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Wolkenspiel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Wunderbar berührender Roman

Das Flüstern seiner Gnade
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Nachdem mich Rahel Krönert bereits im ersten Band total in den Bann gezogen hatte, freute ich mich unglaublich Rosalyns Weg nun weiter verfolgen zu können.
Nach ihrer Flucht aus dem behüteten Leben in ...

Nachdem mich Rahel Krönert bereits im ersten Band total in den Bann gezogen hatte, freute ich mich unglaublich Rosalyns Weg nun weiter verfolgen zu können.
Nach ihrer Flucht aus dem behüteten Leben in Adelskreisen hat es Rosalyn nicht leicht „in der Welt“ zurecht zu kommen. Ihr Weg führt sie zu „The Shelter“ (Zuflucht), einem Waisenhaus. Schon Zwiebelschälen fordert Rosalyn heraus, denn bisher wurden ihr alle häuslichen Aufgaben von Bediensteten abgenommen. Ist Rosalyn den Aufgaben in einem Waisenhaus gewachsen? Wird sie ihre Tante Adeline finden? Gibt es eine Zukunft mit William? Wohin wird ihr Weg führen? Doch in all den Herausforderungen die ihr begegnen erinnert sie sich: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen…“. Ein Satz, der den Roman durchzieht und den auch wir uns immer wieder in Erinnerung rufen sollten.
Rahel Krönert schafft es, dass Rosalyn einem ganz nah kommt. Ihre Gefühle und Gedanken sind stets nachvollziehbar und so wächst sie einem schnell ans Herz. Man leidet und freut sich mit ihr.
Wunderschön sind Begegnungen mit „alten Bekannten“ aus Band 1, aber da will ich nicht zu viel verraten. Auch neue Figuren und deren Geschichten gefielen mir und wurden sehr gut in die Handlung eingewoben. Die kleine Millie ist zuckersüß, die edle Lady Graham ist herzensgut, David Miller gefiel mir sehr und noch einige mehr.
Und während Rosalyn all diesen besonderen Menschen begegnet, lernt sie auf ihrer Glaubensreise Gott zu vertrauen und erkennt: Allein durch Gottes Gnade bin ich gerettet! Diese Erkenntnis entwickelt Rahel Krönert im Laufe der Geschichte auf sehr berührende Weise. Und ich wünsche allen, die diese Erkenntnis noch nicht haben offene Augen und offene Ohren für diese wichtige Nachricht:
Du bist aus Gnade errettet, weil Gott dich liebt.
Die Geschichte um Rosalyn hat mein Herz berührt und daher kann ich beide Bände nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Versöhnung für die verstoßene Schwester?

Eine Versöhnung am Meer
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In den ersten beiden Bänden wurde Claire eher am Rande erwähnt. Nun bekommt ihre Geschichte einen eigenen Band. Obwohl ich zunächst dachte, das Buch käme nicht an die beiden Vorgänger heran, hat mich die ...

In den ersten beiden Bänden wurde Claire eher am Rande erwähnt. Nun bekommt ihre Geschichte einen eigenen Band. Obwohl ich zunächst dachte, das Buch käme nicht an die beiden Vorgänger heran, hat mich die Geschichte doch sehr schnell in ihren Bann gezogen und mich eines Besseren belehrt. Am Schluss wäre ich sogar gerne noch „da“ geblieben, aber leider war der Roman zu Ende.

Aufgrund eines Skandals lebte Claire zwei Jahre von der Familie verstoßen bei ihrer strengen Tante. Nach deren Tod muss Claire einen neuen Platz für sich suchen und findet eine Möglichkeit in der Nähe ihrer Familie. Sie wird Teilhaberin einer Pension in Sidmouth. Dort begegnet sie William Hammond, dem verwitweten Eigentümer der Pension, der ebenfalls einiges zu verbergen scheint.
Während ihre Schwestern sich über das Wiedersehen freuen, fühlt sich die Mutter noch sehr an ihr Versprechen ihrem verstorbenen Mann gegenüber gebunden. Denn die „feine Gesellschaft“ verzeiht eine Verfehlung nicht. Dann erscheint auch noch Lord Bertram, dem sie den damaligen Skandal verdankt. Hat sich Lord Bertram geändert? Liebt er sie doch? Wird es eine Versöhnung mit den Schwestern und der Mutter geben?

Julie Klassen lässt uns Leser wieder eintauchen in das alte England des 19. Jahrhunderts und liefert einen gefühlvollen Roman über Vergebung, Mut und Versöhnung. Es gibt ein Wiedersehen mit Bekannten aus den Vorgängerbänden, aber auch neue, erfrischende Personen und einige Wendungen. Wer die ersten beiden Bände kennt, muss hier unbedingt weiterlesen. Und wer sie nicht kennt hat etwas verpasst und sollte dies nachholen. Aber: unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen!

Mit Freude habe ich gesehen, dass es noch einen vierten Band zu Weihnachten geben wird. Aber leider wird die Geschichte dann wohl ihr Ende finden. Dies ist eine Romanreihe, die für mich immer weitergehen könnte.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Historischer Roman über die Kluft zwischen Arm und Reich

Das Wagnis der Wäscherin
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Ein wunderbarer, historischer Roman rund um die Wäscherin Sara und den Anwalt James mit seiner Tochter Evie. Schnell wird klar, dass hinter der Wäscherin mehr stecken muss, als eine einfache Dienstbotin. ...

Ein wunderbarer, historischer Roman rund um die Wäscherin Sara und den Anwalt James mit seiner Tochter Evie. Schnell wird klar, dass hinter der Wäscherin mehr stecken muss, als eine einfache Dienstbotin. Denn zum einen fällt es ihr schwer sich still unterzuordnen, aber noch viel mehr spricht ihre Bildung für ein Geheimnis, das sie mit sich trägt.

Auch wenn man zu Beginn noch nicht viel über Saras Hintergründe weiß, wie und warum sie als Wäscherin arbeitet, war sie mir sofort sympathisch. Sie sieht Evie und nimmt wahr, wie es ihr wirklich geht. Sara ist hilfsbereit und liebevoll, ergreift aber auch mutig für andere Partei.

James ist nicht nur ein angesehener Anwalt, sondern auch ein liebevoller Vater. Das Glück seiner Tochter geht ihm über alles. Schon bei der ersten Begegnung ist er von Saras Haltung beeindruckt. Warum nur lassen ihn die Gedanken an diese einfache Wäscherin nicht los?

Von den „Nebenfiguren“ ist ganz klar Henry mein Liebling: Immer zur rechten Zeit am rechten Ort und mit dem Herz am rechten Fleck. Ein toller Junge, den man einfach gern haben muss.

Sehr gut sind Themen wie Hilfsbereitschaft und Vergebung eingebunden. Die Missstände zwischen Arm und Reich werden sehr deutlich veranschaulicht. Der christliche Glaube spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und Sara lernt wieder auf Gott zu vertrauen.
Zitat: „Du denkst, Gott hätte dich verlassen, aber tief in deinem Herzen weißt du, dass das nicht stimmt. Er war die ganze Zeit da und hat dich gestützt, bis du wieder selbst stehen konntest.“ S. 185

Dies war mein erstes Buch der Autorin, dem hoffentlich noch viele folgen werden.
Ein sehr lesenswerter und unterhaltsamer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Weihnachtliches Funkeln

Sparks of Christmas
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Sofie hat gerade ihre erste Stelle als Lehrerin begonnen und will, wie es für Singles üblicherweise der Fall ist, über Weihnachten nach Hause zur Familie. Da diese jedoch alle an Grippe erkrankt sind, ...

Sofie hat gerade ihre erste Stelle als Lehrerin begonnen und will, wie es für Singles üblicherweise der Fall ist, über Weihnachten nach Hause zur Familie. Da diese jedoch alle an Grippe erkrankt sind, muss eine Alternative her. Diese findet sich in Jo, einem sehr guten Freund, der sich jedoch länger nicht mehr gemeldet hat. Natürlich ist auch eine gute Portion Gefühle mit im Spiel und so darf der Leser Sofie und Jo auf dem Weg zum Weihnachtsfest (und zueinander?) in 24 kleinen Portiönchen begleiten.

Verena Unsins Schreibstil hat mich sofort mitgenommen. Das Wort „wohlfühlig“ gibt es zwar nicht, aber der Ausdruck trifft es für mich perfekt: ein wohlfühliger Schreibstil. Es ist angenehm, wie heimkommen in eine Geschichte und zu Personen, die ich zuvor nicht kannte. Die beiden vorherigen Bände „Sparks of Joy“ und „Sparks of Hope“ kenne ich noch nicht. Aber schon nach wenigen Seiten wusste ich, dass es nicht lange dauern wird, bis auch diese beiden Bücher den Weg zu mir finden werden. Für das Verständnis war es überhaupt kein Problem, die Vorbände nicht zu kennen.

Sofie war mir vom ersten Moment an sympathisch und ich konnte ihre Gefühle, Ansichten und Entscheidungen sehr gut nachempfinden. Besonders gut hat mir gefallen, dass innerhalb der Geschichte immer wieder Sofies „Stoßgebete“ miteinfließen. Gott ist in ihrem Alltag real und begleitet sie in allen Situationen, hat Anteil an ihrem Leben.
Da die Geschichte im Wechsel aus Sofies und Jos Sicht erzählt wird, kann der Leser die Entwicklung interessanterweise von beiden Seiten aus mitverfolgen.

Der Schuber mit den 24 Heftchen ist wunderschön in weihnachtlichem Grün gestaltet. Die größte Herausforderung bei diesem Adventskalender wird sein, wirklich nur ein Heftchen pro Tag zu lesen. Denn es ist einfach zu schön geschrieben, um nicht weiterlesen zu wollen.
Vielen Dank, liebe Verena Unsin, für diesen weihnachtlichen Genuss!

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Beeindruckende und spannende Unterhaltung

Uns führt der Mut
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Deutschland 1932: Das Dresdner Unternehmen Otto Kaiser AG steht kurz vor der Insolvenz. Emma, die jüngste Tochter und gleichzeitig Buchhalterin der Fabrik, fühlt sich dafür verantwortlich und sucht nach ...

Deutschland 1932: Das Dresdner Unternehmen Otto Kaiser AG steht kurz vor der Insolvenz. Emma, die jüngste Tochter und gleichzeitig Buchhalterin der Fabrik, fühlt sich dafür verantwortlich und sucht nach Lösungen. Als der reiche Franz von Altrock ihr den Hof macht, scheint dies die Lösung zu sein. Aber reicht ihre Liebe? Und dann ist da ja noch Max, ein mittelloser, aber sehr einfallsreicher Arbeiter mit großem Gottvertrauen. Zur gleichen Zeit gewinnt die NSDAP immer mehr an Macht. Wem kann man noch trauen? Zumal ein Mitglied der Familie Kaiser jüdische Wurzeln hat und immer mehr Anfeindungen ausgesetzt wird.

Mir gefiel Emmas Mut sehr. Sie steht zu ihren Überzeugungen und tritt dafür ein. Herrlich sind die Szenen als Emma ihren Führerschein macht oder am Auto herumwerkelt. Sie fährt in der Prüfung 20 km/h und als sie beschleunigen soll tut sie dies auf enorme 23 km/h. Wunderschön von Sylvia B. Barron beschrieben.

Auch Franz zeigt sich sympathisch wie er Emma umwirbt. Er macht eine Entwicklung durch, aber da möchte ich nicht zuviel verraten.

Max ist mit seinem eigenen Unternehmen zwar bankrott gegangen, aber er gibt nicht auf. Mit Gottvertrauen geht er durch die Welt und möchte das Gute – nicht nur für sich, sondern gerade auch für andere. Das ist nicht immer ganz ungefährlich und er gerät in manch heikle Situtation. Seine fröhliche und zuversichtliche Art durchs Leben zu gehen ist ansteckend und kann auch auf den Leser überspringen, wenn man es zulässt. Max ist ein Mensch, den ich sehr gerne mal persönlich kennenlernen würde.

Sylvia B. Barron hat einen sehr angenehmen, flüssigen und mitnehmenden Schreibstil. Der Roman bleibt unterhaltsam und spannend, auch wenn schwierige Themen zugrunde liegen wie z.B. Armut durch die Wirtschaftskrise, Antisemitismus,… . Die Autorin liefert eine sehr gut recherchierte Darstellung Dresdens in den 30-er Jahren und der damaligen Lebensumstände.

Der Auftakt der Dresden-Saga nimmt mit und weckt große Vorfreude auch Band 2 und 3!

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