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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2019

Ich hätte mir mehr erwartet.

Hope Again
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"Hope Again" ist der vierte Teil von Mona Kasten's Again-Reihe. Die Bücher können unabhängig von einander gelesen werden. In jedem Teil wird ein Pärchen näher behandelt - nach Allie und Kaden, Dawn und ...

"Hope Again" ist der vierte Teil von Mona Kasten's Again-Reihe. Die Bücher können unabhängig von einander gelesen werden. In jedem Teil wird ein Pärchen näher behandelt - nach Allie und Kaden, Dawn und Spencer, Sawyer und Isaac sind nun in Teil 4 Everly und Nolan an der Reihe!

Leider muss ich sagen, dass "Hope Again" für mich der schwächste Teil der Reihe war. Mona Kasten schreibt zwar wie immer in einem wunderbar mitreißenden Stil, der die Seiten gerade so dahin fliegen lässt. Dennoch wurde mir die Geschichte irgendwann zu lang mit diesem ständigen Hin und Her zwischen der Studentin Everly und ihrem Dozenten Nolan. Ich verstehe, dass gerade Nolan starke Vorbehalte gegen eine Beziehung mit Everly hatte, fand sein ambivalentes Verhalten ihr gegenüber aber irgendwann nur noch ermüdend. Die ganze Situation erinnerte mich anfangs auch recht stark an die Maxton-Hall Trilogie von Mona Kasten und ich hatte des öfteren das Gefühl, dass ich doch genau die gleiche Geschichte gerade eben erst gelesen hatte...

Auch mit den Charakteren an sich hatte ich diesmal kein Glück. Everly war für mich recht unnahbar, was sicherlich auch beabsichtigt war. Schließlich wollte sie auf Teufel komm raus vermeiden, dass irgendjemand von ihrer schlimmen Kindheit und Jugend erfuhr. Sympathisch wurde sie mir dadurch aber nicht. Nolan fand ich als Typ - sowohl optisch als auch charakterlich - sehr stark, allerdings war er für mich nicht besonders stimmig. Sein Verhalten, seine Wortwahl (und auch sein Name) passten eher zu einem 35-40jährigen als zu einem 28jährigen. Dadurch hatte ich auch Schwierigkeiten, ihn mit Everly zusammen zu bringen.

Trotz all dem ist das Buch schön geschrieben. Vor allem die Passagen mit den Skype-Nachrichten lockern den Verlauf auf. Ich hab's auch sehr genossen, den anderen Pärchen aus den Vorgängerbüchern wieder zu begegnen. Und ich freue mich nun auf "Dream Again" - den fünften Teil, in dem es um Blake gehen wird...

Für "Hope Again" vergebe ich gut gemeinte 2,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Enttäuschend

The Long Game – Die große Liebe sucht man nicht, sie findet einen
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"The Long Game" war mein drittes Buch von Elena Armas und ich muss sagen, dass unsere gemeinsame Lesereise bisher einer ziemlichen Achterbahnfahrt glich. "Spanish Love Deception" ließ mich ein wenig zwiegespalten ...

"The Long Game" war mein drittes Buch von Elena Armas und ich muss sagen, dass unsere gemeinsame Lesereise bisher einer ziemlichen Achterbahnfahrt glich. "Spanish Love Deception" ließ mich ein wenig zwiegespalten zurück, während mir "The American Roommate Experiment" recht gut gefiel. "The Long Game" wiederum war seit langem wieder einmal ein Buch, bei dem ich des Öfteren überlegt habe, ob ich es abbrechen soll - und ich breche eigentlich nie Bücher ab...

Die Handlung konnte mich überhaupt nicht mitnehmen, das Buch war phasenweise richtiggehend langweilig. Die Protagonisten empfand ich nicht als unsympathisch, aber ich habe mich auch nicht mit ihnen anfreunden können - irgendwie sind Adalyn und Cameron total neutral und blass geblieben und ich habe ihr Handeln und Tun oft nicht verstanden. Cameron hätte auf seine bärbeißige Art recht heiß sein können, aber er hat diesen Eindruck mit seinem ständigen Mansplaining und seinem überbordenden Beschützerkomplex komplett kaputt gemacht. Auch hätte ich mir von dem Roman mehr Tiefe gewünscht - die Themen, die im Leben von Adalyn und Cam unterschwellig so große Rollen spielen, wurden quasi im Epilog in einem Nebensatz abgehandelt, während sich die Handlung nur mit Oberflächlichkeiten beschäftigte.

Ich war nahe dran, nur einen Stern zu vergeben, habe mich aber für einen zweiten Stern entschieden, den ich mit dem humorvollen Setting rechtfertige. Die Szenen mit den Warriors waren absolut herzerwärmend und meine absoluten Highlights in diesem ansonsten recht zähen Liebesroman.

Mein Fazit: Keine Weiterempfehlung von mir, aber Bücher sind wie immer Geschmackssache. In Armas neuestem Buch "The Fiancé Dilemma" geht es um Adalyns besten Freund Matthew, den ich in diesem Roman recht erfrischend fand, deshalb werde ich dem Buch wohl noch eine Chance geben.

Veröffentlicht am 24.01.2026

Wirr, zäh und vorhersehbar

Illusion – A Lie Worth Believing
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Ich mag eigentlich keine Menschen auf Buchcovern, aber bei "Illusion" hat mir der moderne Comicstil und das Geheimnisvolle gut gefallen. Der Start ins Buch war auch sehr vielversprechend - ich habe mich ...

Ich mag eigentlich keine Menschen auf Buchcovern, aber bei "Illusion" hat mir der moderne Comicstil und das Geheimnisvolle gut gefallen. Der Start ins Buch war auch sehr vielversprechend - ich habe mich durch Levin und seine Magiertruppe ein wenig an den Film "Die Unfassbaren" erinnert gefühlt und hatte die Hoffnung, dass der Roman ähnlich spannend und überraschend werden würde.

Leider war bei ca. einem Drittel des Buchs die Luft raus. Die Beschreibung der Illusionsräume war sehr ausführlich, aber gleichzeitig viel zu technisch, so dass ich einerseits von Infos erschlagen war, mir aber zugleich nicht mal ansatzweise vorstellen konnte, was denn nun dort eigentlich konkret passiert. Und auch die Geschichte rund um die Investoren und die Besitzverhältnisse in Bezug auf die Show waren für mich schwer durchschaubar, nahmen aber recht viel Raum ein. Der Mittelteil zog sich deshalb wie Kaugummi.

Die Handlung hätte durchaus Potenzial gehabt, so richtig Spannung kam für mich aber nicht auf. Gerade Fias Auftauchen und die Misstrauensmomente innerhalb der Truppe empfand ich als zu deskriptiv, ebenso wie die sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen Stella und Levin. In beide Richtungen fehlten mir Tiefe und Gefühl.

Zum Ende hin ergaben sich noch ein paar neue Entwicklungen und Plottwists, die sicherlich den Spannungsbogen nochmal erhöhen hätten können, wären sie nicht so vorhersehbar gewesen.

Oberflächlich betrachtet gefällt mir die bunt zusammen gemischte Magiertruppe total gut. Sie scheinen alle sehr unterschiedlich zu sein und bieten deshalb viele Möglichkeiten zur Interaktion. Doch leider muss ich auch in diesem Punkt sagen, dass an Tiefe und Facettenreichtum gespart wurde - Cam, Richie, Eliza und Rae bleiben blass und unscheinbar. Da einige Kapitel aus Stellas Sicht geschrieben sind, lernt man sie ein wenig besser kennen. Dennoch erscheint sie wie eine ferngesteuerte Marionette, es fehlt auch hier an Gefühl.
Einzig Levin fühlt sich für mich nach einem ausgereiften und vielschichtigen Charakter an.

Mein Fazit: Ich hätte mir deutlich mehr erwartet und bin ein wenig enttäuscht von der Geschichte. Momentan denke ich nicht, dass ich den zweiten Teil lesen werde - trotz des Cliffhangers am Ende hält sich mein Interesse an der Fortsetzung in Grenzen. Insgesamt kann ich deshalb leider nur 2 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 09.11.2025

Enttäuschend

Wild Mountain Eagles: Knox & Delta
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Für eine gute Sports Romance bin ich immer zu haben. Die Story rund um die Wild Mountain Eagles hörte sich für mich auch richtig gut an, aber leider konnte mich das Buch dann trotzdem nicht packen.

Woran ...

Für eine gute Sports Romance bin ich immer zu haben. Die Story rund um die Wild Mountain Eagles hörte sich für mich auch richtig gut an, aber leider konnte mich das Buch dann trotzdem nicht packen.

Woran lag's? Zum einen am Schreibstil der Autorin. Die Sprache klang an vielen Stellen total gestelzt, fast schon antiquiert. Ich musste mich tatsächlich oft mehr über die Wortwahl aufregen, als dass ich mich auf den Inhalt konzentrieren hätte können. Leider hat dadurch auch meine Beziehung zu den Protagonisten gelitten - zu beiden konnte ich bis zum Ende keine Verbindung aufbauen, da ich vor meinem geistigen Auge eher zwei Mittfünfziger hatte als Anfang-Dreißig-jährige.
Zum anderen fühlten sich viele Stellen in der Geschichte total konstruiert an. Ich habe mir so oft gedacht: What??? So reagiert doch kein normaler Mensch!

Gefallen hat mir das Eishockey-Setting und auch der Team-Spirit. Doch das allein reicht mir leider nicht, um die Reihe weiter zu verfolgen.

Mein Fazit: Eine Rahmengeschichte mit viel Potential, das leider in der Umsetzung verpufft. Hierfür gibts leider nur 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.08.2025

Enttäuschende Fortsetzung

Culpa Tuya – Deine Schuld
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Ich hatte schon am Ende des ersten Bandes die Befürchtung, dass eine Fortsetzung schwierig werden könnte. Leider haben sich diese Befürchtungen absolut bewahrheitet.

Gerade im New Adult Bereich gibt es ...

Ich hatte schon am Ende des ersten Bandes die Befürchtung, dass eine Fortsetzung schwierig werden könnte. Leider haben sich diese Befürchtungen absolut bewahrheitet.

Gerade im New Adult Bereich gibt es viele Bücher, in denen mir die Nicht-Kommunikation der Protagonisten das ganze Leseerlebnis verleidet. Noah ist in Culpa Tuya das beste Beispiel dafür. Sie findet für ihr Schweigen zwar immer eine Rechtfertigung, aber am Ende des Tages nervt sie mit diesem selbstverursachten Drama nur. Nick ist ebenfalls um kein Stück besser - sein Verhalten ist richtiggehend krankhaft, die Beziehung der beiden absolut toxisch. Echt schwierig zu lesen...

Die Handlung an sich fand ich gut, wenn auch an manchen Stellen künstlich in die Länge gezogen. Aber grundsätzlich war das Auftauchen von Anabel Grason eine feine Wendung.

Mein Fazit: Ich musste mich furchtbar über die beiden Protagonisten aufregen und bin am Ende zu dem Schluss gekommen, dass sie gemeinsam nicht zu einem gesunden Umgang kommen können. Das Ende war für mich insofern passend und ich hadere noch mit mir, ob ich mir Teil 3 noch antun möchte. Für Band 2 gibt es 2 von 5 Sternen.