Profilbild von Juanla

Juanla

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Juanla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Juanla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Tödliches Erbe in Seagull Bay

Mord & Breakfast
0

Anne Gordons Auftakt ihrer neuen Cosy-Crime-Reihe „Mord & Breakfast“ ist ein herrlich atmosphärisches Lesevergnügen, das die klassische „Erbin zieht aufs Land“-Formel auf erfrischende Weise bricht. Als ...

Anne Gordons Auftakt ihrer neuen Cosy-Crime-Reihe „Mord & Breakfast“ ist ein herrlich atmosphärisches Lesevergnügen, das die klassische „Erbin zieht aufs Land“-Formel auf erfrischende Weise bricht. Als der Londoner Alltag der schlagfertigen Journalistin Melody Moss zusammenbricht, flieht sie in die raue Idylle von Seagull Bay. Doch das Erbe ihrer Tante Mabel – das charmante „Coastal Inn“ – ist an eine unbequeme Bedingung geknüpft: Melody muss das Bed & Breakfast selbst führen.
Was zunächst wie ein tragischer Treppensturz der Tante aussieht, weckt schnell Melodys journalistischen Instinkt. Während der örtliche Detective Sergeant den Fall vorschnell zu den Akten legen will, blickt Melody hinter die Fassade der Dorfgemeinschaft. Dabei entpuppt sich die vermeintliche Idylle als moralisches Minenfeld: Die verstorbene Tante war keineswegs die gütige alte Dame, für die man sie hielt, sondern eine geschickte Manipulatorin, die ihre Nachbarn mit einem Archiv aus dunklen Geheimnissen fest im Griff hatte.
Die Geschichte besticht durch ihre vielschichtigen Charaktere. Melody überzeugt als pragmatische Heldin, die zwischen Existenzangst und Neugier jongliert. Ihr zur Seite steht der schlagfertige Gärtner Dean, der weit mehr als nur exzellenten Kaffee und emotionale Unterstützung bietet. Nicht zu vergessen: der Hund Cheddar, der als heimlicher moralischer Kompass der Ermittlungen fungiert. Besonders spannend ist das Netz aus Verdächtigen – vom ehrgeizigen Politiker bis zum verzweifelten Pub-Besitzer –, die alle ein Motiv hatten, Tante Mabels Schweigen dauerhaft zu sichern.
Die Autorin schreibt flüssig und mit viel Liebe zum Detail. Die Beschreibungen des Coastal Inn und der schottischen Küste sind so lebendig, dass man das Meer förmlich rauschen hört. Die Dialoge sind pointiert und der Humor ist herrlich britisch-trocken – perfekt für gemütliche Lesestunden.
Anne Gordon fängt das schottische Lebensgefühl meisterhaft ein: Zwischen Highland Games, dem Peitschen des Seewinds am Pebble Beach und dem Duft frischer Scones entfaltet sich eine tragische Familiengeschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. Die Entdeckung alter Briefe verleiht der Handlung eine unerwartete emotionale Tiefe und macht aus dem Krimi eine berührende Suche nach den eigenen Wurzeln.
Fazit: „Mord & Breakfast“ ist ein Muss für Fans von Wohlfühlkrimis, die eine ordentliche Portion Nervenkitzel und schwarzen Humor suchen. Ein klug konstruierter Pageturner mit viel Herz, Hund und Hochland-Flair, der Lust auf viele weitere Fälle in Seagull Bay macht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2026

Wenn die Stille zum Knall wird: Das Psychogramm eines angekündigten Abgrunds

Amokalarm
1

Uli Blacks Roman „Amokalarm“ ist kein reißerischer Thriller, der auf billigen Nervenkitzel setzt. Vielmehr ist er ein Coming-of-Age-Roman, welcher ein radikales und schmerzhaft ehrliches Psychogramm eines ...

Uli Blacks Roman „Amokalarm“ ist kein reißerischer Thriller, der auf billigen Nervenkitzel setzt. Vielmehr ist er ein Coming-of-Age-Roman, welcher ein radikales und schmerzhaft ehrliches Psychogramm eines Zusammenbruchs brillant detailliert beschreibt. Das Buch nimmt den Leser mit in den Kopf des 16-jährigen H.C. Nachtnebel und zeigt mit beeindruckender Präzision, dass eine Katastrophe wie ein Amoklauf selten ein plötzliches Gewitter ist, sondern das Ende einer langen Periode der Empathielosigkeit.
H.C. Nachtnebel ist kein klassischer Außenseiter. Als „Mathegenie“ und „Basketball-Ass“ erfüllt er oberflächlich alle Kriterien eines erfolgreichen Jugendlichen. Doch hinter dieser mühsam aufrechterhaltenen „Loverboy“-Fassade klafft ein Abgrund. Seit dem traumatischen Tod seines Basketball-Idols Kobe Bryant und dem damit verbundenen Verlust seines moralischen Kompasses kämpft H.C. mit depressiven Episoden und einer tiefen existentiellen Einsamkeit.
Die Entwicklung ist von einer tragischen Unausweichlichkeit geprägt, denn H.C. versucht, den Leistungsdruck auszuhalten, seinen Schmerz zu ignorieren und immer zu funktionieren. Seine Eltern, getrieben von Hilflosigkeit und bürgerlichem Erwartungsdruck, übersehen die Warnsignale und überlassen ihn seiner emotionalen Taubheit. Das Erscheinen der unangepassten Keira setzt den Wendepunkt. Sie bietet ihm eine „andere Art der Liebe“, einer Liebe, die radikal, direkt und ohne Leistungsforderung ist. Doch was wie eine Rettung wirkt, wird durch Missbrauch und Verrat zum letzten Stoß in den Abgrund.
Das Herzstück des Romans ist die Darstellung von H.C.s Innenwelt. Der Autor beschreibt meisterhaft den Zustand der emotionalen Dissoziation („Tiefgefroren... einfach leer“). Der Basketballplatz, einst H.C.s einziger Ort der Kontrolle und körperlichen Entladung, wird durch den Erfolgswahn der Gesellschaft korrumpiert. Wenn der Sport als Ventil versagt und das Vertrauen in die engsten Bezugspersonen bricht, bleibt aus H.C.s verzerrter Sicht nur noch die „letzte verfügbare Sprache“ und das ist die Gewalt.
Uli Black nutzt einen authentischen Jugendslang, der nie peinlich oder gewollt wirkt. Der Stil ist fragmentiert, denn die Sprünge zwischen den Zeitebenen (Davor, Vorher, Jetzt, Raum 24) spiegeln die zerberstende Psyche des Protagonisten wider. Auch physisch wird der Druck durch kurze, abgehackte Sätze spürbar, denn sie imitieren einen rasenden Puls.
Gesellschaftskritisch ist der Roman nicht nur ein Weckruf, sondern er ist auch eine scharfe Anklage gegen ein Schulsystem, das Leistung über psychische Gesundheit stellt, und gegen ein Elternhaus, das Wegsehen mit Privatsphäre verwechselt. Er entlarvt Lehrer, die Macht missbrauchen, und zeigt, wie gefährlich das Vakuum ist, das entsteht, wenn Erwachsene keine echte Resonanz mehr bieten.
Fazit: „Amokalarm“ ist ein aufrüttelndes Werk, das weit über das Genre des Jugendbuchs hinausstrahlt. Es ist eine dringliche Warnung vor der Sprachlosigkeit und ein Plädoyer für echte menschliche Verbindung. Uli Black gelingt es, den Leser mitleiden zu lassen, ohne die Taten seines Protagonisten zu entschuldigen, aber es gelingt ihm in hervorragender Manier, sie schmerzhaft begreiflich zu machen.

„Man kann sich vor dem Leben nicht verstecken. Es ist immer bei dir, denn das Leben bist du selbst.“ Diese Erkenntnis kommt für H.C. zu spät, doch für den Leser ist sie ein Auftrag zum Handeln.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2026

Stille Post für die Seele

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
0

In ihrem Debütroman „Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ entwirft Baek Seungyeon eine literarische Welt, die so entschleunigt ist wie das Briefeschreiben selbst. Wer einen rasanten Plot oder einen ...

In ihrem Debütroman „Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ entwirft Baek Seungyeon eine literarische Welt, die so entschleunigt ist wie das Briefeschreiben selbst. Wer einen rasanten Plot oder einen klassischen Spannungsbogen sucht, wird hier eines Besseren belehrt: Das Ungewöhnliche an dieser Erzählweise ist der Mut zur Lücke – das Fehlen eines starren Handlungsstrangs. Das Buch folgt keinem strategischen Plan, der auf einen dramatischen Höhepunkt zusteuert. Stattdessen gleicht die Lektüre einem Spaziergang durch das Seouler Viertel Yeonhui-dong: Man lässt sich treiben.
Die Geschichte der Protagonistin Hyoyeong, die den kleinen Laden führt, dient lediglich als sanfter Rahmen für das eigentliche Herzstück – das „Letter Project“. Dieser anonyme Austausch, bei dem Fremde ihre tiefsten Sorgen und Träume auf Papier bannen, ordnet den Roman im beliebten Subgenre der Healing Fiction ein. Die Autorin nutzt dieses Motiv geschickt, um ein Mosaik aus menschlichen Schicksalen zu weben, die sich nie bewusst begegnen und doch gegenseitig heilen.
Die Erzählung lebt von ihren Momentaufnahmen. Die Briefe anonymer Fremder sind wie lose Fragmente eingewebt und spiegeln die Realität des realen Vorbild-Ladens Geulwoll wider: Menschen kommen, hinterlassen einen Teil ihrer Seele auf Papier und verschwinden wieder. Zentral ist dabei die Kraft der Kommunikation in einer oft isolierten Welt. So finden wir Themen wie Heilung und Transformation: Hyoyeong selbst nutzt den Laden, um einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten und das Leben wieder neu zu spüren.
Atmosphärisch vermittelt der Roman eine tiefe Ruhe. Ob der Blick auf die bunten Dächer unter dem klaren Märzhimmel oder der Duft von „Ink Wood“ – eine Mischung aus Waldluft und dem erdigen Aroma von Tusche –, die Szenerie ist malerisch und friedlich. Der Sprachstil ist dabei einfühlsam und detailreich. Sinnliche Beschreibungen von aprikotfarbenen Wänden und dem Spiel des Sonnenlichts ziehen die Leserschaft mit allen Sinnen in die Gedankenwelt der Protagonistin hinein.
Fazit: Man liest dieses Buch wegen seiner ungeschönten, leisen Echtheit. Die Geschichten verweben sich nicht zu einem künstlichen Finale, sondern bleiben atmosphärische Augenblicke. Diese Struktur ist radikal ehrlich: Im echten Leben gibt es oft keinen „großen Plan“ – es gibt nur Momente der Aufrichtigkeit. Für Fans von Healing Fiction ein absolutes Muss, das ganz ohne Kitsch auskommt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2026

Mordsmäßig gute Unterhaltung

Hunter B. Holmes - Mord in der besten Gesellschaft
0

Mit seinem dritten cozy crime Roman dieser Reihe, die ihren Schauplatz in London hat "Hunter B. Holmes - Mord in der besten Gesellschaft" hat Wolf September einen wahren Pageturner erschaffen. Von Beginn ...

Mit seinem dritten cozy crime Roman dieser Reihe, die ihren Schauplatz in London hat "Hunter B. Holmes - Mord in der besten Gesellschaft" hat Wolf September einen wahren Pageturner erschaffen. Von Beginn an besticht die Geschichte mit Witz, Drama und Geheimnissen, sowie mit Liebe für Details. Besonders schön ausgearbeitet ist die tiefe Verbundenheit zwischen Hunter und Steven, deren Liebe in jeder Zeile spürbar ist. Auch für Leser, die nicht alle Vorbände kennen, bietet die Story wertvolle Hintergrundinformationen – etwa zu Hunters Herkunft –, die einen sofort in die Welt der Protagonisten eintauchen lassen.
Der Kriminalfall baut von Beginn an eine dichte Atmosphäre auf. Es sind die feinen Nuancen, die hier die Neugier wecken: eine ungewöhnliche Begegnung am Kino, die sterile Sauberkeit an einem Tatort oder das verdächtige Verhalten der neu eingeführten Charaktere. Unter den Verdächtigen findet sich eine Reihe faszinierender Charaktere – von äußerst exzentrisch bis charmant-geheimnisvoll. Dieses bunte Ensemble lässt einen ständig rätseln: Wer verbirgt hier was?
Die Dynamik innerhalb des Ermittlerteams ist wieder ein absolutes Highlight. Besonders die Interaktion zwischen Hunter und David sorgt für Erheiterung – sei es durch Davids berüchtigte Fahrkünste oder seine herrlich trockenen Sprüche über Hunters Anspannung, die den Nagel auf den Kopf treffen.
Für die nötige Würze und eine ordentliche Portion Aufregung sorgt Hunters Mutter Agatha. Ihr Verhalten ist eine Gratwanderung zwischen witzig und massiv grenzüberschreitend. Diese familiären Verstrickungen und die Einblicke in die arrogante Welt der „High Society“ geben der Geschichte eine wunderbare Tiefe. Auch die liebevoll gestalteten Nebenhandlungen, wie Davids erste Gehversuche beim Backprojekt „cookingforfools“, verleihen dem Buch eine menschliche und humorvolle Note.
In Sachen Ermittlung bleibt es bis zum Schluss spannend. Die Motive scheinen vielschichtig zu sein – von Habgier über Eifersucht bis hin zu Geheimnissen, die weit in die Vergangenheit oder sogar in ferne Länder zurückreichen könnten. Besonders skurrile Einfälle wie die „Operation Westminster Bridge“ beweisen den kreativen Witz der Geschichte.
Fazit: Ein fesselnder Cozy Crime, der durch seine starken Charaktere, schrägen Ideen und eine perfekte Mischung aus Spannung und Schmunzelmomenten überzeugt. Wenn es möglich wäre, würde ich hier mehr als 5 Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2026

Sturmwahnsinn

Frostblumen in den Highlands
0

In der Geschichte „Frostblumen in den Highlands: Ein winterlicher Wohlfühlroman voller Liebe, Hoffnung und Leidenschaft (Highland Hearts - Eine Liebe in Schottland)“ schreibt Skye MacDonald einen wundervoll ...

In der Geschichte „Frostblumen in den Highlands: Ein winterlicher Wohlfühlroman voller Liebe, Hoffnung und Leidenschaft (Highland Hearts - Eine Liebe in Schottland)“ schreibt Skye MacDonald einen wundervoll emotionalen Wohlfühlroman voller Romantik und mit viel Highland-Magie. Es ist der bereits sechste Roman der "Highland Hearts"-Serie, nachdem zuvor „Winterzauber in den Highlands“, „Herzenswärme in den Highlands“, "Schneegestöber in den Highlands", „Liebessturm in den Highlands" und "Flockenwirbel in den Highlands" veröffentlicht wurden. Dieser Roman ist am 15. Januar 2026 erschienen. Besonders schön ist auch dieses Mal die Tatsache, dass mehrere Protagonisten der vorherigen Romane mit in die Geschichte einbezogen werden.
Auf dem Cover sehen wir ein beleuchtetes Haus, die Bergekette "Three Sisters", einige Schneeflocken und viel Schnee. Die Geschichte spielt kurz vor Weihnachten. Wir erleben die Notfallchirurgin Dr. Zara Khan, die dem Rettungsteam in Glencoe gezwungenermaßen beitritt. Dort trifft sie auf den mürrischen Einsatzleiter Duncan Roberts, der sie kurz zuvor auf einer Party abblitzen ließ. In dem Roman geht es um eine starke Heldin, Zara, und einen Mann, Duncan, der erst lernen muss, dass die Liebe kein Risiko, sondern eine persönliche Entscheidung ist, während beide sich inmitten von Schneestürmen und Rettungseinsätzen näherkommen.
Die Geschichte ist tiefgründig und Atmosphäre wird durch die Beschreibung der winterlichen Kulisse der Highlands sehr schnell und bildgewaltig aufgebaut.
Bei Duncan werden seine tiefgreifenden persönlichen Herausforderungen deutlich, denn er wirkt zunächst mürrisch, grummelig mit der Ausstrahlung eines Highland-Gewitters. Der Einsatzleiter der Bergwacht erweckt einen sturen, schweigsamen Eindruck und er ist der Meinung, dass Gefühle in den Bergen nichts zu suchen haben. Später wird dann klar, dass er Angst hat, jemanden, der ihm wichtig ist zu verlieren, wie es bereits einmal geschehen ist. Deshalb hat er eine Mauer um sich herum aufgebaut, die ihn davor schützen soll, dass er durch seine Gefühle und einen möglichen Verlust erneut so leiden muss, wie es in der Vergangenheit passiert ist. Er wirkt in seinen Handlungen sehr authentisch und seine emotionale Entwicklung wird nachvollziehbar dargestellt. Auf der anderen Seite hat auch die junge Ärztin Zara bezüglich einer vergangenen Beziehung eine große menschliche Enttäuschung erlebt, sie wurde von innen sabotiert, wobei sie fast alles verloren hätte. Seit sie London verlassen hat und die Highlands gekommen ist, ist für sie die Einhaltung von Regeln das Einzige, was sie zusammenhält. Auch die inneren Konflikte insbesondere von Zara werden von der Autorin berührend dargestellt. Die Sprache ist sehr emotional und bildhaft, was dazu beiträgt, den Kontrast zwischen ihrem vergangenen Erleben und der zu Anfang aussichtslosen Gegenwart noch einmal sehr deutlich zu machen, was wiederum eine starke Spannung erzeugt.
Es werden gegensätzliche Gefühle und Themen aufgegriffen, wie zum Beispiel die Kälte von außen und die Gefühle, wie zum Beispiel eine Wärme, die vom Herzen kommt. Auch die Angst, die beide bezüglich einer Beziehung haben, steht dem Wunsch nach einer gefühlten Sicherheit, Liebe, Wärme und Nähe entgegen. Metamorphisch werden Narben, die beide am Körper tragen mit den tiefen Narben, die ihre Seelen erlitten haben, beschrieben.
Skye MacDonald versteht es in eindrucksvoller, gefühlvoller und fesselnder Weise mit Worten die Stimmungen und Emotionen perfekt zu bezeichnen und beim Lesen eine Wärme zu vermitteln, so dass aus ihrem Buch ein wahrer Wohlfühlroman entsteht.
Fazit: Eine tiefgründige und vielschichtige Geschichte, welche die Vergangenheit der Protagonisten aufgreift und aufzeigt, dass es immer wieder eine neue Chance gibt, dem Leben eine sinnvolle Wendung zu geben, indem die Bereitschaft besteht, den Mut aufzubringen, der so viel stärker ist als eine zurückliegende Angst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere