotionale Konsequenzen – das hätte „Nightweaver“ deutlich stärker gemacht. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.02.2026

Selbst die Verwirrung war verwirrt

Böser, böser Wolf
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Am Anfang hatte mich das Buch tatsächlich am Haken. Die Grundidee ist stark: Ein Mann mit Wolfsmaske entführt eine Krimiautorin und zwingt sie, Mordgeschichten im Märchenstil zu schreiben – Geschichten, ...

Am Anfang hatte mich das Buch tatsächlich am Haken. Die Grundidee ist stark: Ein Mann mit Wolfsmaske entführt eine Krimiautorin und zwingt sie, Mordgeschichten im Märchenstil zu schreiben – Geschichten, die er anschließend in die Tat umsetzt.
Düster, originell, verstörend.
Warum dieser Mann seine Anweisungen ausgerechnet in Gedichtform verfasst, während er ansonsten völlig normal mit ihr spricht, bleibt zwar rätselhaft, aber gut – darüber konnte ich noch hinwegsehen. Das war nicht der Punkt, an dem mich das Buch verloren hat.
Ab dem zweiten Teil kippt das Buch jedoch zunehmend ins Chaos. Der Thriller, den man zu Beginn liest, verabschiedet sich schleichend, und an seine Stelle tritt ein wilder Fantasy-Mix aus magischen Zähnen, Zahnfee und diversen übernatürlichen Einfällen. Überraschend? Ja. Passend? Leider nein. Und das sage ich als jemand, der eigentlich aus dem Fantasygenre kommt. Hier wirken diese Elemente nicht wie eine durchdachte Erweiterung, sondern wie ein Fremdkörper, der die Handlung eher stört als vertieft.
Dazu kommt eine extreme Überfrachtung: zu viele Ebenen, zu viele Zeitsprünge, zu viele Perspektiven. Das permanente Hin und Her sorgt weniger für Spannung als für Orientierungslosigkeit. Überschriften oder klare Strukturierungen hätten dringend geholfen, um überhaupt noch zu wissen, wo man sich gerade befindet – in welcher Realität, in welchem Kopf oder in welchem Plotstrang.
Als wäre das alles nicht genug, setzt das Ende noch einen drauf: Cliffhanger reiht sich an Cliffhanger, bis schließlich nichts mehr hängen bleibt. Statt cleverer Ambivalenz bleibt vor allem Ratlosigkeit zurück. Am Ende wusste ich nicht mehr, was real sein sollte – und schlimmer noch: Es war mir fast egal. Ein Buch, das so viel will und dabei so wenig zusammenhält, lässt selbst die Verwirrung irgendwann ratlos zurück.
Fazit: Von mir gibt es noch 3 von 5 Sternen für die anfängliche Spannung und die gute Grundidee, trotzdem bleibe ich enttäuscht.

Veröffentlicht am 19.01.2026

Die Idee fand ich großartig – leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen

Loki − Her Twisted Heart
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Woran es genau lag? Gute Frage. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Fangen wir von vorne an: Ich liebe griechische Mythologie und war absolut offen für die eigenen Regeln und Interpretationen, ...

Woran es genau lag? Gute Frage. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Fangen wir von vorne an: Ich liebe griechische Mythologie und war absolut offen für die eigenen Regeln und Interpretationen, die sich die Autorin ausgedacht hat. Daran lag es also definitiv nicht.
Trotzdem hatte ich schon zu Beginn Schwierigkeiten, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Viele Sätze wiederholten sich, genauso wie das Gedankenkarussell der Protagonistin. Auch die Dialoge fühlten sich oft wie eine Endlosschleife an – gleiche Themen, gleiche Gespräche, nur in leicht anderer Verpackung. Und wenn Harlow Loki nach der Götterwelt fragte, bekam man statt spannender Enthüllungen eher einen Frontalunterricht serviert. Diese Passagen zogen sich leider ziemlich und nahmen dem Buch viel Tempo.
Besonders gefreut hatte ich mich auf das zentrale Element, dass die beiden aneinandergebunden sind und sich nicht voneinander entfernen können. Das klang nach Drama, Spannung und emotionalem Chaos. In der Geschichte selbst wurde dieses Motiv jedoch nur sehr vorsichtig – um nicht zu sagen: viel zu zaghaft – genutzt. Die „Bindung“ war da, fühlte sich aber selten wirklich relevant oder einschränkend an.
Und dann das Ende … Das passte für mich leider überhaupt nicht zur restlichen Geschichte. Vielleicht wird in Band 2 noch ein fieser Plottwist nachgereicht, der alles erklärt. Aber ehrlich gesagt hat mir dieses Ende eher die Lust auf die Reihe genommen – vor allem, weil ich ohnehin nicht richtig warm mit der Geschichte geworden bin.
Fazit: Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, musste mich aber stellenweise eher durch die Seiten kämpfen, als sie zu genießen. Daher gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.12.2025

Das Ende hat mich enttäuscht…

House of the Beast
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Am Anfang habe ich dieses Buch wirklich geliebt. Es war genau das, was ich mir erhofft hatte – und sogar noch mehr: brutal, verzweifelt, emotional, aber gleichzeitig voller echter Freundschaft. Besonders ...

Am Anfang habe ich dieses Buch wirklich geliebt. Es war genau das, was ich mir erhofft hatte – und sogar noch mehr: brutal, verzweifelt, emotional, aber gleichzeitig voller echter Freundschaft. Besonders im Laufe der Geschichte habe ich mich immer mehr in Alma und Aster verliebt. Ihre Dynamik war einfach großartig, ihre Gespräche und ihr Zusammenspiel haben sich echt angefühlt und haben für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht. Ich habe richtig mit ihnen mitgefiebert.
Doch leider hat mich das Buch im letzten Drittel verloren. Plötzlich wirkten viele Probleme sehr konstruiert, und die Missverständnisse fühlten sich unecht und unnötig an – fast so, als bräuchte die Geschichte künstlich Drama. Das hat für mich viel von der vorherigen Tiefe kaputtgemacht. Und dann kam noch das Ende, das leider auch nichts mehr retten konnte, sondern es noch schlimmer gemacht hat. Es hat mich absolut enttäuscht zurückgelassen.
Das finde ich besonders schade, weil ich das Buch bis zu diesem Punkt wirklich sehr geliebt habe. Die starken Charaktere und die emotionale Atmosphäre hätten so viel Potenzial gehabt.
Fazit: Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen. Ein starker Anfang und tolle Figuren, aber ein schwaches letztes Drittel und ein enttäuschendes Ende. Das Buch darf deshalb leider wieder ausziehen. Für mich sind es 3 von 5 Sternen.