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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.12.2018

Nichts für mich

Hippie
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Als der junge Paulo in Amsterdam Karla trifft, ist er von ihr ganz fasziniert – so sehr, dass er mit ihr auf eine Busreise nach Nepal aufbricht. An Bord des „Magic Bus“ sind sie unterwegs und treffen dort ...

Als der junge Paulo in Amsterdam Karla trifft, ist er von ihr ganz fasziniert – so sehr, dass er mit ihr auf eine Busreise nach Nepal aufbricht. An Bord des „Magic Bus“ sind sie unterwegs und treffen dort auf Reisende, mit denen sie sich schnell anfreunden. Wie wird es mit ihnen weitergehen auf dem „Hippie-Trail“?

Paulo Coelho verarbeitet in diesem Buch eigene Erfahrungen aus seiner Jugendzeit. Dieses Buch ist so ganz anders geraten als seine bisherigen Bücher. Leider konnte mich diese Geschichte nicht wirklich packen, im Gegenteil, ich habe mich sehr schwer getan damit. Vor allem am Anfang merkte ich immer wieder, dass meine Gedanken beim Lesen abschweiften, dass ich mich fragte, worum es gerade gehe. Es kam mir eher vor, als habe der Autor diese Erinnerungen für sich selbst aufgeschrieben; mich als Leserin hat er definitiv nicht erreicht. Die Personen bleiben mir zu zweidimensional, die Geschichte plätschert vor sich hin, mit manchen kleinen Höhepunkten. Die Weisheiten, die in dieses Buch gestreut sind, kommen mir sehr abgehoben vor, sie haben mich in diesem Kontext nicht berühren können.

Da ich mich durch dieses Buch ziemlich durchgequält habe, kann ich es leider nicht weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 14.10.2018

Nichts für mich

Uns gehört die Nacht
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Elise Perez hat sich in ihren Nachbarn Jamey verliebt. Weil sie aus der Unterschicht kommt und er der Erbe einer reichen Familie ist, wird ihrer Liebe keine Zukunft vorausgesagt, im Gegenteil, Elise wird ...

Elise Perez hat sich in ihren Nachbarn Jamey verliebt. Weil sie aus der Unterschicht kommt und er der Erbe einer reichen Familie ist, wird ihrer Liebe keine Zukunft vorausgesagt, im Gegenteil, Elise wird unterstellt, dass sie sich nur an sein Geld heranmachen will. Doch zwischen den beiden entwickelt sich die Liebe ihres Lebens. Wird sie eine Zukunft haben?

Der Stoff zu diesem Buch ist nicht neu: Armes Mädchen ohne jede Chance im Leben trifft superreichen Erben, und ihre Liebe wird mit jedem Angriff von außen mehr gefestigt. Leider hat mich der Schreibstil des Buches so geärgert, dass ich immer wieder Durchhänger beim Lesen hatte. Vor allem am Anfang wird die Handlung von vielen Beschreibungen dominiert, die ins Obszöne abdriften. Später verändert sich das, es tauchen auch sehr einfühlsame Passagen auf, und erst dann hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte ihre beiden Protagonisten überhaupt ernst nimmt. Doch die Sexszenen ziehen sich durchs gesamte Buch, in einem recht unnötigen Detailreichtum, das finde ich hier eher unpassend. Sollte es vielleicht sogar ablenken von den beiden Liebenden, deren Charakter mir zu oft aufs Sexuelle reduziert wurde und ansonsten eher blass blieb? Es gelang mir im Verlauf der Geschichte eher selten, Elise und Jamey wirklich ernst zu nehmen und ihre Motivationen nachzuvollziehen.

Schade, dieses Buch hat mich überhaupt nicht fesseln können. Ich finde, man muss es nicht gelesen haben.

Veröffentlicht am 27.09.2018

Den roten Faden verloren

Die Feen-Saga / Virginia Rose
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Julian fährt wegen einem Projekt mit seinen Freunden nach Glendalough. Dort hat seine verstorbene Mutter eines ihrer Bilder gemalt, und Julian entdeckt sehr bald, was sie dazu bewogen hat: Er trifft Victoria, ...

Julian fährt wegen einem Projekt mit seinen Freunden nach Glendalough. Dort hat seine verstorbene Mutter eines ihrer Bilder gemalt, und Julian entdeckt sehr bald, was sie dazu bewogen hat: Er trifft Victoria, die als Fee von einem Fluch belastet ist. Und dieser Fluch hat bereits Menschenleben gekostet…

Im Buch der Autorin Hanna Marten überwiegt eine geheimnisvolle, märchenhafte Atmosphäre, die den Leser schnell in Victorias Zwischenwelt entführt. Untergründig vorhanden ist aber auch von Anfang an die Gefahr, die hier lauert. Victoria muss eine schwierige Aufgabe lösen, an der sie fast zerbricht. Vieles wird dabei nur angedeutet, die Informationen über Victoria fließen eher spärlich, was zwar die Spannung erhöhen soll, doch ich habe mich leider dabei etwas verheddert in der Geschichte. Ich konnte bald die Motivationen der einzelnen Personen nicht nachvollziehen und mich dann nicht in die einzelnen Protagonisten hineinversetzen. Dabei habe ich den roten Faden der Geschichte verloren. Viele Fragen bleiben auch noch am Ende des Buches offen und sollen wohl in der Fortsetzung eine Rolle spielen.

Leider bin ich mit diesem Buch nicht warm geworden. Das ist schade, denn ich bin den Geschichten der irischen Anderwelt sehr zugeneigt. Möge es andere Leser geben, die sich mit diesem Buch besser aufgehoben fühlen.

Veröffentlicht am 15.06.2018

Stroboskop-Bilder

Alles was glänzt
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Im Schatten eines Berges versucht eine kleine Dorfgemeinschaft ihr Auskommen. Man kennt sich und kann sich einschätzen. Doch mit dem Zittern des Bergs künden sich Veränderungen an.

Stroboskopartig fokussiert ...

Im Schatten eines Berges versucht eine kleine Dorfgemeinschaft ihr Auskommen. Man kennt sich und kann sich einschätzen. Doch mit dem Zittern des Bergs künden sich Veränderungen an.

Stroboskopartig fokussiert die Autorin Marie Gamillscheg Begebenheiten zu den Menschen dieses Ortes. Um den Tod eines Bewohners gruppieren sich Menschen, Meinungen, Hoffnungen, berechtigt oder unberechtigt. Keines dieser Schicksale geht wirklich in die Tiefe, so dass ich als Leserin kaum einen Bezug zu ihnen erhielt. Jedes dieser Stroboskop-Bilder bleibt für sich, einen Zusammenhang konnte ich nicht herstellen. Die teilweise lapidare Satzbildung unterstützt dies noch.

Dieser Schreibstil ist mir zu modern, ich kann damit leider nichts anfangen. Bis zum Ende des Buches habe ich mich bemüht, in dieser Geschichte einen Sinn zu finden, es wollte mir nicht wirklich gelingen.

Dafür kann ich leider nur 2 Sterne vergeben. Möge es andere Leser geben, die mit dieser Geschichte besser klar kommen als ich.

Veröffentlicht am 22.01.2026

Sehr abgehoben

Dius
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Egidius ist Kunststudent. Er geht auf seinen Dozenten Anton zu und nimmt ihn mit zu einem Haus am Meer. Es ist eine besondere Faszination, die diese beiden Männer auf eine überraschende Weise verbindet. ...

Egidius ist Kunststudent. Er geht auf seinen Dozenten Anton zu und nimmt ihn mit zu einem Haus am Meer. Es ist eine besondere Faszination, die diese beiden Männer auf eine überraschende Weise verbindet.

Als ich dieses Buch zu lesen begonnen habe, fragte ich mich recht schnell, was Egidius, genannt Dius, von seinem Dozenten möchte, und warum sich Dozent Anton so bereitwillig auf dessen Annäherung einlässt, denn die Nähe, die Dius Anton anbietet, ist viel zu nah. Weder Anton noch Dius sind mir dabei sympathisch gewesen, ich bin weder mit den Charakteren noch mit der Geschichte warm geworden – und habe dann beschlossen, dass dieses Buch eindeutig nichts für mich ist. Der Stil dieses Romans ist mir zu abgehoben, und meine Kenntnisse in Kunst und Kunstgeschichte reichen definitiv nicht aus für diese Geschichte. Ich habe das Buch nach etwa einem Drittel abgebrochen.

Vermutlich wird es Leser geben, die dieses Buch gut finden. Ich selbst kann es nicht weiter empfehlen. Ich vergebe 1 von 5 Sternen.