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Veröffentlicht am 30.01.2026

Wen die Blutmotte ruft

Blackspell
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Ein atmosphärischer Dark-Academy-Auftakt, der mich trotz schöner Welt nicht ganz überraschen konnte.
Düstere Vibes & Optik-Liebe man muss es einfach sagen: Das Buch ist ein echtes Schmuckstück. Die Blutmotten ...

Ein atmosphärischer Dark-Academy-Auftakt, der mich trotz schöner Welt nicht ganz überraschen konnte.
Düstere Vibes & Optik-Liebe man muss es einfach sagen: Das Buch ist ein echtes Schmuckstück. Die Blutmotten auf dem Farbschnitt und das Ranken-Design sind wunderschön und fangen die düstere Stimmung perfekt ein. Auch die Grundidee mit dem Hollows Lake und der Wyndhouse Academy hat mich sofort neugierig gemacht. Wer liebt es nicht, wenn hinter alten Mauern dunkle Geheimnisse lauern? Und jaaaa Academy Setting lieben wir.
Die Atmosphäre rund um den Hollows Lake ist herrlich düster und das Magiesystem angenehm unkompliziert. Aber und hier kommen wir zu meinen Kritikpunkten ich empfand manche Verhaltensweisen einfach zu kindisch. Wir reden hier von 18-jährigen Protagonisten. Ich habe dieses Partyspiel gar nicht gefühlt. Das wirkte so gestelzt und deplatziert. Außerdem war Eden teilweise extrem naiv und anstrengend… nun ja. Es passt natürlich in so ein Setting. Aber es hat sich nicht ganz rund angefühlt und sehr erzwungen.
Viele loben das Ende, aber für mich kam der große Twist leider alles andere als überraschend. Es war vieles zu offensichtlich und hat sich schon hunderte Seiten vorher angekündigt. Dadurch wirkte das Finale auf mich sehr konstruiert, als hätte man die Handlung mit Gewalt auf dieses eine Ziel zugesteuert, ohne dass es sich organisch entwickelt hat. Auch das Knistern zwischen Eden und Wolf blieb für mich eher eine Behauptung als ein echtes Gefühl. Da war leider nichts, was mich emotional wirklich abgeholt hat. Bei mir ist der obligatorische Funke nicht ganz übergesprungen. Das Buch hatte seinen Reiz und es hat mich auch unterhalten können, aber leider nicht komplett abgeholt. Es gab die kleinen vormals genannten Dinge die mich am Ende dann doch mehr gestört haben, als überzeugt.
Fazit: Ein recht schöner Roman für zwischendurch der vor allem mit einer düsteren Atmosphäre glänzt, aber leider auch vielen Schwächen in der Charaktertiefe und Logik aufweist. Wer es gerne düster mag und kein Problem mit einer eher vorhersehbaren Handlung hat, wird hier gut unterhalten. Für mich war es okay, aber eben nicht „magisch“.

3,5⭐️

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Gottloses Ende!!!

Praeda
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3.5 ⭐

Um Längen besser als der erste Teil.
Endlich bekommen wir eine Storyline (Verrat, Vampirbündnisse und der Shadowdaddyboss) und die meisten Regents kann man inzwischen auseinander halten. Deutlich ...

3.5 ⭐

Um Längen besser als der erste Teil.
Endlich bekommen wir eine Storyline (Verrat, Vampirbündnisse und der Shadowdaddyboss) und die meisten Regents kann man inzwischen auseinander halten. Deutlich mehr Charaktertiefe und wirklich spannend.
Habe das Hörbuch fast in einem Rutsch durchgehört. Aber verdammt das Ende war einfach nur GOTTLOS!!!!@#+×
Ich brauch den dritten Teil.

Randnotiz: Bin froh nach diesem seltsamen ersten Teil an der Reihe drangeblieben zu sein!

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Veröffentlicht am 31.08.2025

"Wenn Licht auf Schatten trifft …"

Das Mädchen aus der Schwebenden Welt (Floating World-Dilogie, Band 1)
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„In mir ist eine Dunkelheit. Manchmal spüre ich sie, wenn ich in Gefahr gerate oder wenn Gefühle mich überwältigen. Seit ich die Unterwelt verlassen habe, steigt die Dunkelheit in mir öfter auf als sonst, ...

„In mir ist eine Dunkelheit. Manchmal spüre ich sie, wenn ich in Gefahr gerate oder wenn Gefühle mich überwältigen. Seit ich die Unterwelt verlassen habe, steigt die Dunkelheit in mir öfter auf als sonst, ist schwer zu unterdrücken. Und ich fürchte, je mehr ich die Kontrolle über sie verliere, desto mehr verliere ich mich selbst.“ (Seite 213)

Schon der Auftakt zeigt diese Geschichte spielt mit Kontrasten: Hell und Dunkel, Himmel und Unterwelt, Nähe und Distanz. Axie Oh nimmt uns mit in eine Welt, die auf einer koreanischen Sage basiert und märchenhaft leuchtet, aber zugleich voller Gefahren, Dämonen und Geheimnisse ist.

Ren ist eine Artistin mit der verbotenen Gabe. Von klein auf lernte sie, ihr Licht zu verbergen, bis ein Angriff alles verändert. Plötzlich ist sie nicht nur Suchende nach einem Heilmittel, sondern auch Getriebene ihrer eigenen Kräfte. Sie ist jung, willensstark und strahlend optimistisch und dabei sehr naiv. Für mich wirkte sie streckenweise zu linear und ein wenig zu glatt, doch ihre Entwicklung und ihre Treue zu ihren Werten haben mich berührt.
Sunho dagegen ist von Anfang an eher still und auf diese leise Weise präsent. Ein Söldner aus der Unterwelt, zerrissen zwischen Erinnerungsverlust, Gerechtigkeitssinn und dem Dunkel, das in ihm schlummert. Während Ren mir manchmal zu jugendlich blieb, war er für mich der Ankerpunkt des Romans. Er wirkt erwachsener, komplexer und seine Kapitel haben mich mitgezogen, selbst wenn die Handlung an Tempo verlor.
Jaeil, der morraley grey Charakter, hat mich fasziniert, er bleibt undurchschaubar, schillernd, voller Geheimnisse. Von Tag und Yurhee hätte ich so gern mehr gelesen, sie haben die Geschichte insgesamt ein wenig belebt. Doch leider bleiben die meisten Nebencharaktere blass, und so wirkt die Welt enger, als sie hätte sein müssen.
Die schwebende Welt bleibt eine originelle Idee sie ist mystisch angehaucht, schimmernd, irgendwo zwischen Märchen und Legende. Und doch ist sie nicht greifbar. Es fehlte mir an Tiefe, an politischen Verflechtungen, an Details, die diese Welt hätten zum Atmen bringen können. Vieles bleibt angerissen, manches wirkt gehetzt, besonders Szenen, die eigentlich Gewicht tragen sollten, wie das Lichterfest oder die Kämpfe gegen die Dämonen. Die Actionszenen flogen vorbei und wirkten auf mich zu gestelzt, nicht gut erzählt.
Die Romantik in diesem Buch war angenehm zurückhaltend. Zwischen Ren und Sunho entsteht Chemie, süß und langsam. Kein erdrückendes Drama, keine übermäßige Dominanz. Es bleibt eine zarte Linie im Hintergrund, während die Handlung im Vordergrund steht. Nur hätte ich mir manchmal gewünscht, dass die Beziehung weniger gradlinig verläuft, mehr Brüche, mehr Unebenheiten, die diese realistischer gemacht hätten.
Das „Mädchen aus der Schwebenden Welt“ ist leicht, schimmernd, mit schönen Motiven, aber auch mit Lücken und oft viel zu glatt. Es bleibt dennoch eine originelle Idee mit liebenswerten Charakteren und ein Hauch koreanischer Mythologie mit leichtem Ghibli Feeling (vermag dieses aber nicht gekonnt einzufangen), dennoch das trägt die Geschichte. Worldbuilding, Tiefe und Tempo bleiben hinter dem zurück, was möglich gewesen wäre. Mich konnte die Geschichte nicht wirklich abholen, ich hatte mir irgendwie mehr erhofft.

3,5⭐️

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Der hellste Stern braucht die dunkelste Nacht

The Stars are Dying
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„Der hellste Stern braucht die dunkelste Nacht“

Das Buch in seiner gesamten Aufmachung ist eine wahre Schönheit.

The Stars are dying ist düster, romantisch und magisch.

Der erste Teil der Nytefall-Trilogie ...

„Der hellste Stern braucht die dunkelste Nacht“

Das Buch in seiner gesamten Aufmachung ist eine wahre Schönheit.

The Stars are dying ist düster, romantisch und magisch.

Der erste Teil der Nytefall-Trilogie entführt uns in die schaurige Welt der Vampire, Fae und Celestials. Hier treffen wir auf Astraea, welche nur Erinnerungen an die letzten fünf Jahre hat, alles andere liegt im Dunklen. Einen großen Raum nimmt das Libertatem ein, ein Tunier in dem fünf Auserwählte gegeneinander antreten, um Schutz für ihr Reich zu erlangen…

Verbotene Liebe, verlorene Erinnerungen und ein Schatten der nie von ihrer Seite weicht.

Tropes:
Villian gets the girl
Morally Grey Characters
Slow burn
Enemies to Lovers
Lost Memories

Astraea ist nicht die typische Bad-Ass Protagonistin, sondern eher hilfebedürftig und schwach. Dennoch fand ich sie als Figur gut gezeichnet. Trotz ihrer Schwächen ist sie mutig, manchmal sehr naiv und lässt sich fast aus jeder Situation retten. Warum fand ich sie dennoch als Figur gut? Weil sie nicht dem typischen Buchmuster folgte und in ihrer Entwicklung authentisch war. Sie hat ihre Erinnerungen verloren und wurde fünf Jahre lang von Hektor unterdrückt und misshandelt. Und dennoch hilft sie immer allen anderen und stellt sich zurück.
Gut manchmal wollte ich sie auch schütteln und dachte die Antworten liegen auf dem Silbertablett. Aber als Leser zoomen wir raus, wenn man selber in der Situation ist, sieht man das offensichtliche meist nicht. Erst wenn man es mit Abstand betrachtet.

Zaith mochte ich als Nebencharakter sehr. Er war so ein typischer gutmütiger Beschützer. Rose war dann wohl der typische Badass-Prota, den sich so viele gewünscht haben.

Uff ja Nyte mochte ich als düsteren Love interest sehr, auch wenn man hier viele Parallelen zu anderen Bookyboyfriends entdeckt (ich sage nur Rhysand). Die Dynamik zwischen den beiden gefiel mir. Ein Wechselspiel aus Anziehung und Misstrauen.

Warum gebe ich nur 3.5 Sterne?

Nun ja das Buch hatte seine Stärken aber auch viele Schwächen, die man nicht immer getrost überlesen konnte. Die Handlung ist für mich oft sprung- und lückenhaft, was die Szenen sehr unausgereift auf mich wirken lässt. Die Dialoge oft sehr emotionslos und holprig. Sie werden oft als Erklärung genutzt, aber dabei nicht immer geschickt in die Geschichte eingeflochten.
Was mir auch nicht so gut gefiel war, dass das Buch handlungstechnisch sehr überladen auf mich wirkte, so als wollte man möglichst viele Ideen mixen und hat sich dabei von anderen großen Werken massiv beeinflussen lassen. Da hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Eigenständigkeit gewünscht. Manche Szenen wirkten für mich dadurch sehr erzwungen und willkürlich.
Ich bin ehrlich, ab und zu hat mich das Buch verloren. Es war so konfus und weird manchmal. (Wenn selbst die Verwirrung verwirrt ist).

Ich habe eine ambivalente Meinung zu dem Buch. Die Kernidee war stark und sehr kreativ, auch die Atmosphäre gefiel mir gut und es gab interessante Charaktere. Für mich hat die Reihe noch viel Luft nach oben, gerade was Struktur, Tiefe und ein roter Faden angeht.

Für Fans von düsterer Romantasy

3.5⭐️

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Veröffentlicht am 11.01.2025

ma crevette

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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„Der Untergang der Welt hat begonnen. Und wir befinden uns mittendrin.“ (S.123)

Tief unter den Straßen von Paris befindet sich die Weltenbibliothek Mondia, wo Bücher (in ihrer Erstauflage) über das Schicksal ...

„Der Untergang der Welt hat begonnen. Und wir befinden uns mittendrin.“ (S.123)

Tief unter den Straßen von Paris befindet sich die Weltenbibliothek Mondia, wo Bücher (in ihrer Erstauflage) über das Schicksal der Menschheit wachen. Doch die Bibliothek ist dem Untergang geweiht nach dem sie sich schließt und die 19jährige Remy wird mitten in dieses Abenteuer hineingezogen, als sie von dem geheimnisvollen Weltenspringer Kasimir kurz Sim, im Blumenladen ihrer Schwester aufgesucht wird. Er fordert von ihr ein seltsames Kästchen ein und offenbart ihr, dass sie der alten Blutlinie der Ripari abstammt und er sie braucht, um Mondia zu retten. Gemeinsam begeben sie sich auf ein Abenteuer, um einen Schlüssel zusammenzubasteln, welcher Mondia wieder öffnen kann und gegen die Novas zu kämpfen, welche die Bibliothek und somit die Menschheit bedrohen.

„Manches Wissen ist zu gefährlich, um es leichtfertig preiszugeben.“ (S.255)

Die Geschichte ist sehr actiongeladen und lässt einen zu Beginn förmlich durch die Seiten fliegen. Es passiert alles Schlag auf Schlag und es gibt kaum ein durchatmen. Die meiste Zeit befinden sich unsere Protagonisten in Paris, eine Stadt wie geschaffen für Geheimnisse.
Die einzelnen Kapitel werden jeweils aus der Ich-Perspektive von Remy und Sim geschildert und erlauben so einen tieferen Einblick in ihre Gefühlswelten.

„…aber wie so oft wurde einem erst bewusst, wie wertvoll etwas war, wenn es zu spät
war und man es bereits verloren hatte.“ (S. 207)

Remy ist ein sehr sympathischer Charakter, ihre Leidenschaft zur Technik und Dinge zu reparieren machen sie einzigartig. Sie ist eine eher naive Heldin, aber mit einer unglaublichen Entschlossenheit Mondia zu retten. Sie wirkt auf mich sehr authentisch und greifbar. Kasimir ist ein spannender aber geheimnisvoller Charakter und erscheint mir ein wenig unnahbar. Die zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden steht dabei nie im Vordergrund. Einen besonderen Ehrenplatz hat der Silbenspringer Dot, ein weißer Polarfuchs, in meinem Bücherherzen bekommen.

Insgesamt finde ich die Charaktere aber gut ausgearbeitet und Flint schafft eine spannende aber auch sehr warmherzige Atmosphäre. Der Schreibstil ist dabei locker-leicht und an einigen Stellen schön ausgeschmückt, sowie sehr detailliert. Interessant waren hier auch die eingestreuten französischen Wörter.

1,5 Sternabzüge gibt es für mich, da es auch ein paar Kritikpunkte gab. Die Antagonisten bleiben insgesamt sehr blass und hätten auch stärker ausgearbeitet werden können, ihre Handlungen waren nicht immer ganz nachvollziehbar. Zudem gab es einige sehr vorhersehbare Wendungen und boten dadurch wenig Überraschung. Außerdem hätte der Geschichte auch ein paar ruhigere Momente ganz gutgetan, die actiongeladenen Szenen gaben der Handlung ein gewisses Tempo vor, aber wirkten dadurch sehr gehetzt.

Insgesamt ist Silent Secrets aber eine kurzweilige Romanatsy, welche durch ihr magisches und detailliertes Setting sowie ihre sympathischen Protas zu punkten weiß. Die Geschichte lässt sich leicht lesen und bietet gute Unterhaltung, auch wenn sie an manchen Stellen ein wenig Potenzial verschenkt. Ein gutes Buch für Zwischendurch, welches Fantasieliebhabern durchaus gefallen dürfte zudem macht es definitiv Lust auf mehr.

Randnotiz: Mir haben die Vignetten in Form von Croissants vor jedem neuen Abschnitt gut gefallen, insgesamt hat das Buch eine sehr schöne Innen- wie Außengestaltung.

3,5⭐️

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