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Veröffentlicht am 27.10.2024

Eindeutig eines meiner Highlights 2024

Black Witch - Prophezeiung
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Wow, hat mich dieses Buch mit seiner Welt und seinen Charakteren in den Bann gezogen.

Elloren wächst behütet bei ihrem Onkel auf. Sie entstammt dem Volk der Gardener, die mittlerweile die herrschende ...

Wow, hat mich dieses Buch mit seiner Welt und seinen Charakteren in den Bann gezogen.

Elloren wächst behütet bei ihrem Onkel auf. Sie entstammt dem Volk der Gardener, die mittlerweile die herrschende Bevölkerung ausmacht. Der Kurs der Regierung ist zwar noch halbwegs liberal, aber dunkle Schatten ziehen auf. Marcus Vogel will an die Macht und alles, was nicht Gardener ist, auslöschen oder unterwerfen.

Die anderen Völker haben keinen guten Stand. So werden Urisker als Diener oder sogar Sklaven gehalten, Faes deportiert und Lykaner mit Gerüchten als unzivilisierte Bestien gleichgestellt.
Von all dem bekomm eEloren erst einmal abgeschottet nichts mit. Bis ihre Tante, eine Verfechterin von Vogel, sie unter ihre Fittiche nimmt, bis sie auf die Universität geht. Anfangs ist Elloren fasziniert vom Luxus und den Gepflogenheiten ihres Volkes. Erst als sie auf die Universität geht, die anderen Völker besser kennen lernt, erkennt sie den Ernst der Lage und wer ihre Freunde sind.

Dieses Buch hat mich komplett überrascht. Zuerst dachte ich, es kommt eine typische Fantasygeschichte auf mich zu, die auf einer Universität spielt - doch diese Geschichte hat so viel mehr Tiefgang. Rassismus, Faschismus und Vorurteile - all dies wird aufgegriffen.
Ein gelungener Auftakt zur Trilogie aus der Feder von Laurie Forest.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Ehrlich und hart: das Leben von McCurdy

I'm Glad My Mom Died
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Jennette McCurdy gibt in ihrem Buch sehr intime Einblicke in ihr Leben, dass von Anfang an von einer narzisstischer Mutter beeinflusst wurde.
Sie wird Schauspielerin, weil es ihre Mutter so will. Sie hält ...

Jennette McCurdy gibt in ihrem Buch sehr intime Einblicke in ihr Leben, dass von Anfang an von einer narzisstischer Mutter beeinflusst wurde.
Sie wird Schauspielerin, weil es ihre Mutter so will. Sie hält dauerhaft Diät und entwickelt eine Essstörung, weil ihre Mutter das so will.
Jeder ihrer Schritte ist begleitet an den Gedanken: wird Mom das gefallen oder wird sie enttäuscht sein.
Es ist erschreckend, wie sehr ihre Mutter ihr Leben kontrollierte und einschränkte. Jennette hat im Grunde keine Kindheit. Sie muss nicht nur vor der Kamera funktionierten, sondern auch vor ihrer Mutter. So richtig sie selbst sein, kann sie nicht und muss es auch erst nach dem Tod ihrer Mutter lernen.
Das Buch ist schonungslos und beschreibt diese krankhafte Mutter-Kind-Beziehung mit einer Intensität, die mich schon nach den ersten Kapitel gefesselt hat.

Auch wird die kranke Welt des Fernsehens dokumentiert. Wer die Doku „Quiet on Set“ gesehen hat, wird hier nun auch McCurdys Seite erleben.
Ich habe neben diesem Buch eine Serie gebinged und bei jedem Kinderschauspieler fragte ich mich: steckt dahinter euch ein überengagiertes Elternteil, dass sein Kind zu der Rolle drängt?

Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Es geht weiter …

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Nach Band 1 habe ich. Ich sehr gefreut, auch den zweiten Teil rezensieren zu dürfen.
Dieses Mal hatte ich Anfang ein paar Probleme in die Geschichte zu kommen, aber sie nahm dann doch sehr schnell Fahrt ...

Nach Band 1 habe ich. Ich sehr gefreut, auch den zweiten Teil rezensieren zu dürfen.
Dieses Mal hatte ich Anfang ein paar Probleme in die Geschichte zu kommen, aber sie nahm dann doch sehr schnell Fahrt auf und Alva wurde zu einer sehr sympathischen Protagonistin.
Es werden viele Hinweise gestreut, die sich clever zu einem Plot fügen. Das Buch ist für 11+ gedacht, aber Achtung: Es ist gruslig! Als Erwachsene fand ich es super spannend, aber für sensible Kids in dem Alter empfehle ich eher ein Mitlesen der Eltern. Entwerfer zusammen oder als Buddyread.
Wer düstere, tiefgründige Stories mit Happy End mag, ist es ein perfekter Einstieg in das Genre Grusel und Thriller.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Auf in den Garten!

Hochbeete für Ahnungslose
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Letztes Jahr habe ich mir ein Hochbeet in den Kopf gesetzt, und mein Vater war so lieb, mir eines zu bauen. Leider war es zum Befüllen und für den ersten Anbau dann schon zu spät in der Saison. Um dieses ...

Letztes Jahr habe ich mir ein Hochbeet in den Kopf gesetzt, und mein Vater war so lieb, mir eines zu bauen. Leider war es zum Befüllen und für den ersten Anbau dann schon zu spät in der Saison. Um dieses Jahr besser vorbereitet zu sein, habe ich zu diesem Buch gegriffen.

Hochbeet für Ahnunglose erklärt in einfachen, gut nachvollziehbaren Schritten – und in einem frechen Comicstil, kombiniert mit detaillierten Illustrationen und hilfreichen Texten – wie man als absolut ahnungslose Person ein Hochbeet erfolgreich betreibt.
Perfekt also für alle, die ihren grünen Daumen noch verzweifelt suchen, egal ob im Garten oder auf dem Balkon.

Vom Bau über die Auswahl der richtigen Erde bis hin zur passenden Saat und der Pflege der Pflanzen wird alles übersichtlich und strukturiert erklärt. Die Bilder sind ansprechend, die Seiten nicht überladen, und man fühlt sich zu keinem Zeitpunkt überfordert.

Insgesamt ist das Buch eine tolle Starthilfe für alle, die eigenes Gemüse anbauen möchten – motivierend, verständlich und sehr gelungen umgesetzt.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Fesselnde Persönlichkeit

Kleopatra
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Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich leicht lesen. Erzählt wird aus der Sicht Kleopatras selbst, die immer wieder die vierte Wand durchbricht: Sie macht deutlich, dass sie ihr eigenes Ende ...

Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich leicht lesen. Erzählt wird aus der Sicht Kleopatras selbst, die immer wieder die vierte Wand durchbricht: Sie macht deutlich, dass sie ihr eigenes Ende kennt, kommentiert ihr Schicksal rückblickend und spricht den Leser stellenweise direkt an. Das ist sehr intelligent gelöst, denn man folgt ihr dadurch nicht wie einer Romanfigur, sondern wie einer Geschichtenerzählerin, die sich bewusst ist, welchen Platz sie in der Geschichte einnimmt.

Der Roman setzt mit dem Tod ihres Vaters ein und greift die wichtigsten Stationen ihres Lebens auf. Besonders gefallen hat mir, wie nah man ihr als Mensch kommt: nicht als die mysteriöse, verführerische Figur, wie man sie aus „Asterix und Obelix“ oder anderen populären Darstellungen kennt, sondern als kluge, politische, verletzliche und zugleich starke Frau. Positiv hervorzuheben ist auch, dass sie ihre eigenen negativen Taten nicht beschönigt, sondern reflektiert und erklärt.

Ein echtes Lesevergnügen und ein sehr intensives Porträt der letzten Königin Ägyptens.

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