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Veröffentlicht am 04.07.2025

Raumfahrt, Liebe und Identität - eine bewegende Reise!

Atmosphere
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Bereits das Cover hat mich neugierig gemacht und angesprochen, aber vom Cover unter der Schutzhülle bin ich so richtig begeistert. Einfach schön auch mit dem Zitat in silbernen Schrift.

Schon auf den ...

Bereits das Cover hat mich neugierig gemacht und angesprochen, aber vom Cover unter der Schutzhülle bin ich so richtig begeistert. Einfach schön auch mit dem Zitat in silbernen Schrift.

Schon auf den ersten Seiten hat mich das Buch gepackt – auch wenn ich zugeben muss, dass ich zunächst mit der Vielzahl an Charakteren etwas Mühe hatte. Einige Namen musste ich mir mehrfach ins Gedächtnis rufen. Doch das legte sich zunehmend, und die Figuren entfalteten nach und nach ihre Tiefe.

Besonders Joan hat mich von Anfang an beeindruckt. Sie wirkt unglaublich authentisch – sowohl in ihrer Rolle als liebevolle Tante als auch als engagierte Wissenschaftlerin. Ihre Leidenschaft für die Raumfahrt war für mich absolut nachvollziehbar und mitreißend. Dass sie sich so aufopferungsvoll um ihre Nichte Frances kümmert, macht sie umso sympathischer.

Das Thema Raumfahrt fand ich generell faszinierend und spannend aufbereitet. Die Geschichte kombiniert technische Aspekte mit emotionaler Spannung. Die wechselnden Zeitebenen verleihen dem Roman zusätzlich Dynamik und machen ihn zu einem echten Pageturner.

Im weiteren Verlauf des Buches liegt der Fokus mehr auf der emotionalen und persönlichen Entwicklung der Charaktere. Besonders Joans Entdeckung ihrer Gefühle fand ich einfühlsam und realistisch dargestellt. Für meinen Geschmack sind jedoch einige Passagen etwas zu langatmig geraten.

Der Schluss hat mich emotional stark bewegt. Auch das Ende fand ich gelungen: offen genug für eigene Gedanken, aber auch rund und berührend abgeschlossen.

Insgesamt hat mich das Buch sehr berührt und zum Nachdenken gebracht – auch über Themen wie Feminismus, Gleichberechtigung und die Frage, wie viel sich seit den 80ern wirklich verändert hat. Zwar gefielen mir persönlich Die sieben Männer der Evelyn Hugo oder Malibu Rising noch etwas besser, aber auch dieser Roman hat mich überzeugt – emotional, spannend und klug erzählt.

Nicht nur für Fans der Raumfahrt absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen

Achtzehnter Stock
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Das Cover hat mich sofort angesprochen, und auch der Klappentext klang vielversprechend. Der flüssige und direkte Schreibstil hat es mir leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen. Besonders gut gelungen ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen, und auch der Klappentext klang vielversprechend. Der flüssige und direkte Schreibstil hat es mir leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen. Besonders gut gelungen fand ich die Darstellung der Hauptfigur Wanda, die sich in einem ständigen Spannungsfeld zwischen ihren eigenen Träumen, ihrer Mutterrolle und den Herausforderungen ihres Umfelds bewegt. Ihre Entscheidungen haben bei mir oft gemischte Gefühle ausgelöst – teils konnte ich sie verstehen, teils fand ich sie egoistisch.

Während die Handlung insgesamt realistisch bleibt, lassen einige Wendungen – etwa die Liebesgeschichte mit Adam – zweifeln, ob Wanda wirklich tiefere Gefühle für ihn hegt. Auch die Beziehungen zu ihrer Tochter und ihrem Umfeld wirkten oft distanziert und unnahbar, was mir manchmal etwas befremdlich erschien.

Trotzdem mochte ich die Vielschichtigkeit der Geschichte – Glück und Pech, Erfolg und Rückschläge liegen nah beieinander. Das Ende hat mich positiv überrascht, bleibt aber offen genug für Spekulationen.

Insgesamt eine spannende, stellenweise frustrierende, aber dennoch fesselnde Lektüre. Wer eine kurzweilige, aber auch nachdenklich stimmende Geschichte mit starken Charakteren sucht, wird hier definitiv fündig.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Zeitreise durch Magrets Leben!

Am Saum der Jahre
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Ursprünglich hat mich das sehr geschmackvolle Cover von “Am Saum der Jahre” angesprochen und neugierig auf die Geschichte gemacht. Der erste Teil des Buches hat mich dann positiv überrascht: Es lässt sich ...

Ursprünglich hat mich das sehr geschmackvolle Cover von “Am Saum der Jahre” angesprochen und neugierig auf die Geschichte gemacht. Der erste Teil des Buches hat mich dann positiv überrascht: Es lässt sich dank des flüssigen Schreibstils und der kurzen Kapitel ausgesprochen leicht lesen. Anfangs waren die Zeitsprünge etwas verwirrend, doch nach wenigen Kapiteln wird klar, wer zu welcher Zeit gehört und wie sich die Geschichte entfaltet. Jede erzählte Zeitspanne ist anschaulich beschrieben und weckt die Neugier, mehr über Margrets Vergangenheit und Gegenwart zu erfahren.

Besonders gefallen haben mir die gut gewählten Kapitelüberschriften, die die Stimmung des jeweiligen Abschnitts treffend einfangen. Auch die überraschenden Wendungen sorgen dafür, dass man beim Lesen gespannt bleibt, wie sich Margrets Leben weiterentwickeln wird.

Die Geschichte ist insgesamt leicht zugänglich, was jedoch auch bedeutet, dass sie an manchen Stellen nicht ganz so tief geht, wie man es sich wünschen würde. Ich empfand Margret gegenüber zwar Empathie, blieb ihr jedoch eher distanziert, und ihre Geschichte hat mich emotional nicht tief berührt – auch wenn der Schluss sehr gelungen und stimmig ist.

Alles in allem ist Am Saum der Jahre ein leicht zugängliches, unterhaltsames Buch mit emotionalen Momenten, das ich gerne gelesen habe. Es weckt Neugier auf Margrets weitere Wege und die Entwicklungen in ihrem Leben.

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