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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2026

Highlight

Der gefrorene Fluss
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Meinung: Ein historischer Roman, der mich völlig verschlungen hat! Boah Leute… ich bin ehrlich: Dieses Buch war eine Wucht. Eine Reise ins späte 18. Jahrhundert, so intensiv und lebendig, dass ich beim ...

Meinung: Ein historischer Roman, der mich völlig verschlungen hat! Boah Leute… ich bin ehrlich: Dieses Buch war eine Wucht. Eine Reise ins späte 18. Jahrhundert, so intensiv und lebendig, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, selbst mitten in dieser eisigen, rauen Welt zu stehen. Und das passiert mir wirklich nicht oft. Das Cover sieht absolut grandios aus, aber was zwischen diesen Seiten steckt, ist noch viel beeindruckender: Atmosphäre, Spannung, Emotionen und eine Protagonistin, die man einfach nicht vergessen kann. Der Schreibstil ist bombastisch gut: bildhaft, flüssig und so mitreißend, dass man jede gelesene Zeile richtig erlebt. Ariel Lawhon hat sich vom echten Leben und den Tagebüchern der Hebamme Martha Ballard inspirieren lassen und genau das macht diese Geschichte so unfassbar authentisch.
Martha ist keine Figur, die man einfach nur „gut“ findet… sie ist eine Frau, die man bewundert. Stark, klug, unbeirrbar und voller Mitgefühl. Eine Hebamme mit Herz, Verstand und Rückgrat in einer Zeit, in der Frauen kaum etwas galten.
Eine Leiche wird in einem gefrorenen Fluss entdeckt.
Mord? Unfall? Selbstmord?Martha wird aufgrund ihres medizinischen Wissens hinzugezogen und erkennt sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Doch ihre Stimme zählt nicht viel, denn Männer bestimmen über Wahrheit und Urteil. Und genau das macht dieses Buch so unglaublich fesselnd und gleichzeitig so wütend machend. Denn es bleibt nicht bei einem Todesfall. Es geht um viel mehr: Ungerechtigkeit. Gewalt. Vergewaltigung. Machtmissbrauch. Frauen, die nicht gehört werden. Männer, die entscheiden dürfen, was „wahr“ ist.
Und mittendrin Martha, die sich nicht einschüchtern lässt. Sie kämpft für ihre Patientinnen, für Selbstbestimmung und für das, was richtig ist. Sie will die Wahrheit. Egal, wie unbequem sie ist.
Neben dem Kriminalfall spielen auch die Geburten eine zentrale Rolle und diese werden realistisch und offen beschrieben. Nichts wird romantisiert oder beschönigt. Man spürt den Schmerz, die Angst, die Hoffnung… und auch den Mut der Frauen.
Besonders stark fand ich die Tagebucheinträge, die Martha immer wieder festhält. Sie verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe und machen alles noch greifbarer.
Ich wollte einfach nicht, dass dieses Buch endet. Ich habe es so geliebt.
Ein absolutes Highlight und eine klare Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2026

geniale Fortsetzung, Highlight

Das Camp
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Meinung: Ich liebe die Bücher von Linus und auf dieses habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Innerhalb von nur drei Stunden ...

Meinung: Ich liebe die Bücher von Linus und auf dieses habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Innerhalb von nur drei Stunden war ich durch: komplett gefesselt, komplett verloren in dieser düsteren Welt. Ich habe nicht einmal gemerkt, wie die Zeit verflogen ist. Für mich das beste Zeichen dafür, wie stark dieses Buch ist.
Der Schreibstil ist einfach großartig. Flüssig, präzise und auf den Punkt, ohne jemals an Tiefe zu verlieren. Die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven treiben die Spannung gnadenlos voran, man hetzt förmlich durch die Seiten und kann kaum innehalten. Luft holen? Keine Chance.
Die Charaktere haben mich emotional richtig erwischt. Sie sind so lebendig, so greifbar, dass sie mir schnell ans Herz gewachsen sind. Ich habe mit ihnen gehofft, gezittert und gelitten. Die düstere, bedrohliche Atmosphäre liegt wie ein Schatten über der gesamten Geschichte und lässt einen nicht mehr los.
Die Handlung ist extrem gut durchdacht. Mehrere Erzählstränge laufen zunächst scheinbar nebeneinander her, bis sich langsam ein grausames Gesamtbild zusammensetzt. Tödliche Vorfälle, offene Fragen, stetig wachsende Angst und mit jeder neuen Enthüllung wird klar, dass hier eine viel größere Gefahr lauert. Eine Macht, die alles und jeden bedroht. Die Anspannung steigt Seite für Seite, bis sie kaum noch auszuhalten ist.
Der Showdown und das offene hat mich sprachlos zurückgelassen.

Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Highlight

Kein Hauch von Wahrheit
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Meinung: Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen und meine Neugier war sofort geweckt. Und was soll ich sagen? Für mich war es ein absolutes Highlight. Wenn es um die menschliche Psyche und ihre ...


Meinung: Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen und meine Neugier war sofort geweckt. Und was soll ich sagen? Für mich war es ein absolutes Highlight. Wenn es um die menschliche Psyche und ihre Abgründe geht, bin ich sofort dabei. Diese Geschichte ist einfach unglaublich. Nicht, weil sie eine völlig neue Idee aufgreift, sondern wegen der Umsetzung, die mich vollkommen überzeugt hat. Alix Summer ist Podcasterin erfolgreich, selbstbewusst und mitten im Leben. An ihrem 45. Geburtstag begegnet sie in einem Londoner Pub einer Frau, die auf den ersten Blick kaum auffällt: Josie Fair. Auch sie wird an diesem Tag 45 Jahre alt und beide wurden im selben Krankenhaus geboren. Ein Zufall? Oder der Beginn von etwas Unheimlichem?
Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man zügig vorankommt. Die Charaktere sind hervorragend gewählt, jeder erfüllt seine Rolle perfekt. Zwar konnte ich keine tiefe Bindung zu ihnen aufbauen, aber auf eine merkwürdige Art mochte ich sie dennoch. Vor allem, weil ich dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es war wie ein Sog, dem ich nicht entfliehen konnte.
Nichts ist, wie es scheint. Jeder hat ein Geheimnis, aber wer sagt die Wahrheit? Wem kannst du trauen?
Das Ende war eine echte Überraschung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Das, was schließlich ans Licht kam, war heftig und kaum vorstellbar.
Absolute Leseempfehlung

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2026

absolute Leseempfehlung

Die Farm der Mädchen
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Meinung: Ich lese die Bücher von Hans Rosenfeldt unglaublich gern, deshalb war meine Erwartung an dieses Buch entsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Zwei ...

Meinung: Ich lese die Bücher von Hans Rosenfeldt unglaublich gern, deshalb war meine Erwartung an dieses Buch entsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Zwei hochschwangere Frauen fliehen mitten in der Nacht durch die schwedischen Wälder. Man spürt ihre Angst, ihre Verzweiflung und gleichzeitig weiß man lange nicht, vor wem oder was sie eigentlich fliehen. Genau diese Ungewissheit hat mich von Anfang an nicht mehr losgelassen und wie ein dunkler Schleier durch die ganze Geschichte begleitet. Kurz darauf wird im Unterholz die Leiche eines Neugeborenen gefunden, die Mutter ist verschwunden. Der Fall landet bei Hannah Wester, die erst seit Kurzem wieder im Dienst ist, nachdem sie vor einem Jahr ihren Mann verloren hat. Was zunächst wie ein einzelnes, tragisches Verbrechen wirkt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu etwas viel Größerem zu einem erschreckenden Geflecht aus Gewalt, Manipulation, Abhängigkeit und Machtmissbrauch. Besonders der schonungslose Blick auf den kriminellen Handel mit Babys hat mich beim Lesen immer wieder schlucken lassen.
Der Schreibstil ist klar, flüssig und extrem fesselnd. Die Seiten sind bei mir nur so dahingeflogen, während sich gleichzeitig ein immer stärkeres Gefühl von Bedrohung aufgebaut hat. Die Atmosphäre ist düster, kalt und beklemmend, Angst und Verzweiflung sind nahezu greifbar und begleiten einen auf jeder einzelnen Seite. Die Spannung reißt dabei kein einziges Mal ab.
Hannah mochte ich sofort. Sie ist keine unnahbare Ermittlerin, sondern eine Frau mit Brüchen, Verlusten und inneren Kämpfen. Ihre Ermittlungen fühlen sich deshalb sehr persönlich an, nicht nur als Polizeiarbeit, sondern als Kampf gegen das eigene Zerbrechen und gegen eine Welt, die immer wieder ihre grausamsten Seiten zeigt.
Das Ende passt für mich sehr gut zur Geschichte. Es wirkt stimmig, nicht überladen und vor allem bleibt dieses Gefühl zurück, dass Hannahs Geschichte noch lange nicht auserzählt ist. Ich würde sie sehr gern in weiteren Fällen begleiten.
Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 26.01.2026

toller Kriminalroman

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Meinung: Diese Reihe begleitet mich seit dem ersten Band, und auch dieser Teil hat mich wieder vollkommen überzeugt. In der Grenzregion Karwendel treten nach heftigen Unwettern die Flüsse über die Ufer. ...

Meinung: Diese Reihe begleitet mich seit dem ersten Band, und auch dieser Teil hat mich wieder vollkommen überzeugt. In der Grenzregion Karwendel treten nach heftigen Unwettern die Flüsse über die Ufer. Die Wassermassen reißen alles mit sich, immer mehr Menschen gelten als vermisst. Auch auf österreichischer Seite wütet der Sturm. Chefinspektor Bernhard Krammer, der nach einer Verletzung noch nicht wieder voll im Einsatz ist, versucht dennoch, einen kühlen Kopf zu bewahren. Als ein Toter in einer Schlucht gefunden wird und sich herausstellt, dass er nicht ertrunken, sondern ermordet wurde, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Trotz der dramatischen Lage nimmt Alexa Jahn die Ermittlungen auf und stößt dabei auf eine Tragödie, deren Ursprung weit in der Vergangenheit liegt.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Spannung baut sich langsam, aber stetig auf und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders eindrucksvoll fand ich die Beschreibungen der Wassermassen, die Angst und Verzweiflung der Betroffenen waren für mich deutlich spürbar. Sehr realistisch wird gezeigt, wie zerstörerisch Naturgewalten sein können und welches Leid sie bei Opfern wie auch Helfern hinterlassen.
Die Charaktere sind erneut hervorragend gezeichnet, und die verschiedenen Erzählstränge fügen sich am Ende stimmig zusammen. Die wechselnden Perspektiven sorgen für Tempo und zusätzliche Spannung. Besonders berührt hat mich die Geschichte der schreibenden Mutter vor allem die Kapitel mit „Meine geliebte Tochter“, die mich emotional sehr mitgenommen haben.
Die Auflösung der Fälle hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Absolute Leseempfehlung

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