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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2023

Wenig fesselnd, wenig daraus mit genommen

Ein Geist in der Kehle
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Das Buch ist sehr schwer einzuordnen und schwer in Worte zu fassen. Sowohl Handlung, als auch Sprache sind recht außergewöhnlich. Die Sprache ist sehr lyrisch, lässt sich aber dennoch flüssig lesen. Weiblicher ...

Das Buch ist sehr schwer einzuordnen und schwer in Worte zu fassen. Sowohl Handlung, als auch Sprache sind recht außergewöhnlich. Die Sprache ist sehr lyrisch, lässt sich aber dennoch flüssig lesen. Weiblicher Text ist ernst zu nehmen, es geht rein um die Frauenwelt, den Alltag als Frau, vor allem als Mutter und die Emanzipation in Sprache und Vergangenheit.
Ich bin selbst Mutter und konnte mich schon irgendwie hinein versetzen – allerdings fehlte mir nach den ersten 80 Seiten der Antrieb das Buch wirklich gerne in die Hand zu nehmen und habe eher bemüht gelesen.
Das Nachforschen unserer Hauptdarstellerin hinsichtlich des Gedichts gleitet relativ schnell in Obsession ab. Zuerst sucht sie nach Ablenkung in ihrem Alltag, identifiziert sich mit einer längst verstorbenen Person und deren Leben. Möchte mehr über sie heraus finden und auch etwas schaffen, das bleibt, indem sie das Gedicht übersetzt. Das konnte ich sehr gut nachvollziehen. Aber irgendwann schläft sie nicht mehr und isst nicht mehr, um mehr Zeit für ihr „Hobby“ zu haben. Sie entflieht ihrem Leben.
Also ich würde das Buch nicht noch mal lesen. Es ist mir zu verträumt, ich konnte nichts daraus mitnehmen und ich fand es insgesamt eher langweilig.

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Veröffentlicht am 26.04.2021

Krimihandlung plätschert dahin, viele offene Fragen übrig

Mord auf Provenzalisch
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Penny ist nach ihrer Scheidung mit Anfang 50 von Großbritannien nach Frankreich gezogen, um in der Provence ihren Lebensabend zu verbringen.
Sie beginnt das von ihr erstandene Haus zu renovieren und die ...

Penny ist nach ihrer Scheidung mit Anfang 50 von Großbritannien nach Frankreich gezogen, um in der Provence ihren Lebensabend zu verbringen.
Sie beginnt das von ihr erstandene Haus zu renovieren und die neu geknüpften Kontakte zu pflegen, als sie während eines Besuchs in einer Galerie Zeugin eines Mordfalls wird.
Der Künstler Don Doncaster bricht vor ihren Augen zusammen und verstirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. Von ihrer Neugier angetrieben, versucht Penny den Mordfall zu lösen und deckt dabei so einiges auf, was sie selbst in Gefahr bringt.

Mord auf Provenzalisch von dem Autorenteam Serena Kent entführt uns in die malerische Provence.
Der Hauptcharacter Penelope hat einiges mit dem Privatleben der Autoren gemeinsam. Beide setzen sich intensiv mit Musik auseinander und besitzen ein Haus in der Provence. Die Landschaftsbeschreibungen sind daher sehr treffend.

Ich würde den Krimi eher in den Bereich Cosy Krimi einordenen, auch wenn diese Beschreibung vielleicht nicht zu 100% zutrifft - denn im letzten Teil des Buches passiert noch so einiges.
Es gibt bereits einen Vorgängerband in dem Penny bereits erfolgreich einen Mord aufklären konnte. Diesen muss man nicht gelesen haben, um der Handlung zu folgen.
Es hilft aber sicherlich mehr aus Pennys Leben zu wissen, um manch eine ihrere Entscheidungen und Verhaltensweisen nachvollziehen zu können.
Ich habe den Vorgänger nicht gelesen und habe mich deshalb von Pennys überaus neugieriger Art, fast schon Sensationsgier teilweise sehr erschlagen gefühlt.
Zu den meisten Charakteren konnte ich leider keine engere Bindung aufbauen, da mir der Freundeskreis von Penny sehr oberflächlich gezeichnet war.
Das liegt sicherlich auch daran, dass die Freundschaften auch für Penny noch sehr neu sind. Penny selbst ist eine liebenswürdige Person, die im Verlauf des Buches noch durchaus symphatisch wird.
Die aber für mich kein Charakter ist von der ich nicht Abschied nehmen wollen würde, mir also nicht endgültig ans Herz wachsen konnte.

Die Handlung spielt sich nahezu vollends in der Kunstwelt ab, auch die Leidenschaft zur Musik kommt nicht zu kurz. Wer hierfür offen ist, könnte auf seine Kosten kommen.
Man sollte sich bewusst sein, dass relativ viele Wörter auf Französisch in dem Buch vorkommen.
Es handelt sich dabei um einfache Wörter, die meist aus dem Kontext erschlossen werden können.
Wer sowas aber nicht mag, für den ist das Buch eher nichts.

Mein Fazit: Die Handlung hat im Verlauf deutlich an Fahrt aufgenommen und hat sich zum Schluss hin doch noch als lesenswert erwiesen, obwohl ich anfangs nicht so begeistert war.
Dennoch werde ich kein Buch mehr der Reihe lesen, da die Charaktere und die Welt um sie herum einfach nicht mein Fall sind. Auch hat mir der Verlauf der Handlung wenig zugesagt - anfangs eher langweilig, folgen am Höhepunkt zuviele Auf- und Nichtauflösungen, die den Leser verwirrt zurück lassen.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Ohje…was war denn das?

Böser, böser Wolf
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Die ersten zweihundert Seiten habe ich noch gerne gelesen – eine entführte Autorin muss für ihren Entführer, den Wolf, Märchen schreiben, die tödlich enden und der Wolf führt diese aus. Die Ermittlerin ...

Die ersten zweihundert Seiten habe ich noch gerne gelesen – eine entführte Autorin muss für ihren Entführer, den Wolf, Märchen schreiben, die tödlich enden und der Wolf führt diese aus. Die Ermittlerin Lyla, ist ihnen auf den Fersen.
Lyla blieb für mich von Anfang an sehr blass und konnte mich als Charakter leider nicht überzeugen. Ich habe im Laufe des Buches darauf gewartet, dass da noch mehr kommt.
Aber plötzlich wurde das Buch handlungstechnisch nur noch absurd..wechselte von Thriller zu Fantasy, wurde zunehmend verwirrend und undurchsichtig und ich musste mich wirklich anstrengen es komplett fertig zu lesen.
Viele Stellen in dem Buch sind zudem nicht logisch und widersprechen sich selbst (eine Figur sagt zum Beispiel sie würde eine andere töten, verschont diese beiläufig und im nächsten Moment erklärt sie, wie wichtig es ist, dass Figur 2 auf sich achtet, da sie sonst selbst auch sterben würde….hä? Warum hätte sie sie dann anfangs zu töten geplant?)
Ich hatte teilweise das Gefühl, dass sich Alexandra Benedict selbst in den Wirrungen ihrer Handlung und Figuren verloren hat. Zudem hatte ich das Gefühl sie möchte in dem Buch ihr Können aus ihrem Studium des kreativen Schreibens zeigen. Es werden mehrfach Begriffe genannt, die auch ich als Vielleserin noch nie gehört habe und obwohl diese erklärt werden, fand ich das irgendwann ermüdend. Ja, es geht um eine Autorin und es werden Stilmittel eingeflochten, aber das hätte an ein oder zwei Stellen absolut ausgereicht.
Bei der Hauptprotagonistin hatte ich irgendwann das Gefühl (und die Hoffnung) sie hat die im Buch angebotenen Pilze gegessen, anders kann man sich den Handlungsverlauf nicht erklären.

Schon lange habe ich kein mehr so seltsames Buch gelesen. Und habe es auch so bald nicht mehr vor.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Langatmig

Killer Potential
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Das Buch handelt über die Nachhilfelehrerin Evie Gordon, die die Familie ihrer Schülerin tot auffindet und anschließend des Mordes verdächtigt wird. Am Tatort findet sie vor ihrer Flucht eine eingesperrte ...

Das Buch handelt über die Nachhilfelehrerin Evie Gordon, die die Familie ihrer Schülerin tot auffindet und anschließend des Mordes verdächtigt wird. Am Tatort findet sie vor ihrer Flucht eine eingesperrte Frau, die aber vorerst nicht spricht. Beide fliehen zusammen, werden offiziell gesucht, geraten dabei in gefährliche Situationen und entwickeln eine Romanze.

Das Buch ist sehr beschreibend (Ort, Personen, Gedanken) und verliert sich häufig in den Träumereien von Evie.
Der Roman fühlt sich an, als würde man einem sehr großen Monolog Evies folgen (was nicht richtig zutrifft, da sie ab ca. der Hälfte des Buches noch eine weitere Gesprächspartnerin hat). Dennoch dreht sich alles um Evies Perspektive, die sie sehr ausschmückt. Diese Art des Schreibens gefällt mir persönlich nicht, Unwichtiges wurde für mich viel zu sehr in die Länge gezogen, weshalb ich manche Seiten tatsächlich auch überfliegen musste.
Die Charaktere beider Frauen sind keine Sympathieträger. Über Jae erfährt man erst sehr spät etwas, Evie hat ihr Leben nicht im Griff. Beide hatten es nicht immer leicht, haben selbst viele Fehler gemacht.

Die angepriesenen vielen Twists (die für mich das Buch am Leben erhalten haben) kann ich allerdings nicht bestätigen, da sich für mich schon aufgrund des Klappentextes und während des Lesens ein eindeutiges Bild gezeichnet hat, welches sich dann auch bestätigt hat.
Die Flucht an sich war nett zu verfolgen. Evie gerät plötzlich in eine prekäre Situation. Die Presse stempelt Evie schnell zur Mörderin ab. Die Gesellschaft urteilt schnell und hart. Eine Art Spießrutenlauf entsteht und man merkt auch auf den letzten Seiten, dass sich festgefahrene Meinungen nicht mehr ändern lassen.

Für mich war das Buch sehr langatmig und an vielen Stellen auch langweilig, die Auflösung unzureichend.
Ich würde es nicht nochmals lesen.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Leider gar nicht mein Buch

Die Lösung für alle deine Probleme: Gibt’s nicht
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Die Lösung für alle deine Probleme, die gibt es nicht. Das Buch zeigt auf, wie unsere Psyche auf uns wirkt und wie wir schon von Kindheit an zu dem gemacht werden, der wir heute sind. Wie geht man mit ...

Die Lösung für alle deine Probleme, die gibt es nicht. Das Buch zeigt auf, wie unsere Psyche auf uns wirkt und wie wir schon von Kindheit an zu dem gemacht werden, der wir heute sind. Wie geht man mit Lebenskrisen, wie Burnout, Perfektionismus, sich ständig sorgen etc. um, was macht das mit einem und wie kann man den Umgang damit positiver gestalten. Damit beschäftigt sich dieser Ratgeber.

Interessantes Thema, welches auch fundiert aufbereitet wird. Zumindest befinden sich an etlichen Stellen Verweise auf weiterführende Literatur. Für mich sogar schon etwas zu viel des Guten, da das Buch dadurch etwas unruhig zum lesen wird. Der Schreibstil konnte mich leider gar nicht fangen, da ich keine Beziehung zur Autorin aufbauen konnte. Ich lese gerne und oft Ratgeber in unterschiedlichen Lebensbereichen und mag eine gute Mischung aus Sachlichkeit und Persönlichkeit. Es wird hier auch versucht von der Autorin Persönlichkeit ins Spiel zu bringen, persönliche Erfahrungen werden geschildert. Ich fand aber den Schreibstil zu distanziert, um Sympathien aufbauen zu können.
Auch die Themen sind für jemanden, der sich schon u.a. mit Achtsamkeit auseinandergesetzt hat, nichts Neues.
Begrifflichkeiten werden gut erklärt und auch regt das Buch an bestimmte Denkmuster und Verhaltensweisen zu hinterfragen.
Zusätzlich werden Tipps gegeben, wie man z.B. besser schlafen kann. Aber auch hier für mich nichts Neues (Z.B. kein Kaffee spät abends, keine Bildschirmzeit etc.)

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