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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2026

Zwischen Piraten, Magie und verbotenen Gefühlen

Nightweaver
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Nightweaver hat mich direkt im ersten Kapitel gepackt. Der Einstieg auf einem Piratenschiff ist intensiv und zieht einen sofort in die Geschichte. Genau das liebe ich. Ich wollte Meer, Kämpfe und dieses ...

Nightweaver hat mich direkt im ersten Kapitel gepackt. Der Einstieg auf einem Piratenschiff ist intensiv und zieht einen sofort in die Geschichte. Genau das liebe ich. Ich wollte Meer, Kämpfe und dieses raue Piratengefühl, und das bekomme ich am Anfang auch.

Danach verlagert sich vieles an Land. Das hat mich kurz überrascht, weil ich mit mehr Seefahrerleben gerechnet hatte. Trotzdem wurde es nicht langweilig. Die politische Spannung zwischen Menschen und Nightweavern, die Geheimnisse und die vielen Enthüllungen haben mich bei der Stange gehalten. Vor allem im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse. Da konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Aster mochte ich insgesamt sehr. Sie ist 17, impulsiv, stolz, manchmal anstrengend. Aber genau das macht sie glaubwürdig. Ihre enge Bindung zur Familie hat mir besonders gefallen. Das gibt der Geschichte Herz. Die Romance ist langsam aufgebaut, eher zart als dramatisch, und lebt von Blicken, Nähe und inneren Konflikten. Ich war komplett investiert. Und ja, ich stelle mir auch Fragen, in welche Richtung sich das noch entwickelt.

Das Magiesystem mit den Nightweavern fand ich interessant, auch wenn ich an manchen Stellen kurz überlegen musste. Es passiert viel, es gibt viele Namen und Hintergründe. Man muss wirklich aufmerksam lesen. Manche Twists habe ich kommen sehen, andere haben mich kalt erwischt.

Für mich sind es solide vier Sterne. Nicht perfekt im Tempo, aber mit einem starken Ende, viel Gefühl und genug offenen Fragen, damit ich unbedingt Band zwei lesen will.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Düsterer Inselthriller mit Sogwirkung

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Ich bin mit großer Neugier an Die Housesitterin herangegangen, weil mich das Setting sofort angesprochen hat, und bin am Ende mit einem sehr guten Lesegefühl zurückgeblieben, auch wenn es für mich nicht ...

Ich bin mit großer Neugier an Die Housesitterin herangegangen, weil mich das Setting sofort angesprochen hat, und bin am Ende mit einem sehr guten Lesegefühl zurückgeblieben, auch wenn es für mich nicht ganz zur Höchstwertung gereicht hat. Die Idee, dass Cecilia beim Betreten fremder Häuser in andere Rollen schlüpft, fand ich reizvoll. Vor allem vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Verluste und ihrer finanziellen Notlage, die ihr Handeln nachvollziehbar machen. Die abgelegene Villa auf der Ostseeinsel erzeugt von Beginn an eine dichte Stimmung, bei der man schnell merkt, dass hinter der schönen Fassade etwas Bedrohliches lauert.

Besonders gefallen hat mir der Aufbau mit wechselnden Perspektiven und Zeitebenen, weil man als Leser*in nie das ganze Bild kennt und ständig gezwungen ist, Annahmen zu hinterfragen. Cecilia war mir anfangs etwas fremd und unnahbar, doch mit jeder neuen Information wuchs mein Verständnis für sie, bis sie gegen Ende für mich deutlich an Tiefe gewann. Die Geschichte bleibt durchgehend spannend, auch wenn manche Entwicklungen für meinen Geschmack etwas stärker hätten zugespitzt sein dürfen.

Insgesamt ist Die Housesitterin ein packender Thriller mit starker Atmosphäre und Figuren, die sich nicht sofort durchschauen lassen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Stark in Emotionen, etwas holprig im Ablauf

The Things Gods Break – Schattenverführt
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Als zweiter Band setzt die Geschichte direkt dort an, wo der erste aufgehört hat, was mir sofort das Gefühl gegeben hat, wieder mittendrin zu sein. Lyra und Hades haben mich emotional erneut abgeholt, ...

Als zweiter Band setzt die Geschichte direkt dort an, wo der erste aufgehört hat, was mir sofort das Gefühl gegeben hat, wieder mittendrin zu sein. Lyra und Hades haben mich emotional erneut abgeholt, ihre Verbindung trägt das Buch für mich mühelos, auch wenn sie diesmal weniger gemeinsame Zeit haben, als ich mir gewünscht hätte.

Die vielen Zeitsprünge waren für mich der größte Stolperstein, vor allem als Hörbuch, weil das Hin und Her stellenweise unübersichtlich wurde und ich mich öfter neu orientieren musste. Trotzdem mochte ich die Idee dahinter, denn nach und nach fügen sich Dinge zusammen, von denen man vorher gar nicht wusste, dass sie fehlen.

Besonders gefallen hat mir die Weiterentwicklung der Figuren und die Einführung neuer Charaktere, von denen mich einer emotional richtig getroffen hat. Das hat gesessen. Nicht alles war nötig und manches zog sich, aber die Gefühle, die Dynamik und der Mut, einen anderen Weg als im ersten Band zu gehen, haben für mich überwogen.

Kein perfekter zweiter Teil, aber einer, der mich drangehalten hat und neugierig auf das Finale macht.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Düster, packend, überraschend süchtig machend

The Ordeals
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Ich hatte ehrlich nicht erwartet, wie sehr mich dieses Buch fesseln würde, denn objektiv sehe ich einige Schwächen, vor allem in der sehr sprunghaften Romance und bei Figurenentscheidungen, die sich teilweise ...

Ich hatte ehrlich nicht erwartet, wie sehr mich dieses Buch fesseln würde, denn objektiv sehe ich einige Schwächen, vor allem in der sehr sprunghaften Romance und bei Figurenentscheidungen, die sich teilweise widersprechen und mich zwischendurch den Kopf schütteln ließen. Gerade die Dynamik zwischen den Hauptfiguren wechselt extrem schnell, was sich manchmal unnatürlich anfühlt und emotional wenig Raum zum Atmen lässt.

Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil die Atmosphäre an der magischen Akademie unglaublich gut funktioniert. Killmarth fühlt sich düster, bedrohlich und lebendig an, und die ständige Gefahr während der Prüfungen sorgt dafür, dass man automatisch weiterlesen will, selbst wenn man mit einzelnen Aspekten hadert.

Sophie als Hauptfigur ist widersprüchlich, oft unsicher und gleichzeitig sehr stur, was mich stellenweise genervt hat, sie aber auch erstaunlich menschlich wirken lässt. Ihr Wunsch nach Freiheit steht so stark im Vordergrund, dass man ihre fragwürdigen Entscheidungen zumindest emotional nachvollziehen kann.

Mein klares Highlight waren die Ordeals selbst. Die Prüfungen sind spannend aufgebaut, teilweise brutal und treiben die Handlung konstant voran. Werwölfe, Vampire und das Magiesystem fügen sich gut ein, ohne alles zu erklären, was bei mir eher Neugier als Frust ausgelöst hat.

Am Ende blieb bei mir weniger Begeisterung für Details, dafür umso mehr das Bedürfnis weiterzulesen. Genau dieses Gefühl, obwohl ich die Kritikpunkte klar sehe, rechtfertigt für mich die vier Sterne.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Düsteres Haus, starke Figuren, kleine Längen

Death at Morning House
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Ich habe Death at Morning House wirklich gern gelesen, auch wenn ich ein paar Abzüge mache. Am meisten hängen geblieben sind für mich die Figuren, allen voran Marlowe Wexler, die mit ihrer schüchternen, ...

Ich habe Death at Morning House wirklich gern gelesen, auch wenn ich ein paar Abzüge mache. Am meisten hängen geblieben sind für mich die Figuren, allen voran Marlowe Wexler, die mit ihrer schüchternen, selbstironischen Art sofort nahbar wirkt. Ihre Unsicherheit, ihre Queerness und diese Mischung aus kluger Beobachtung und sozialer Tollpatschigkeit fühlten sich sehr echt an. Auch Riki mit ihrer düsteren Aura und Van mit seiner offenen, lauten Art haben bei mir etwas getroffen. Ich mochte, wie sich aus dieser Gruppe langsam Vertrauen, Misstrauen und Spannung entwickeln.

Die Geschichte arbeitet mit zwei Zeitebenen, einmal im Jahr 1932 und einmal in der Gegenwart, beide verbunden durch Morning House und die tragischen Ereignisse der Ralston Familie. Besonders gelungen fand ich die Atmosphäre des Hauses, diese Mischung aus renovierter Touristenattraktion und Ort, an dem etwas spürbar falsch ist. Die Spannung steigert sich gut, vor allem nachdem klar wird, dass Marlowe nicht zufällig dort gelandet ist und die Gefahr sehr real wird.

Ganz rund war das Buch für mich trotzdem nicht. In der Mitte zieht sich die Handlung etwas, und die historische Ebene war für mich stellenweise sogar interessanter als die Gegenwart. Trotzdem hat mich das Rätsel bis zum Ende getragen, und ich mochte, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen. Insgesamt ist das ein unterhaltsamer YA Mystery mit starken Figuren, einer dichten Kulisse und genug Wendungen, um dranzubleiben. Vier Sterne, weil ich mich gut unterhalten gefühlt habe und Marlowe mir wirklich ans Herz gewachsen ist, auch wenn ich mir an ein paar Stellen mehr Fokus gewünscht hätte.

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