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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2019

Informativ und inspirierend

Sag dem Abenteuer, ich komme
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Lea Rieck ist mit ihrem Leben, so wie es gerade läuft, nicht zufrieden. Kurzerhand kündigt sie ihren Job und macht sich auf ihrem Motorrad auf, um die Welt zu erkunden.

Das Buch hat mir sehr gefallen. ...

Lea Rieck ist mit ihrem Leben, so wie es gerade läuft, nicht zufrieden. Kurzerhand kündigt sie ihren Job und macht sich auf ihrem Motorrad auf, um die Welt zu erkunden.

Das Buch hat mir sehr gefallen. Es ist sehr authentisch, emotional und faszinierend geschrieben. Man erfährt nicht nur einiges über sie persönlich als Person, sondern auch sehr viel über die Länder, die sie bereist hat und die Leute, die sie während ihrer Reise kennenlernte, ob nun Reisebegleiter oder Einheimische. Man konnte immer sehr gut mit Lea mitempfinden, man hat regelrecht ein Gefühl bekommen, wie es ihr ging und gemerkt, wann sie kurz vor dem Zusammenbruch stand. Das war sehr intensiv und authentisch und hat mir sehr gut gefallen. Es wurde nichts verschönert und sehr gefreut habe ich mich für sie, dass sie auf dieser Reise gewisserweise in die früheren Jahre ihres Vaters eingetaucht ist und sie währenddessen eine ganz neue Sichtweise auf ihre Eltern bekam. Dann natürlich über ihr persönliches Happyend.

Ein sehr schönes Buch mit sehr schönen Fotos, das einen von Anfang an fesselt und sehr inspiriert.

Veröffentlicht am 20.12.2018

Von Anfang an spannend

Ich vernichte dich
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Melanie liebt ihren Sohn Alex und ist eine gute Mutter. Als sie eines Tages von der Arbeit ihren Sohn von der Tagesmutter holen will, teilt die ihr mit, dass er vom Sozialamt weggeholt wurde und sie sich ...

Melanie liebt ihren Sohn Alex und ist eine gute Mutter. Als sie eines Tages von der Arbeit ihren Sohn von der Tagesmutter holen will, teilt die ihr mit, dass er vom Sozialamt weggeholt wurde und sie sich nicht mehr sehen lassen soll. Von da an fühlt sich Melanie, als würde sie in einem Albtraum feststecken. Sie wird verdächtigt, Drogen zu verkaufen und sich nicht gut um ihren Sohn zu kümmern. Sie wird quasi von ihrer Vergangenheit eingeholt. Jemand möchte sie vernichten, doch wer? Kommt sie überhaupt gegen das System und die Behörden an und kann sie ihren Sohn zurückbekommen? Denn wie sie sehr schnell feststellen muss, steht sie allein und muss sich einem übermächtigen Gegner stellen.

Ich bin sehr schnell in die Story reingekommen, was es für mich immer einfach macht, auch am Ball zu bleiben. Das Buch ist spannend geschrieben, sehr gut recherchiert und sachlich. Man fragt sich zwischendurch schon öfter, wie das alles sein kann, dass das System, die Behörden, einen so vernichten kann, aber überraschen würde es mich heutzutage auch nicht. Die Personen wurden gut hinterleuchtet, wodurch man den einen oder anderen verdächtigt hat, andere wieder gar nicht und andere haben den Leser total überrascht. Im Nachhinein, nach der Aufklärung, verstand man das Handeln des einen oder anderen mehr, als vorher, wodurch einige Personen schließlich in einem besseren Licht dastanden. Die Hautperson Melanie habe ich sehr bewundert, ihre Kraft, ihre Stärke und ihren Willen. Ich weiß nicht, wie ich nach diesem wochenlangen Kampf gehandelt hätte oder überhaupt alles überstanden hätte. Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gefallen. Zwischendurch, bei der Hinterleuchtung einiger Personen und Ermittlungsansätze, und als man das Gefühl hatte, der Altagstrott hätte alle wieder, wurde es ein wenig langatmig, aber nie langweilig. Das Buch war von Anfang an spannend und machte mich wirklich fassungslos. Klare Kaufempfehlung von mir!

Veröffentlicht am 28.11.2018

Gute neue Krimi-Reihe

Totenweg
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Totenweg ist der erste Fall für Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Fridas Vater wird eines Abends rücklings niedergeschlagen und fällt ins Koma. Daraufhin kehrt Frida, die jetzt bei der Polizei arbeitet, ...

Totenweg ist der erste Fall für Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. Fridas Vater wird eines Abends rücklings niedergeschlagen und fällt ins Koma. Daraufhin kehrt Frida, die jetzt bei der Polizei arbeitet, auf den Hof ihrer Eltern zurück und wird schnell mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, vor der sie eigentlich fliehen wollte. Sie trifft Kriminalkommissar Bjarne Haverkorn wieder, den sie vor fast zwanzig Jahren kennenlernte, nachdem ihre beste Freundin Marit brutal ermordet wurde, der Täter aber nie ausfindig gemacht werden konnte. Es bleibt ihr keine andere Wahl und muss sich der Vergangenheit stellen.

Die Geschichte an für sich war sehr spannend, teilweise aber nicht so ganz einleuchtend, vor allem das Verhalten und die Reaktionen von Frida. Ihre Glaubwürdigkeit hat oft sehr gelitten, dafür habe ich Bjarne auf Anhieb ins Herz geschlossen und sehr mit ihm und seiner Familiengeschichte gelitten. Trotz allem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, es war einfach zu spannend, insbesondere gut und spannend geschrieben. Die Verdächtigen meinerseits und auf Seiten des Buches gingen nie aus. Das Thema war meiner Meinung sehr aktuell gehalten, früher hatte man andere Prioritäten als heute, was die Landwirtschaft angeht und das war alles gut auf den Punkt gebracht. Man hätte aus der Fridas Geschichte – der Geschichte vor fast 20 Jahren - fast schon einen eigenen Krimi, eine Art Vorgeschichte, machen können. Das hätte mir sehr gut gefallen, weil die ganzen Rückblicke auf die Vorgeschichte sehr spannend und emotional waren.

Ich hatte einen großen Lesespaß und vergebe trotz der Unglaubwürdigkeit einer Person dennoch die volle Punktzahl und freue mich auf weitere Fälle von Bjarn und Frida.

Veröffentlicht am 13.11.2018

Wunderschön

Als Larson das Glück wiederfand
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Larsons Frau ist vor kurzem gestorben. Seine Kinder haben das Haus verlassen und führen ein eigenes Leben. Er fällt in einen Alltagstrott, fühlt sich alt und von niemanden gebraucht. So entwickelt sich ...

Larsons Frau ist vor kurzem gestorben. Seine Kinder haben das Haus verlassen und führen ein eigenes Leben. Er fällt in einen Alltagstrott, fühlt sich alt und von niemanden gebraucht. So entwickelt sich ein Alltag aus Ritualen, ohne jegliche Freude am Leben. Eines Abends allerdings ändert sich das alles schlagartig, als der Nachbarsjunge vor seiner Tür auftaucht, mit einer Pflanze, um die sich Larson kümmern soll.

Diese wunderschöne Geschichte mit den dazu passenden und sehr schönen Illustrationen verdeutlicht mal wieder, dass man trotz großer Trauer, die normal ist, nie aufgeben sollte und immer das Beste aus seinem Leben machen sollte, ganz gleich wie alt. Und dass es gut ist, seine Komfortzone zu verlassen, denn schon ein kleiner Schritt kann Großes bewirken. Trauer und Einsamkeit gehören zum Leben dazu, aber es lohnt sich immer, einen Neuanfang zu wagen, was nicht heißen muss, dass man mit der Vergangenheit abschließen muss. Die Erinnerungen bleiben.

Veröffentlicht am 01.02.2026

Ein überzeugender zweiter Fall

Der tiefe Grund
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Lea Nielsen und ihr Kollege Lennart Rolfs werden zu einem scheinbaren Unfall mit Fahrerflucht gerufen. Das Opfer Lisa Uhlen muss ins künstliche Koma versetzt werden. Kurz danach verstirbt sie. Doch mit ...

Lea Nielsen und ihr Kollege Lennart Rolfs werden zu einem scheinbaren Unfall mit Fahrerflucht gerufen. Das Opfer Lisa Uhlen muss ins künstliche Koma versetzt werden. Kurz danach verstirbt sie. Doch mit jedem Tag ohne Hinweise wird der Fall immer komplizierter und die Staatsanwaltschaft sitzt dem Team im Nacken.

Nach dem Reihenauftakt "Das erkaufte Glück" ist dies der zweite Fall für Lea Nielsen und ihr Team.

Mit "Der tiefe Grund" legt Anna Johannsen einen starken zweiten Fall rund um die Ermittlerin Lea Nielsen vor, der mich insgesamt mehr überzeugen konnte als der Auftakt der Reihe. Lea macht in diesem Band eine spürbare Entwicklung durch. Jemand aus ihrer Vergangenheit taucht auf und zwingt sie dazu, sich endlich ernsthaft mit der Frage zu beschäftigen, was sie wirklich will und wo sie hingehört. Sie hinterfragt nicht mehr ständig alles und jeden, sondern beginnt, klarer zu handeln, auch wenn sie nach wie vor ein schwieriger, sehr eigenwilliger Mensch bleibt. Gerade diese Ecken und Kanten machen sie für mich glaubwürdig. Weniger positiv fallen erneut Lars und Hussmann auf. Ihr Verhalten wirkt oft unreif, fast wie bockige Schuljungen, denen man das Spielzeug weggenommen hat.

Sehr berührt hat mich dagegen erneut die Geschichte rund um Leas Vater Karl. Trotz ihrer belasteten Vorgeschichte rechne ich es Lea hoch an, dass sie sich um Karl kümmert und sich schließlich auch Hilfe holt. Ein Schritt, der ihr sichtlich nicht leichtfällt und ihre menschliche Seite stark hervorhebt. Lennart hat mir ausgesprochen gut gefallen. Er ist ein kluger, fleißiger junger Mann mit großem Potenzial und einer vielversprechenden Zukunft. Jan hingegen liebt Lea aufrichtig, was ihn manchmal fast bemitleidenswert macht, da sie sich ihm gegenüber nur schwer öffnen kann. Julia entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer echten Freundin für Lea. Die beiden Frauen lassen sich nichts gefallen, schon gar nicht von ihren männlichen Kollegen, und ihre Dynamik wirkt authentisch und erfrischend.

Der Kriminalfall selbst ist düster und spannend. Das Opfer stirbt einen brutalen Tod, und zunächst deutet alles auf einen Unfall mit Fahrerflucht hin. Doch Lea folgt ihrem Instinkt und vermutet früh einen vorsätzlichen Mord. Diese Einschätzung erweist sich letztlich als richtig. Diese Hartnäckigkeit passt perfekt zu ihrem Charakter.

Der Schreibstil von Anna Johannsen ist einfach und flüssig, das Erzähltempo hoch, sodass man schnell durch die Seiten fliegt. Insgesamt wirkt die Geschichte rund und gut aufgebaut.

Fazit: Für mich ist "Der tiefe Grund" ein gelungener zweiter Fall, der Lust auf mehr macht. Bleibt nur die Frage, ob dies bereits ein Abschluss war oder ob die Reihe weitergeführt wird. Ich würde definitiv weiterlesen.

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