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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2026

Humorvoller, leichter Roman

Das letzte Kind hat Fell
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Hier ist die Hauptfigur eindeutig der Hund Fellina. Mit ihrer Art bringt sie Schwung in die Familie und nicht wenige Situationen zum Schmunzeln. Manches ist vorhersehbarer als anderes, manches auch etwas ...

Hier ist die Hauptfigur eindeutig der Hund Fellina. Mit ihrer Art bringt sie Schwung in die Familie und nicht wenige Situationen zum Schmunzeln. Manches ist vorhersehbarer als anderes, manches auch etwas rosarot, das finde ich bei einem leichten Roman für Zwischendurch völlig in Ordnung. Und „Das letzte Kind hat Fell“ ist für mich so ein Buch. Damit kann man sich schnell aus dem Alltag stehlen, ist sofort in der Geschichte, muss aber jetzt nicht wirklich über tiefgründige Probleme nachdenken.
Es ist mein erstes Buch von der Autorin Tessa Hennig und ich habe es gerne gelesen. Ihr Schreibstil ist flüssig, zwar immer wieder einmal unterbrochen von portugiesischen Worten. Auch wenn ich die Sprache nicht beherrsche, war mir das kein Hindernis.
Im letzten Drittel kommt es dann noch zu einer Begebenheit, die ich so nicht erwartet habe, die aber wiederum für Witz und Verwirrung sorgt.
Grundsätzlich ein Buch, das man gerne für eine kleine Auszeit vom Alltag nutzen wird.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Wohlfühlroman historisch angehaucht

Hedley Mill - Wohin der Weg dich führt
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Für mich ist es nicht nur das erste Buch der Reihe „Hedley Mill“, sondern auch das erste Buch der Autorin Sophie Oliver. Mir hat die Geschichte, die im Jahre 1954 angesiedelt ist, insofern gut gefallen, ...

Für mich ist es nicht nur das erste Buch der Reihe „Hedley Mill“, sondern auch das erste Buch der Autorin Sophie Oliver. Mir hat die Geschichte, die im Jahre 1954 angesiedelt ist, insofern gut gefallen, da ich direkt ins Geschehen eingetaucht bin. Die Hauptfigur Laura ist eine sympathische, selbstbewusste, junge Frau, die sich einigen Widerständen ausgesetzt sieht. Aber überall gibt es Lösungen. Manchmal relativ schnell. Ihr Weg die Weberei der Familie wieder zu eröffnen und die aufkeimende Liebe zu Fred bilden die zentralen Fäden, um die sich andere, kleinere spinnen. So erfährt der Leser nicht nur Lauras Geschichte, sondern erhält auch ein paar Einblicke ins Leben anderer Dorfbewohner.
Die eine oder andere Handlung konnte ich nicht ganz mit der damaligen Zeit in Einklang bringen, aber dafür hat der Roman für mich mit einer aussagekräftigen Landschafts- und Wetterbeschreibung wiederum gepunktet.
Ich habe „Wohin der Weg dich führt“ gerne und fast ohne Unterbrechung gelesen, kann sagen, dass der Reihenauftakt ein guter Wohlfühlroman mit einem wirklich gemeinen Cliffhanger am Ende ist. Doch das schwächt den Roman nicht, sondern schürt nur die Neugierde auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Leichter Erzählstil aber tiefgründig

Unser Haus mit Rutsche
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Was sich im ersten Moment sehr leicht liest, an vielen Stellen sogar humorvoll wirkt, ist im Ganzen gesehen doch eine sehr tiefgründige Geschichte.
Laylas Lebensgeschichte ist berührend, obwohl mir ihr ...

Was sich im ersten Moment sehr leicht liest, an vielen Stellen sogar humorvoll wirkt, ist im Ganzen gesehen doch eine sehr tiefgründige Geschichte.
Laylas Lebensgeschichte ist berührend, obwohl mir ihr Vater von Anfang an gegen den Strich ging. Ich konnte auch bis zum Schluss für mich keine plausible Entschuldigung für sein Verhalten finden. Auch nervte mich, dass die Mutter dem Treiben so lange zusah. Aber gut, anscheinend waren da doch noch Gefühle vorhanden.
Doch die Hauptperson ist ja Layla und sie glaubt ihrem Vater wenn er „Unser Haus mit Rutsche“ in leuchtenden Farben beschreibt. Ihr Aufwachsen zwischen zwei Kulturen wird von Safia Al Bagdadi ungeschönt dargestellt. Wenngleich ihre Kinderjahre unbeschwert verliefen, haben sie sie doch geprägt, wie die Erzählungen der Gegenwart erahnen lassen. Das Verhältnis zu beiden Elternteilen ist irgendwie speziell, zumindest im Teenageralter wurde es dies.
Ich bin der Autorin gerne durch die Jahre gefolgt, man kann die Sicht eines Kindes sehr schön erkennen. Dieses Nichtverstehen der Erwachsenenwelt und doch fühlen, wenn etwas nicht passt. Ein Roman der seine Tiefe erst auf den zweiten Blick erahnen lässt.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Interessante Informationen

Das geheime Wissen der Schamanen
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Im Großen und Ganzen konnte ich mir aus dem Buch „Das geheime Wissen der Schamanen“ einige wirklich interessante Informationen holen.
Alberto Villoldo gibt sein Wissen in einer Form weiter, die mich als ...

Im Großen und Ganzen konnte ich mir aus dem Buch „Das geheime Wissen der Schamanen“ einige wirklich interessante Informationen holen.
Alberto Villoldo gibt sein Wissen in einer Form weiter, die mich als Leser gefangen nimmt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, bei einem Problem könnte ich mich von ihm sofort behandeln lassen, ohne, dass ich ihn dafür persönlich kennen muss. Er weckte Vertrauen nur durch das geschriebene Wort.
Auch wenn er im dritten Teil die Arbeit des Schamanen beschreibt, würde ich mir nicht zumuten, etwas davon selbst auszuprobieren. Ich denke schon, dass es dafür die Anleitung eines guten praktizierenden Schamanen bedarf. Und genau das spricht der Autor aber auch an und warnt sogar davor.
Die Ideen hinter den einzelnen Vorgängen finde ich allerdings ebenso interessant, wie die Rituale selbst. Das Wissen, das über so lange Zeit mündlich weitergegeben wurde und doch nicht ganz verlorenging, hat eine eigene Schwingung.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Von den Lehren des Schamanen über die leuchtende Welt zu der Arbeit. Beeindruckt haben mich auch, die Erklärungen des Autors in einer einfach zu verstehenden Sprache, sodass kein Vorwissen notwendig ist, um den Ausführungen folgen zu können.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Emotional heftiges Geheimnis, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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Wie in den vorangegangenen Büchern ist auch hier der Ablauf wieder ähnlich. Dokumente tauchen auf. Niemand weiß was sie zu bedeuten haben. Die am Wahrscheinlichsten betroffene Enkelin fliegt in das besagte ...

Wie in den vorangegangenen Büchern ist auch hier der Ablauf wieder ähnlich. Dokumente tauchen auf. Niemand weiß was sie zu bedeuten haben. Die am Wahrscheinlichsten betroffene Enkelin fliegt in das besagte Land, klärt das, sehr heftige Familiengeheimnis und findet so nebenbei die große Liebe.
Was sich hier sehr emotionslos anhört, liest sich wunderschön. Tessa Collins geht auch im Band „Die Magnolientochter“ auf die Gefühle und Gedanken der jungen Frau ein. Diesesmal lässt sie Magnolia nach Neuseeland reisen.
Die dortige Landschaft wird in leuchtenden Farben beschrieben. Gleichzeitig nimmt sie Bezug auf aktuelle Themen wie Umwelt- und Artenschutz.
Ich mag diese Reihe eigentlich sehr gerne. Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dennoch fand ich Magnolia für ihr Alter etwas zu starr. Sie war belehrend und verletzend, zu konsequent ihre Meinung vertretend. Das hat sich allerdings ab der Hälfte des Buches sehr gebessert.
Es ist der vierte Band der Serie und für den nächsten und letzten erhoffe ich mir persönlich eine Aufklärung, warum Granny all die Dokumente und Hinweise versteckt und ihren Enkelinnen nicht übergeben hat. Das verstehe ich nämlich so ganz und gar nicht. Es sind lebens- und richtungsweisende Details, die möglicherweise jahrelanges Leid hätten verhindern können. Je mehr Bücher ich aus der Serie lese, desto unsympathischer wird mir Granny, obwohl sie von allen als herzensgute Frau dargestellt wird. Ich verstehe sie allerdings nicht und hoffe hier wirklich auf eine plausible Aufklärung.
Nichts destotrotz hat mir der Roman gut gefallen, der wunderschön gestaltete Buchschnitt ist ein Blickfang für sich und so möchte ich die gesamte Reihe weiterempfehlen.

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