wunderbarer Lesestoff
Die Begine und das dunkle GeheimnisAnna Ehinger ist trotz ihrer Heirat mit Lazarus, dem Siechenmeister, wieder für Beginen tätig. Sie soll die neue Novizin Luzia, die Tochter des Bürgermeisters, in die Kunst der Heilkräuter und -tränke ...
Anna Ehinger ist trotz ihrer Heirat mit Lazarus, dem Siechenmeister, wieder für Beginen tätig. Sie soll die neue Novizin Luzia, die Tochter des Bürgermeisters, in die Kunst der Heilkräuter und -tränke einweisen. Überhaupt ist Anna sehr umtriebig. Ihr Arbeitstag reicht von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Noch immer kümmert sie sich um Kranke und Arme. Aber dann wird die Witwe Senft, eine ihrer Patientinnen, tot in ihrem Bett aufgefunden. Mord oder Selbstmord? Schnell gerät Anna unter Verdacht, da sie der Witwe einen Trank verordnet hat, den sie selbst zubereitet hat…
Ich fand das Buch unwahrscheinlich kurzweilig und bin während des Lesens ins Mittelalter, genauer gesagt Ulm in Jahr 1416, abgetaucht. Durch die gezielte Wortwahl der Autorin, bei manchen Begriffen musste ich Google zu Rate ziehen, beschreibt sie die damalige Zeit sehr lebendig. Man merkt beim Lesen, wie tief sie mit dieser Zeit und dem damaligen Leben vertraut ist. Gleichzeitig ist es aber die Spannung, die mich gefesselt hat. Denn das Morden hört in Ulm nicht auf. Im Gegenteil, die Taten werden immer grausamer. Die Angst unter der Bevölkerung wächst. Man schreibt das Geschehen dem Nachtmahr zu. Der Hauptmann der Stadtwache ist sich sicher, dass sie es mit einem Dämon zu tun haben. Ob und wie es den Ulmern gelingt den Täter zu finden, sollte jeder selbst nachlesen, sehr spannende und kurzweilige Lesestunden eingeschlossen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.