Ein starker Reihenauftakt voller Blut, Magie und Intrigen
Magic Drowned in Blood~Magic Drowned in Blood von Christina Rain~
Meine Meinung:
Eigentlich halte ich meist eher Abstand von Dark-Romance-Geschichten, doch bei Dark Fantasy werde ich einfach schwach – und Magic Drowned in ...
~Magic Drowned in Blood von Christina Rain~
Meine Meinung:
Eigentlich halte ich meist eher Abstand von Dark-Romance-Geschichten, doch bei Dark Fantasy werde ich einfach schwach – und Magic Drowned in Blood hat mich von der ersten Sekunde an gepackt. Schon die ersten Seiten werfen einen mitten hinein in Chaos, Blut und Magie: Untote, die gemeinsam auf eine Schule gehen und an dieser ihren Abschluss machen, dabei aber auch nicht gerade die nettesten sind und ein Wettbewerb, in dem zwei Schattengeliebte gesucht werden, der auch blutig enden könnte. Schon dieser Einstieg hat mich direkt überzeugt und mir gezeigt, dass Christina Rain eine sehr interessante Welt erschafft, hat, in der jeder nach seinen eigenen Regeln spielt.
In diesem Buch gibt es eine Rückkehr ins Universum der Knightstone Academy (die Bücher habe ich leider bisher noch nicht gelesen, werde ich aber bald nachholen!), die Reihen sind aber problemlos unabhängig voneinander lesbar. Diese Geschichte spielt an dem Nightcastle College – einen düsteren, abgeschiedenen Ort im Norden, der vollständig auf das Leben von Vampiren ausgerichtet ist. Und mittendrin: Lark.
Als Halbvampirin gehört sie nirgendwo so richtig dazu. Sie ist zu vampirisch für die Magier und zu unvollständig für die Vampire. Dieses ständige Außenseitergefühl war unglaublich greifbar und hat mir oft richtig wehgetan beim Lesen. Lark versucht unsichtbar zu bleiben, nicht aufzufallen, einfach zu überleben – und gerade deshalb war sie für mich eine extrem starke Protagonistin. Sie ist klug, schlagfertig, innerlich zerrissen, aber niemals schwach. Besonders mochte ich, dass sie nicht als unverwundbare Heldin dargestellt wird: Sie darf Angst haben, zweifeln, Hilfe annehmen – und trotzdem für sich selbst einstehen. Die Charaktere um sie herum, haben ihr Leben oft viel schwerer gemacht, als es seien müsste und trotzdem ist sie immer aufgestanden und hat ihr Ding weitergemacht.
Der gefährliche Wettbewerb um die Rolle der Schattengeliebten der beiden Prinzen bildet das düstere Herz der Geschichte. Lark will damit nichts zu tun haben – und wird dennoch hineingezogen. Ab diesem Moment verstrickt sich die Handlung immer tiefer in Intrigen, Machtspiele und Geheimnisse, bei denen man nie genau weiß, wem man trauen kann. Genau das hat für mich einen großen Teil der Spannung ausgemacht.
Besonders spannend fand ich die beiden Prinzen Loras und Tarabas. Sie könnten kaum unterschiedlicher sein: Der eine offen, charmant, fast schon verführerisch (aber nicht alles was glänzt ist gold…) – der andere düster, verschlossen, hinter einer Maske verborgen. Und trotzdem sind beide auf ihre eigene Weise gefährlich faszinierend. Man spürt von Anfang an, dass ihre Fassaden Risse haben und dass hinter ihren Blicken mehr lauert, als sie zeigen wollen. Dazu kommt noch ein Bodyguard, der ebenfalls für ordentlich Spannung sorgt – emotional wie atmosphärisch.
Die Nebencharaktere blieben meistens leider etwas durchsichtig, weshalb ich mir sehr erhoffe, das wir über diese noch viel mehr erfahren werden, da zum Beispiel Scarlett und Grace noch sehr viel Potential haben.
Was ich dabei besonders toll fand, war das wir Kapitel aus der Sicht von allen vieren bekommen haben. Die meisten waren natürlich von Rain, aber auch die anderen drei konnten manchmal zur Sprache kommen und dadurch das Lesen nur noch interessanter gestalten.
Und diese Tension?
Wow.
Kein überladener Spice (auch wenn es davon nicht gerade wenig gab!), kein erzwungenes Drama – sondern ein ständiges Knistern, unausgesprochene Gefühle, Blicke, Nähe und Distanz. Alles fühlt sich genau richtig dosiert an und fügt sich perfekt in die Handlung ein. Gerade weil nicht alles sofort passiert, wirkt die Anziehung so intensiv. Da das Buch zudem Why-choose? Als Trope beinhält, konnte ich mich auch gar nicht dafür entscheiden, wenn von den dreien ich am besten fand. Ich hoffe nur insgeheim, das die drei auch noch etwas weichere Seiten, in den nächsten Bücher zeigen, dann wären sie perfekt.
Auch das Worldbuilding hat mich überzeugt. Das Nightcastle College wirkt alt, kalt und unbarmherzig, voller Regeln, Erwartungen und dunkler Traditionen. Der College-Alltag dient zunächst als ruhiger Einstieg in die Welt, doch das änderte sich mich dem Voranschreiten der Geschichte. Besonders durch den Wettbewerb, wurde es gefährlicher und noch spannender, auch wenn ich dort auch gerne, etwas mehr über die anderen Kandidaten erfahren hätte. Besonders das Magiesystem fand ich auch sehr spannend. Es gab immer nur ein paar Häppchen Informationen darüber und ich hoffe sehr, dass diese Themen in den nächsten Bänden noch mehr vertieft werden und wir noch viel mehr darüber erfahren können.
Die Handlung selbst, hat mir von Anfang an Gefallen, die ersten Kapitel waren mehr ein Einstieg, aber ab der hälft und besonders gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse und Enthüllungen, die herauskommen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Der Cliffhanger am Ende hat mich dann endgültig zerstört. Wirklich.
Ich muss wissen, wie es weitergeht und freue mich jetzt schon total auf Band 2!
Fazit:
Magic Drowned in Blood bekommt von mir 5 von 5 Sternen und hat mir unglaublich gut gefallen. Christina Rain liefert hier einen spannungsgeladenen und emotional intensiven Auftakt, der Lust auf so viel mehr macht. Düstere Fantasy, morally grey Charaktere, gefährliche Spiele und eine Protagonistin, die man einfach ins Herz schließen muss – für mich ein echtes Highlight. 🩸✨