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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2026

Tolles Buch!

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„NÖ“ von Maike Schöfer hat mich sehr persönlich erwischt. Nein zu sagen fällt mir schwer, oft denke ich zuerst daran, wie es für andere ist, und erst ganz zum Schluss an mich selbst. Beim Lesen habe ich ...

„NÖ“ von Maike Schöfer hat mich sehr persönlich erwischt. Nein zu sagen fällt mir schwer, oft denke ich zuerst daran, wie es für andere ist, und erst ganz zum Schluss an mich selbst. Beim Lesen habe ich mich ständig wiedererkannt in diesem inneren Zögern, in dem Bedürfnis, niemanden zu enttäuschen, niemandem zur Last zu fallen und dabei die eigenen Grenzen zu übergehen.

Gerade deshalb hat mich dieses Buch so motiviert. Es fühlt sich an, als würde jemand genau diese leise innere Stimme ernst nehmen und ihr endlich Rückhalt geben. Beim Lesen wurde mir klar, dass mein Nein kein Versagen ist und keine Unfreundlichkeit, sondern ein wichtiger Teil davon, mich selbst zu schützen. Viele Passagen haben mir das Gefühl gegeben, verstanden zu werden und gleichzeitig ermutigt, es beim nächsten Mal anders zu machen.

„NÖ“ ist für mich kein lautes Manifest, sondern eine starke, bestärkende Begleitung. Ich habe das Buch mit dem Gefühl geschlossen, ein kleines bisschen mutiger zu sein. Motivierter, meine eigenen Grenzen wahrzunehmen und sie auch auszusprechen. Ein Buch, das nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern ganz konkret etwas in Bewegung bringt.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Fesselndes Sachbuch

Urlaub vom Patriarchat
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„Urlaub vom Patriarchat“ hat mich auf eine sehr persönliche Weise getroffen. Beim Lesen war ich sofort wieder in meinem Austauschjahr in Mexiko, bei all den Momenten, in denen mir zum ersten Mal richtig ...

„Urlaub vom Patriarchat“ hat mich auf eine sehr persönliche Weise getroffen. Beim Lesen war ich sofort wieder in meinem Austauschjahr in Mexiko, bei all den Momenten, in denen mir zum ersten Mal richtig bewusst wurde, wie unterschiedlich Macht, Geschlecht und Freiheit gelebt werden können. Dieses Gefühl von Lernen, Staunen und manchmal auch Wut kam mit jeder Seite zurück und genau das macht dieses Buch für mich so besonders.

Ich liebe daran, dass es sich nicht anfühlt wie eine Wiederholung dessen, was ich schon aus anderen feministischen Büchern kenne. Es ist frisch, klug und mutig im Denken. Man merkt, dass hier jemand schreibt, der nicht nur Theorie kennt, sondern Erfahrungen ernst nimmt und reflektiert. Die Perspektive einer jungen Frau gibt dem Ganzen eine enorme Nähe. Ich habe mich oft wiedergefunden, mich verstanden gefühlt und gleichzeitig neue Gedanken entwickelt. Das Buch erklärt nicht von oben herab, sondern nimmt einen mit auf eine echte gedankliche Reise.

Für mich ist „Urlaub vom Patriarchat“ empowernd im besten Sinne. Es macht Lust, genauer hinzuschauen, alte Muster zu hinterfragen und sich dabei nicht allein zu fühlen. Ein Buch, das berührt, begeistert und zeigt, wie lebendig und notwendig feministisches Schreiben sein kann.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Bewundernswerte Frauen

Die Frauen von Belarus
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Dieses Buch über die Frauen von Belarus hat mich tief bewegt. Es erzählt von Mut, Widerstand und der unerschütterlichen Kraft von Frauen, die trotz Angst, Unterdrückung und Gewalt für Freiheit und Gerechtigkeit ...

Dieses Buch über die Frauen von Belarus hat mich tief bewegt. Es erzählt von Mut, Widerstand und der unerschütterlichen Kraft von Frauen, die trotz Angst, Unterdrückung und Gewalt für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen. Ich war beeindruckt von der Entschlossenheit, der Solidarität und dem Zusammenhalt, den die Frauen in dieser Geschichte zeigen.

Was mich besonders berührt hat, ist, wie das Buch den Leserinnen und Lesern nicht nur die politischen Ereignisse näherbringt, sondern vor allem die menschliche Seite dieser Kämpfe zeigt. Es ist inspirierend zu sehen, wie Frauen jeden Alters, aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen, sich nicht einschüchtern lassen und aktiv ihre Stimme erheben. Ihre Geschichten sind ehrlich, kraftvoll und voller Hoffnung, auch in den dunkelsten Momenten.

Für mich ist dieses Buch eine Hommage an Mut, Widerstandskraft und die Stärke weiblicher Solidarität. Es hat mir gezeigt, dass Veränderungen möglich sind, wenn Menschen zusammenstehen und für das kämpfen, woran sie glauben. Ich habe es mit großem Respekt und tiefem Staunen gelesen und werde die Geschichten dieser Frauen noch lange im Herzen tragen.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Humorvoller Klassiker

Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat
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Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, weil es einfach Spaß macht und gleichzeitig überraschend klug ist. Drei Frauen, die sich betrinken und dabei beschließen, den idealen Staat zu gründen, ...

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, weil es einfach Spaß macht und gleichzeitig überraschend klug ist. Drei Frauen, die sich betrinken und dabei beschließen, den idealen Staat zu gründen, klingt nach purem Chaos, aber es ist so viel mehr: eine witzige, anarchische und gleichzeitig berührende Geschichte über Freundschaft, Mut und den Wunsch, die Welt ein Stück besser zu machen.

Ich habe es geliebt, wie jede der Frauen mit ihrer eigenen Persönlichkeit und ihren Macken die Gesellschaft, die sie erschaffen, prägt. Man kann nicht anders, als sich von ihrem Einfallsreichtum und ihrer Kühnheit inspirieren zu lassen. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, welche Ideen ich selbst hätte, wenn ich einfach mal alles hinter mir lassen könnte. Es ist eine Mischung aus Lachen, Staunen und Nachdenken, die man selten so intensiv erlebt.

Für mich ist das Buch ein kleines feministisches Manifest, ein freches Abenteuer und ein Plädoyer dafür, dass Veränderungen auch mit Humor, Mut und Freundschaft beginnen können. Ich bin noch lange nach dem Lesen darin hängen geblieben und habe immer wieder darüber nachgedacht, wie wir selbst unsere Welt gestalten könnten. Ein Buch, das man einfach mit einem Lächeln auf den Lippen beendet und das einem trotzdem nicht mehr aus dem Kopf geht.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Ein Must Read!

Girl, Woman, Other
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"Girl, Woman, Other" von Bernardine Evaristo ist ein Buch, das man nicht einfach liest, man taucht in ein Kaleidoskop von Leben ein, die so unterschiedlich und doch auf tiefe Weise miteinander verbunden ...

"Girl, Woman, Other" von Bernardine Evaristo ist ein Buch, das man nicht einfach liest, man taucht in ein Kaleidoskop von Leben ein, die so unterschiedlich und doch auf tiefe Weise miteinander verbunden sind. Schon nach den ersten Seiten war ich gefesselt von der Art, wie Evaristo die Stimmen ihrer Figuren miteinander verwoben hat, ohne auf klassische Kapitel oder lineare Erzählung zu setzen. Jede Figur ist einzigartig und doch spürt man die Kraft all dieser Frauen, die kämpfen, lieben, scheitern, sich selbst finden und sich gegenseitig sichtbar machen.

Für mich ist dieses Buch ein feministisches Geschenk. Es zeigt, dass Weiblichkeit keine feste Kategorie ist und dass Frauen und nicht-binäre Personen nicht in Schubladen passen. Rassismus, Sexualität, Klasse, Mutterschaft, Aktivismus, alles wird hier so ehrlich und nahbar erzählt, dass man sich gleichzeitig herausgefordert und verstanden fühlt. Besonders bewegend fand ich, wie Evaristo die Vielfalt schwarzer und queerer Erfahrungen in England darstellt, ohne dass es jemals belehrend wirkt. Es ist einfach Leben, roh, bunt, widersprüchlich, stark.

Am Ende bleibt bei mir das Gefühl, dass dieses Buch eine Feier des menschlichen Miteinanders ist, der Schmerz, die Freude, die kleinen Siege, die Kämpfe. Es erinnert daran, wie wichtig Sichtbarkeit und Solidarität sind und dass Feminismus nicht nur Theorie, sondern gelebte Realität ist. "Girl, Woman, Other" hat mich verändert, es hat meinen Blick auf Frauen, auf Gemeinschaft, auf Geschichten erweitert. Und das ist selten.

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