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Veröffentlicht am 05.09.2023

Ein toller neuer Reihenauftakt von Sarah Sprinz

Infinity Falling - Mess Me Up
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"Infinity Falling" von Sarah Sprinz verdient definitiv fünf Sterne! Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, vor allem aufgrund der tollen Charaktere.

Hayes, der männliche Protagonist, hat ...

"Infinity Falling" von Sarah Sprinz verdient definitiv fünf Sterne! Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, vor allem aufgrund der tollen Charaktere.

Hayes, der männliche Protagonist, hat mich von Anfang an beeindruckt. Die Tatsache, dass seine Essstörung in der Geschichte thematisiert wurde, war für mich ein besonderes Highlight. Essstörungen sind leider immer noch ein Tabuthema, besonders bei Männern, und es ist erfrischend zu sehen, wie mutig die Autorin dieses Thema angespricht. Hayes' Kampf gegen seine inneren Dämonen ist berührend und authentisch. Was ich an ihm jedoch am meisten mochte, ist seine Entschlossenheit, sich für Aven einzusetzen und sie vor jeglicher Gefahr zu schützen. Seine Fürsorge und Hingabe sind wirklich bewundernswert.

Aven, die weibliche Protagonistin, ist eine starke und faszinierende Figur. Ihre Ängste und Sorgen in Bezug auf ihre Stalkerin sind äußerst nachvollziehbar und machen sie zu einer sehr realen und greifbaren Charakter. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen, was die Geschichte noch packender machte.

Die Chemie zwischen Hayes und Aven ist außergewöhnlich, und ihre Liebesgeschichte hat mein Herz berührt. Die Autorin hat die Anziehung zwischen den beiden Charakteren auf eine Art und Weise beschrieben, die mich völlig in ihren Bann gezogen hat. Sarah Sprinz Schreibstil ist einfach toll!

Allerdings gab es einen Aspekt der Geschichte, den ich weniger mochte, nämlich die langjährige Misskommunikation zwischen Aven und Hayes, die dazu führt, dass sie sich jahrelang nicht gesehen haben, obwohl sie füreinander bestimmt waren. Dieser Teil der Handlung war zwar notwendig, um Spannung aufzubauen, aber ich hätte mir gewünscht, dass die beiden Charaktere früher zueinander gefunden hätten. Die Misskommunikation zieht sich aber leider durch ihre Beziehung und macht ihnen andauernd das Leben schwer.

Trotzdem überwiegen die positiven Aspekte dieses Buches bei weitem. "Infinity Falling" von Sarah Sprinz ist eine mitreißende Liebesgeschichte, die wichtige Themen anspricht und dabei beeindruckende Charaktere präsentiert. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der nach einer emotionalen und spannenden Lektüre sucht.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

zum Nachdenken

Der unsichtbare Elefant
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Der unsichtbare Elefant. Chronik eines Falls ist ein Buch, das man nicht einfach nur liest, sondern das einen begleitet und noch lange nach der letzten Seite im Kopf bleibt. Ich habe es wirklich gemocht, ...

Der unsichtbare Elefant. Chronik eines Falls ist ein Buch, das man nicht einfach nur liest, sondern das einen begleitet und noch lange nach der letzten Seite im Kopf bleibt. Ich habe es wirklich gemocht, auch wenn es eher leise erzählt ist und mehr zum Nachdenken als zum Mitfiebern einlädt.

Alles beginnt an einem Winterabend in Düsseldorf: Der Anwalt Thomas Siebenmorgen stürzt sich vor den Augen seiner Kollegin María in den Tod und reißt dabei ein wertvolles Kunstwerk mit sich. Zurück bleiben Fassungslosigkeit, Fragen und das Gefühl, dass hinter dieser Tat viel mehr steckt als ein Moment der Verzweiflung. María kann nicht glauben, dass sie Thomas so falsch eingeschätzt hat – und auch Viktor vom Kriseninterventionsteam beginnt, Spuren zu suchen, die erklären könnten, was Thomas zu diesem Schritt getrieben hat. Parallel dazu wird der junge Staranwalt Simon beauftragt, intern zu ermitteln, und auch er stößt auf Dinge, die besser verborgen geblieben wären.

Besonders gelungen fand ich, wie die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Nach und nach entstehen Risse in der glatten Fassade einer internationalen Top-Kanzlei, und gleichzeitig öffnet sich der Blick auf eine Vergangenheit, die weit über Thomas hinausreicht. Der „unsichtbare Elefant“ – das, worüber niemand spricht – wird langsam, aber eindringlich sichtbar und verbindet persönliche Schuld, Verdrängung und europäische Geschichte auf eine sehr intensive Weise.

Das Buch ist ruhig, stellenweise schwer, aber sehr klug und feinfühlig geschrieben. Es fordert Aufmerksamkeit und Geduld, belohnt aber mit Tiefe und Bedeutung. Für mich ein starkes, nachhallendes Leseerlebnis – 4 Sterne für einen Roman, der mehr Fragen stellt als Antworten gibt, und genau darin seine Stärke hat.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

geheimnisvoll, aber nicht so mitreißend wie erhofft

Illusion – A Lie Worth Believing
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Ich habe mich sehr auf Illusion von Janine Ukena gefreut, weil Setting und Grundidee unglaublich vielversprechend klangen – eine geheimnisvolle Show in Las Vegas, Illusionen, dunkle Geheimnisse und eine ...

Ich habe mich sehr auf Illusion von Janine Ukena gefreut, weil Setting und Grundidee unglaublich vielversprechend klangen – eine geheimnisvolle Show in Las Vegas, Illusionen, dunkle Geheimnisse und eine gefährliche Lovestory. Und ja, das Buch hat definitiv seine starken Seiten, auch wenn ich es mir insgesamt etwas cooler und mitreißender vorgestellt hatte.

Zu Beginn fiel es mir schwer, wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Die Charaktere blieben für mich erst einmal ziemlich unnahbar, und ich konnte keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen. Ich glaube, dass diese Distanz von der Autorin bewusst gewählt wurde, um die Atmosphäre der Illusionen und Geheimnisse zu unterstreichen – für mich hat das aber nicht immer funktioniert und hat den Einstieg etwas zäh gemacht.

Inhaltlich begleiten wir Stella, eine junge Sängerin, deren Traum wahr wird, als sie Teil der berühmten Show „Illusion“ in Las Vegas wird – einer Performance, die ihr Publikum an echte Magie glauben lässt. Doch hinter den schillernden Auftritten verbergen sich dunkle Geheimnisse: Die Erinnerung an die verschwundene Vorgängerin Fia schwebt ständig im Raum, und der charismatische, aber undurchschaubare Illusionist Levin sorgt dafür, dass man nie weiß, wem man trauen kann. Schritt für Schritt merkt Stella, dass nichts dem Zufall überlassen ist – und dass auch sie selbst Teil eines viel größeren Plans ist. Die Grenzen zwischen Realität, Täuschung und Gefühl verschwimmen dabei immer mehr.

Was ich allerdings wirklich wunderschön fand, waren die vielen Illustrationen im Buch – sie haben die Atmosphäre toll unterstützt und das Leseerlebnis nochmal aufgewertet. Auch der Farbschnitt ist ein absoluter Hingucker und macht das Buch optisch zu etwas Besonderem.

Alles in allem ein schöner, geheimnisvoller Auftakt mit einer starken Idee und toller Gestaltung, der mich aber emotional nicht ganz so gepackt hat wie erhofft. Ich bin trotzdem neugierig, wie sich die Geschichte im zweiten Band weiterentwickelt.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

fesselnd

Tod zur Teestunde
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„Tod zur Teestunde“ von Anthony Horowitz ist ein brillant konstruiertes Krimi-Highlight, das mich von Anfang an begeistert hat. Ich fand es genial, quasi einen Krimi im Krimi zu lesen – dieses Spiel mit ...

„Tod zur Teestunde“ von Anthony Horowitz ist ein brillant konstruiertes Krimi-Highlight, das mich von Anfang an begeistert hat. Ich fand es genial, quasi einen Krimi im Krimi zu lesen – dieses Spiel mit Meta-Ebenen ist nicht nur clever, sondern macht auch richtig Spaß. Man liest nicht einfach einen Fall, man liest über jemanden, der einen Fall liest – und dann selbst mitten hineingezogen wird. Großartig!

Die Geschichte begleitet Susan Ryeland, ehemalige Lektorin und nun im Ruhestand eigentlich raus aus der Krimiwelt – bis das Manuskript eines jungen Autors auf ihrem Tisch landet: Atticus Pünds letzter Fall, ein klassischer „Whodunit“ um den Tod der steinreichen Lady Chalfont, die offenbar vergiftet wurde und bei der alles auf einen Täter in der eigenen Familie hindeutet. Doch während Susan das Manuskript lektoriert, entdeckt sie, dass der Autor Eliot Crace darin verschlüsselt die Geschichte seiner eigenen Familie verarbeitet – inklusive des ungeklärten, ebenfalls durch Gift verursachten Todes seiner berühmten Großmutter, Kinderbuchlegende Miriam Crace.

Und dann nimmt der Plot eine scharfe, dunkle Abzweigung: Eliot stirbt bei einer Fahrerflucht, Susan wird plötzlich verdächtigt – und die Fiktion verschmilzt mit der Realität. Ich liebe, wie Horowitz hier das klassische Cozy-Krimi-Feeling erst aufbaut, nur um es dann aufzubrechen und auf eine gefährlichere, persönlichere Ebene zu heben.

Auch die Protagonist:innen fand ich richtig toll. Susan ist klug, geerdet und mutig, ohne in überzeichnete Action-Klischees zu fallen. Und Atticus Pünd – den wir im Manuskript begleiten – ist einfach ein Genuss: scharfsinnig, leicht exzentrisch, klassisch detektivisch und herrlich britisch im Ton. Die Kombination aus Susan und Atticus als „Ermittler:innen in getrennten Welten“ funktioniert überraschend harmonisch.

Einen Stern ziehe ich nur ab, weil ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Tempo in Susans eigenem Fall gewünscht hätte – der Auftakt war für mich der stärkste Sog. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Fazit: Ein geniales Meta-Krimi-Konzept, tolle Figuren und ein Plot, der klug mit Erwartungen spielt. Für mich ein echtes Lese-Highlight und eine klare Empfehlung für alle, die klassische Krimis lieben – und sich gleichzeitig über eine frische, ungewöhnliche Erzählweise freuen. Ich will definitiv mehr „Krimi im Krimi“ lesen!

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Schweden-Setting

Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3)
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„Dann ruhest auch du“ von Sandra Åslund hat mich wieder richtig gut unterhalten – spannend, düster und mit einem Schweden-Setting, das ich einfach liebe. Öland im Winter, die raue Ostsee-Luft, einsame ...

„Dann ruhest auch du“ von Sandra Åslund hat mich wieder richtig gut unterhalten – spannend, düster und mit einem Schweden-Setting, das ich einfach liebe. Öland im Winter, die raue Ostsee-Luft, einsame Orte, alte Gemäuer – all das schafft eine Atmosphäre, in der ich mich sofort zuhause fühle. Genau diese nordische Stimmung trägt den Thriller für mich enorm.

Auch wenn ich nur Band 1 gelesen habe und Band 2 ausgelassen habe, kam ich erstaunlich gut in den dritten Teil hinein. Die Story ist so aufgebaut, dass man den Fall und die Figuren auch ohne vollständige Reihenkenntnis versteht – ein großes Plus! Ich hatte nie das Gefühl, wichtige Zusammenhänge zu verpassen, und konnte dem Plot gut folgen.

Worum geht’s? In der Schlossruine von Borgholm auf Öland wird eine Journalistin tot aufgefunden – gezielt und professionell erschossen. Es ist bereits der zweite Mord, der auf eine regelrechte Hinrichtung hindeutet. Kriminalinspektorin Maya Topelius und ihr Kollege Pär reisen nach Kalmar, um zu ermitteln – doch kaum dort, gibt es bereits ein weiteres Opfer. Schnell wird klar: Hier geht es nicht nur um Einzeltaten, sondern um ein Netzwerk voller Hass, Ideologie und Gewalt. Die Spur führt in die erschreckend real wirkenden Abgründe des ländlichen Rechtsextremismus – brisant, unbequem und sehr fesselnd erzählt.

Besonders mochte ich, dass der Fall für Maya auch persönlich wird, als sie auf Parallelen zu einem alten, lange verdrängten Trauma aus ihrer Schulzeit stößt – und damit auch zu ihren drei Freundinnen aus Jugendtagen. Diese emotionale Verknüpfung gibt der Geschichte Tiefe und Fallhöhe, ohne die Spannung auszubremsen.

Einen Stern ziehe ich ab, weil mich die Figuren-Bindung zwar wieder erreicht hat, ich aber in den Ermittlungssträngen noch ein kleines bisschen mehr Überraschung gebraucht hätte, um komplett „wow“ zu sein. Trotzdem: Der Lesefluss, das Setting und der persönliche Bezug haben mich absolut bei der Stange gehalten.

Fazit: Ein packender, atmosphärischer Nordic-Thriller, der auch ohne direkten Vorgängerband funktioniert. Für mich ein starkes Highlight der Reihe und eine klare Empfehlung für alle, die Schweden-Krimis mit persönlicher Note und gesellschaftlicher Brisanz mögen. Ich freue mich jetzt schon auf mehr Fälle mit Maya!

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