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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2025

Dieses Mal: Dana

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Ich habe alle bisher erschienenen Bände gehört und schwankte bei jedem einzelnen zwischen Euphorie und dem Empfinden, dass es eine Spur too much war, es ins unglaubwürdige abzudriften drohte.
Dieses Mal ...

Ich habe alle bisher erschienenen Bände gehört und schwankte bei jedem einzelnen zwischen Euphorie und dem Empfinden, dass es eine Spur too much war, es ins unglaubwürdige abzudriften drohte.
Dieses Mal freute ich mich darauf, dass Arts Verbindungen „nach oben“ nimmer ganz so extrem thematisiert wurden und der Strang sich stattdessen auf Danas verschwinden konzentrierte. Und trotzdem blieb etwas, was mich nicht überzeugen konnte. Raabes Täterprofil wirkte weit hergeholt und wurde mir in letzter Zeit in Krimis einfach schon zu oft für Erklärungen herangezogen, was letztendlich diesem Band einiges an Spannung nahm und zugleich dieser Personengruppe ein Image generiert, dass diese bei Leibe nicht verdient haben. Irgendwann ist auch mal genug. Mit diesem Band werde ich wohl, auch wenn ich mich größtenteils gut unterhalten fühlte, wohl Abstand von dieser Reihe nehmen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Recht anspruchsvoll

Hidden Creatures (Band 1) - Das Einhorn vom Anbeginn der Zeit
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Ein Abenteuer ist dieses Buch alle Mal! Gemeinsam mit der 15jährigen Marjan erkundet man eine Welt, in der Mythengestalten existieren und zum Teil geschützt von einflussreichen Familien vor der Außenwelt ...

Ein Abenteuer ist dieses Buch alle Mal! Gemeinsam mit der 15jährigen Marjan erkundet man eine Welt, in der Mythengestalten existieren und zum Teil geschützt von einflussreichen Familien vor der Außenwelt verborgen werden. Einst half Marjans Vater bei der medizinischen Versorgung dieser Tiere. Nun nach seinem Tod soll sie in seine Fusstapfen treten- ohne aber je wirklich in die Geheimnisse dieser Welt und ihren Fähigkeiten eingeweiht worden zu sein. Doch dem nicht genug. Auch das Rätsel um den Tod des Vaters beschäftigt das Mädchen sehr. Und bald steht die Vermutung im Raum, dass all dies wohl miteinander zu tun haben muss.

Ich mag mystische Bücher genauso sehr wie mein Sohn es tut. Doch obwohl er schon etwas älter als die angegebene Empfehlung ist, hatte er merklich Probleme mit diesem Buch. Sein Stil ist komplex und das Geschehen oft rätselhaft und diffus und dadurch nur schwer zu greifen. Auch mir war die Menge an Rätseln teilweise zuviel. Man hängt in der Luft und begreift die Zusammenhänge sehr lange nicht. So etwas muss man wirklich mögen und uns lag es leider nicht.
Dennoch war die Handlung logisch aufgebaut, in sich schlüssig und das Ende kaum vorhersehbar. Die ins Geschehen verwobenen Sagen, stellten die vorkommenden Wesen vor und machten den Leser mit ihnen vertraut. Sie erzeugten aber auch eine tolle märchenhaft entrückte Stimmung, die sich auch über die eigentliche Handlung stülpt. Mir aber war diese (wie schon erwähnt) in ihren Zusammenhängen einfach zu wenig greifbar, manchen Personen hätte ich mehr Präsenz gewünscht und auch wenn das Ende noch einige Fragen beantworten konnte, blieb ich letztendlich etwas unbefriedigt zurück. Und das obwohl ich auf so viele interessante Wesen stieß. Manche waren wir bereits vertraut, von anderen las ich zum ersten Mal.

Eine Leseempfehlung kann ich jedoch leider nur bedingt aussprechen. Mit 12 wird es definitiv zu schwierig sein. Ab 14 aufwärts könnte es aber durchaus interessant sein- vorausgesetzt man kommt mit schwer greifbaren Zusammenhängen klar.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Hatte etwas andere Erwartungen an einen Thriller

Villa Obscura
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Villa Obscura wird als Jugendthriller vermarktet. Zwar sind die Protagonisten größtenteils schon dem Teenageralter entwachsen, doch wirkt dieses Buch dennoch eher wie eine Light-Version eines echten Thrillers.

Geschrieben ...

Villa Obscura wird als Jugendthriller vermarktet. Zwar sind die Protagonisten größtenteils schon dem Teenageralter entwachsen, doch wirkt dieses Buch dennoch eher wie eine Light-Version eines echten Thrillers.

Geschrieben wurde die Handlung in Kapiteln, welche im Wechsel jeweils eine der Figuren näher beleuchtet. Der Leser nimmt hierbei dennoch eine beobachtende Rolle ein, erhält dadurch jedoch auch einen guten Überblick über die Lage und lernt die einzelnen Personen und deren Geheimnisse nach und nach besser kennen.
Doch lange dreht sich die Handlung um die, im Zimmer eingesperrten Geiseln, wie sie Pläne schmieden zu entkommen und/oder die Lage zu verstehen. Immer wieder holen die Geiselnehmer auch eine, der gefangengehaltenen Personen, doch bleibt erst ungewiss, was sie mit ihrem Vorhaben bezwecken.
Diese Phase der Handlung war zwar durchaus interessant, doch hielt sie mir persönlich zu lange an, was sich letztendlich dann auch auf meine Leselust auswirkte. Es wurde zwar auch wieder spannender, doch hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt leider schon von der Handlung emotional distanziert.

Geschrieben ist dieses Buch aber dennoch irgendwie gut. Nur hatte es eben nicht das, von mir erwartete Gänsehautfeeling ausgelösten können. Ehrlicherweise aber, muss man hier wohl auch Zugeständnisse machen- schließlich wurde die Zielgruppe entsprechend jünger gewählt.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Er

Revenge
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Revenge wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt und beinhaltet auch mehrere Zeitebene, die recht nah beieinander liegen und durch Kapitelüberschrift und einer leicht anderen Schriftart (normal und kursiv) ...

Revenge wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt und beinhaltet auch mehrere Zeitebene, die recht nah beieinander liegen und durch Kapitelüberschrift und einer leicht anderen Schriftart (normal und kursiv) erkennbar sind. Die Wechsel geschehen schnell, die Kapitel sind kurz, was die Handlung unruhig und unübersichtlich wirken lässt. Ich kam gedanklich rasch durcheinander, konnte die Ebenen nicht mehr klar voneinander trennen und die Handlungen dadurch nicht mehr chronologisch richtig zuordnen.
Es wird dann aber auch noch bewusst mit der Unwissenheit des/r Lesers/in gespielt, wodurch zusätzlich noch das Gefühl hervorgerufen wird die Handlung nicht richtig greifen zu können. In Kombination mit dem Schreibstil war mir das Zuviel um noch ein angenehmes Lesegefühl hervorrufen zu können. Die Thematik ist brisant, der Einstieg aber mühsam.
Trotzdem habe ich das leise Gefühl, dass die Zielgruppe genau jene Kritik, die ich hier äußere, ganz anders empfinden könnte, und mit den kurzen Kapitelschnipsel weit besser klar kommt, als ich es tat. Und dann könnte dieses Buch tatsächlich ganz gut sein.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Wird seltsam

Heartbreak Hotel
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Toll illustriert, doch die Handlung wird zum Ende hin doch etwas seltsam. Wobei ich bis zur Existenz des Hotels noch gerne mitgegangen bin. Die Tage allein in Zimmern fand ich aber schon etwas komisch. ...

Toll illustriert, doch die Handlung wird zum Ende hin doch etwas seltsam. Wobei ich bis zur Existenz des Hotels noch gerne mitgegangen bin. Die Tage allein in Zimmern fand ich aber schon etwas komisch. Ja, sie geben dem Gast Zeit auf seine Weise zu trauern, aber bieten eben keine Hilfestellung. Und das hat mich ehrlich überrascht. Was dann anschließend kam, darüber schweige ich. Mein Fall war es leider nicht. Wie aber das Hotel und die realen Erinnerungen bildlich dargestellt wurden, war super wodurch man der Geschichte gut folgen konnte. Auch die Gesichtsausdrücke und Emotionen werden gut wiedergegeben. Die Reihenfolge der Texte hatten mich, die ohne größere Comic-Vorerfahrung das Buch las, erst kurz rätseln lassen, erkannte das System dahinter aber rasch.

Zeichnerisch toll, inhaltlich etwas abgefahren, ging es in eine etwas andere Richtung als ich dachte. Daher kann ich es eher für Leser empfehlen, die sich für übernatürliches begeistern können.

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