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Veröffentlicht am 03.02.2026

Sturm über Sylt

Stürmische Klippe
7

Am Rande einer Feier, zu der die ehemalige Ministerin Armgard Zabrowsky wichtige Themen für die Entwicklung der Insel Sylt in feierlicher Runde besprechen wollte, wird ein Attentatsversuch auf sie unternommen. ...

Am Rande einer Feier, zu der die ehemalige Ministerin Armgard Zabrowsky wichtige Themen für die Entwicklung der Insel Sylt in feierlicher Runde besprechen wollte, wird ein Attentatsversuch auf sie unternommen. Sie kommt mit dem Schrecken davon, benachrichtigt aber ihre Freundin und Chefin der Mordkommission Hilke Hasselbrecht, damit nichts nach außen dringt. Diese holt sich ihre Hauptkommissarin Liv Lammers zur Unterstützung, um den Attentatsversuch, so unauffällig wie möglich zu behandeln. Gleichzeitig wird auch ein Tötungsversuch an einer Frau aufgenommen und der Hauptverdächtige ist Sebastian, der Verlobte von Liv und sie kann ihm nicht helfen. Auch die Ermittlungen in der Villa von Zabrowsky kommen nicht so recht vorwärts. Aber es braut sich ein Sturm über Sylt zusammen nicht nur in der Natur, sondern auch ein menschlicher.
„Stürmische Klippe“ von Sabine Weiss ist ein spannender Sylt-Krimi, der sehr authentische Themen behandelt. Das Cover nimmt den Leser mit auf die Insel mit einem sehr ruhigen Strandbild, auf dem sich allerdings schon die dunklen Wolken am Himmel zusammenbrauen. Es ist nicht nur das sehr heikle Thema Korruption, oder vielmehr Vorteilsnahme und Mord, sondern auch das Thema Gewalt an Frauen, das hier thematisiert wird. Es sind zwei parallel laufende Fälle in denen Liv irgendwie involviert ist. Einmal direkt als Unterstützung ihrer Chefin und andererseits als Verlobte des Hauptverdächtigen Sebastian, für den sie aber nun nichts tun kann, da sie in den anderen Fall komplett eingespannt ist. Die Ermittlungen vor Ort sind schon eine große Herausforderung, da die ehemalige Politikerin am liebsten alles unter den Teppich kehren würde. Als Höhepunkt hat die Autorin dann noch eine Sturmflut als Spannungselement eingebaut, die das Geschehen in dem Haus der Politikerin zu einem Kammerstück werden lässt, on dem es dann auch zu einem Mord kommt und der Mörder und der Attentäter somit unter den im Haus lebenden zu finden sein muss. Ich finde ein sehr interessantes Szenarium. Das zweite Szenarium um Sebastian, wird dann erst spät von den LKA-Beamten aufgeklärt, die nach dem Sturm zu Hilfe kommen konnten. Ich finde beide Szenarien sehr aktuell und spannend, ebenso wie den Aufbau der Story. Der Spannungsbogen ist dann auch durch ein sehr wahrscheinlich beabsichtigtes Chaos gut abgeschlossen worden, wobei er auch sehr wahrscheinlich einen Hinweis auf ein zukünftiges Buch enthält.
Ich finde diesen Band von Sabine Weiss sehr gut entwickelt und spannend. Es sind einige sehr aktuelle Themen beschrieben, die dieses Buch für mich interessant machen. Ich kann diesen Band um die Ermittlerin Liv Lammers gut empfehlen.


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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 02.02.2026

Eine merkwürdige Familie

FriesLandRaub (Nordseekrimi)
0

Dieser Krimi von Nele Bruun spielt in St. Peter Ording, denn dort wird Alexander von Holten erschossen aufgefunden. Seiner Familie gehören einige der ausgestellten Exponate und vor allem die sehr wertvolle ...

Dieser Krimi von Nele Bruun spielt in St. Peter Ording, denn dort wird Alexander von Holten erschossen aufgefunden. Seiner Familie gehören einige der ausgestellten Exponate und vor allem die sehr wertvolle Goldene Magdalena. Das Ermittlerteam um Carsten Wolf und Fabiu Covaci bekommt Unterstützung aus München, ausgerechnet von Fabius ehemaligem Chef, der ihn gemobbt hat. Außerdem ist die Kollegin Manu wieder an Bord, die nach ihrer Verletzung einsatzfähig ist. Doch auch das sehr erfolgreiche Team steht erst einmal vor einem großen Rätsel, denn die Mutter des toten Alexander zeigt sich sehr einsilbig. Auch sein Bruder, den die Ermittler mit Alexanders Ehefrau antreffen, kann oder will dem Team nicht helfen. Doch das Wolfsrudel hat schon Witterung aufgenommen.
Der Nordseekrimi „FriesLandRaub“ von Nele Bruun ist ein weiterer Band um das Ermittlerteam von Kommissar Wolf. Das Cover zeigt ein typisches Küstenbild und ist so ein guter Einstieg in den Krimi. Es ist für mich wieder schön von diesem Team zu hören, denn das Zusammenspiel von Carsten, Fabiu und Manu ist sehr erfolgreich und sehr persönlich. Doch dieses Mal kommt es zu einem Wiedersehen mit dem Münchener Kommissar, der ihm das Leben zur Hölle gemacht hat. Es ist interessant, wie die Autorin dieses Thema einarbeitet in diesen Roman. Zusammenhalt ist ein starkes Thema, das sich durch den Roman zieht. Die Sympathien sind hier ganz klar verteilt. Auch das Team ist wieder im Einsatz und zeigt sich von der erfolgreichen Seite. Der Fall ist etwas vertrackt, denn die betroffene Familie ist schon lange im Fokus der Polizei und deshalb auch der Ermittler aus München. Doch wirklich helfen kann er nicht. Auch die Familie zeigt sich eher von der merkwürdigen Seite. Ein eher typisches Verhalten dieser adligen und reiche Familie. Aber Wolf wäre nicht Wolf, wenn er sich dadurch beeinflussen lassen würde. Die Sprache dieser Autorin ist sehr bildhaft und hilft mir dabei, mein Kopfkino anzuschmeißen. Die Spannung ist sehr gut aufgebaut bis zum Ende.
Wieder einmal ist es ein Krimi aus der Reihe der Nordseekrimis, der Autorin Nele Bruun, der mir sehr gut gefällt, da er Krimi und die Region sehr gut verbindet.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Gute Teamarbeit

Steirerzwist
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Eine Leiche wird aus der Mur in Graz geborgen. Es ist eine Hotelbesitzerin, die dort mit durchtrennter Kehle in dem Fluss liegt. Kurze Zeit später wird ein Obdachloser ebenfalls aus der Mur geborgen. Ebenfalls ...

Eine Leiche wird aus der Mur in Graz geborgen. Es ist eine Hotelbesitzerin, die dort mit durchtrennter Kehle in dem Fluss liegt. Kurze Zeit später wird ein Obdachloser ebenfalls aus der Mur geborgen. Ebenfalls mit durchtrennter Kehle. Was haben diese zwei Fälle gemein, denken sich Inspektoren der Kripo Graz. Sandra Mohr ist gerade erst aus dem Urlaub zurück und taucht gleich wieder ein in einen neues Fall. Doch dieser ist sehr kompliziert, wie sie und ihr Chef Bergmann feststellen. Es ist sehr delikat, denn die Tote hat vor noch nicht langer Zeit ihren Mann beerdigt und dessen erste Frau war auch erst ein Jahr tot, Selbstmord in der Mur. Ein sehr mysteriöser Fall kommt auf die Ermittler zu.
„Steirerzwist“ von Claudia Rossbacher ist der nun 15. Fall mit der Inspektorin Sandra aus Graz. Ein zerbrochener Spiegel ziert das Cover dieses Steirerkrimis. Es ist ebenso mysteriös wie dieser Krimi. Die Hauptpersonen sind gut aufeinander abgestimmt, auch wenn immer wieder auch die Probleme zwischen Bergmann, dem Chef, und seinen jungen Inspektorinnen. Er hat halt immer mal wieder sexistische Sprüche drauf und das kommt nicht gut an. Sandra hat in diesem Krimi auch eigene Probleme mit ihrem Stiefbruder, der schon gewalttätig ihr gegenüber war. Nun ist ihre Mutter gestorben und nur ihr Lebensgefährte kann sie beruhigen in diesem familiären Desaster. Das beeinträchtigt ein wenig den Einsatz im Fall. Der stellt sich als sehr verzwickt heraus, denn es gibt auf den ersten Blick keinen Grund und kein Motiv für die beiden Morde. Sehr geschickt verknüpft die Autorin diese beiden Fälle und hält so die Spannung hoch. Die Sprache der Autorin ist sehr erzählend und so kann man diesem Fall sehr gut folgen. Die Spannung ist sehr gut aufgebaut und bis zum Ende gut entwickelt.
Ich finde es ist ein sehr guter regionaler Krimi aus der Steiermark und man lernt nebenbei noch etwas über die Region und ihre Schönheit kennen. Für Fans des regionalen Krimis kann ich diesen Steirerkrimi gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Zum Wohle Dänemarks

Oxen. Interregnum
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Generalstaatsanwalt Eilertsen wird an einem See in Schweden tot aufgefunden. Das ruft den dänischen Verfassungsschutz PET auf den Plan. Der vorläufige Vorsitzende Mossmann und seine Mitarbeiter Frankh ...

Generalstaatsanwalt Eilertsen wird an einem See in Schweden tot aufgefunden. Das ruft den dänischen Verfassungsschutz PET auf den Plan. Der vorläufige Vorsitzende Mossmann und seine Mitarbeiter Frankh und Oxen sollen den Tod aufklären. Sie haben gerade eine Verschwörung aufgedeckt und sind daon ausgegangen, das dieses endgülig war, doch der Danehof lässt sich nicht einfach ausradieren. So dringt der PET tief in die dänische Politik ein und die beiden Agenten müssen sich vielen Gefahren im dienstlichen und auch im privaten Bereich aussetzen, um am Ende erfolgreich zu sein.
Der Thriller "Oxen-Interregnum" von Jens Henrik Jensen ist der siebte Teil dieser Reihe um den Jägersoldaten Oxen, Margarethe Frankh und Mossmann ihren Chef. Es ist ein sehr politischer Thriller und die Beziehungen tief in der dänischen Gesellschaft verwurzelt. Margarethe und Oxen sind ein Team das im privaten Bereich, wie im dienstlichen Bereich gut zusammenarbeiten. Das ist bei Oxen auch manchmal notwendig, da er noch psychlogische Probleme hat. Außerdem hat er einen 15-jährige Sohn den er abgöttisch liebt und ihn immer beschützen möchte. Da er eine neue Freundin hat und deshalb mit einem jungen Drogendealer Probleme hat, muss er sich neben dem Fall auch darum kümmern. Die Story um den Danehof und seine Verwicklung mit Politikern ist schon nachvollziehbar und auch plausibel. Die Nachforschungen und die freie Hand, die Margarethe und Oxen in den Fällen, die sie bearbeiten, lingt schon manchmal nach James Bond. Die Story ist sehr gut geschrieben und auch spannend, denn es gibt viele Beziehungen zu klären und das macht der Autor auf fast 600 Seiten sehr ausführlich beschrieben. Allerdings versteht Jensen es die Spannung immer wieder anzukurbeln. Gerade wenn er das Studentenpaar und die Dinge, die sie ermitteln beschreibt. Hier ist auch der chinesische Geheimdienst involviert und so ist es eine spannende Spionagestory kombiniert mit natinalen Tendenzen in Dänemark und eine Randgeschichte, in denen es um Drogen geht. Das ist auch mit der Grund für die Ausführliche Erzählung. Der Spannungbogen ist sehr gut entwickelt und die Spannung bewegt sich in Wellen zu seinem überraschenden Finale.
Ich habe schon andere Thriller aus dieser Reihe gelesen und ich mag die Schreibweise dieses Buches. Auch das Thema finde ich spannend und die Rolle des Vaters Oxen hebt das Buch nochmal auf eine romantische Ebene. Ich kann dieses Buch empfehlen und auch die Ausführlichkeit ist für mich in Ordnung.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Ein neuer Anfang

Mörderfinder – Die Spur der Mädchen
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Max Bischoff ist eigentlich nur noch Dozent an der Fachhochschule und möchte nur noch Polizisten unterrichten, doch er soll einen Fall übernehmen, der noch nicht geklärt ist. Es juckt ihn ein bisschen ...

Max Bischoff ist eigentlich nur noch Dozent an der Fachhochschule und möchte nur noch Polizisten unterrichten, doch er soll einen Fall übernehmen, der noch nicht geklärt ist. Es juckt ihn ein bisschen in den Fingern, als ihn ein Vater bittet seine vor sechs Jahren verschwundene Tochter wieder zu finden.Er kämpft mit sich, doch am Ende übernimmt er den Fall und muss mit dem ersten Hauptkommissar Menkhoff aus Köln zusammenarbeiten. Als dann Dinge der verschwundenen Tochter wieder auftauchen, wird der Fall sehr mysteriös. Aber es scheint ein neuer Anfang für Max zu sein.
Der Thriller aus der Reihe "Mörderfinder - Die Spur der Mädchen" mit dem ehemaligen Oberkommissar Max Bischoff, ist ein neuer Anfang für Max. Die Figur war ja schon vorher in einigen Thriller von Arno Strobel ein Mittelpunkt bei den Ermittlungen. Das ist auch in diesem ersten Band der Mörderfinder wieder der Fall. Das Cover ist sehr einfach aber eindeutig gehalten, es geht um den Inhalt, nicht um den Einband. Und doch ist das Cover in meinen Augen aussagekräftig und eindeutig. Der Fall ist sehr gut beschrieben und die Ermittlungen lassen sich gut nachempfinden. Ebenso die Bedenken, die sich im Kopf von Max abspielen, sind eindeutig und gut beschrieben. Erst ein unbeliebter Kommissar bringt Max dazu, sich wieder mit seinen Stärken zu beschäftigen. Dieses wird vom Autor sehr gut aufgebaut und so ist die Geschichte auch sehr plausibel erzählt. Die Spannung wird bis zum Ende hochgehalten und es sind einige Twitches dabei, die die Spannung befeuern. Die Sprache ist sehr bildhaft und läuft wie ein Film ab, in dem man sich hineinbegeben kann und sich unterhalten lässt.
Ich finden dieses Buch sehr gut, da es spannend geschrieben ist und ich mich gut unterhalten fühle. Ich kann mich gut mit der Hauptfigur Max identifizieren, nicht mit seinen Fällen, aber mit seinem Wesen. Das hilft mir beim Eintauchen in diesen Thriller. Ich kann ihn mit gutem Gewissen empfehlen.

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