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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2026

Unterhaltsam, bissig und mit kleinen Schwächen

Ich schenk dir die Hölle auf Erden
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Ich schenke dir die Hölle auf Erden fügt sich optisch gut in die Reihe von Ellen Berg ein: Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert, auch wenn das Geschehen überwiegend im Winter spielt und zudem ...

Ich schenke dir die Hölle auf Erden fügt sich optisch gut in die Reihe von Ellen Berg ein: Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert, auch wenn das Geschehen überwiegend im Winter spielt und zudem ein deutlich älteres Paar zeigt als die eigentlichen Hauptfiguren der Geschichte.

Im Mittelpunkt steht Carina, leidenschaftliche Hausfrau und Mutter zweier lebhafter Kinder. Als sie nach einer Dienstreise den Koffer ihres Mannes auspackt, stößt sie auf eindeutige Beweise für seine Affäre. Gemeinsam mit ihren Freundinnen beginnt sie, die Situation zu verarbeiten und Pläne zu schmieden – zumal Jonas, ihr Ehemann, schließlich alles zugibt. Damit nimmt ein unterhaltsames Katz-und-Maus-Spiel seinen Lauf: Jonas zieht vorübergehend zur Geliebten, während Carina dank einiger unglücklicher finanzieller Entscheidungen aus seiner Vergangenheit plötzlich die besseren Karten in der Hand hält.
Sehr gefreut hat mich das Wiedersehen mit alten Bekannten aus früheren Romanen, etwa Eddy und Luisa. Die Geschichte ist wie gewohnt locker, humorvoll und flüssig erzählt – ich bin beim Lesen nur so über die Seiten geflogen. Dennoch gibt es einige Ungereimtheiten, die den Lesefluss leicht dämpfen: eine für ihr Alter erstaunlich reife Neunjährige, eine Geliebte, die stark ins Klischee passt, sowie eine oder mehrere Entscheidungen am Ende, die bei klarem Verstand nicht immer ganz nachvollziehbar erscheinen.

Trotzdem überwiegt der positive Eindruck deutlich. Es ist eine gut erzählte Geschichte über Liebe, Verliebtheit, Freundschaft und Selbstbewusstsein. Besonders schön fand ich Carinas Entwicklung, bei der aus einem Hobby plötzlich ein echtes Business entsteht – und der Begriff „Tinkern“ wird mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

Ein unterhaltsamer Roman mit Humor, bekannten Stärken und kleinen Schwächen – insgesamt ein solides Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Ein warmherziger Auftakt mit Potenzial für mehr

Morgensonnenglück
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Morgensonnenglück war mein erstes Buch von Petra Schier und hat mir insgesamt sehr gut gefallen.
Der Einstieg gelingt leicht, vor allem weil man schnell drei Generationen der Familie Flower kennenlernt. ...

Morgensonnenglück war mein erstes Buch von Petra Schier und hat mir insgesamt sehr gut gefallen.
Der Einstieg gelingt leicht, vor allem weil man schnell drei Generationen der Familie Flower kennenlernt. Besonders die weiblichen Figuren sind stark und facettenreich gezeichnet. Die familiäre Dynamik, geprägt von kontrollierenden Großeltern und erwachsenen Kindern, die ihren eigenen Weg suchen, sorgt für Spannung und emotionale Tiefe.
Hollys Entwicklung ist für mich sehr nachvollziehbar, und Raik ist ein durchweg sympathischer Charakter, der der Geschichte viel Wärme gibt. Ihre gemeinsamen Szenen gehören zu meinen Highlights. Auch der kleine Ort Lissenborn vermittelt eine stimmige, fast schon heimelige Atmosphäre.
Punktabzug gibt es für das Ende: Es kam mir zu schnell und ließ einige Fragen offen. Ein Epilog oder ein Ausblick in die Zukunft der Familie hätte das Buch für mich perfekt abgerundet.

Fazit:
Ein gefühlvoller Familienroman mit schönen Momenten und viel Potenzial – ich würde eine Fortsetzung sehr gern lesen.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Leichte Unterhaltung mit Blumen, Herz und Amsterdam

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
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Schon das Cover hat mich sofort angesprochen: Das leuchtende Gelb wirkt einladend und fröhlich und das Boot voller bunter Blumen passt wunderbar zur kreativen und lebensfrohen Hauptfigur Rosie. Optisch ...

Schon das Cover hat mich sofort angesprochen: Das leuchtende Gelb wirkt einladend und fröhlich und das Boot voller bunter Blumen passt wunderbar zur kreativen und lebensfrohen Hauptfigur Rosie. Optisch wie inhaltlich ein echtes Wohlfühlversprechen.
Rosie selbst hat mich mehrfach überrascht. Ihre Naivität und ihr unerschütterlicher Optimismus haben mich manchmal schmunzeln lassen, gleichzeitig aber auch beeindruckt. Mit ihrer positiven Einstellung erreicht sie immer wieder ihre Ziele – eine echte Frohnatur, die man einfach gern begleitet. Die Geschichte ließ sich wunderbar leicht lesen - für mich perfekte seichte Unterhaltung, die ich während einer Bahnfahrt tatsächlich am Stück verschlungen habe.
Amsterdam ist atmosphärisch sehr schön beschrieben. Beim Lesen kamen immer wieder eigene Erinnerungen an meinen Besuch dort hoch, da die Autorin es geschafft hat, die Orte so lebendig und bildhaft darzustellen. Besonders gefallen hat mir, wie sehr man sich alles vorstellen konnte – vom Bloemenmarkt bis hin zum Gemeinschaftsgefühl unter den Marktleuten.
Thematisch dreht sich alles um Träume, Hoffnungen, Freundschaften, Zusammenhalt sowie Liebe und Familie. Die Idee, per FaceTime gemeinsam mit dem Vater zu Abend zu essen, fand ich besonders süß. Auch die Nebenfiguren haben mein Herz erobert – allen voran Zoon, der Hund des Nachbarn. Tiere haben eben ein feines Gespür für gute Menschen. Emma vom Markt habe ich ebenfalls direkt ins Herz geschlossen und mich gefreut, dass auch ihr Liebesleben Fahrt aufnimmt.
Die Geschichte war insgesamt recht vorhersehbar, was für mich aber gut zum Wohlfühlcharakter des Romans gepasst hat. Sehr gern hätte ich die kreativen Blumengestecke von Rosie einmal selbst gesehen – ich fand es faszinierend zu lesen, wie ihr die Ideen dazu kamen. Der Epilog ein Jahr später rundet die Geschichte schön ab und sorgt für einen stimmigen Abschluss.

Ein leichter, herzerwärmender Roman für zwischendurch, der Lust auf Amsterdam und Blumen macht. 🌷

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Kurzweiliger Frauenroman mit Humor

Alles muss man selber machen
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Alles muss man selber machen“ von Ellen Berg ist ein typischer (K)ein Frauenroman: locker, humorvoll und leicht zu lesen. Die Geschichte um Nele, Fiona und Hermine, die sich aus finanzieller Not in chaotische ...

Alles muss man selber machen“ von Ellen Berg ist ein typischer (K)ein Frauenroman: locker, humorvoll und leicht zu lesen. Die Geschichte um Nele, Fiona und Hermine, die sich aus finanzieller Not in chaotische Situationen manövrieren, hat mich gut unterhalten.
Besonders die drei Freundinnen sind sympathisch und lebendig dargestellt, allen voran Hermine mit ihrem Computerwissen und Nele mit ihren frechen Sprüchen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, sodass man schnell durch das Buch kommt. Die erste Hälfte war sehr witzig, im letzten Drittel ließ der Humor für meinen Geschmack jedoch etwas nach und einige Fragen blieben offen.
Insgesamt ein unterhaltsamer Roman für zwischendurch, der aktuelle Themen humorvoll aufgreift, ohne große Überraschungen zu bieten.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Gute Mischung aus Wissen und Praxis

Die Ernährungs-Docs – Gesund abnehmen mit der Anti-Entzündungs-Formel
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Ich kenne die Ernährungs-Docs aus dem Fernsehen und bin immer wieder fasziniert, wie schon kleine Veränderungen in der Ernährung dazu beitragen können, Krankheiten zu lindern oder sogar positiv zu beeinflussen. ...

Ich kenne die Ernährungs-Docs aus dem Fernsehen und bin immer wieder fasziniert, wie schon kleine Veränderungen in der Ernährung dazu beitragen können, Krankheiten zu lindern oder sogar positiv zu beeinflussen. Entsprechend neugierig war ich auf dieses Buch.
Die theoretischen Erklärungen sind sehr gut verständlich und nachvollziehbar. Neben viel Bekanntem gab es für mich auch das ein oder andere Aha-Erlebnis. Der erste Teil des Buches „Schlank und rundum fit“ vermittelt fundiertes Wissen rund um entzündungshemmende Ernährung und hat mir gut gefallen.
Der zweite Teil „Clever abnehmen mit Genuss“ macht den größten Umfang des Buches aus und besteht hauptsächlich aus Rezepten – vom Frühstück über Hauptgerichte bis hin zu kleinen Gerichten. Die Rezepte sind übersichtlich aufgebaut, farbenfroh bebildert und klar strukturiert. Besonders praktisch finde ich die kleinen Symbole, die sofort zeigen, ob ein Gericht vegetarisch, vegan oder glutenfrei ist.
Das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut: mintgrün, mit gesunden grünen Lebensmitteln, einem appetitlich angerichteten Teller oben rechts und den Autoren am unteren Rand – insgesamt sehr ansprechend.
Ein kleiner Kritikpunkt: Bei manchen Rezepten, z. B. bei den Brotaufstrichen, weicht die Darstellung vom sonst einheitlichen Aufbau ab. Dort sind die Zutaten mitten im Text fett hervorgehoben. Das finde ich etwas schade, da die ursprüngliche Darstellung deutlich übersichtlicher ist.
Wie bei vielen Kochbüchern sprechen mich nicht alle Rezepte an, aber einige habe ich ausprobiert. Sie waren leicht nachzukochen, die Anleitungen verständlich und geschmacklich haben sie uns überzeugt.
Insgesamt ein gelungenes Buch mit viel Wissen und vielen alltagstauglichen Rezepten – mit kleinen Abzügen in der Darstellung

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