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Veröffentlicht am 23.01.2026

Die Schrecken des Krieges

TINTE und SCHWERT
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1618, der Dreißigjährige Krieg hat begonnen. Doch zu dem Zeitpunkt weiß noch niemand, dass er 30 Jahre dauern wird. Jacob wohnt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe von Würzburg und wird ...

1618, der Dreißigjährige Krieg hat begonnen. Doch zu dem Zeitpunkt weiß noch niemand, dass er 30 Jahre dauern wird. Jacob wohnt mit seiner Familie in einem kleinen Dorf in der Nähe von Würzburg und wird bei einem Überfall verletzt. Seine Familie stirbt komplett. Er wird gezwungen, in die protestantische Armee von General Mansfeld zu gehen. Aufgrund seiner Schreibkenntnisse wird er befördert und beschließt, sich an Leutnant von Hohenfels zu rächen, der seine Familie umgebracht hat. Doch das ist nicht so einfach und geht erst voran, als er in Pilsen Anna kennenlernt, deren Mutter als Hexe angezeigt wird.

Das Buch handelt von den Anfängen des Dreißigjährigen Krieges. Zum größten Teil geht es um die Belagerung und die Eroberung von Pilsen. Das ist sehr anschaulich beschrieben. Die Schrecken des Krieges werden genau aufgeführt. Man merkt, dass der Autor in entsprechenden Vereinen mitwirkt, denn selbst kleine Details sind vermerkt. So als Beispiel: Wie werden die Zelte beheizt? Die Geschichte von Jacob und später auch Anna kommt mir manchmal ein wenig zu kurz. Ich hoffe, dass das in den beiden Folgebänden ausführlicher ist. Manche ihrer Entscheidungen waren für mich für die damalige Zeit zu risikoreich, ich kann mir schwer vorstellen, dass das wirklich möglich war. Aber ich kann auch nicht behaupten, dass es unmöglich ist. Und so verbuche ich das einfach auf Abenteuer und Spannung, und da gibt es im Buch einiges. Insgesamt ein sehr guter historischer Roman, für den ich eine Leseempfehlung ausspreche.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Interessant

Die weiße Nacht
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Berlin 1946. Es ist Winter, eisige Kälte und die Menschen hungern und frieren. Lou ist Fotografin, doch sie kann von ihren Bildern nicht leben. Zufällig fotografiert sie eine tote Frau. Kommissar König ...

Berlin 1946. Es ist Winter, eisige Kälte und die Menschen hungern und frieren. Lou ist Fotografin, doch sie kann von ihren Bildern nicht leben. Zufällig fotografiert sie eine tote Frau. Kommissar König konfisziert diese Bilder. Doch er kommt mit dem Fall nicht weiter. Die Ermittlungen stecken fest…

Das Buch ist ein sehr solider historischer Krimi, der zu einer besonders schwierigen Zeit spielt. Die Hauptfiguren haben Ecken und Kanten und sind interessant. Ebenfalls sehr gut gelungen sind die Beschreibungen der zerstörten Stadt und die Nöte der Menschen zur damaligen Zeit, die Schwierigkeiten bei der Nahrungssuche und bei der Suche nach Heizmaterial. Der Fall selbst tritt für meine Begriffe allerdings etwas zu oft in den Hintergrund und ich hätte es gerne etwas spannender gehabt. Trotzdem gibt es bei mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Unbekannte Heldinnen

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Gwen arbeitet bei der BBC und stellt unbekannte Frauen in ihren Beiträgen vor. Sie bekommt die Aufgabe, ein Buch über Frauen im Zweiten Weltkrieg zu schreiben, die als Agentinnen in das besetzte Frankreich ...

Gwen arbeitet bei der BBC und stellt unbekannte Frauen in ihren Beiträgen vor. Sie bekommt die Aufgabe, ein Buch über Frauen im Zweiten Weltkrieg zu schreiben, die als Agentinnen in das besetzte Frankreich geschleust wurden. Die Suche bringt sie auch zu ihrer familiären Vergangenheit...

Das Buch erzählt in sehr guter Form über die unbekannten Frauen, die im Zweiten Weltkrieg als Funkerinnen und Agentinnen ausgebildet wurden und ins besetzte Frankreich kamen. Dort hatten sie zwar Hilfe, waren aber extrem großen Gefahren ausgesetzt und viele haben ihre Einsätze nicht überlebt. Nach dem Krieg wurden ihre Leistungen fast gar nicht anerkannt. Das Buch setzt ihnen ein Denkmal. Gleichzeitig erzählt es aber auch eine interessante Familiengeschichte und ist gut lesbar. Von mir gibt seine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Abschluss

Düsteres Tal
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Clara leitet in Nairobi eine Schule. Als der norwegische zuständige Minister zu Gast ist, wird die Schule von Terroristen überfallen und er getötet. Clara rettet viele Menschenleben und wird zur Heldin. ...

Clara leitet in Nairobi eine Schule. Als der norwegische zuständige Minister zu Gast ist, wird die Schule von Terroristen überfallen und er getötet. Clara rettet viele Menschenleben und wird zur Heldin. Wieder in Norwegen zurück, bekommt sie den Posten als Justizministerin erneut angeboten. Doch die Schatten aus der Vergangenheit werden immer länger

Das Buch ist der Abschluss der Trilogie. Wie die vorangegangenen Teile ist er sehr gut lesbar und bringt die aktuelle Situation in Norwegen gut auf den Punkt. Die Hauptfigur ist sehr zwiespältig. Nicht direkt unsympathisch, aber als mehrfache Mörderin auch nicht wirklich sympathisch. Mich hat am Ende vor allem interessiert, wie die Situation aufgelöst wird. Und hier wurde ich dann für meinen Geschmack etwas enttäuscht. Für genauere Ausführungen müsste ich allerdings jetzt zu viel spoilern, was ich unterlasse.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Wo ist Annemie?

Das Flüstern der Marsch
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Karl wird bald 80 und in Vorbereitung dieses runden Geburtstages kommt die Familie immer mal zusammen. So auch Mona, die erst eine neue Arbeit begonnen hat. Doch plötzlich ist die Oma – Karls Frau -Annemie ...

Karl wird bald 80 und in Vorbereitung dieses runden Geburtstages kommt die Familie immer mal zusammen. So auch Mona, die erst eine neue Arbeit begonnen hat. Doch plötzlich ist die Oma – Karls Frau -Annemie verschwunden. Karl lässt das scheinbar kalt, während die Familie mit der Suche beginnt. Irgendwann schalten sie die Polizei ein, doch Annemie wird nicht gefunden und so wird der Geburtstag ohne sie gefeiert.

Das Buch ist eine Familiengeschichte der besonderen Art. Es ist sehr gut geschrieben und lässt sich trotz des oft schwierigen Thema sehr gut lesen. Die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt und jeweils durch andere Personen. So entwickelt sich das Ganze langsam und als Leser hat man zwar eine Idee, erlebt aber trotzdem immer wieder Überraschungen. Speziell die Mutter-Tochter-Beziehungen in der Familie sind ziemlich dysfunktional, was Ursachen in der Vergangenheit hat und was man aber erst so nach und nach erfährt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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