So schön
Am Ende der Straße die SchleiKonstantin Wagner steht kurz vor seinem 40. Geburtstag. Entscheidungen stehen an. Eine schicke Eigentumswohnung in Hamburg wird gesucht und ist seine Freundin die Frau, mit der er Kinder haben und alt ...
Konstantin Wagner steht kurz vor seinem 40. Geburtstag. Entscheidungen stehen an. Eine schicke Eigentumswohnung in Hamburg wird gesucht und ist seine Freundin die Frau, mit der er Kinder haben und alt werden möchte? Als seine Eltern ihn bitten das Haus der Großmutter an der Schlei zu verkaufen, reist er für ein verlängertes Wochenende hin um Besichtigungen durchzuführen. Doch irgendwas passiert dort mit ihm. Eine innere Ruhe stellt sich ein, ein Gefühl der Verbundenheit. Den Drang einem Kaufinteressenten zuzusagen hat er auch nicht. Aus dem verlängerten Wochenende werden mehrere Tage. Will er wirklich zurück nach Hamburg?
Eine berührende Suche nach sich selbst. Lars Haider gelingt hier eine traumhafte Atmosphäre. Die Beschreibung der Straßen, der Personen und der Landschaft sind so präzise, da hatte ich das Gefühl direkt dabei zu sein. Er will uns nicht bekehren, sondern ermutigt uns Leser auf unser Bauchgefühl zu hören, auf unsere Bedürfnisse und Gefühle einzugehen. Das ist so wunderbar gelungen, dass man direkt selber über einige Entscheidungen im Leben nachdenkt. Still, melancholisch und nachdenklich wird geschrieben. Das Leben an der Schlei wird jetzt nicht komplett idealisiert, auch da ist nicht immer alles schön. Aber diese wunderschöne Natur macht was mit den Menschen, lässt sie zur Ruhe kommen, das Telefon abschalten, sich selbst spüren. Ja und was ist eigentlich Heimat? Der Ort, an dem wir aufgewachsen sind? Der Ort, an dem wir die schönsten Erinnerungen haben? Oder einfach da wo der Arbeitsplatz ist?
Eine berührende Reise zu sich selbst, feinfühlig und warmherzig. Empfehle ich euch ganz unbedingt weiter.