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Veröffentlicht am 11.02.2026

spannend zu lesen

Waldgeheimnis
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Alina Fink und ihr Kollege Alexander Thaler werden zur Aufklärung des Tötungsdelikts am Geschäftsführer einer Software-Firma gerufen. Der wurde mit seinem eigenen Golfschläger erschlagen. Eine Ermittlung, ...

Alina Fink und ihr Kollege Alexander Thaler werden zur Aufklärung des Tötungsdelikts am Geschäftsführer einer Software-Firma gerufen. Der wurde mit seinem eigenen Golfschläger erschlagen. Eine Ermittlung, die weitreichende Verbindungen erkennen lässt. Denn dem Serientäter Nikolas Novak, den Alina vor 2 Jahren ins Gefängnis gebracht hat, gelingt der Ausbruch aus der JVA.
Mich hat es spannend unterhalten, wie die Autorin mich durch den Wechsel vom Heute zur Vergangenheit mit den Figuren bekannt gemacht hat. Vor allem aber, fand ich die Beschreibungen zu Nick Novak. Wie der sein Schauspieltalent, seine Beziehungen nach draußen wie auch seine Wirkung auf Frauen nutzt, um seinen Ausbruch zu realisieren, fand ich beeindruckend geschildert. An einigen Stellen habe ich mich gefragt, wie so intelligente Frauen auf seinen Charme hereinfallen können. Alle Schritte Novaks dienen nur einem Ziel: er will sein Kunstwerk fertigstellen.
Bei der Suche nach Nick stellen die Ermittler Verbindungen zur Schwester des erschlagenen Golfspielers fest. Einer jungen Frau, die seit jungen Jahren in der Familie viele negative Erfahrungen gemacht hat. Vielleicht ist sie deshalb auch ein williges Opfer für Novak. Irgendwie hat sie mir leidgetan.
Dieser Krimi kam mir durchaus glaubhaft vor. Vielleicht auch darum, weil hier „Ende gut, alles gut“ nicht zutrifft. Ich habe mit dem Buch spannende Lesestunden verbracht und gebe 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

geht unter die Haut

Da, wo ich dich sehen kann
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Maja ist neun, als Frank, ihr Vater, im Zorn Mutter Emma umbringt. Für Maja beginnt ein neuer Alptraum. Als ihre Mutter noch lebte, musste sie immer wieder den Streit ihrer Eltern miterleben. Doch jetzt, ...

Maja ist neun, als Frank, ihr Vater, im Zorn Mutter Emma umbringt. Für Maja beginnt ein neuer Alptraum. Als ihre Mutter noch lebte, musste sie immer wieder den Streit ihrer Eltern miterleben. Doch jetzt, nach dem Tod der Mutter, macht sie sich Vorwürfe. Schließlich hat sie immer ihrem Vater beigestanden. Hätte sie ihre Mutter retten können, wenn sie sich nicht so verhalten hätte?
Ich habe das Buch sehr langsam gelesen, immer wieder beiseitegelegt. Es waren für mich einfach zu viele Emotionen, die da hochgekommen sind. Nicht weil ich ähnliches erlebt habe. Es sind die eindringlichen Ausführungen der Autorin, die mich ergriffen gemacht haben. Dabei fand ich es von Jasmin Schreiber sehr gut vermittelt, wie die kleine Maja mit ihren Alpträumen zu kämpfen hat. Maja spricht von Ranken, die sie zu ihrer Mutter in die Erde ziehen wollen und ihr dabei die Luft zum Atmen nehmen. Doch die Autorin fasst die Auswirkungen dieser Gewalttat noch viel weiter. Die Eltern von Emma, ihre beste Freundin Liv, alle wissen nicht, wie sie mit dem Verlust und vor allem mit der traumatisierten Maja umgehen sollen. Beide Großelternteile, väter- wie mütterlicherseits, wollen für Maja da sein und bringen das junge Mädchen damit in noch größere Bedrängnis. Mit den Zeichnungen von Maja, den Amtsschreiben um den Sorgerechtsstreit der Großeltern wird ein rundes Bild geschaffen. Was mir aber besonders gefallen hat, sind die schwarz grundierten Kapitel. Ich habe sie für mich „was wäre, wenn“ bezeichnet. Ein Gedankenspiel, das im Nachhinein das Verbrechen nicht verhindern kann. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

spannende Verwicklungen, lesenswert

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia ist eines – chronisch pleite. Als Online-Nachhilfelehrerin und als Housesitterin versucht sie sich über Wasser zu halten. Im Moment arbeitet sie gerade für die steinreiche Familie Waldner, die ...

Cecilia ist eines – chronisch pleite. Als Online-Nachhilfelehrerin und als Housesitterin versucht sie sich über Wasser zu halten. Im Moment arbeitet sie gerade für die steinreiche Familie Waldner, die unter anderem auf Ostsee eine Insel mit glamourösem Haus ihr Eigen nennen. Mit dem Sohn der Familie, Johannes Waldner verbindet sie mehr als berufliches Interesse…
Angangs habe ich mich mit Cecilia, von ihrem Schuldfreund Nick liebevoll Lia genannt, nicht anzufreunden können. Sie kam mir wie eine junge Frau, die sich vom Leben treiben lässt, die nicht zu viel Energie in den Lebensunterhalt stecken und einfach das Leben genießen will, vor. Doch weit gefehlt. Lia hat einen Plan und der ist teuflisch. In den wird der Leser über gezielte Rückblenden und damit Einblicke in Cecilias bisheriges, trauriges Schicksal eingebunden. Jedoch macht die Autorin das wohldosiert, so dass sich Spannung bei mir eingestellt hat. Nicht mit allen Entscheidungen dieser intelligenten jungen Frau konnte ich mich anfreunden und doch habe ich langsam Sympathien für sie entwickelt. Lias einziger Halt sind ihre beiden Freunde Nick, der schon seit Schulzeiten dazu zählt und Ying, die ihr die Housesittingstelle vermittelt hat. Doch nichts in diesem Thriller ist so wie es scheint und so hat mich das Ende dann auch kalt erwischt. Von mir gibt’s 4,5 Lese-Sterne für das wirklich wendungsreiche, spannende Buch.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

gelungene Fortsetzung, kann ich empfehlen

Bluthass
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Lina Saint-George besucht in Hachenburg die neu eröffnete Ausstellung zum Thema Hexenverfolgung. Sie findet die Ausstellung interessant, zumal die Verantwortlichen der Ausstellung ihr nicht nur sympathisch ...

Lina Saint-George besucht in Hachenburg die neu eröffnete Ausstellung zum Thema Hexenverfolgung. Sie findet die Ausstellung interessant, zumal die Verantwortlichen der Ausstellung ihr nicht nur sympathisch erscheinen, sie geben sich auch alle Mühe den Besuchern ihr Wissen zu vermitteln. Aber dann wird noch am gleichen Tag ein Hausbrand in Atzelgift gemeldet. Bei den Löscharbeiten findet die Feuerwehr eine verbrannte Leiche und die Gerichtmedizin stellt später fest, dass diese vor ihrem Tod massiv gefoltert wurde. Möglicherweise mit alten, wie im Landesmuseum gerade ausgestellten alten Folterinstrumenten. Gibt es da einen Zusammenhang?
Natürlich ist bei mir da gleich das Kopfkino angesprungen. Gedanken wie: will jemand die Ausstellung sabotieren? Hat jemand die nachgebauten Folterinstrumente gleich für seine grausame Tat genutzt? Die Ermittler -HK Manfred Neuer und seinem Team - vermuten nicht zuletzt wegen der am Tatort hinterlassenen mystischen Symbole einen Zusammenhang zu in der Gegend noch immer existierenden Hexenzirkeln. Die Hauptverantwortliche der Ausstellung, Isabel Grothe, ist selbst Mitgründerin eines solchen Zirkels. Ich empfand es als sehr erfrischend zu lesen, wie Lina, die ja eigentlich leitende Staatsanwältin ist und nach Aktenlage Entscheidungen treffen sollte, sie das aber nicht davon abhält, selbst an vorderster Front zu ermitteln. Aber so kenne ich sie ja bereits aus den vorherigen Teilen. Eine sehr engagierte und sympathische Frau.
Es sind wirklich wieder sehr interessante Figuren in diesem Krimi. Besonders gefallen hat mir die Stelle im Buch, als Freya Linden, einer Mitorganisatorin der Ausstellung, von Manfred Neuer befragt wird. Den in die Jahre gekommenen Altrocker, der sich so leicht nicht aus der Fassung bringen lässt, trifft in ihr einen ebenbürtigen Gesprächspartner. Wie sie im Austausch mit ihm die Gesprächsführung übernimmt, seine noch gar nicht gestellten Fragen beantwortet, hat mich beeindruckt. Gleichzeitig fragte ich mich aber auch, wie eine so kopfgesteuerte Akademikerin sich einen solchen Hexen-Zirkel anschließen konnte. Es war auf jeden Fall spannend mitzuerleben, wie der Fall sich entwickelt und schlussendlich mit überraschendem Ende gelöst wird. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Kunst und Schmerz - unglaubliche Taten

Der Blutmacher
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Akte Frame, also Bilderahmen, heißt der neue Fall von Tara Kronberg. Ein sehr persönlicher Fall für die erfahrene Ermittlerin für besonders brutale Verbrechen.
In diesem Fall mordet der Täter seine Opfer, ...

Akte Frame, also Bilderahmen, heißt der neue Fall von Tara Kronberg. Ein sehr persönlicher Fall für die erfahrene Ermittlerin für besonders brutale Verbrechen.
In diesem Fall mordet der Täter seine Opfer, um mit ihrem Blut Kunstwerke auf Leinwänden zu erschaffen. Das Ganze stellt er dann auch noch live ins Netz und auf seiner Plattform können alle Interessierten, wie auf einer Auktion, Gebote für die Blutbilder abgeben. Einfach grauenhaft die Qualen der Opfer mit anzusehen. Um seine Macht zu demonstrieren, leitet der Täter auch immer wieder dem Dezernat 47, also Taras Abteilung, den Einstiegslink dafür zu. Es kam mir wie ein Katz- und Mausspiel vor, was der Täter sehr zu genießen scheint.
Auch wenn Tara jedem kleinen Hinweis nachgeht, kann sie keine Spuren entdecken, die sie zum Täter führen. Jedoch kennt sie sein nächstes Opfer sehr gut, so dass der Druck, den Täter zu finden, enorm bei ihr steigt.
Wegen persönlicher Befangenheit zieht ihre Chefin Tara ganz vom Fall ab, was sie natürlich nicht davon abhält auf eigene Rechnung weiter zu ermitteln. Mich hat sie damit auf jeden Fall beeindruckt. Überhaupt fand ich diesen Thriller einfach nur unglaublich –verwirrende Entwicklungen, so unterschiedliche Schauplätze, gepaart mit der Frage nach dem WARUM. Ja, der neue Thriller von Elias Haller hat mich wieder spannend unterhalten. Darum gibt’s auch eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung und 4 Lese-Sterne.

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