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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein starker Reihenauftakt voller Blut, Magie und Intrigen

Magic Drowned in Blood
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~Magic Drowned in Blood von Christina Rain~

Meine Meinung:
Eigentlich halte ich meist eher Abstand von Dark-Romance-Geschichten, doch bei Dark Fantasy werde ich einfach schwach – und Magic Drowned in ...

~Magic Drowned in Blood von Christina Rain~

Meine Meinung:
Eigentlich halte ich meist eher Abstand von Dark-Romance-Geschichten, doch bei Dark Fantasy werde ich einfach schwach – und Magic Drowned in Blood hat mich von der ersten Sekunde an gepackt. Schon die ersten Seiten werfen einen mitten hinein in Chaos, Blut und Magie: Untote, die gemeinsam auf eine Schule gehen und an dieser ihren Abschluss machen, dabei aber auch nicht gerade die nettesten sind und ein Wettbewerb, in dem zwei Schattengeliebte gesucht werden, der auch blutig enden könnte. Schon dieser Einstieg hat mich direkt überzeugt und mir gezeigt, dass Christina Rain eine sehr interessante Welt erschafft, hat, in der jeder nach seinen eigenen Regeln spielt.

In diesem Buch gibt es eine Rückkehr ins Universum der Knightstone Academy (die Bücher habe ich leider bisher noch nicht gelesen, werde ich aber bald nachholen!), die Reihen sind aber problemlos unabhängig voneinander lesbar. Diese Geschichte spielt an dem Nightcastle College – einen düsteren, abgeschiedenen Ort im Norden, der vollständig auf das Leben von Vampiren ausgerichtet ist. Und mittendrin: Lark.

Als Halbvampirin gehört sie nirgendwo so richtig dazu. Sie ist zu vampirisch für die Magier und zu unvollständig für die Vampire. Dieses ständige Außenseitergefühl war unglaublich greifbar und hat mir oft richtig wehgetan beim Lesen. Lark versucht unsichtbar zu bleiben, nicht aufzufallen, einfach zu überleben – und gerade deshalb war sie für mich eine extrem starke Protagonistin. Sie ist klug, schlagfertig, innerlich zerrissen, aber niemals schwach. Besonders mochte ich, dass sie nicht als unverwundbare Heldin dargestellt wird: Sie darf Angst haben, zweifeln, Hilfe annehmen – und trotzdem für sich selbst einstehen. Die Charaktere um sie herum, haben ihr Leben oft viel schwerer gemacht, als es seien müsste und trotzdem ist sie immer aufgestanden und hat ihr Ding weitergemacht.

Der gefährliche Wettbewerb um die Rolle der Schattengeliebten der beiden Prinzen bildet das düstere Herz der Geschichte. Lark will damit nichts zu tun haben – und wird dennoch hineingezogen. Ab diesem Moment verstrickt sich die Handlung immer tiefer in Intrigen, Machtspiele und Geheimnisse, bei denen man nie genau weiß, wem man trauen kann. Genau das hat für mich einen großen Teil der Spannung ausgemacht.
Besonders spannend fand ich die beiden Prinzen Loras und Tarabas. Sie könnten kaum unterschiedlicher sein: Der eine offen, charmant, fast schon verführerisch (aber nicht alles was glänzt ist gold…) – der andere düster, verschlossen, hinter einer Maske verborgen. Und trotzdem sind beide auf ihre eigene Weise gefährlich faszinierend. Man spürt von Anfang an, dass ihre Fassaden Risse haben und dass hinter ihren Blicken mehr lauert, als sie zeigen wollen. Dazu kommt noch ein Bodyguard, der ebenfalls für ordentlich Spannung sorgt – emotional wie atmosphärisch.
Die Nebencharaktere blieben meistens leider etwas durchsichtig, weshalb ich mir sehr erhoffe, das wir über diese noch viel mehr erfahren werden, da zum Beispiel Scarlett und Grace noch sehr viel Potential haben.
Was ich dabei besonders toll fand, war das wir Kapitel aus der Sicht von allen vieren bekommen haben. Die meisten waren natürlich von Rain, aber auch die anderen drei konnten manchmal zur Sprache kommen und dadurch das Lesen nur noch interessanter gestalten.

Und diese Tension?
Wow.
Kein überladener Spice (auch wenn es davon nicht gerade wenig gab!), kein erzwungenes Drama – sondern ein ständiges Knistern, unausgesprochene Gefühle, Blicke, Nähe und Distanz. Alles fühlt sich genau richtig dosiert an und fügt sich perfekt in die Handlung ein. Gerade weil nicht alles sofort passiert, wirkt die Anziehung so intensiv. Da das Buch zudem Why-choose? Als Trope beinhält, konnte ich mich auch gar nicht dafür entscheiden, wenn von den dreien ich am besten fand. Ich hoffe nur insgeheim, das die drei auch noch etwas weichere Seiten, in den nächsten Bücher zeigen, dann wären sie perfekt.

Auch das Worldbuilding hat mich überzeugt. Das Nightcastle College wirkt alt, kalt und unbarmherzig, voller Regeln, Erwartungen und dunkler Traditionen. Der College-Alltag dient zunächst als ruhiger Einstieg in die Welt, doch das änderte sich mich dem Voranschreiten der Geschichte. Besonders durch den Wettbewerb, wurde es gefährlicher und noch spannender, auch wenn ich dort auch gerne, etwas mehr über die anderen Kandidaten erfahren hätte. Besonders das Magiesystem fand ich auch sehr spannend. Es gab immer nur ein paar Häppchen Informationen darüber und ich hoffe sehr, dass diese Themen in den nächsten Bänden noch mehr vertieft werden und wir noch viel mehr darüber erfahren können.
Die Handlung selbst, hat mir von Anfang an Gefallen, die ersten Kapitel waren mehr ein Einstieg, aber ab der hälft und besonders gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und Enthüllungen, die herauskommen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Der Cliffhanger am Ende hat mich dann endgültig zerstört. Wirklich.
Ich muss wissen, wie es weitergeht und freue mich jetzt schon total auf Band 2!


Fazit:
Magic Drowned in Blood bekommt von mir 5 von 5 Sternen und hat mir unglaublich gut gefallen. Christina Rain liefert hier einen spannungsgeladenen und emotional intensiven Auftakt, der Lust auf so viel mehr macht. Düstere Fantasy, morally grey Charaktere, gefährliche Spiele und eine Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss – für mich ein echtes Highlight. 🩸✨

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2025

Von Motten, Schatten und düsteren Wahrheiten

Nocticadia
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~Nocticadia – Keri Lake~

Meine Meinung:
Schon seitdem ich das erste Mal von Nocticadia gelessen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich bin zurzeit ein rießen Fan von Storys mit düsterem ...

~Nocticadia – Keri Lake~

Meine Meinung:
Schon seitdem ich das erste Mal von Nocticadia gelessen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich bin zurzeit ein rießen Fan von Storys mit düsterem Setting und vielen Geheimnissen und genau das versprach Nocticadia. Dazu auch noch dieses wunderschöne Cover! Ich liebe das Motiv mit dem Schädel und den Motten, den gedämpften Farben und dem fast schon unheilvollen Flair. Es passt alles perfekt zu der Story im Inneren.

Auch der Klappentext hatte mich sofort neugierig gemacht, vor allem Lilias Wunsch, endlich herauszufinden, was wirklich mit ihrer Mutter passiert ist. Schon der Prolog hat mir Gänsehaut verpasst, und das war gerade erst der Anfang. Er hat schon direkt gezeigt, wie gut Keri Lake, diese düstere Stimmung, zwischen wissenschaftlicher Neugier und echtem Horror, erzeugen kann und man spürt direkt, dass hinter der ganzen Geschichte etwas sehr Altes und sehr Gefährliches steckt.

Lilia selbst war eine absolute Überraschung für mich. Ich mochte ihre Nachdenklichkeit, ihre Intelligenz und ihren unerschütterlichen Willen, die Wahrheit hinter dem Tod ihrer Mutter ans Licht zu bringen. Gleichzeitig trägt sie so viel Verantwortung auf ihren Schultern – vor allem für ihre jüngere Schwester Bee – und dennoch lässt sie sich egal bei welchem Schicksalsschlag nicht unterkriegen. Sie wirkt so ruhig, aber man merkt schnell, wie viel in ihr brodelt. Ich fand es bewundernswert, wie analytisch sie trotz ihrer Ängste bleibt, und wie sie sich immer wieder selbst zwingt, weiterzumachen, obwohl die Antworten, die sie sucht, oft schmerzhaft sind. Das sie dazu auch manchmal etwas tollpatschig war, hat sie nur noch sympathischer gemacht.
Und dann müssen wir auch über Devryck Bramwell reden.
Was soll ich sagen? Ich verstehe jetzt, warum er „Doctor Death“ genannt wird. Es ist genau diese Mischung aus distanziert, verletzlich, unantastbar und schmerzhaft menschlich, die ihn so faszinierend gemacht hat. Anfangs mochte ich ihn gar nicht, aber über die Seiten hinweg, bin ich sehr schnell warm mit ihm geworden und fand ich auch echt toll! Seine Kommentare, seine Kälte, seine Schutzmechanismen … alles an ihm schreit danach, dass es mehr gibt, als er zugibt, und das hat man auch sehr schnell erfahren dürfen.

Dann diese Spannung zwischen den beiden?
Einfach nur wow.
Nicht dieses sofortige Funkensprühen, sondern eher ein langsames, magnetisches Anziehen, ein richtig intensiver Slow Burn! Man muss sich zwar etwas gedulden, bevor es richtig los geht, aber dann wird man auch sehr reich belohnt. Die beiden standen immer auf einer Augenhöhe, und das hat man gemerkt. Das ganze war eine perfekte Balance aus Gefahr, Emotion und Anziehung und hat mich wirklich umgehauen.

Was mich auch sehr begeistert hat, war das gesamte Setting. Keri Lake hat es geschafft, die Dracadia-Universität zum Leben zu erwecken durch ihre großartigen Beschreibungen: düster, alt, unheimlich, gleichzeitig voll mit wissenschaftlicher Neugier und verborgenen Experimenten. Dazu die Parasitenforschung, die Laboratmosphäre, die Motten-Symbolik… Alles war perfekt aufeinander gestimmt und ich wollte gerne noch so viel mehr, über das wissenschaftliche und die Experimente erfahren. (Versteht mich hierbei bitte nicht falsch, das ganze Thema ist nicht zu kurz gekommen, aber ich wollte gern noch so viel mehr erfahren!)

Die Nebenfiguren waren ebenfalls superspannend. Viele davon wirken auf den ersten Blick merkwürdig oder schwer zu durchschauen, und gerade das hat die Geschichte so lebendig gemacht. Ich habe ständig gerätselt, bei wem ich vorsichtig sein muss und wer vielleicht doch ein Verbündeter ist. Einige Enthüllungen haben mich komplett überrascht, andere hatte ich im Gefühl – aber alles hat sich am Ende perfekt ineinandergefügt.

Das Buch hat für mich ein unglaubliches Tempo: Mal ruhig und atmosphärisch, mal brutal, mal emotional zerstörerisch, und dann wieder gefühlvoll und intensiv. Je weiter ich kam, desto sicherer war ich, dass Keri Lake ganz genau wusste, worauf sie hinauswill. Der Plot und die Spannung, passten auch einfach nur perfekt in die gesamte Geschichte. Besonders auf den letzten zweihundert Seiten konnte ich kaum noch aufhören zu lesen. Jeder Faden wird aufgenommen, jede Frage beantwortet, und trotzdem bleibt diese dunkle, vibrierende Stimmung bis zur letzten Seite bestehen.


Fazit:
Nocticadia bekommt von mir 5 von 5 Sterne und einen Ehrenplatz bei meinen Lieblingsbüchern. Ich hätte nicht erwartet, dass ein Einzelband so gut seien könnte, aber Keri Lake hat genau das geschafft! Es ist düster, intensiv, atmosphärisch dicht und emotional mitreißend. Eine großartige Mischung aus Gothic Romance, wissenschaftlichem Horror, Dark Academia und einer Liebesgeschichte, die gleichzeitig sanft und zerstörerisch ist.
Ich kann es allen empfehlen, die düstere, komplexe, geheimnisvolle Geschichten lieben und bereit sind, sich von einer ganz besonderen Welt verschlingen zu lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 31.08.2025

Ein düster-magisches Meisterwerk voller Mythen und Sehnsucht

The Knight and the Moth
2

~The Knight and the Moth von Rachel Gillig~


Meine Meinung:
Nachdem ich die „The Sheperd King“-Dilogie schon sehr geliebt habe, habe ich mich schon sehr auf die neue Reihe von Rachel Gillig gefreut. Meine ...

~The Knight and the Moth von Rachel Gillig~


Meine Meinung:
Nachdem ich die „The Sheperd King“-Dilogie schon sehr geliebt habe, habe ich mich schon sehr auf die neue Reihe von Rachel Gillig gefreut. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch – und sie wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen! Dieses Buch hat mich so viele Emotionen spüren lassen – ich habe gelacht, geweint, geseufzt, mitgefiebert und bin auch jetzt noch, Tage später, in diesem Buch gedanklich gefangen.
Schon in den ersten Seiten, wurde ich in eine düstere, fast schon gotisch-märchenhafte Geschichte gezogen, die mich direkt in ihren Bann gezogen hat. Rachel Gillig hat einen so einzigartigen Schreibstil, der sich nach ihren letzten Büchern, noch weiterentwickelt und noch besser wurde. Sie hat eine ganze Welt lebendig gemacht und dabei alles so detailreich und fließend erzählt, aber trotzdem immer mit ihrer eigenen interessanten Note. Besonders beeindruckend fand ich es, wie sie es geschafft hat, das Bedrohliche mit einer magischen Schönheit zu verweben – die rosenumrankten, verfallenden Kathedralen, die uralten Mythen, die lebendig wirkten, die schaurig-faszinierende Stimmung der Orte.

Allgemein das gesamt Worldbuilding in dieser Geschichte, war einfach nur genial. Die Weissagerinnen, die Omen, die geheimnisvollen Symboliken, die verschiedenen Rituale und die Prophezeiungen, alles davon war so einzigartig und auch was ganz Neues, das ich bisher so nicht gelesen habe. Dazu auch noch die Mythen, die alten Legenden, die magischen Artefakte: alles war so gut durchdacht und in die Handlung eingeworben, sodass man von Anfang an, die Tiefe der Welt spüren konnte. Wie man sich jetzt vielleicht denken kann, war die ganze Welt auch recht komplex, aber ich persönlich war nie damit überfordert. Ich war neugierig auf alles, was man erfahren würde und ganz besonders auch auf die düsteren und geheimnisvollen Geschichten dahinter.

Jetzt kommen wir aber zum Herzstück des Buches – die Charaktere:

➳ Sybil Delling / Sechs:
Sybil ist eine Protagonistin, die ich mir in Fantasygeschichten nur wünschen kann. Sie ist stark, verletzlich, voller Widersprüche und dabei immer unglaublich authentisch gewesen. Sie hat über Jahre hinweg im System der Weissagerinnen überlebt, dass sie geprägt, eingeschränkt und klein gehalten hat. Doch statt daran zu zerbrechen, entwickelt sie eine innere Stärke, die man besonders in ihrer Entwicklung spüren konnte. Ihre Loyalität gegenüber den Menschen, die sie liebt ist bewundernswert – sie vergisst nie, wofür sie kämpft, und steht für sich und andere ein. Aber was mich am meisten bewegt hat, war ihr innerer Prozess: wie sie langsam beginnt, die Geschichten und Wahrheiten, die man ihr eingetrichtert hat, zu hinterfragen und sich selbst ein Bild von allem zu machen.

➳ Rodrick Mendacious / Rory:
Ich weiß gar nicht, wo ich bei ihm anfangen soll. Er ist einer dieser Charaktere, die man schon beim ersten Auftritt ins Herz schließt – und das von Seite zu Seite nur noch mehr. Er ist geheimnisvoll, düster, ein Ritter mit Narben, aber unter dieser harten Schale verbirgt sich eine Tiefe und Zärtlichkeit, die ihr zu so einer Green Flag gemacht hat. Besonders berührt hat mich, wie sehr er Sybil respektiert. Er sieht sie nicht als jemanden, den er beschützen oder retten muss, sondern als gleichwertige Partnerin: ich liebe ihn so sehr!

➳ Die Beziehung zwischen Sybil und Rory:
Ich habe alles an der Liebesgeschichte in diesem Buch geliebt. Sie ist keine „Liebe auf den ersten Blick“-, keine überstürzte Anziehung, sondern eine zarte, intensive Entwicklung, die sich langsam entfaltet und genau deshalb so glaubwürdig ist. Anfangs stehen die beiden auf völlig verschiedenen Seiten, geprägt von Misstrauen und Vorurteilen. Ihre Dialoge sind voller Witz, voller Funken und Spannung – aber man spürt, dass unter der Oberfläche bereits mehr brodelt. Dieses langsame Herantasten, dieses vorsichtige Öffnen, die Momente voller unausgesprochener Sehnsucht – ich habe jede einzelne Seite davon geliebt.

➳ Bartholomew:
Und dann war da Bartholomew – der steinerne Gargoyle. Er war witzig, sarkastisch und brachte immer wieder die genau richtige Portion Humor in die Geschichte. Aber gleichzeitig war er ein Charakter mit Herz, Tiefe und einer Loyalität, die mich oft berührt hat. Ich hätte niemals gedacht, dass ein Gargoyle mich zum Lachen und zum Weinen bringen könnte – aber Bartholomew hat es geschafft.

➳ Nebencharaktere:
Auch die übrigen Nebencharaktere waren großartig ausgearbeitet. Jede*r hatte Tiefe, eigene Motive und brachte etwas Besonderes in die Geschichte ein. Genau das macht gute Fantasy für mich aus: wenn auch die Nebenfiguren lebendig wirken und man sie liebt, hasst oder zumindest nicht vergisst.


Und dann dieses Ende! Rachel Gillig hat es geschafft, mich mehrfach zu überraschen, Wendungen einzubauen, die ich nicht vorhergesehen habe, und mich mit so vielen Fragen zurückzulassen, dass ich am liebsten sofort weiterlesen würde. Der Cliffhanger war heftig und ich weiß echt nicht, wie ich jetzt so lange auf den nächsten Band warten kann…


Fazit:
„The Knight and the Moth“ bekommt von mir 5 von 5 Sternen und ist für mich ein absolutes Jahreshighlight. Dieses Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, bewegt und begeistert. Es ist düster, atmosphärisch, originell und voller Emotionen – ein Buch, das mich nicht nur unterhalten, sondern tief berührt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.04.2025

Eine Reise durch Portale, Politik/Action und Romance

Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten
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~ Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten von Callie Hart~


Meine Meinung:
Nachdem ganzen Hype um dieses Buch auf Social Media war ich erst etwas stutzig, ob dieses Buch wirklich so ...

~ Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten von Callie Hart~


Meine Meinung:
Nachdem ganzen Hype um dieses Buch auf Social Media war ich erst etwas stutzig, ob dieses Buch wirklich so gut seien kann. Ist der Hype gerechtfertigt oder wieder nur ein hübsch verpackter Romantasy-Aufguss? Spoiler: Er ist absolut gerechtfertigt – und wie!

Schon das Cover hat mich neugierig gemacht – wunderschön gestaltet, detailverliebt und atmosphärisch, passend zur Welt, die sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt. Und sobald ich in die Geschichte eingetaucht bin, wusste ich: Dieses Buch ist genau mein Ding. Es vereint alles, was ich an Romantasy liebe – eine mutige, faszinierende Heldin, komplexe Nebencharaktere, eine düstere, magische Welt und einen Plot, der mich nicht mehr losgelassen hat.

Die Welt und ihr Magiesystem dieses Buches sind wirklich faszinierend gestaltet. Es ist einerseits eine Mischung aus vielen Dingen, die man schon aus der Fantasy Bubble kennt (also zahlreiche Geschichten mit Feen, Vampiren, Göttern oder Portalmagie) Aber ich hatte hier das Gefühl das alles auf eine ganz eigene, originelle Weise interpretiert wurde, sodass es sich erstaunlich frisch und neu anfühlte. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten – das würde euch schon zu viel spoilern. Ich bin jetzt aber definitiv sehr gespannt darauf, mehr über die Geschichten von den Fae zu erfahren und auch tiefer auch noch mehr in politischen Strukturen und das Magiesystem hinter allem einzutauchen.

Zu den Charakteren:
Saeris – die Protagonistin des Buches und auch ein sehr gutes Beispiel für Frauen die sich niemals unterkriegen lassen. Als einzige Menschliche Frau in einer Welt von magischen Wesen hat sie immer wieder bewiesen, wie stark sie eigentlich ist, hatte dabei aber auch ihre weicheren Seiten. Was ich bei ihr auch richtig gut fand, war der Aspekt das sie eine richtig gute Schmiedin ist und dadurch auch des Öfteren den Fae helfen konnte, was ich sehr gemocht habe.
Kingfisher- ein sehr interessanter Charaktere und der Protagonist der Geschichte. Anfangs sehr Grumpy und auch regelrecht böse aber gegen Ende hin ein sehr toller, wenn auch vielleicht zu Aufopferung freudiger Charaktere, der durch seine Magischen Fähigkeiten und sein Schwert auch noch sehr stark ist und dabei auch sehr loyal ist
Onyx – der tierische Begleiter des Buches und ein sehr süßer Fuchs, der (fast) immer mit dabei war
Ren, Lorreth & Everlayne – drei Charaktere, die auch noch einen großen Anteil in der Geschichte eingenommen haben und die ich ebenfalls sehr ins Herz geschlossen habe. Sie haben auch sehr für wichtige Momente gesorgt und ich hoffe sehr, dass sie im nächsten Band noch mehr Raum bekommen.
Carrion – war für mich die größte Überraschung. Zuerst war ich mir nicht sicher, wie ich ihn einordnen soll – doch im Laufe der Geschichte ist er mir mit seinem schrägen Humor und seiner speziellen Art so sehr ans Herz gewachsen, dass ich ihn nicht mehr missen möchte.

Die Beziehung zwischen Saeris und Fisher hat mir auch sehr gut gefallen. Anfangs war ich mir zwar sehr unsicher da es ein paar Handlungen gab, die nicht wirklich dafürsprachen, aber aus „Slow-Burn“ wurde dann doch recht schnell „Instant-Burn“ und auch wenn es für mich gerne etwas langsamer laufen hätte können, möchte ich die Entwicklung zwischen den beiden bis zum Ende sehr. Besonders der Spitzname „Osha“ (der vielleicht auch etwas mit den blauen Schmetterlingen zu tun hat) war auch besonders süß.

Die Action und auch der Plot waren auch so intensive. Der Anfang ist zwar erstmal etwas langsamer, aber nachdem Saeris von den Kriegern der Königin gejagt wird und danach durch das Portal fällt, passiert ständig etwas – ob politisch, romantisch oder magisch – die Spannung bleibt konstant hoch. Dabei möchte ich aber auch noch erwähnen, dass das Buch mit 800 Seiten nicht gerade kurz ist und auch so seine längen hat. Das Ganze hängt aber sehr mit der Entwicklung der Welt und der Magie zusammen, weshalb ich sagen muss, dass ich auch diese längen sehr relevant fand, da es ansonsten sehr schnell zu einem sehr schnellen Info-Dumping werden könnte.
Besonders der Showdown am Ende war auch so gut! Es ist so viel passiert und ich habe es sehr geliebt. Es war intensiv, emotional und ließ mich mit einem bittersüßen Gefühl zurück. Dazu gab es auch sehr viel Action, viele Enthüllungen und auch irgendwie einen fiesen Cliffhanger. Ich werde auch hier nicht näher drauf eingehen, da ich sonst spoilern würde, aber ich wollte es zu mindestens mal erwähnt haben!

Wem würde ich dieses Buch empfehlen? Eigentlich jedem Fantasy Liebhaber aber besonders für Fans von „Powerless“ (Lauren Roberts) , „The Serpent and the Wings of Night“ (Carissa Broadbent) & „Trial of the Sun Queen“ (Nisha J. Tuli) könnte das Buch sehr interessant seien.


Fazit:
„Quicksilver - Tochter des Silbers. Gefangener der Schatten“ bekommt von mir 5 von 5 Sterne und war ein Montas Highlight. Eine magische, düstere Welt, Figuren, die einem ans Herz wachsen, und eine Story, die fesselt und überrascht – genau die Art von Fantasy die ich liebe! Ich kann es jetzt schon kaum erwarten, weiterzulesen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Ein Highlight voller Spannung und Gefühle

Ever & After, Band 2 - Die dunkle Hochzeit
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~Ever & After - Die dunkle Hochzeit von Stella Tack~


Meine Meinung:
Als großer Stella Tack Fan (besonders von ihren Fantasy-Büchern) konnte ich es gar nicht abwarten, endlich den zweiten Band der „Ever ...

~Ever & After - Die dunkle Hochzeit von Stella Tack~


Meine Meinung:
Als großer Stella Tack Fan (besonders von ihren Fantasy-Büchern) konnte ich es gar nicht abwarten, endlich den zweiten Band der „Ever & After“-Reihe, in der Hand halten konnte, da ich den ersten Band schon so krass fand und endlichen wissen musste, wie es mit Rain weitergeht, besonders nach diesem Ende!!!
Ich kann auch schon verraten, das Stella Tack mit diesem Buch einen atemberaubenden Nachfolger geschaffen hat, der meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sie vielleicht sogar ein bisschen übertroffen hat. Wie schon erwähnt, war bereits der erste Band, „Ever & After – Der schlafende Prinz“, ein Highlight für mich, aber dieser Teil hat mich noch tiefer in die magische Welt und die emotionale Achterbahnfahrt hineingezogen.
Schon die Gestaltung hat mich in den Bann gezogen: das Buch ist ein wahres Kunstwerk. Das Cover ist nicht nur wunderschön, sondern auch perfekt auf den Inhalt abgestimmt: Die Farbe, die Rose. Es sieht episch aus und auch die innen Gestaltung kann sich sehen lassen! Der Farbschnitt rundet das edle Design auch noch ab und macht es gemeinsam mit dem ersten Band, zu einem echten Hingucker im Bücherregal.
Jetzt aber wieder zu dem Inhalt des Buches:
Stella Tack hat mir auch wieder in diesem Buch bewiesen, wieso sie meine „Deutsche Fantasy-Queen“ ist. Jedes ihrer Fantasy Bücher (eigentlich jedes Buch) ist eine so krass durchdachte Story, sodass man das Buch gar nicht mehr weglegen kann und selbst in die Welt gezogen wird. Ihr Schreibstil ist einzigartig und unverkennbar: humorvoll (extrem), fließend, spannend und voller Emotionen. Sie schafft es, mit wenigen Worten ganze Welten und ihre Geschichten zum Leben zu erwecken. Ob es sich um atemberaubende Actionszenen, tiefgründige Dialoge oder humorvolle Momente handelt – jedes Detail sitzt und wirkt authentisch. Besonders beeindruckend finde ich ihre Fähigkeit, den Leser mitten ins Geschehen zu ziehen. Man spürt die Spannung, als wäre man selbst Teil der Geschichte, und erlebt die Gefühle der Charaktere so intensiv, dass es fast schon weh tut. Und was man nicht vergessen darf: Ihr Humor ist einfach unübertreffbar. Ist gibt keine Autorin, die einerseits zu ernst und spannend schafft, anderseits aber auch so viel Witz in die Geschichte einbindet.

Da es sich bei dem Buch um einen zweiten Band handelt und auch direkt nach dem ersten spielt, möchte ich zum Inhalt selbst nicht zu viel verraten. Aber ich kann sagen, dass die Handlung mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der Plot ist ebenso spannend wie überraschend. Es gab so viele Plotttwist, mit denen ich niemals gerechnet habe und die mich regelrecht umgehauen haben. Es gibt humorvolle Szenen, die typisch für ihren Stil sind, ebenso wie dramatische und blutige Momente, die das Buch unglaublich intensiv gemachen haben. Auch die romantischen Elemente kommen nicht zu kurz und fügen sich nahtlos in die Geschichte ein.

Die Welt, die Stella Tack in dieser Reihe erschafft hat, ist ebenso faszinierend wie gefährlich und einfach krass! Sie bleibt ihren Wurzeln treu und erweitert die bereits bekannte Welt aus Band eins um neue Orte, Wesen und Geheimnisse. Dass es sich bei dem ganzen um eine Märchenadaption handelt, würde ich nicht denken, würden nicht manche Sachen, daran erinnern. Stella hat hier etwas erschaffen, das gleichzeitig ganz neues ist, aber auch etwas Altes mit einer Prise an Blut und Spannung. Die düstere, magische Atmosphäre zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und schafft eine perfekte Balance zwischen Spannung und emotionaler Tiefe.

Die Charaktere sind wieder einmal ein Highlight. Stella Tack verleiht ihnen eine Tiefe, die es leicht macht, mit ihnen mitzufühlen. Rain, habe ich mit ihrer schrägen, aber sehr liebenswerten Art, schon in Band 1 ist mein Herz geschlossen und das hat sich in diesem Band noch mehr vertieft, sie ist eine starke, mutige, aber auch sehr authentische und witzige Protagonistin. Auch die anderen Charaktere (auf die ich auch nicht so wirklich eingehen möchte) sind wunderbar ausgearbeitet und besonders einen) oder zwei) habe ich auch sehr liebgewonnen. Sie bereichern die Geschichte auf ihre eigene Art und Weise. Besonders hat mich auch die Dynamik zwischen ihnen allen beeindruckt, die Dialoge waren so gut!


Fazit:
„Ever & After: Die dunkle Hochzeit“ bekommt von mir 5 von 5 Sterne und war ein großes Highlight. Es vereint all das, was ich an Stella Tack liebe: einen mitreißenden Schreibstil, liebenswerte Charaktere, eine spannende Handlung, ganz viel Stella-Humor und jede Menge Gefühl. Ich kann die Reihe und auch alle anderen Bücher von Stella Tack nur wärmsten empfehlen!

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