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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.06.2025

Von anonymen Brieffreunden zu Lovern

Easton High 1: Dear Love I Hate You
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In "Dear Love I hate You" treffen Xavier (Zac) und Aveena (Love) aufeinander, doch sie kennen sich zunächst nur durch anonyme Briefe und wissen nicht, wer dahinter wirklich steckt. Xavier ist der beliebte, ...

In "Dear Love I hate You" treffen Xavier (Zac) und Aveena (Love) aufeinander, doch sie kennen sich zunächst nur durch anonyme Briefe und wissen nicht, wer dahinter wirklich steckt. Xavier ist der beliebte, coole Junge, während Aveena eher unauffällig und zurückhaltend ist und im Schatten ihrer Schwester steht und das Gefühl von ihrer Mutter vermittelt bekommt, nicht geliebt zu werden. Sie hat mit einigen Herausforderungen und Schuldgefühlen zu kämpfen. Auch Xavier hat sein gewisses Päckchen zu tragen, was er nach außen hin gut verbergt.

Die Handlung beginnt damit, dass sie sich beide geheimnisvolle Briefe schicken, ohne zu wissen, wer der andere wirklich ist. Im Laufe der Zeit entwickeln sich zwischen ihnen viele Plots und Wendungen, manchmal sind sie sich nah, dann wieder entfernt, was für viele spannende Auf und Abs sorgt.
Die Dynamik zwischen Xavier und Aveena ist vielschichtig, voller Überraschungen und unerwarteter Entwicklungen. Es bleibt bis zur letzten Seite spannend.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Regt zum Hinterfragen und Nachdenken an

Das Café am Rande der Welt
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Ich habe „Das Café am Rande der Welt“ innerhalb eines Fluges gelesen. Es besticht durch seine Tiefgründigkeit und inspirierenden Gedanken, um über das Leben, den Sinn und die eigenen Prioritäten nachzudenken. ...

Ich habe „Das Café am Rande der Welt“ innerhalb eines Fluges gelesen. Es besticht durch seine Tiefgründigkeit und inspirierenden Gedanken, um über das Leben, den Sinn und die eigenen Prioritäten nachzudenken. Die Geschichte ist ruhig erzählt und die Botschaften sind tiefgründig und regen mit den drei Hauptfragen zum Nachdenken an. Die philosophischen Überlegungen und die kleinen Aha-Momente haben mir gut gefallen und das Buch zu einer guten Lektüre gemacht.
Allerdings muss ich sagen, dass ich durch den ganzen Hype um das Buch doch etwas mehr erwartet hatte. Mir fehlte ein gewisses „Etwas“, das das Ganze noch besonderer gemacht hätte. Ich hätte mir auch mehr Text gewünscht, um noch tiefer in die Gedankenwelt einzutauchen. Vieles wurde im Buch mit den Bildern gestreckt. Manchmal wirkte die Erzählung etwas knapp und abgeschnitten, was den Eindruck hinterlassen hat, dass noch mehr Potenzial vorhanden gewesen wäre.

Trotzdem ist „Das Café am Rande der Welt“ eine schöne Lektüre, die zum Nachdenken anregt und sicherlich viele Leser berührt. Für mich persönlich konnte es nicht 100% überzeugen, da es eine inspirierende und tiefgründige Geschichte ist, die aber noch mehr hätte sein können.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Leider durch die Kurzgeschichte "Saint" Plot bereits bekannt

Woman Down
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In „Woman Down“ fährt die Autorin Petra zum Schreiben und zur Inspiration für ein paar Wochen an einen 2 Stunden von ihrem Wohnort entfernten See und konzentriert sich dort ganz auf ihre Arbeit. Nach einem ...

In „Woman Down“ fährt die Autorin Petra zum Schreiben und zur Inspiration für ein paar Wochen an einen 2 Stunden von ihrem Wohnort entfernten See und konzentriert sich dort ganz auf ihre Arbeit. Nach einem regelrechten Shitstorm wegen ihrer ersten Buchverfilmung gerät sie in eine fast 2-jährigen Schreibblockade. Ihre Freundin Nora überredet sie, wieder zu ihrer alten Gewohnheit zurück zu kehren, um an einem neuen Buch zu schreiben. In einem Livestream mit Nora in einer geschlossenen Facebook-Gruppe erzählt Petra die Namen ihrer Protagonisten und gibt einen kurzen Einblick in ihre Idee. Zwei Tage später steht plötzlich und ganz unerwartet ein Polizist vor ihrer Tür am See, der ihrem männlichen Protagonisten exakt entspricht. Wenig später taucht sie und der Polizist in die Rollen ihrer Buch-Protagonisten, um ihre Geschichte zu "fühlen". Die Geschichte nimmt somit ihren Lauf und Petra erlebt dabei einige schöne wie auch unschöne Momente hautnah, um sie authentisch in ihrem Buch aufzuschreiben.

Ich hatte mich sehr auf das neue Buch „Woman Down“ von Colleen Hoover gefreut, da sie die Autorin ist, mit deren Büchern ich nach Jahren wieder meine Liebe zum Lesen entdeckt habe. Ich habe sehr viele Bücher von ihr gelesen, darunter auch ihr zuletzt erschienenes Buch „Nur noch wenige Tage“ mit den beiden Kurzgeschichten, u. a. der Geschichte „Saint“. Meine Sorge war, dass es sich um dieselbe Geschichte hier handeln wird. Leider war es auch so. Da ich die Geschichte bereits in der Kurzform gelesen hatte, war der Plot für mich bereits klar und nichts neues war dabei. Ich fand es echt schade, denn so hätte ich mir das Buch sparen können. Den Faktor Spannung kann ich daher hier nicht wirklich beurteilen. Trotzdem war es kein schlechtes Buch, obwohl die Szenen mir bereits bekannt waren. Den Einstieg mit dem Podcast zu Beginn fand ich hier jedoch etwas verwirrend, auch hatte ich ein paar moralische Bedenken im späteren Verlauf der Geschichte, besonders bezüglich Petras Gefühle und Handlungen. Ich denke, wenn man das Buch jedoch liest, ohne vorher die Kurzgeschichte zu kennen, ist es bestimmt recht spannend.

Ihre Bücher bleiben dennoch für mich etwas Besonderes: leicht lesbar, abwechslungsreich und unterhaltsam. Ich mag ihren flüssigen Schreibstil. Weil mir die Handlung bereits bekannt war, vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Emotionales YoungAdult

Write Me for You
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Ich muss gestehen, dass ich großen Respekt vor Tillie Coles Büchern habe, denn sie berühren mich emotional jedes Mal sehr tief. Tillie Cole ist bekannt dafür, ihre Leser zu Tränen zu rühren und zu fesseln.

Bei ...

Ich muss gestehen, dass ich großen Respekt vor Tillie Coles Büchern habe, denn sie berühren mich emotional jedes Mal sehr tief. Tillie Cole ist bekannt dafür, ihre Leser zu Tränen zu rühren und zu fesseln.

Bei „Write me for you“ war ich gespannt. Wie erwartet, fing es bereits von Anfang an sehr emotional an. Die 17-jährige June erhält die Diagnose Krebs im Endstadium. Ihre letzte Chance, den Krebs zu besiegen, wäre, an einer medizinischen Studie auf einer Ranch teilzunehmen und zu hoffen, dass die neue Therapieform bei ihr anschlägt. Vor der Erkrankung hatte sie große Träume, wie später einmal Autorin zu werden und die Liebe ihres Lebens zu finden. Sie gibt den Traum, Autorin zu werden und die große Liebe vorerst auf. Auf der Ranch trifft sie den ebenfalls erkrankten Jungen Jesse. Zwischen ihnen entsteht sofort eine tiefe Verbindung, die ihnen Halt gibt. June schöpft neuen Mut und wird von Jesse ermutigt, ihre gemeinsame Liebesgeschichte aufzuschreiben. Tillie Cole schreibt die Geschichte der beiden abwechselnd aus zwei POVs. Diese wird durch eine weitere Perspektive in Form von Junes Autorin-Geschichte ergänzt. In der Parallelgeschichte schreibt June die entstandene Liebesgeschichte, sowie den Sieg gegen den Krebs und was danach geschieht auf… June und Jesse nennen es ihr Paralleluniversum und halten sich an die Hoffnung, gemeinsam den Kampf gegen den Krebs zu besiegen…

Kleiner Spoiler: Coles Bücher haben oft ein emotional geladenes Finale. Dieses war vorhersehbar, aber dennoch nicht leicht zu verkraften. Tillie Cole lässt ihre Leser hier frei entscheiden, welches Ende sie persönlich für den Werdegang wählen. Im Vergleich zu ihren anderen Werken empfand ich "Write me for you" jedoch nicht als herausragend. Meiner Ansicht nach wurde der Weg auf der Ranch sowie der Krebs-­Kampf stark romantisiert, auch die intensive Liebesgeschichte zwischen den beiden schien im Vordergrund zu stehen. Alles drehte sich für mich eher um die verschönte Beziehung als um Tiefgang. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht.
Inhaltlich konnte mich das Buch deshalb nicht vollständig überzeugen. Für ein jüngeres Publikum könnte es gut funktionieren. Vom Schreibstil her kann man Tillie Cole jedoch nichts vorwerfen.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Theorie, die zum Nachdenken anregt

Die LET THEM Theorie
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Bei der „Let Them“-Theorie von Mel Robbins wird eine klare Botschaft in den Mittelpunkt gesetzt: Lass anderen(sie) ihren Weg, um mehr Freiheit und weniger Stress im eigenen Leben zu gewinnen. Die Kernaussage, ...

Bei der „Let Them“-Theorie von Mel Robbins wird eine klare Botschaft in den Mittelpunkt gesetzt: Lass anderen(sie) ihren Weg, um mehr Freiheit und weniger Stress im eigenen Leben zu gewinnen. Die Kernaussage, dass die Kontrolle abzugeben oft zu einem gelasseneren Alltag führt, ist wichtig und gut aufbereitet, auch wenn sie nicht völlig neu ist.

Der Schreibstil der Autorin finde ich lebendig, leicht und nahbar. Ihre und die Erfahrungen ihrer Kollegen und Freunden werden mit als Beispiele eingeflochten, wodurch sich vieles persönlicher anfühlt. Besonders die Einbindung der 5-4-3-2-1-Methode zu Beginn wirkt greifbar und hat bei mir eine echte Wirkung gezeigt, für mich persönlich mehr als reines zählen und mehr als bloße Theorie.

In den späteren Abschnitten finde ich sowohl starke als auch durchwachsene Aussagen. Die persönlichen Erfahrungen der Autorin bleiben präsent, wirken teils jedoch zu ausführlich und wiederholen sich meiner Meinung nach oft.
Ein interessanter Vergleich zwischen kindischem Verhalten und erwachsener Reaktion regt zum Nachdenken an, aber manche Verknüpfungen wirken doch etwas gezwungen und weit hergeholt.
Insgesamt fehlte mir ein klarer roter Faden, besonders dort, wo das Buch versucht „lass sie“ und „lass mich“-Theorie in möglichst vielen Kontexten zu beschreiben.

Das Fazit der Autorin passt zur Grundidee: Kontrolle loszulassen kann zu mehr Gelassenheit führen. Ich hätte mir eine fokussiertere Struktur, weniger Wiederholungen und eine stärkere Betonung der zentralen Theorien gewünscht. Wer die Grundidee spannend findet, sollte dennoch zugreifen.

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