Wendungsreich und intensiv
Kalt wie die LuftEine Leiche in einem Bunker, eine vermisste 19-jährige, die sich auf ihre Aufnahmeprüfung zur Polizeihochschule freut und beim Joggen verschwindet. Dann eine weitere verschwundene Joggerin, eine Bloggerin, ...
Eine Leiche in einem Bunker, eine vermisste 19-jährige, die sich auf ihre Aufnahmeprüfung zur Polizeihochschule freut und beim Joggen verschwindet. Dann eine weitere verschwundene Joggerin, eine Bloggerin, die einigen Ruhm genießt. Für Noora fängt ihr neuer Job in Bodo nicht gerade harmlos an. Dabei ist sie aus Oslo hierher geflüchtet, um traumatische Erlebnisse in Oslo zu verarbeiten. Was ihre Kollegen vor Ort natürlich nicht wissen. Die haben alle selbst ihre Päckchen zu tragen. Jakob, der über die Trauer um seine verstorbene Frau nicht hinwegkommt. Der Vorgesetzte Rakstad, der ihr unverhohlen mitteilt, dass er sich eine andere Kandidatin für den Posten, den Noora nun besetzt, gewünscht hätte. Fine, die mit ihrer Ehefrau die Betreuung der Tochter teilt, was für beide oft nicht leicht zu managen ist. Und so weiter. Insgesamt wird die Geschichte in kurzen stringenten Kapiteln jeweils aus der Sicht der handelnden Personen erzählt, das hält den Lesefluss und die Spannung hoch. Die Personen werden auf diese Weise vorgestellt. Dazwischen immer wieder kursiv gedruckte Abschnitte, in denen ein unheilvoller Täter seine Sicht der Dinge verbreitet. Es sind sehr viele Personen und während der Ermittlungen viele Verdächtige im Spiel. Aber es ist oft nichts, wie es den Anschein hat und es gibt zahlreiche Abzweigungen in der Geschichte bis zum wendungsreichen Schluss. Der zugleich die Tür für den nächsten Band öffnet. Der Auftakt zur Reihe ist schon einmal gelungen.