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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2026

Leider durch die Kurzgeschichte "Saint" Plot bereits bekannt

Woman Down
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In „Woman Down“ fährt die Autorin Petra zum Schreiben und zur Inspiration für ein paar Wochen an einen 2 Stunden von ihrem Wohnort entfernten See und konzentriert sich dort ganz auf ihre Arbeit. Nach einem ...

In „Woman Down“ fährt die Autorin Petra zum Schreiben und zur Inspiration für ein paar Wochen an einen 2 Stunden von ihrem Wohnort entfernten See und konzentriert sich dort ganz auf ihre Arbeit. Nach einem regelrechten Shitstorm wegen ihrer ersten Buchverfilmung gerät sie in eine fast 2-jährigen Schreibblockade. Ihre Freundin Nora überredet sie, wieder zu ihrer alten Gewohnheit zurück zu kehren, um an einem neuen Buch zu schreiben. In einem Livestream mit Nora in einer geschlossenen Facebook-Gruppe erzählt Petra die Namen ihrer Protagonisten und gibt einen kurzen Einblick in ihre Idee. Zwei Tage später steht plötzlich und ganz unerwartet ein Polizist vor ihrer Tür am See, der ihrem männlichen Protagonisten exakt entspricht. Wenig später taucht sie und der Polizist in die Rollen ihrer Buch-Protagonisten, um ihre Geschichte zu "fühlen". Die Geschichte nimmt somit ihren Lauf und Petra erlebt dabei einige schöne wie auch unschöne Momente hautnah, um sie authentisch in ihrem Buch aufzuschreiben.

Ich hatte mich sehr auf das neue Buch „Woman Down“ von Colleen Hoover gefreut, da sie die Autorin ist, mit deren Büchern ich nach Jahren wieder meine Liebe zum Lesen entdeckt habe. Ich habe sehr viele Bücher von ihr gelesen, darunter auch ihr zuletzt erschienenes Buch „Nur noch wenige Tage“ mit den beiden Kurzgeschichten, u. a. der Geschichte „Saint“. Meine Sorge war, dass es sich um dieselbe Geschichte hier handeln wird. Leider war es auch so. Da ich die Geschichte bereits in der Kurzform gelesen hatte, war der Plot für mich bereits klar und nichts neues war dabei. Ich fand es echt schade, denn so hätte ich mir das Buch sparen können. Den Faktor Spannung kann ich daher hier nicht wirklich beurteilen. Trotzdem war es kein schlechtes Buch, obwohl die Szenen mir bereits bekannt waren. Den Einstieg mit dem Podcast zu Beginn fand ich hier jedoch etwas verwirrend, auch hatte ich ein paar moralische Bedenken im späteren Verlauf der Geschichte, besonders bezüglich Petras Gefühle und Handlungen. Ich denke, wenn man das Buch jedoch liest, ohne vorher die Kurzgeschichte zu kennen, ist es bestimmt recht spannend.

Ihre Bücher bleiben dennoch für mich etwas Besonderes: leicht lesbar, abwechslungsreich und unterhaltsam. Ich mag ihren flüssigen Schreibstil. Weil mir die Handlung bereits bekannt war, vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Emotionales YoungAdult

Write Me for You
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Ich muss gestehen, dass ich großen Respekt vor Tillie Coles Büchern habe, denn sie berühren mich emotional jedes Mal sehr tief. Tillie Cole ist bekannt dafür, ihre Leser zu Tränen zu rühren und zu fesseln.

Bei ...

Ich muss gestehen, dass ich großen Respekt vor Tillie Coles Büchern habe, denn sie berühren mich emotional jedes Mal sehr tief. Tillie Cole ist bekannt dafür, ihre Leser zu Tränen zu rühren und zu fesseln.

Bei „Write me for you“ war ich gespannt. Wie erwartet, fing es bereits von Anfang an sehr emotional an. Die 17-jährige June erhält die Diagnose Krebs im Endstadium. Ihre letzte Chance, den Krebs zu besiegen, wäre, an einer medizinischen Studie auf einer Ranch teilzunehmen und zu hoffen, dass die neue Therapieform bei ihr anschlägt. Vor der Erkrankung hatte sie große Träume, wie später einmal Autorin zu werden und die Liebe ihres Lebens zu finden. Sie gibt den Traum, Autorin zu werden und die große Liebe vorerst auf. Auf der Ranch trifft sie den ebenfalls erkrankten Jungen Jesse. Zwischen ihnen entsteht sofort eine tiefe Verbindung, die ihnen Halt gibt. June schöpft neuen Mut und wird von Jesse ermutigt, ihre gemeinsame Liebesgeschichte aufzuschreiben. Tillie Cole schreibt die Geschichte der beiden abwechselnd aus zwei POVs. Diese wird durch eine weitere Perspektive in Form von Junes Autorin-Geschichte ergänzt. In der Parallelgeschichte schreibt June die entstandene Liebesgeschichte, sowie den Sieg gegen den Krebs und was danach geschieht auf… June und Jesse nennen es ihr Paralleluniversum und halten sich an die Hoffnung, gemeinsam den Kampf gegen den Krebs zu besiegen…

Kleiner Spoiler: Coles Bücher haben oft ein emotional geladenes Finale. Dieses war vorhersehbar, aber dennoch nicht leicht zu verkraften. Tillie Cole lässt ihre Leser hier frei entscheiden, welches Ende sie persönlich für den Werdegang wählen. Im Vergleich zu ihren anderen Werken empfand ich "Write me for you" jedoch nicht als herausragend. Meiner Ansicht nach wurde der Weg auf der Ranch sowie der Krebs-­Kampf stark romantisiert, auch die intensive Liebesgeschichte zwischen den beiden schien im Vordergrund zu stehen. Alles drehte sich für mich eher um die verschönte Beziehung als um Tiefgang. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht.
Inhaltlich konnte mich das Buch deshalb nicht vollständig überzeugen. Für ein jüngeres Publikum könnte es gut funktionieren. Vom Schreibstil her kann man Tillie Cole jedoch nichts vorwerfen.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Theorie, die zum Nachdenken anregt

Die LET THEM Theorie
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Bei der „Let Them“-Theorie von Mel Robbins wird eine klare Botschaft in den Mittelpunkt gesetzt: Lass anderen(sie) ihren Weg, um mehr Freiheit und weniger Stress im eigenen Leben zu gewinnen. Die Kernaussage, ...

Bei der „Let Them“-Theorie von Mel Robbins wird eine klare Botschaft in den Mittelpunkt gesetzt: Lass anderen(sie) ihren Weg, um mehr Freiheit und weniger Stress im eigenen Leben zu gewinnen. Die Kernaussage, dass die Kontrolle abzugeben oft zu einem gelasseneren Alltag führt, ist wichtig und gut aufbereitet, auch wenn sie nicht völlig neu ist.

Der Schreibstil der Autorin finde ich lebendig, leicht und nahbar. Ihre und die Erfahrungen ihrer Kollegen und Freunden werden mit als Beispiele eingeflochten, wodurch sich vieles persönlicher anfühlt. Besonders die Einbindung der 5-4-3-2-1-Methode zu Beginn wirkt greifbar und hat bei mir eine echte Wirkung gezeigt, für mich persönlich mehr als reines zählen und mehr als bloße Theorie.

In den späteren Abschnitten finde ich sowohl starke als auch durchwachsene Aussagen. Die persönlichen Erfahrungen der Autorin bleiben präsent, wirken teils jedoch zu ausführlich und wiederholen sich meiner Meinung nach oft.
Ein interessanter Vergleich zwischen kindischem Verhalten und erwachsener Reaktion regt zum Nachdenken an, aber manche Verknüpfungen wirken doch etwas gezwungen und weit hergeholt.
Insgesamt fehlte mir ein klarer roter Faden, besonders dort, wo das Buch versucht „lass sie“ und „lass mich“-Theorie in möglichst vielen Kontexten zu beschreiben.

Das Fazit der Autorin passt zur Grundidee: Kontrolle loszulassen kann zu mehr Gelassenheit führen. Ich hätte mir eine fokussiertere Struktur, weniger Wiederholungen und eine stärkere Betonung der zentralen Theorien gewünscht. Wer die Grundidee spannend findet, sollte dennoch zugreifen.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Allow a Sunflower to Bloom
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In „Allow a sunflower to Bloom“ lernen wir die beiden Hauptfiguren Emmee und Casimir kennen, die sich in der neu gegründeten WG langsam Näherkommen.
Zwischen ihnen entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte, ...

In „Allow a sunflower to Bloom“ lernen wir die beiden Hauptfiguren Emmee und Casimir kennen, die sich in der neu gegründeten WG langsam Näherkommen.
Zwischen ihnen entwickelt sich langsam eine Liebesgeschichte, trotz der Päckchen, die beide zu tragen haben. Themen wie Identitätskrisen, Erwachsenwerden, Ausziehen, Loslassen und der Aufbau von Vertrauen stehen im Mittelpunkt.

Der Einstieg ins Buch war spannend. Mir gefällt, dass zu jedem Kapitel ein Kunstwerk beschrieben wird, das gibt dem Ganzen nochmal einen besonderen Charme.

Ich muss gestehen, dass ich mittendrin mehrmals den roten Faden der Geschichte verloren habe. An einigen Stellen wirkte es zu überladen, die Gedankengänge waren zu verschachtelt und wirr. Zudem finde ich, dass der Klappentext nicht ganz stimmig zur Geschichte wirkt, da die Suche nach den Eltern für mich zu nebensächlich erzählt wird. Auch die Liebesgeschichte zwischen Emmee und Casimir konnte mich nicht vollständig überzeugen. Womit ich aber besonders meine Probleme hatte, war der Schreibstil. Er hat mich nicht wirklich mitgenommen, sodass ich die Geschichte nicht wie gewohnt in wenigen Tagen verschlungen habe, sondern länger gebraucht habe. Dennoch ist es kein schlechtes Buch, es hat mich persönlich einfach nicht vollständig überzeugen können.

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Veröffentlicht am 11.07.2025

Jugendbuch mit Ernsthaftigkeit und Comedy

Sugar Crush
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Im Debütbuch des Comedians Chris Tall lernen wir den 17 Jährigen Mateo kennen, der als Außenseiter keinen Anschluss findet und zudem noch wegen seines Aussehens von seinen Mitschülern gemobbt und bloßgestellt ...

Im Debütbuch des Comedians Chris Tall lernen wir den 17 Jährigen Mateo kennen, der als Außenseiter keinen Anschluss findet und zudem noch wegen seines Aussehens von seinen Mitschülern gemobbt und bloßgestellt wird. Auf der BeYou Plattform chattet er mit der unbekannten Person namens „Pumkinpie“ und gibt sich als „Sugar Crush“ aus, um die Anonymität zu wahren. 
Mateo erlebt sein Schuljahr mit vielen Höhen und Tiefen. Dabei geht es vor allem um neue Freundschaften, Mut, Liebe, Selbstakzeptanz und darum, über seine Ängste hinwegzukommen, sie anzuerkennen und zu bewältigen. Mit Hilfe seines Mentors Chris begleitet er uns auf seiner Reise zur Selbstfindung.
Das Buch enthält viele Stellen, die zum Lachen, anregen, auch auch Momente, die aufregen, weil Schüler manchmal sehr unberechenbar und fies sein können. Es werden auch ernste Themen angesprochen. Die Nebenauftritte von Chris fand ich gut eingebaut. Mir hätte jedoch etwas mehr Tiefe gutgetan, da das Buch am Ende doch etwas kurz geraten ist. Für die Altersgruppe ab 14 Jahren ist es gut geeignet. Für mich persönlich war es mir 30 Jahren allerdings nicht ganz mein Genre, aber das liegt nicht am Buch selbst. Es bietet auf jeden Fall gute Anhaltspunkte.

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