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Veröffentlicht am 03.02.2026

wunderbarer Lesestoff

Die Begine und das dunkle Geheimnis
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Anna Ehinger ist trotz ihrer Heirat mit Lazarus, dem Siechenmeister, wieder für Beginen tätig. Sie soll die neue Novizin Luzia, die Tochter des Bürgermeisters, in die Kunst der Heilkräuter und -tränke ...

Anna Ehinger ist trotz ihrer Heirat mit Lazarus, dem Siechenmeister, wieder für Beginen tätig. Sie soll die neue Novizin Luzia, die Tochter des Bürgermeisters, in die Kunst der Heilkräuter und -tränke einweisen. Überhaupt ist Anna sehr umtriebig. Ihr Arbeitstag reicht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Noch immer kümmert sie sich um Kranke und Arme. Aber dann wird die Witwe Senft, eine ihrer Patientinnen, tot in ihrem Bett aufgefunden. Mord oder Selbstmord? Schnell gerät Anna unter Verdacht, da sie der Witwe einen Trank verordnet hat, den sie selbst zubereitet hat…
Ich fand das Buch unwahrscheinlich kurzweilig und bin während des Lesens ins Mittelalter, genauer gesagt Ulm in Jahr 1416, abgetaucht. Durch die gezielte Wortwahl der Autorin, bei manchen Begriffen musste ich Google zu Rate ziehen, beschreibt sie die damalige Zeit sehr lebendig. Man merkt beim Lesen, wie tief sie mit dieser Zeit und dem damaligen Leben vertraut ist. Gleichzeitig ist es aber die Spannung, die mich gefesselt hat. Denn das Morden hört in Ulm nicht auf. Im Gegenteil, die Taten werden immer grausamer. Die Angst unter der Bevölkerung wächst. Man schreibt das Geschehen dem Nachtmahr zu. Der Hauptmann der Stadtwache ist sich sicher, dass sie es mit einem Dämon zu tun haben. Ob und wie es den Ulmern gelingt den Täter zu finden, sollte jeder selbst nachlesen, sehr spannende und kurzweilige Lesestunden eingeschlossen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2026

extreme Spannung machen es zum Lesevergnügen

Stürmische Klippe
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Es ist nur ein Gefallen, den Liv ihrer Chefin Hilke Hasselbrecht gewährt, als diese sie um Mithilfe bei der Ausklärung des Mordanschlags an Armgart Zabrowski bittet. Hilke und Armgart sind Freundinnen, ...

Es ist nur ein Gefallen, den Liv ihrer Chefin Hilke Hasselbrecht gewährt, als diese sie um Mithilfe bei der Ausklärung des Mordanschlags an Armgart Zabrowski bittet. Hilke und Armgart sind Freundinnen, auch wenn man das im weiteren Geschehen kaum glauben kann. Einige Gäste aus Politik und Wirtschaft sind nach Armgarts Geburtstagsfeier, ihrem 60., noch für interne Beratungen in ihrer Villa in Rantum geblieben. Könnte einer der Gäste hinter dem Anschlag stecken? Oder einer ihrer Angestellten? Mir gefällt es, wie die Autorin immer neue, undurchschaubare Figuren ins Spiel bringt. Das trieb bei mir die Spannung in die Höhe. Es sind anfangs sehr viele Personen in diesem Krimi mit denen der Leser Bekanntschaft macht. Trotzdem fand ich es nicht schwer hier den Überblick zu behalten und schnell in die Handlung einzusteigen. Die Gastgeberin, Armgart Zabrowski, ehemalige Richterin und heute in der Politik aktiv, hat meine Emotionen zum Wallen gebracht. So herablassend, dominant und verletzend wie sie auftritt, konnte ich kaum verstehen, wie Hilke Hasselbrecht sie als Freundin bezeichnen kann. Den Mordanschlag spielt sie herunter, die geheimen Gespräche sind wichtiger. Die Themen dürfen nicht nach außen dringen. Die Personenschützer sind auch keine Hilfe bei der Aufklärung. Bei ihren Beobachtungen und Recherchen bemerkt Liv immer mehr kleine und größere Auffälligkeiten beim Personal und den Beratungsteilnehmer, die jedoch keine klaren Schlüsse zulassen, was mir aber unwahrscheinlich Spannung gebracht hat.
Wie die Autorin die Heftigkeit des Orkans, der auf Sylt trifft beschreibt, empfand ich als sehr lebendig beschrieben. Den möchte man nicht ausgesetzt sein.
Schlussendlich kann ich diesen Teil allen Krimiliebhabern uneingeschränkt empfehlen. Interessante Charaktere, viele Verdachtsmomente und emotionale Verwicklungen machen ihn zum Lesevergnügen pur. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 22.01.2026

riskanter Plan – geht er auf?

Der Pakt der Verräter
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Noch immer wütet der aussichtlose Krieg und noch immer verlieren viele Soldaten dabei ihr Leben. Nun trifft es auch einen vom Gut Falkenbach.
Die Gründerväter, Paul Friedrich von Falkenbach und Wilhelm ...

Noch immer wütet der aussichtlose Krieg und noch immer verlieren viele Soldaten dabei ihr Leben. Nun trifft es auch einen vom Gut Falkenbach.
Die Gründerväter, Paul Friedrich von Falkenbach und Wilhelm Lehmann, sehen nur noch einen Weg – sie müssen Hitler stoppen, eliminieren. Aber jeder der beiden will einen anderen Weg gehen, um das zu erreichen. Beide Wege sind riskant und für keinen gibt es die Garantie des Gelingens. Auch Ferdinands Verantwortung im Arbeitslager wird mit viel Argwohn beobachtet. SS-Mann Alfred Breuer hat dazu sogar Spione auf das Gelände des Gutes eingeschleust. Zudem weiß Ferdinand noch immer nicht, ob er dem im Lager eingesetzten SS-Hauptsturmführer Viktor Sander trauen kann. Und auch von seiner Noch-Ehefrau Elisabeth geht nach ihrer Trennung eine starke Bedrohung aus. Es ist und bleibt also weiterhin spannend, ob und wie die Familie und die Freunde um Paul-Friedrich diese schlimme Zeit meistern oder scheitern werden.
Zwei Bemerkungen noch zur stilistischen Umsetzung durch die Autorin:
Ich fand es so genial wie zutreffend Hitler und seine Machtausübung mit dem Eichenprozessionsspinner zu vergleichen. Die Menschen einengend, ihnen die Luft zum Atmen nehmend, so wie der Eiche durch den Schädling die Luft und Lebenskraft geraubt wird. Toller Vergleich.
Die Stelle im 13. Band als Alfred Breuer in Büro seine Liste der Verfehlungen der Familien Falkenbach und Lehmann durchgeht fand ich toll. Das wieder zu lesen hat meine Erinnerungen, was auf dem Gut schon alles passiert ist, wieder aufflammen lassen. Unglaublich, dass das bisher alles so mehr oder minder gut ausgegangen ist. Bleibt abzuwarten, ob das nun auch auf Paul-Friedrichs Plan, der Zusammenarbeit mit dem britischen Geheimdienst, zutrifft. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne und ich freue mich schon auf die Fortsetzung im Sommer.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Die Fälle werden immer spannender

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Landunter gilt für die Gegend um Weilheim nachdem es tagelang gestürmt und geschüttet hat. Flüsse werden zu Bächen und reißendem Wildwasser. Vor nichts machen sie halt. Da sind alle Rettungskräfte von ...

Landunter gilt für die Gegend um Weilheim nachdem es tagelang gestürmt und geschüttet hat. Flüsse werden zu Bächen und reißendem Wildwasser. Vor nichts machen sie halt. Da sind alle Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr, THW rund um die Uhr im Einsatz. So auch Alexa Jahn, die bei der Weilheimer Kripo arbeitet. Sie und ihr Kollege Florian Huber sollen die Koordination der Einsätze übernehmen, Vermisstenmeldungen aufnehmen, mit anderen Worten sie sollen dafür sorgen, dass alles so weit es geht geordnet abläuft und keine Panik unter der Bevölkerung ausbricht. Keine leichte Aufgabe. So hat mir auch die Stelle im Buch, als Alexa einen verzweifelten Feuerwehrmann betend in seiner Pause in der Kirche antrifft, Gänsehaut gemacht.
Bei dem Ausmaß der Zerstörungen und der stetig ansteigen Zahl der Vermissten oder in Not geratenen Menschen, fällt es schwer die Übersicht zu behalten. Huber ist sich seiner Verantwortung als Koordinator voll bewusst, bewertet die Lage laufend neu und passt seine Anweisungen entsprechend an. Dagegen kam mir Alexa etwas unkoordiniert vor. Zu sehr auf Einzelschicksale fixiert. Sie würde am liebsten jedem und allen gleichzeitig helfen. So kommt es auch, dass sie wegen des Hinweises einer Camperin in die Berge aufbricht. Eine Entscheidung, die nicht nur ein mehr als 20 Jahre altes Geheimnis ans Licht bringt, es hat mir auch unwahrscheinlich spannende Lesestunden verschafft. Ich fand es sehr geschickt von der Autorin immer wieder in kursiver Schrift die Briefe einer Mutter an ihre Tochter einfließen zu lassen, wie auch die kranken Gedanken eines Mannes. Bei mir waren das Spannungstrigger, gerade, weil ich deren Zusammenhang mit dem aktuellen Fall nicht geahnt habe. Super gemacht. Darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

skrupellose Machtgier und Manipulation in Szene gesetzt

Das Spiel des Kaspar
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Es fällt mir nicht leicht eine Rezension zum Buch schreiben. Nicht weil ich es schlecht fand. Nein, weil ich während des Lesens und auch jetzt noch, nachdem ich es ausgelesen habe, sprachlos bin. Anfangs ...

Es fällt mir nicht leicht eine Rezension zum Buch schreiben. Nicht weil ich es schlecht fand. Nein, weil ich während des Lesens und auch jetzt noch, nachdem ich es ausgelesen habe, sprachlos bin. Anfangs erinnerte mich der Führungsstil, das Ausstechen und das Filtern von Informationen, das bei Pheelix Gamevisions an der Tagesordnung steht, an meine eigenen Wahrnehmungen in meinem ehemaligen Arbeitsumfeld. Informationen werden gezielt platziert und nur der hat eine Chance aufzusteigen, der sich am besten verkaufen kann und gleichzeitig skrupellos über Leichen geht. Ich fand das sehr realistisch, wenn auch in Zügen übertrieben. Kaspar Rockwell beherrscht diese Spielregeln bestens. Mehr noch, er führt aktiv Regie, lenkt das Spiel. DICE, sein neuestes Computerspiel, das kurz vor der Vermarktung steht, bezeichnet er als Spiegel. Ein Spiegel, der den Menschen zeigen soll, wie weit sie bereit sind zu gehen, um zu gewinnen. Dabei ist er das beste Beispiel dafür. Er ist ein Meister der Rhetorik, stets lächelnd lässt er niemand hinter seine Maske blicken. Kaspar kam mir in seiner Außenwirkung unantastbar vor, was der Autor sehr gut mit den eingearbeiteten Sozial-Media-Beiträgen einfließen lässt. Kaspar agiert nach eigenen Regeln, der Autor spricht von einem narrativen Spiel. Ich fand es sehr spannend mitzuerleben, wie weit dieser Mann dabei geht. Die Wirklichkeit spiegelnd, sie zum Teil überspannend darstellen und Fiktion sind die Mischung dieses wendungsreichen Thrillers, der mir sehr große Spannung vermittelt und der sich 5 Lese-Sterne absolut verdient hat.

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