Platzhalter für Profilbild

Gisel

Lesejury Star
offline

Gisel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Gisel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2018

Nichts für mich

Uns gehört die Nacht
0

Elise Perez hat sich in ihren Nachbarn Jamey verliebt. Weil sie aus der Unterschicht kommt und er der Erbe einer reichen Familie ist, wird ihrer Liebe keine Zukunft vorausgesagt, im Gegenteil, Elise wird ...

Elise Perez hat sich in ihren Nachbarn Jamey verliebt. Weil sie aus der Unterschicht kommt und er der Erbe einer reichen Familie ist, wird ihrer Liebe keine Zukunft vorausgesagt, im Gegenteil, Elise wird unterstellt, dass sie sich nur an sein Geld heranmachen will. Doch zwischen den beiden entwickelt sich die Liebe ihres Lebens. Wird sie eine Zukunft haben?

Der Stoff zu diesem Buch ist nicht neu: Armes Mädchen ohne jede Chance im Leben trifft superreichen Erben, und ihre Liebe wird mit jedem Angriff von außen mehr gefestigt. Leider hat mich der Schreibstil des Buches so geärgert, dass ich immer wieder Durchhänger beim Lesen hatte. Vor allem am Anfang wird die Handlung von vielen Beschreibungen dominiert, die ins Obszöne abdriften. Später verändert sich das, es tauchen auch sehr einfühlsame Passagen auf, und erst dann hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte ihre beiden Protagonisten überhaupt ernst nimmt. Doch die Sexszenen ziehen sich durchs gesamte Buch, in einem recht unnötigen Detailreichtum, das finde ich hier eher unpassend. Sollte es vielleicht sogar ablenken von den beiden Liebenden, deren Charakter mir zu oft aufs Sexuelle reduziert wurde und ansonsten eher blass blieb? Es gelang mir im Verlauf der Geschichte eher selten, Elise und Jamey wirklich ernst zu nehmen und ihre Motivationen nachzuvollziehen.

Schade, dieses Buch hat mich überhaupt nicht fesseln können. Ich finde, man muss es nicht gelesen haben.

Veröffentlicht am 27.09.2018

Den roten Faden verloren

Die Feen-Saga / Virginia Rose
0

Julian fährt wegen einem Projekt mit seinen Freunden nach Glendalough. Dort hat seine verstorbene Mutter eines ihrer Bilder gemalt, und Julian entdeckt sehr bald, was sie dazu bewogen hat: Er trifft Victoria, ...

Julian fährt wegen einem Projekt mit seinen Freunden nach Glendalough. Dort hat seine verstorbene Mutter eines ihrer Bilder gemalt, und Julian entdeckt sehr bald, was sie dazu bewogen hat: Er trifft Victoria, die als Fee von einem Fluch belastet ist. Und dieser Fluch hat bereits Menschenleben gekostet…

Im Buch der Autorin Hanna Marten überwiegt eine geheimnisvolle, märchenhafte Atmosphäre, die den Leser schnell in Victorias Zwischenwelt entführt. Untergründig vorhanden ist aber auch von Anfang an die Gefahr, die hier lauert. Victoria muss eine schwierige Aufgabe lösen, an der sie fast zerbricht. Vieles wird dabei nur angedeutet, die Informationen über Victoria fließen eher spärlich, was zwar die Spannung erhöhen soll, doch ich habe mich leider dabei etwas verheddert in der Geschichte. Ich konnte bald die Motivationen der einzelnen Personen nicht nachvollziehen und mich dann nicht in die einzelnen Protagonisten hineinversetzen. Dabei habe ich den roten Faden der Geschichte verloren. Viele Fragen bleiben auch noch am Ende des Buches offen und sollen wohl in der Fortsetzung eine Rolle spielen.

Leider bin ich mit diesem Buch nicht warm geworden. Das ist schade, denn ich bin den Geschichten der irischen Anderwelt sehr zugeneigt. Möge es andere Leser geben, die sich mit diesem Buch besser aufgehoben fühlen.

Veröffentlicht am 15.06.2018

Stroboskop-Bilder

Alles was glänzt
0

Im Schatten eines Berges versucht eine kleine Dorfgemeinschaft ihr Auskommen. Man kennt sich und kann sich einschätzen. Doch mit dem Zittern des Bergs künden sich Veränderungen an.

Stroboskopartig fokussiert ...

Im Schatten eines Berges versucht eine kleine Dorfgemeinschaft ihr Auskommen. Man kennt sich und kann sich einschätzen. Doch mit dem Zittern des Bergs künden sich Veränderungen an.

Stroboskopartig fokussiert die Autorin Marie Gamillscheg Begebenheiten zu den Menschen dieses Ortes. Um den Tod eines Bewohners gruppieren sich Menschen, Meinungen, Hoffnungen, berechtigt oder unberechtigt. Keines dieser Schicksale geht wirklich in die Tiefe, so dass ich als Leserin kaum einen Bezug zu ihnen erhielt. Jedes dieser Stroboskop-Bilder bleibt für sich, einen Zusammenhang konnte ich nicht herstellen. Die teilweise lapidare Satzbildung unterstützt dies noch.

Dieser Schreibstil ist mir zu modern, ich kann damit leider nichts anfangen. Bis zum Ende des Buches habe ich mich bemüht, in dieser Geschichte einen Sinn zu finden, es wollte mir nicht wirklich gelingen.

Dafür kann ich leider nur 2 Sterne vergeben. Möge es andere Leser geben, die mit dieser Geschichte besser klar kommen als ich.

Veröffentlicht am 22.01.2026

Sehr abgehoben

Dius
0

Egidius ist Kunststudent. Er geht auf seinen Dozenten Anton zu und nimmt ihn mit zu einem Haus am Meer. Es ist eine besondere Faszination, die diese beiden Männer auf eine überraschende Weise verbindet. ...

Egidius ist Kunststudent. Er geht auf seinen Dozenten Anton zu und nimmt ihn mit zu einem Haus am Meer. Es ist eine besondere Faszination, die diese beiden Männer auf eine überraschende Weise verbindet.

Als ich dieses Buch zu lesen begonnen habe, fragte ich mich recht schnell, was Egidius, genannt Dius, von seinem Dozenten möchte, und warum sich Dozent Anton so bereitwillig auf dessen Annäherung einlässt, denn die Nähe, die Dius Anton anbietet, ist viel zu nah. Weder Anton noch Dius sind mir dabei sympathisch gewesen, ich bin weder mit den Charakteren noch mit der Geschichte warm geworden – und habe dann beschlossen, dass dieses Buch eindeutig nichts für mich ist. Der Stil dieses Romans ist mir zu abgehoben, und meine Kenntnisse in Kunst und Kunstgeschichte reichen definitiv nicht aus für diese Geschichte. Ich habe das Buch nach etwa einem Drittel abgebrochen.

Vermutlich wird es Leser geben, die dieses Buch gut finden. Ich selbst kann es nicht weiter empfehlen. Ich vergebe 1 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 20.07.2024

Abgebrochen

Das Fenster zur Welt
0

Ulysses und Evelyn begegnen sich in einem italienischen Weinkeller und sprechen dort über Kunst. Nach dem Krieg kehrt er aus Florenz zurück nach London, in sein altes Leben.

Mit diesem Buch konnte ich ...

Ulysses und Evelyn begegnen sich in einem italienischen Weinkeller und sprechen dort über Kunst. Nach dem Krieg kehrt er aus Florenz zurück nach London, in sein altes Leben.

Mit diesem Buch konnte ich überhaupt nicht warm werden. Ich habe mich verloren in einer anscheinend unübersichtlichen Zahl von Personen, Handlungsfäden, Zeiten und Orten. Immer wieder habe ich mich gefragt, was ich denn bisher gelesen habe, und tat mich dabei unendlich schwer. Ich bin auf der Strecke geblieben, dabei hatte ich noch nicht mal gemerkt, wo hier die Spannung ist. Letztendlich blieb der Eindruck, dass hier ganz langatmig irgendwelche Geschehnisse erzählt werden, von denen ich nicht erkennen konnte, wie sie zusammen hängen.

Vielleicht habe ich dieses Buch einfach zum falschen Zeitpunkt gelesen. Ich habe es nach knapp 100 Seiten abgebrochen, weil ich wirklich keinen Bezug zur Geschichte finden konnte. Ich kann leider überhaupt keine Empfehlung abgeben und vergebe nur 1 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere